12.11.2004, 22:32
Hallo,
jo mei,man sieht doch,wo alles endet:
Riemen gehen kaputt.Die längen aus und/oder werden spröde oder zu Matsch.In hochwertigen Geräten waren die Riemen mindestens einseitig geschliffen,so wie in guten Plattendrehern(obwohl
ind Thorens wirklich gut...)So etwas wird man heute nicht mehr bekommen.Also:wenn überhaupt gibt´s minderwertigen Ersatz.
Riemenantrieb des Capstan hatte vielleicht auch Vorteile:TFK ist beim Modellwechsel M10A auf M15 ja wieder vom Direktantrieb zum indirekten Antrieb des Capstans mittels Riemen umgestiegen.In den Referaten zur Vorstellung der M15 1970 wurde das auch ausführlich begründet.Wichtigstes Argument ist wohl:Wenn der Capstan direkt angetrieben wird,sitzt der Motor zwangsläufig schräg unterhalb vom Wiedergabekopf.Um Brummeinstreuungen zu vermeiden muß man den Wiedergabekopf aufwendig schirmen(siehe Revox/Studer).Beim indirekten Antrieb mit einem Riemen kann der Motor aber weit an sie Seite des Chassis rücken,und ich brauche keine Klappe am Wiedergabekopf.Das vereinfacht das Handling beim Schneiden
Reibräder:das erste Problem ist die Alterung:das betrifft sogar hochwertige Bandmaschinen wie TFK M5 und M10(ohne A)die Gummiauflagen des Capstan werden spröde und rissig,der gute Gleichlauf ist dahin.Ein neues Reibrad zu bekommen ist schwer,siehe Diskussion über die Ferrograph.Offenbar hat der hessiche Rundfunk M10 auf Riemenantrieb umgebaut(allerdings weniger wegen der Reibräder-Problematik,sondern,weil es die M10 nicht mit der Geschwindigkeit von 76 gab,und mit dem Umbau wurde diese Geschwindigkeit realisiert)
Das 2.Problem bei Reibrädern tritt auf,wenn das Reibrad beim Abschalten nicht abgehoben wird(das geht z.B.recht gut bei der RdL:wenn ich einfach den Strom abschalte(Geschwindigkeitsregler),ohne vorher auf Stop zu schalten,wird das Reibrad weiter gegen Motorachse und Tonwelle gedrückt)entstehen Dellen.
Vom Standpunkt der Stabilität und Funktionsicherheit des Antriebs über lange Zeiträume gibt es sicher nicht Besseres als 3 Motoren,die Wickelteller und Capstan direkt antreiben.
Ein 2-Motorenkonzept erfordert einen indirekten Antrieb auch der Wickelteller.
Damit gilt das oben gesagte über die Vergänglichkeit von Riemen und Reibrädern auch für die Antriebe der Wickel.
Auch,wenn die Aussage in der Broschüre vom Prinzip her stimmt:Im Aufnahme/Wiedergabebetrieb reicht es,wenn ich die abwickelnde Spule mechanisch bremse.Für die aufwickelnde Spule reicht ein Motor.Schnell vor-oder zurückspulen werde ich nie gleichzeitig,so daß ich einen Motor beides machen lassen kann.
Wenn allerdings die Steuerung komplexer wird,wenn ich die Laufwerksfunktionen und den Bandzug elektrisch steuern will,und nicht mechanisch,dann komme ich um getrennte Wickemotoren nicht herum.
Also:ich denke,die Ausage zu den 2 Motoren hat bis zur TFK M5(die ja ein 2-Motoren-Laufwerk hatte) gestimmt.Ab der Studer A80 stimmt sie nicht mehr.
Die Ausfallrate von elektrisch gesteuerten,direkt antreibenden Wickelmotoren liegt sicher unter der von mechanischen Lösungen...
Viele Grüße
Frank
jo mei,man sieht doch,wo alles endet:
Riemen gehen kaputt.Die längen aus und/oder werden spröde oder zu Matsch.In hochwertigen Geräten waren die Riemen mindestens einseitig geschliffen,so wie in guten Plattendrehern(obwohl
ind Thorens wirklich gut...)So etwas wird man heute nicht mehr bekommen.Also:wenn überhaupt gibt´s minderwertigen Ersatz.Riemenantrieb des Capstan hatte vielleicht auch Vorteile:TFK ist beim Modellwechsel M10A auf M15 ja wieder vom Direktantrieb zum indirekten Antrieb des Capstans mittels Riemen umgestiegen.In den Referaten zur Vorstellung der M15 1970 wurde das auch ausführlich begründet.Wichtigstes Argument ist wohl:Wenn der Capstan direkt angetrieben wird,sitzt der Motor zwangsläufig schräg unterhalb vom Wiedergabekopf.Um Brummeinstreuungen zu vermeiden muß man den Wiedergabekopf aufwendig schirmen(siehe Revox/Studer).Beim indirekten Antrieb mit einem Riemen kann der Motor aber weit an sie Seite des Chassis rücken,und ich brauche keine Klappe am Wiedergabekopf.Das vereinfacht das Handling beim Schneiden
Reibräder:das erste Problem ist die Alterung:das betrifft sogar hochwertige Bandmaschinen wie TFK M5 und M10(ohne A)die Gummiauflagen des Capstan werden spröde und rissig,der gute Gleichlauf ist dahin.Ein neues Reibrad zu bekommen ist schwer,siehe Diskussion über die Ferrograph.Offenbar hat der hessiche Rundfunk M10 auf Riemenantrieb umgebaut(allerdings weniger wegen der Reibräder-Problematik,sondern,weil es die M10 nicht mit der Geschwindigkeit von 76 gab,und mit dem Umbau wurde diese Geschwindigkeit realisiert)
Das 2.Problem bei Reibrädern tritt auf,wenn das Reibrad beim Abschalten nicht abgehoben wird(das geht z.B.recht gut bei der RdL:wenn ich einfach den Strom abschalte(Geschwindigkeitsregler),ohne vorher auf Stop zu schalten,wird das Reibrad weiter gegen Motorachse und Tonwelle gedrückt)entstehen Dellen.
Vom Standpunkt der Stabilität und Funktionsicherheit des Antriebs über lange Zeiträume gibt es sicher nicht Besseres als 3 Motoren,die Wickelteller und Capstan direkt antreiben.
Ein 2-Motorenkonzept erfordert einen indirekten Antrieb auch der Wickelteller.
Damit gilt das oben gesagte über die Vergänglichkeit von Riemen und Reibrädern auch für die Antriebe der Wickel.
Auch,wenn die Aussage in der Broschüre vom Prinzip her stimmt:Im Aufnahme/Wiedergabebetrieb reicht es,wenn ich die abwickelnde Spule mechanisch bremse.Für die aufwickelnde Spule reicht ein Motor.Schnell vor-oder zurückspulen werde ich nie gleichzeitig,so daß ich einen Motor beides machen lassen kann.
Wenn allerdings die Steuerung komplexer wird,wenn ich die Laufwerksfunktionen und den Bandzug elektrisch steuern will,und nicht mechanisch,dann komme ich um getrennte Wickemotoren nicht herum.
Also:ich denke,die Ausage zu den 2 Motoren hat bis zur TFK M5(die ja ein 2-Motoren-Laufwerk hatte) gestimmt.Ab der Studer A80 stimmt sie nicht mehr.
Die Ausfallrate von elektrisch gesteuerten,direkt antreibenden Wickelmotoren liegt sicher unter der von mechanischen Lösungen...
Viele Grüße
Frank
