16.01.2020, 23:28
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=251404#post251404 schrieb:ganz so war es nicht - die HiFi-Ära ging eigentlich in den sechzigern los, und da waren die deutschen Hersteller sehr ambitioniert. Firmen, die sich ausschließlich mit Audio beschäftigten wie z.B. Dual bei Plattenspielern oder Heco bei Lautsprechern, haben so brutale Abstürze durch die Japaner wie z.B. Grundig auch nie erlebt. Dass es Dual um 1980 herum auch erwischt hat, lag maßgeblich daran, dass man vom Großabnehmer Grundig fett gehalten worden war, und sich deshalb nie um seine Effizienz kümmern musste. Und als dann Grundig ins Trudeln kam, brachen die Absatzzahlen bei den kleinen OEM-Plattenwechslern auch ein. Familienquerelen sollen auch noch ein Grund gewesen sein.
Gruß Frank
Als hier ab den 60er Jahren mal soetwas wie Luxuskonsum aufkam (nachdem die Grundversorung endlich gesichert war), da hatten die Amis schon drei Jahrzehnte auf dem Weg von der Audio- Studio und Kinotechnik zum Massenmarkt für Unterhaltungselektronik hinter sich. Das fing bei denen in den 1930er Jahren schon an, da wurden die ersten Schritte hin zu einer billigeren Fertigung für den Massenmarkt bereits getan.
Das Thema war technologisch schon damals zum großen Teil erforscht. Wie ein guter Verstärker augebaut sein muss, wie ein guter Lautsprecher, was gute Akustik ist, diese Grundlagen wurden sehr früh gelegt. Dann kiam der Transistor in den 40er jahren dazu und machte erst die billigen Geräte möglich mit Fliessbanfertigung und Platinen.
Also wir waren so gut wie die letzten, die witschaftlich daran teilnehmen konnten, denn wir waren, auf gut deutsch, nach dem Weltkrieg völlig im Arsch. Die Amis jedoch nicht, für die war das ein laues Lüftlein. Rein wirtschaftlich betrachtet. Wir haben mit unserem letzten Hemd bezahlt und uns danach in Baracken und Kellerlöchern wiedergefunden. Da war Audio und Luxus erstmal wieder gänzlcih egal.
Helmut
