08.11.2004, 15:00
Zitat:Michael Franz posteteUnterscheiden muss man:Um ein Band "Bezugsband nach DIN45513 Blatt 2 oder 3" nennen zu dürfen, müssen beide Voraussetzungen erfüllt sein. Die PTB hat nachgemessen und selbst bei neuen Bezugsbändern Abweichungen unter 0,5 dB moniert ... Nur damit das jedem klar ist, Bezugsbänder sind hochpräzise Meßinstrumente und nur mit dem nötigen technischen Aufwand und dem dazu passenden Know-How in der Qualität herzustellen, dass man danach auch messen kann. Viele zur Zeit angebotenen Meß- und Einstellbänder werden daheim, zwar auf großen Studiomaschinen, bespielt, erfüllen aber nicht die Qualitätsnormen der DIN45513.
a) kommt es darauf an, daß die Aufzeichnung präzise auf dem Band sitzt (geometrischer Ort, senkrechter Spalt)?
b) oder muss zusätzlich noch ein genauer Pegel auf dem Band sein?
Zitat:a), zur Kopfjustage zu verwenden, kann man wohl selber machen. Es erfordert eine Maschine mit präzise justierten köpfen. Über Spursichtbarmachung kann man die Ergebnisse prüfen.a. Spursichtbarmachung unter dem Mikroskop.
b) erfordert wohl genaue Prüfeinrichtungen.
b. Bezugsbänder wurden mit folgenden Toleranzen hergestellt:
Bandbreite +0/-0,06 mm, Bandgeschwindigkeit ± 0,1 %, magnetischer Bandfluß ± 3 %, Spaltlage 90° ± 1', Gleichlauf- und Tonhöhenschwankungen: < 0,25 % (RMS, unbewertet), < 0,1 % (DIN/IEC, bewertet). Die Einhaltung dieser Toleranzen muß ja auch erst einmal gemessen werden ...
H. Bluthard stellt seine Bänder auf einer modifizierten A80 mit überbreiten Tonköpfen her. Man kann davon ausgehen, dass seine Bänder auch "maßhaltig" und normgerecht sind. Gleichwohl ich ein Band von ihm habe, wo Pegelsprünge von mehr als 1 dB enthalten sind.

Um die Genauigkeit z.B. der Kopfjustage zu verdeutlichen: hat vielleicht jemand mal ein handfestes Beispiel dazu, wieviel Abweichung diese Winkelminute in Realität wirklich sind?
