13.10.2016, 13:34
na ja, ich glaube, es gab schon immer Leute, die nicht so wirklich mitkriegen, was es auf unserer Erde alles gibt. Das Tonbandgerät ist erst in den achtziger Jahren von der Bildfläche verschwunden, also vor heute gut 30 Jahren, und hat davor noch durch die japanischen Protzkisten für jedermann eine große Renaissance erlebt. Danach gab es noch lange Jahre den Cassettenrecorder, der ja nichts weiter ist als ein Tonbandgerät in klein. Und heute wird das Tonbandgerät als hippe Dekoration in Film und Fernsehen verwurstet, wo es nur geht. Achtet mal darauf, wie viele Uher Reports in ganz modernen Fernsehkrimis in den Büros rumstehen, und öfter auch noch bei Verhören eingesetzt werden. Die Großspulenmaschine ist in Musikvideos ein ähnlich beliebtes Deko-Element wie in den achtzigern der Ventilator.
Ich glaube mittlerweile immer mehr, dass das Volk alles mitmacht, wenn es der PR nur gelingt, es sexy zu machen. Dass das Volk heute mehrheitlich glaubt, die Schallplatte würde am besten klingen, ist ein genialer Schachzug des Marketings der Musikindustrie. Dieser geht es nämlich darum, die ungebremste Verbreitung anonymer Raubkopien zu verhindern, und aus dieser Perspektive ist die CD das schlimmste aller verfügbaren Medien. Die Schallplatte in Kombination mit der Download Option ist da viel besser. Zunächst mal kann man sie überteuert verkaufen, weil sie ja "Luxus" ist. Dann kann man sie nur schwer digitalisieren, und um die digitale Zugabe-Version nutzen zu können, muss man sich der Musikindustrie mit seinen persönlichen Daten offenbaren.
Das Tonband hat das Potential nicht, der Musikindustrie zu helfen - im Gegenteil ist es ja das erste Medium, mit dem die Menschen den Kauf von Musik umgehen konnten, indem sie sich ihre Konserven selber gemacht haben. Ich denke, wenn man jetzt für irgendwas ab 500 Euro Tonbandgeräte in die Läden stellen würde, und anschliessend in allen Medien penetrant das Image kultivieren würde, Tonbandgeräte seien wie guter Rotwein, und nur vom Band kann man wirklich Musik hören, dann würden die Leute auch wieder Tonbandgeräte kaufen. Im Grunde sind die Konsumbürger doch nur noch satt und gelangweilt bis oben hin, und wenn alte Klamotten nur weit genug weg sind, dann kann man sie auch wieder als Neuheit verkaufen - die Mode ist hierfür bestes Beispiel. Wieso aber sollte die Industrie etwas fördern, mit dem man auch noch "analog klingende" Aufnahmen selber machen kann ?
Gruß Frank
Ich glaube mittlerweile immer mehr, dass das Volk alles mitmacht, wenn es der PR nur gelingt, es sexy zu machen. Dass das Volk heute mehrheitlich glaubt, die Schallplatte würde am besten klingen, ist ein genialer Schachzug des Marketings der Musikindustrie. Dieser geht es nämlich darum, die ungebremste Verbreitung anonymer Raubkopien zu verhindern, und aus dieser Perspektive ist die CD das schlimmste aller verfügbaren Medien. Die Schallplatte in Kombination mit der Download Option ist da viel besser. Zunächst mal kann man sie überteuert verkaufen, weil sie ja "Luxus" ist. Dann kann man sie nur schwer digitalisieren, und um die digitale Zugabe-Version nutzen zu können, muss man sich der Musikindustrie mit seinen persönlichen Daten offenbaren.
Das Tonband hat das Potential nicht, der Musikindustrie zu helfen - im Gegenteil ist es ja das erste Medium, mit dem die Menschen den Kauf von Musik umgehen konnten, indem sie sich ihre Konserven selber gemacht haben. Ich denke, wenn man jetzt für irgendwas ab 500 Euro Tonbandgeräte in die Läden stellen würde, und anschliessend in allen Medien penetrant das Image kultivieren würde, Tonbandgeräte seien wie guter Rotwein, und nur vom Band kann man wirklich Musik hören, dann würden die Leute auch wieder Tonbandgeräte kaufen. Im Grunde sind die Konsumbürger doch nur noch satt und gelangweilt bis oben hin, und wenn alte Klamotten nur weit genug weg sind, dann kann man sie auch wieder als Neuheit verkaufen - die Mode ist hierfür bestes Beispiel. Wieso aber sollte die Industrie etwas fördern, mit dem man auch noch "analog klingende" Aufnahmen selber machen kann ?
Gruß Frank
