18.04.2016, 12:31
paschulke2,'index.php?page=Thread&postID=188853#post188853 schrieb:Ich sehe schon: Den Wiedergabefrequenzgang messen zu wollen ist böse.Nein, böse ist es nicht, aber überflüssig. Ich habe schon 15 Revoxe revidiert und nur anfangs gelegentlich mal das 19H-Bezugsband wegen des Wiedergabefrequenzgangs laufen lassen. Da waren dann manchmal Abweichungen von 0,5 bis 1 dB festzustellen. Nur, diese Abweichungen sind quasi unterhalb der Hörschwelle und bei allen Geräten ist es mir problemlos gelungen, einen glatten Über-Alles-Frequenzgang einzustellen.
Natürlich kann man nicht vollkommen ausschließen, dass in der Wiedergabeentzerrung mal ein Bauteil eine Macke hat, aber in der Praxis tritt so was nur extrem selten auf. Folienkondis neigen nicht zum Austrocknen oder Auslaufen!
Wer ein "150%iger" ist, mag den Wiedergabefrequenzgang ruhig messen, es schadet ja nicht...
Vergiss bitte eins nicht: die Revox A 77 ist keine Studiomaschine. Von daher dürfen deine Ansprüche an den erzielbaren Frequenzgang (wie eigentlich bei allen Magnetophonen) nicht übertrieben sein! Auch wenn der Name REVOX von einem gewissen Mythos umgeben ist... auch Willi Studer hat nur mit Wasser gekocht! Deine A 77 wird nach der Überholung eine weitgehend verfärbungsfreie Reproduktion zustande bringen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und damit solltest du zufrieden sein. Andernfalls müsstest du einen Kredit aufnehmen und zu einer... sagen wir, Studer A820 greifen. Da kann man dann alles einstellen!
LG Holgi
