Warum 30,45,60Min. Bänder ?
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Schon in den 1930er Jahren war das Tonband ca. 50µ dick und 1000m lang. So ist es bis zum Schluß -zumindest im Studio / Rundfunkbereich geblieben. Eventuell spielte dabei eine Rolle, dass man damals "glatte" Zahlen haben wollte, die anfänglich verwendete Bandgeschwindigkeit betrug 1m/s, was für 1000m Band einer Spielzeit von einer guten Viertelstunde entsprach.

Diese Geräte waren aber für das Wohnzimmer zu klobig, weshalb man nach dem Krieg die Spulen verkleinerte. Da nach dem 2. Weltkrieg die Entwicklung auch in den USA stattfand, wurden Zollmaße verwendet. So kam es zur 7"- Spule, die 360m Standardband (50µ) faßt, was eine Spielzeit von 30 Minuten bei 19 cm/s ergibt. Mit Einführung des 35µ- Langspielbandes konnte man 760m auf die 7" / 18cm- Spule packen und erreichte so 45 Minuten Laufzeit.

Entsprechend verhält es sich mit anderen Spulengrößen und Banddicken. Die Längen ergaben sich ganz einfach aus Banddicke und Spulendurchmesser. Hätte damals irgendwer statt 7" einen Spulendurchmesser von 8" oder einen anderen Kerndurchmesser zur Norm erhoben, sähe heute alles anders aus.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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[Kein Betreff] - von GXNet - 05.09.2011, 22:56
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