10.05.2011, 09:35
Moinsen,
die subjektive Bestimmung von Rauschen und Brummen ist immer etwas heikel und von vielen Faktoren, wie der Leerlaufverstärkung und evt. Einstreuungen abhängig.
Ich kannte mal einen selbsternannten Spezialisten, der schied Verstärker so voneinander, daß er bei offenen Phono-Eingängen den Lautstärkeknopf voll aufdrehte und wenn es dann rauschte, den Verstärker als Mist bezeichnete. Dumm, sehr dumm. So konnte er also nur unempfindliche, minderwertige, abgedrosselte und abgefilterte Mittelklasse-Verstärker benutzen und keine nach oben weitgehend offen gelassenen, ehrlich und linear arbeitenden, hoch verstärkenden Geräte deren Lautstärkesteller eine gewisse große Verstärkungsreserve über den gesamten Drehwinkel parat hielt.
Das nur als Beispiel wie man Rauschen und andere Störtöne nicht bewerten sollte.
Die Nordmende verfügt, der Planungszeit schon leicht voraus, schon über moderne Planar-Epitaxial-Silizium-Transistoren (rauscharme Transen also) die durch die Art der Auslegung und der Tatsache das sie im Wiedergabeverstärker zu dritt sind, statt wie üblich nur zu zweit, einen schon sehr guten Geräuschabstand liefert.
Sie sollte also verhältnismäßig wenig rauschen, ganz im Gegenteil zu manchem anderen Machwerk nämlicher Entwicklungszeit (Uher rauscht da noch wie ein Wasserfall, Akai wie ein Turboprop-Flieger).
Da das Rauschen offenbar mit einem satten brummton unterlegt ist, der Beschreibung gemäß, kann ich mir als Ursache vorstellen, daß das übliche Kontaktwerk zwischen Köpfen und Verstärkern mal einer gründlichen Reinigung bedarf. Auch die Masselitzen sollten auf guten Kontakt geprüft werden (bspw. ob es kracht und rauscht, wenn man an den Hörkopflitzen wackelt). Dann haben sich Übergangswiderstände und KaLös gebildet, denen man abhelfen müßte.
Im nächsten Schritt, auch da spielt wieder die Kombination Rauschen und Brummen eine Rolle käme die Alterung und das Trockenfallen von Elkos auf den Wiedergabeverstärker-Platinen (nein ich weiß nicht mehr wo die genau montiert sind, ist lange her daß ich eine Mende mit offenem Bauch vor mir hatte). Die erste Stufe der dreistufigen Schaltung (je Kanal drei Stufen versteht sich) ist nämlich galvanisch entkoppelt vom galvanisch verbundenen zweistufigen Folgeverstärker. Und dort reagiert die Schaltung besonders sensibel auf die Verstellung des Arbeitspunktes durch defekte Kondensatoren.
Schließlich und endlich kann natürlich in dem Bereich auch wiederum der Zahn der Zeit KaLös hinterlassen haben, oder der Eingangstransistor kann an defekten Elkos oder Überspannungen an der Basis gestorben sein, was ihn dann unter Umständen zu einem Rauschgenerator machen könnte.
Das ist in dem Fall kein Beinbruch, man kann ihn noch heute, dank der fortschrittlichen Schaltung gegen einen aktuellen Typ, der dann sogar noch rauschärmer ist, ersetzen.
Also frisch ans Werk, so ein (mittlerweile) Exot lohnt fast jeden Auwand und Elektronik ist fast immer irgendwie reparierbar, da in dem Fall nicht viel unbeziehbares, merkwürdiges verbaut ist sondern so gut wie alle Bauelemente heute noch im Wurstladen an der Ecke beziehbar sind.
die subjektive Bestimmung von Rauschen und Brummen ist immer etwas heikel und von vielen Faktoren, wie der Leerlaufverstärkung und evt. Einstreuungen abhängig.
Ich kannte mal einen selbsternannten Spezialisten, der schied Verstärker so voneinander, daß er bei offenen Phono-Eingängen den Lautstärkeknopf voll aufdrehte und wenn es dann rauschte, den Verstärker als Mist bezeichnete. Dumm, sehr dumm. So konnte er also nur unempfindliche, minderwertige, abgedrosselte und abgefilterte Mittelklasse-Verstärker benutzen und keine nach oben weitgehend offen gelassenen, ehrlich und linear arbeitenden, hoch verstärkenden Geräte deren Lautstärkesteller eine gewisse große Verstärkungsreserve über den gesamten Drehwinkel parat hielt.
Das nur als Beispiel wie man Rauschen und andere Störtöne nicht bewerten sollte.
Die Nordmende verfügt, der Planungszeit schon leicht voraus, schon über moderne Planar-Epitaxial-Silizium-Transistoren (rauscharme Transen also) die durch die Art der Auslegung und der Tatsache das sie im Wiedergabeverstärker zu dritt sind, statt wie üblich nur zu zweit, einen schon sehr guten Geräuschabstand liefert.
Sie sollte also verhältnismäßig wenig rauschen, ganz im Gegenteil zu manchem anderen Machwerk nämlicher Entwicklungszeit (Uher rauscht da noch wie ein Wasserfall, Akai wie ein Turboprop-Flieger).
Da das Rauschen offenbar mit einem satten brummton unterlegt ist, der Beschreibung gemäß, kann ich mir als Ursache vorstellen, daß das übliche Kontaktwerk zwischen Köpfen und Verstärkern mal einer gründlichen Reinigung bedarf. Auch die Masselitzen sollten auf guten Kontakt geprüft werden (bspw. ob es kracht und rauscht, wenn man an den Hörkopflitzen wackelt). Dann haben sich Übergangswiderstände und KaLös gebildet, denen man abhelfen müßte.
Im nächsten Schritt, auch da spielt wieder die Kombination Rauschen und Brummen eine Rolle käme die Alterung und das Trockenfallen von Elkos auf den Wiedergabeverstärker-Platinen (nein ich weiß nicht mehr wo die genau montiert sind, ist lange her daß ich eine Mende mit offenem Bauch vor mir hatte). Die erste Stufe der dreistufigen Schaltung (je Kanal drei Stufen versteht sich) ist nämlich galvanisch entkoppelt vom galvanisch verbundenen zweistufigen Folgeverstärker. Und dort reagiert die Schaltung besonders sensibel auf die Verstellung des Arbeitspunktes durch defekte Kondensatoren.
Schließlich und endlich kann natürlich in dem Bereich auch wiederum der Zahn der Zeit KaLös hinterlassen haben, oder der Eingangstransistor kann an defekten Elkos oder Überspannungen an der Basis gestorben sein, was ihn dann unter Umständen zu einem Rauschgenerator machen könnte.
Das ist in dem Fall kein Beinbruch, man kann ihn noch heute, dank der fortschrittlichen Schaltung gegen einen aktuellen Typ, der dann sogar noch rauschärmer ist, ersetzen.
Also frisch ans Werk, so ein (mittlerweile) Exot lohnt fast jeden Auwand und Elektronik ist fast immer irgendwie reparierbar, da in dem Fall nicht viel unbeziehbares, merkwürdiges verbaut ist sondern so gut wie alle Bauelemente heute noch im Wurstladen an der Ecke beziehbar sind.
