04.10.2017, 22:44
Hallo Peter & Frank,
rein rechnerisch ergeben R53, R54 & C32 eine Zeitkonstante für das obere Ende der Tiefen-Entzerrung (inverser Omega-Gang) bei 9.5 cm/s von einem Wert zwischen R54*C32 (83 us) und (R53+R54)*C32 (~100 us), der von der Steilheit der Röhre abhängt. Es dürfte sich also um "beabsichtigte" 90 us handeln. Bei 19 cm/s wird R116 zu R54 parallel geschaltet, ergibt ein R54' von ~ 7.3 k statt 10k. Das ergibt dann eine Zeitkonstante zwischen 60.6 us und 78.9 us. Das sollen wohl 70 us werden.
Ein unteres Ende der Omega-Entzerrung gibt es nur durch die endliche Verstärkung dieses WV.
Trafo 3 mit den Kondensatoren C33 & C35 wird dazu dienen, am oberen Ende des Frequenzbereiches Höhenverluste über die ausgebildete Parallel-Resonanz zu kompensieren. Bei 19 cm/s wird die Resonanzfrequenz aus der Induktivität der linken (Primär-)Wicklung mit C33 erzeugt, bei 9.5 cm/s kommt noch C35 (von der rechten unteren Sekundärwicklung transformiert auf die Primärseite) hinzu. Die Potis werden sich auf die Resonanzgüte/breite und damit die Höhenanhebung auswirken.
Es ist also die gleiche Funktion, die zB bei den Uher-Royals durch Resonanz-Beschaltung des WK erzeugt wird.
MfG Kai
Nachtrag: Bei der Suche nach Informationen über Tr3 im Textteil habe ich die Bestätigung meiner o.a. Vermutung gefunden auf S.8 rechts unten bis S.9 links oben unter "Wiedergabeverstärker": Resonanz bei 19 cm/s zwischen 17...20 kHz, bei 9.5 cm/s zwischen 15...18 kHz. Daraus kann man die Primär-Induktivität abschätzen und das Wicklungsverhältnis zur unteren rechten Sekundärwicklung. Für die obere Sekundärwicklung hab ich bislang keine Anhaltspunkte entdeckt.
rein rechnerisch ergeben R53, R54 & C32 eine Zeitkonstante für das obere Ende der Tiefen-Entzerrung (inverser Omega-Gang) bei 9.5 cm/s von einem Wert zwischen R54*C32 (83 us) und (R53+R54)*C32 (~100 us), der von der Steilheit der Röhre abhängt. Es dürfte sich also um "beabsichtigte" 90 us handeln. Bei 19 cm/s wird R116 zu R54 parallel geschaltet, ergibt ein R54' von ~ 7.3 k statt 10k. Das ergibt dann eine Zeitkonstante zwischen 60.6 us und 78.9 us. Das sollen wohl 70 us werden.
Ein unteres Ende der Omega-Entzerrung gibt es nur durch die endliche Verstärkung dieses WV.
Trafo 3 mit den Kondensatoren C33 & C35 wird dazu dienen, am oberen Ende des Frequenzbereiches Höhenverluste über die ausgebildete Parallel-Resonanz zu kompensieren. Bei 19 cm/s wird die Resonanzfrequenz aus der Induktivität der linken (Primär-)Wicklung mit C33 erzeugt, bei 9.5 cm/s kommt noch C35 (von der rechten unteren Sekundärwicklung transformiert auf die Primärseite) hinzu. Die Potis werden sich auf die Resonanzgüte/breite und damit die Höhenanhebung auswirken.
Es ist also die gleiche Funktion, die zB bei den Uher-Royals durch Resonanz-Beschaltung des WK erzeugt wird.
MfG Kai
Nachtrag: Bei der Suche nach Informationen über Tr3 im Textteil habe ich die Bestätigung meiner o.a. Vermutung gefunden auf S.8 rechts unten bis S.9 links oben unter "Wiedergabeverstärker": Resonanz bei 19 cm/s zwischen 17...20 kHz, bei 9.5 cm/s zwischen 15...18 kHz. Daraus kann man die Primär-Induktivität abschätzen und das Wicklungsverhältnis zur unteren rechten Sekundärwicklung. Für die obere Sekundärwicklung hab ich bislang keine Anhaltspunkte entdeckt.
