Beim Thema Röhrentechnik gehen die Meinungen sowieso auseinander bzw. sind in sich unentscheidbare Glaubenskriege. Eine gut eingemessene Röhren-TFK M5 "Doppeldecker" oder eine G36 oder C37 zeigen auch ohne hifi-voodoo selbst nach heutigen Maßstäben durchaus gehörphysiologisch akzeptables Betriebsverhalten.
Die Krux der Gurus ist doch, daß sich der normalintelligente und normalverdienende HiFi-Enthusiast schon vor Jahrzehnten von derartiger Abzocke verabschiedet hat. Die verbliebene voodoo-Klientel war ohnehin unbelehrbar. Insofern gab es auch für den verblichenen Karl Breh keinen objektiven Griund mehr, sich mit der Thematik im Ruhestand weiter zu befassen oder irgenwelche "Spitzohren" mit Sachargumenten zu bekehren, in der Erkenntnis, dass dies per se sinnlos ist..
Meine ersten ernsthafteren Röhren-Hörversuche -mit einer umgebauten M10- startete ich um 1996. In Ermangelung der originalen V86/V87-Röhreneinschübe mit dem Nachbau einer klassischen Grundig-Röhrenschaltung (ich wollte damals keinen Transistor). Mit antransformierter EF86 in der Vorstufe und ECC83 im gegengekoppelten Entzerrer. Ausgangststufe ECC 85 (!) auf einen AÜ zwecks niederohmiger Auskopplung des Signals.
Das Bastelding klang subjektiv "verdammt gut". Ob es aber einer objektiven meßtechnischen Untersuchung standgehalten hätte, würde ich heute bezweifeln wollen. Dennoch war der sound sehr ordentlich; eine auf Band kopierte CD war nicht sofort vom Original zu unterscheiden (außer für diejenigen, die sich im "Blindtest" mit Bekannten und Freunden auf das Heraushören von Bandrauschen spezialisiert hatten). Gummiüberzieher auf den Röhren waren bei meinem Testaufbau damals durchaus nicht in Verwendung -die brauchte ich in jungen Jahren für andere Aktivitäten!
Wenig später stand dann in so einer image-HiFi -oder wie die das Magazin auch immer hieß- etwas von einem gewissen Peter Belt, der eine ungerade Anzahl von "limpets" (gepreßte Hasenköttel oder was auch immer) in seinen Abhörräumen aufhing - denn "ungradzahlig klingt besser".
Immerhin frotzelte man damals in der High-End-Szene darüber insofern, als man dann "auch das jeweils 4. Stuhlbein seines Abhörsessels absägen könnte, um nach erfolgtem Umkippen des so highend-getunten Sitzmöbels (nach erfolgtem Aufschlag des Hinterkopfes auf dem Boden) dann "Dinge hören könnte, die einem den Atem verschlagen"... . Auch das Abzählen des Buchbestandes im Regal auf eine ungradzahlige Anzahl wurden als zweckdienlich empfohlen.
Meine Prognose: Für den "Dummy-Löschkopf der eingangs gezeigten Frankenstein-B77 lassen sich bestimmt noch ganz andere Argumete finden; hier hat die Intelligenz des "Herstellers" oder Werbetexters leider vergeigt...
Ich wünsche eine unbeschwert-audiophile Adventszeit mit lo-fi-Geräten, gerne auch auf Bürostühlen mit nur 4 Rollen darunter!
Martin
Die Krux der Gurus ist doch, daß sich der normalintelligente und normalverdienende HiFi-Enthusiast schon vor Jahrzehnten von derartiger Abzocke verabschiedet hat. Die verbliebene voodoo-Klientel war ohnehin unbelehrbar. Insofern gab es auch für den verblichenen Karl Breh keinen objektiven Griund mehr, sich mit der Thematik im Ruhestand weiter zu befassen oder irgenwelche "Spitzohren" mit Sachargumenten zu bekehren, in der Erkenntnis, dass dies per se sinnlos ist..
Meine ersten ernsthafteren Röhren-Hörversuche -mit einer umgebauten M10- startete ich um 1996. In Ermangelung der originalen V86/V87-Röhreneinschübe mit dem Nachbau einer klassischen Grundig-Röhrenschaltung (ich wollte damals keinen Transistor). Mit antransformierter EF86 in der Vorstufe und ECC83 im gegengekoppelten Entzerrer. Ausgangststufe ECC 85 (!) auf einen AÜ zwecks niederohmiger Auskopplung des Signals.
Das Bastelding klang subjektiv "verdammt gut". Ob es aber einer objektiven meßtechnischen Untersuchung standgehalten hätte, würde ich heute bezweifeln wollen. Dennoch war der sound sehr ordentlich; eine auf Band kopierte CD war nicht sofort vom Original zu unterscheiden (außer für diejenigen, die sich im "Blindtest" mit Bekannten und Freunden auf das Heraushören von Bandrauschen spezialisiert hatten). Gummiüberzieher auf den Röhren waren bei meinem Testaufbau damals durchaus nicht in Verwendung -die brauchte ich in jungen Jahren für andere Aktivitäten!
Wenig später stand dann in so einer image-HiFi -oder wie die das Magazin auch immer hieß- etwas von einem gewissen Peter Belt, der eine ungerade Anzahl von "limpets" (gepreßte Hasenköttel oder was auch immer) in seinen Abhörräumen aufhing - denn "ungradzahlig klingt besser".
Immerhin frotzelte man damals in der High-End-Szene darüber insofern, als man dann "auch das jeweils 4. Stuhlbein seines Abhörsessels absägen könnte, um nach erfolgtem Umkippen des so highend-getunten Sitzmöbels (nach erfolgtem Aufschlag des Hinterkopfes auf dem Boden) dann "Dinge hören könnte, die einem den Atem verschlagen"... . Auch das Abzählen des Buchbestandes im Regal auf eine ungradzahlige Anzahl wurden als zweckdienlich empfohlen.
Meine Prognose: Für den "Dummy-Löschkopf der eingangs gezeigten Frankenstein-B77 lassen sich bestimmt noch ganz andere Argumete finden; hier hat die Intelligenz des "Herstellers" oder Werbetexters leider vergeigt...
Ich wünsche eine unbeschwert-audiophile Adventszeit mit lo-fi-Geräten, gerne auch auf Bürostühlen mit nur 4 Rollen darunter!
Martin
"Früher war mehr Lametta!"

