17.02.2015, 22:09
besoe,'index.php?page=Thread&postID=175304#post175304 schrieb:... warum selber machen?...
Moin, moin,
ohne die genannte Firma auch nur thematisieren zu wollen. Ein Angebot allein sagt nichts über die Qualität aus.
Wer heutzutage Filme verarbeitet, der sollte gleich die Datei mit dem sowieso für den Erstabzug gemachten Scan mitbestellen. Wer vorhandenes Material verarbeiten lassen will, der sollte ein Gespräch mit dem fachkundigen Berater des ausführenden Labors führen.
Meine Erfahrung ist: die meisten Angebote taugen nicht wirklich viel. Da werden die Fusseln mit gescannt oder bestenfalls per Software entfernt. Und auch die Software der sogenannten Profi-Verarbeitung hat tatsächlich keine Ahnung, was auf dem Motiv unter dem Fussel ist.
Welche Methode zum Einsatz kommen sollte, hängt vom Anspruch an das Ergebnis ab. Soll am Ende eine kleine Datei zur Betrachtung am Bildschirm (ohne Vergrößerung) oder für 10x15-Abzüge heraus kommen, dann wird für die meisten Fälle die Großlabor-Verarbeitung reichen. Wird mehr erwartet, dann würde ich für die betreffenden Bilder IMMER zunächst etwas Zeit zur Reinigung investieren.
Insbesondere dann, wenn der Scanner, den man betreibt, nicht der schnellste ist, man also sowieso Zeit investiert.
Übrigens gibt es hochwertige Scanner UND Dia-Kopier-Vorsätze (i.d.R. für Feucht-Verarbeitung geeignet) für die DSLR auch in der Leihe. Insbesonder im Kontext von Werbeveranstaltungen und Messen, oder auch über Foto-Clubs, zu teils günstigen Konditionen. Es lohnt durchaus auch mal über die Volkshochschule, Clubs oder Anbieter von Lehrgängen die Möglichkeit eines Zweck-Besuchs bei einem Profi-Verarbeiter (Zeitung, Druck- und Satzbetriebe etc.) zu eruieren.
Wenn es um das "besondere Bild" geht, dann ist es nicht falsch gedacht, auf eine Präsentation eines Geräte-Herstellers zu gehen und den Vertreter einmal zeigen zu lassen, was die neue Technik kann. Einfach mal die Hersteller-Firma anschreiben, wann in der Region eine Vorführung stattfindet. Da gibt es dann nämlich die seltene Situation, dass der Operator sich auch tatsächlich die Zeit nimmt, zu einem guten Ergebnis zu kommen. Das passiert beim Massen-Dienstleister eher nicht.
Mir ist vor einiger Zeit mal ein solcher Stand eines Fotogeräte- und Scanner-Herstellers (der Name ist mir entfallen, irgendetwas Kurzes mit "N", wie "Name") in einer Innenstandt in McPomm unter gekommen. Der Promoter hatte Langeweile und daher richtig Zeit. Das Ergebnis mit einem vergrünten Dia auf Perutz-Film von 1980 war richtig gut. Der sogenannte Profi-Scan für 30€ hingegen nicht.
Übrigens würde ich keinesfalls sogenannten Empfehlungen im Netz trauen. Für Groß-Verarbeiter im Scan-Bereich gilt genau das gleiche, wie in der analogen Film-Verarbeitung: Man kann nie von einem konstanten Ergebnis ausgehen UND die meisten Anwender, die sich eine "Bewertung" anmaßen, haben sowieso keine Ahnung, was sie tun.
Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch
