Tonband-Ersatzteile aus dem 3D-Drucker
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highlander,'index.php?page=Thread&postID=159189#post159189 schrieb:Es bleibt dabei nur eine Frage: ist der Kunststoff auch wirklich hart genug, um eben diese teilweise filigranen Bauteile wie Zahnräder von Kassettendeckschächten zu ersetzen?
Internetrecherchen ergeben, dass viele der Anbieter von Teilen, die mit dieser Technologie hergestellt werden, vorwiegend ABS-Kunststoffe verwenden. Da ABS-Kunststoff bekanntermaßen stabil, schlagfest und bruchsicher ist, sollte er für mechanisch beanspruchende Verwendungszwecke relativ gut geeignet sein.

Vor einigen Jahren habe ich mich mit dem Fused-Deposition-Modeling-Verfahren schon einmal beschäftigt. Erstaunlich ist, dass die Fertigungstoleranzen (mit professionellen Druckern) immer geringer werden und auch kleinere Teile passgenau hergestellt werden können.

Damals sah ich, wie eine Plastikgabel gespritzt wurde: die übereinandergespritzen Plastikwülste hatten zu der Zeit noch etwa den Durchmesser eines Streichholzes - mittlerweile kann wohl in Bereichen von bis zu 0,15 mm gearbeitet werden.

Ein Problem ist nach wie vor, dass die Oberflächenstruktur nicht besonders glatt ist, was sich nachteilig auf die Herstellung von Zahnrädern oder anderen mechanisch beanspruchten Teilen auswirken kann. Das liegt daran, dass die einzelnen Kunststofffäden nicht nebeneinander sondern quer übereinander verspritzt werden. Dabei entsteht ein rautenförmiges Muster, am einfachsten zu vergleichen mit dem Muster auf einer Eiswaffel.

Ausserdem steigen die Fertigungstoleranzen immer weiter an, je kleiner das gefertigte Objekt sein soll. Das liegt u. a. daran, dass der flüssige Kunststoff durch Düsen gespritzt wird, die natürlich einen gewissen Durchmesser haben müssen, um den zähflüssigen Kunststoff verarbeiten zu können.

Eventuell wird die Technik ja so ausgereift und erschwinglich, dass mittelfristig wirklich Ersatzteile im Hobbykeller gespritzt werden können. Ein Problem sehe ich dabei auch noch in der genauen Vermessung der Teile, was bei zunehmender Komplexität des Bauteils relativ schwierig werden könnte.

Präziser, aber für uns Hobbybastler wohl nie erschwinglich, ist wohl die Herstellung von Teilen durch selektives Laserschmelzen, bei dem das Objekt aus Pulverwerkstoffen "herausgeschmolzen" wird.

Mal sehen, ob wir diesen Thread in 2 bis 3 Jahren noch einmal hervorholen und die ersten Bilder selbstgemachter Ersatzteile zeigen Big Grin

Viele Grüße

Arnd
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[Kein Betreff] - von bitbrain2101 - 09.07.2013, 10:54
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