24.06.2015, 20:42
'n Abend...
so profan finde ich die Frage eigentlich nicht - veranlasst sie doch zumindest dazu, sich ein Stück Geschichte zu vergegenwärtigen.
Das Kind musste ja zunächst einen abgrenzbaren, griffigen Namen haben. Warum also nicht C-irgendwas (...für "C" wie Compact oder "C" wie Cassette).
Da es in der Frühzeit der "CC" ohnehin nicht viele Bandsorten und "technologische Gimmiks" gab, war das recht einfach. Die Gerätehersteller boten eine einzige (zumeist fremdgefertigte) Sorte
an und gut war's. Wer mehr oder anderes wollte, bediente sich im Regal der Chemie-Giganten (Agfa, BASF, 3M ...). Aber auch dort gab es zunächst wohl nur eine Fe-Variante zu kaufen.
Wozu auch mehr... ...waren doch die ersten Jahre der "CC" auf einfache, meist monoaurale Anwendungen beschränkt. Das änderte sich erst gegen Ende der 60er... Anfang der 70er Jahre;
als hochwertigere Geräte wenn nicht "HiFi" so doch zumindest hochwertige Stereo-Wiedergabe ermöglichten. Zu dieser Zeit, spätestens ab Mitte der 70er Jahre, als wirklich sehr gute Geräte
dem Heimtonbandgerät in Punkto Wiedergabequalität dicht auf den Fersen waren, fing die Artenvielfalt im Kassettenregal an. Reihenweise wurden Label aus der Taufe gehoben, in deren Hüllen zwar das Selbe drin steckte, wie beim Wettbewerber aber welcher Konsument wusste das schon... Und auf so einer grossen, bunten Tummelwiese muss man sich als Hersteller natürlich abgrenzen. Das "C" war da bereits überflüssig geworden - mit "Compact Cassette" verbanden die meisten Konsumenten ohnehin nur noch das "Philips"-System. Elcaset führte ein Nischen-Dasein, DAT und DCC gab es noch nicht und das Grundig-System war schon Geschichte. Immerhin druckten etliche Hersteller noch sehr lange das kleine "Compact Cassette"-Logo auf den Pappeinleger. Label wie That's oder Memorex kamen dann erst in den 80ern in die Regale - die haben mit dem "C-" in der Tat gar nicht erst angefangen.
Dass die Billigkassetten der Discounter noch am längsten das "C-" vor der Längenangabe führten, wundert mich indes wenig. Hatten doch "Elite", "Daimon", "Mark II" und wie sie
alles hiessen meist auch nur eine einzige Sorte Bandes eingespult. Wozu da Kunstbegriffe erfinden, deren namentliche Buchstaben/Zahlen-Kombination vielleicht in Zusammenhang mit der Bandbeschichtung stand... ...oder vielleicht auch nicht. (Es hat sich nicht immer etwas Sinnvolles hinter den Kürzeln verborgen... ...die Zeiten in denen Produkt-Kennungen eine Abkürzung enthielt, wie z.B. bei Mercedes Benz das "SSKL" für "Super-Sport-Kurz-&-Leicht" stand, waren bereits in den 80ern passe...). Die Mühe machte sich der Billigheimer nicht - der Preis sollte stechen, nicht die technische Innovation, zumal die "Platzhirsche" sicher auch etwas dagegen hatten, wenn sich die Kaufhausmarke ebenfalls "SA-X" oder so genannt hätte.
Soweit meine Klugscheisserei...
Gruß
Peter
so profan finde ich die Frage eigentlich nicht - veranlasst sie doch zumindest dazu, sich ein Stück Geschichte zu vergegenwärtigen.
Das Kind musste ja zunächst einen abgrenzbaren, griffigen Namen haben. Warum also nicht C-irgendwas (...für "C" wie Compact oder "C" wie Cassette).
Da es in der Frühzeit der "CC" ohnehin nicht viele Bandsorten und "technologische Gimmiks" gab, war das recht einfach. Die Gerätehersteller boten eine einzige (zumeist fremdgefertigte) Sorte
an und gut war's. Wer mehr oder anderes wollte, bediente sich im Regal der Chemie-Giganten (Agfa, BASF, 3M ...). Aber auch dort gab es zunächst wohl nur eine Fe-Variante zu kaufen.
Wozu auch mehr... ...waren doch die ersten Jahre der "CC" auf einfache, meist monoaurale Anwendungen beschränkt. Das änderte sich erst gegen Ende der 60er... Anfang der 70er Jahre;
als hochwertigere Geräte wenn nicht "HiFi" so doch zumindest hochwertige Stereo-Wiedergabe ermöglichten. Zu dieser Zeit, spätestens ab Mitte der 70er Jahre, als wirklich sehr gute Geräte
dem Heimtonbandgerät in Punkto Wiedergabequalität dicht auf den Fersen waren, fing die Artenvielfalt im Kassettenregal an. Reihenweise wurden Label aus der Taufe gehoben, in deren Hüllen zwar das Selbe drin steckte, wie beim Wettbewerber aber welcher Konsument wusste das schon... Und auf so einer grossen, bunten Tummelwiese muss man sich als Hersteller natürlich abgrenzen. Das "C" war da bereits überflüssig geworden - mit "Compact Cassette" verbanden die meisten Konsumenten ohnehin nur noch das "Philips"-System. Elcaset führte ein Nischen-Dasein, DAT und DCC gab es noch nicht und das Grundig-System war schon Geschichte. Immerhin druckten etliche Hersteller noch sehr lange das kleine "Compact Cassette"-Logo auf den Pappeinleger. Label wie That's oder Memorex kamen dann erst in den 80ern in die Regale - die haben mit dem "C-" in der Tat gar nicht erst angefangen.
Dass die Billigkassetten der Discounter noch am längsten das "C-" vor der Längenangabe führten, wundert mich indes wenig. Hatten doch "Elite", "Daimon", "Mark II" und wie sie
alles hiessen meist auch nur eine einzige Sorte Bandes eingespult. Wozu da Kunstbegriffe erfinden, deren namentliche Buchstaben/Zahlen-Kombination vielleicht in Zusammenhang mit der Bandbeschichtung stand... ...oder vielleicht auch nicht. (Es hat sich nicht immer etwas Sinnvolles hinter den Kürzeln verborgen... ...die Zeiten in denen Produkt-Kennungen eine Abkürzung enthielt, wie z.B. bei Mercedes Benz das "SSKL" für "Super-Sport-Kurz-&-Leicht" stand, waren bereits in den 80ern passe...). Die Mühe machte sich der Billigheimer nicht - der Preis sollte stechen, nicht die technische Innovation, zumal die "Platzhirsche" sicher auch etwas dagegen hatten, wenn sich die Kaufhausmarke ebenfalls "SA-X" oder so genannt hätte.
Soweit meine Klugscheisserei...
Gruß
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
