23.11.2004, 13:04
Zitat:highlander posteteZum Thema FI)
Diese Art der 'Erdung' wurde hier noch bis Mitte der 60er praktiziert.
Nehmen wir einmal an, man vergißt eine Steckdose von dieser Quasi-Erdung zu befreien bzw. vergißt dies bei einer Lampe, würde dann der FI Erkennungprobleme haben, wenn aus dem gleichen Stromkreis ein 'Gefahrstrom' an einer ordentlichen Steckdose anliegt?
Ich glaube, wir werden nächste Woche FI-Schutzschalter haben...aber von einem anderen UnternehmenBrauche ich dann überhaupt noch einen Trenntrafo?
Wenn andere Steckdosen, Beleuchtungseinrichtungen usw. über einen getrennt geführten Schuztleiter verfügen der bis zum Sicherungskasten/Zählerkasten geführt ist, hat der mit klassischer Nullung ausgeführte Anschluß keine Einfluß auf den phasengleichen Stromkreis.
Zum Thema Trenntrafo)
Ein Trenntrafo dient einem völlig andern Zweck als der elektrischen Absicherung des Stromkreises und der detektion von elektrischen Defekten der Hausinstallation.
Ein Trenntransformator hebt die vom EVU verbundene Erdung des Nullters quasi auf. An der Sekundärwicklung besteht keine Potentialdifferenz zur Erde mehr, so dass bei Berührung oder Verbindung eines beliebigen Leiters der Sekundärwicklung mit Erde zu keinem geschlossenem Stromkreis führt und somit kein Strom fließt.
Die sogannte galvanische Trennung dient dem Schutz beim Arbeiten unter Spannung, hat man aber schon unbemerkt kontakt zu einer Leitung der Sekundärwicklung des Trenntransformators, so erfährt man dennoch einen elektrischen Schlag (ausreichend hohe Spannung vorausgesetzt) wenn man eine dem gegenüber potentialführende Leitung berührt.
Z.B. Beim Baden wird eine über einen Tranntransformator galvanisch getrennte Spannung am Kopfende und Fußende eingespeist, so durchließt ein Strom Kopf bis Fuß.

Brauche ich dann überhaupt noch einen Trenntrafo?