15.08.2011, 12:19
Ja, sowas kenne ich. Die meisten Leute hören nur, was sie hören wollen.
Natürlich ist auch meine Beurteilung nur objektiv.
Allerdings ist hören wirklich etwas, was man lernen kann!
Meiner Erfahrung nach sind es hauptsächlich die Koppelkondensatoren, die den Klang ausmachen.
Diese Erfahrung habe ich beim Bau von Röhrenverstärkern erlangt.
Ich bin NICHT der Meinung das Röhren Transistoren überlegen sind.
Röhren verzerren schnell und haben einen sehr hohen Klirr durch ihre geringe Dämpfung,
aber gerade durch ihre hohe Impedanzen benötigen sie nur Koppelkondensatoren im nF Bereich.
Da verwendet man dann hochwertige Folienkondensatoren mit geringsten Verlusten und hoher Impulstreue; MKPs und FKPs.
Bei Transistorverstärkern werden auch bei teuren Verstärkern wegen der geringen Impedanzen nur Elkos als Koppelkondensatoren verwendet.
Ich habe bereits viel mit hochwertigen Elkos, FC Varianten und Visaton's experimentiert, das Resultat war ernüchternd.
Ein Beispiel:
Ich baue gerne Kopfhörerverstärker, auch ganz eigene Kreationen.
Wenn ich für einen Verstärker aus meinem Fundus die Kondensatoren auswähle, dann höre ich mir dazu immer ein Lied an.
Dazu wähle ich meist ein Lied mit starken Impulsen und möglichst abrupten wechseln zwischen Laut und Leise.
Entgegen meines Musikgeschmacks wähle ich dazu meist das Lied "Dalai Lama" von Rammstein.
Gerade über (gute) Kopfhörer merkt man sehr schnell, ob man bei den "harten Passagen" noch die einzelnen Instrumente klar differenzieren kann;
ob der harte Bass schnell gedämpft wird und ob die Beckenanschläge von einer bestimmten Position im "Raum" zu hören sind.
Bei Elkos neigen diese Passagen dazu, zu einem einzigen Geräusch zu verschmelzen.
Mir ist klar, das auch billige Elkos astronomische obere Trennfrequenzen aufweisen; ich würde empfehlen es einfach selbst mal auszuprobieren!
Deswegen habe ich die 1,5µF MKS Wimas in die Vorstufe verlötet.
Diese sind nicht so verlustfrei wie die MKPs oder FKPs im nF Bereich aber der Unterschied ist wirklich deutlich hörbar.
Bei einer geringen Impedanz von 2kOhm hat ein solcher Folienkondensator eine untere Trennfrequenz von etwa 50Hz;
und da ein Folienkondensator niedrigere Verluste als ein Elko hat, geht logischerweise ein Großteil des Signals durch die Wimas.
Die 20 Kondensatoren haben 7€ mit Versand gekostet und waren schnell von unten an die Platine gelötet. Ich lade jeden mit etwas Freizeit und Neugierde dazu ein es selbst zu probieren!
Gruß
Markus
Natürlich ist auch meine Beurteilung nur objektiv.
Allerdings ist hören wirklich etwas, was man lernen kann!
Meiner Erfahrung nach sind es hauptsächlich die Koppelkondensatoren, die den Klang ausmachen.
Diese Erfahrung habe ich beim Bau von Röhrenverstärkern erlangt.
Ich bin NICHT der Meinung das Röhren Transistoren überlegen sind.
Röhren verzerren schnell und haben einen sehr hohen Klirr durch ihre geringe Dämpfung,
aber gerade durch ihre hohe Impedanzen benötigen sie nur Koppelkondensatoren im nF Bereich.
Da verwendet man dann hochwertige Folienkondensatoren mit geringsten Verlusten und hoher Impulstreue; MKPs und FKPs.
Bei Transistorverstärkern werden auch bei teuren Verstärkern wegen der geringen Impedanzen nur Elkos als Koppelkondensatoren verwendet.
Ich habe bereits viel mit hochwertigen Elkos, FC Varianten und Visaton's experimentiert, das Resultat war ernüchternd.
Ein Beispiel:
Ich baue gerne Kopfhörerverstärker, auch ganz eigene Kreationen.
Wenn ich für einen Verstärker aus meinem Fundus die Kondensatoren auswähle, dann höre ich mir dazu immer ein Lied an.
Dazu wähle ich meist ein Lied mit starken Impulsen und möglichst abrupten wechseln zwischen Laut und Leise.
Entgegen meines Musikgeschmacks wähle ich dazu meist das Lied "Dalai Lama" von Rammstein.
Gerade über (gute) Kopfhörer merkt man sehr schnell, ob man bei den "harten Passagen" noch die einzelnen Instrumente klar differenzieren kann;
ob der harte Bass schnell gedämpft wird und ob die Beckenanschläge von einer bestimmten Position im "Raum" zu hören sind.
Bei Elkos neigen diese Passagen dazu, zu einem einzigen Geräusch zu verschmelzen.
Mir ist klar, das auch billige Elkos astronomische obere Trennfrequenzen aufweisen; ich würde empfehlen es einfach selbst mal auszuprobieren!
Deswegen habe ich die 1,5µF MKS Wimas in die Vorstufe verlötet.
Diese sind nicht so verlustfrei wie die MKPs oder FKPs im nF Bereich aber der Unterschied ist wirklich deutlich hörbar.
Bei einer geringen Impedanz von 2kOhm hat ein solcher Folienkondensator eine untere Trennfrequenz von etwa 50Hz;
und da ein Folienkondensator niedrigere Verluste als ein Elko hat, geht logischerweise ein Großteil des Signals durch die Wimas.
Die 20 Kondensatoren haben 7€ mit Versand gekostet und waren schnell von unten an die Platine gelötet. Ich lade jeden mit etwas Freizeit und Neugierde dazu ein es selbst zu probieren!
Gruß
Markus
