12.08.2010, 04:30
Der Capstanmotortreiber ist TR13 auf der Motor(=Syscon) Platine.
Habe ihn wie in einer anderen 635 isoliert auf dem Chassis Nähe Trafo montiert.
Offenbar hat auch AKAI damals die Überhitzung des TR13 erkannt und
ihn auf das Chassis versetzt. Da der Capstanantrieb keine Mängel (Jaulen/Sollgeschwindigkeit) zeigt, ist dieses "Problem" wohl gelöst.
Um an die Lötseite der Syscon Platine heranzukommen, muß man sie
abschrauben. Eine der Schrauben stellt die Masseverbindung zwischen
dem Minuspol (lokale Masse +5V für TTL-Logik-ICs) von Gleichrichter D3
und dem Chassis her.
Ohne diese Masseverbindung spinnt die Laufwerksteuerung.
Drückt man dann FWD Play und läßt die Taste wieder los , zieht der Magnet der
Andruckrolle (SL902 "Play") nicht an und die LED FWD Play leuchtet halbdunkel.
Dieses Symptom ist also ein Hinweis auf fehlende Masseverbindung an der Befestigungsschraube. Werde diese MV zusätzlich per Draht an Kabelschuh
unter einer Chassisschraube sicher verdrahten.
Evtl war diese MV schon immer etwas schlecht und das Nichtanziehen des
SL902"Play" ein Folgefehler. Muß abwarten/testen ob er wieder auftritt.
Funken: Ich meine Kontakt QT-1 des QuickTensionRelais , nicht die Erregerspule
RL1 mit der Freilaufdiode D22.
Über dem Kontakt QT-1 liegt das Funkenlöschglied CR5 bestehend aus R206,C109,C110.
Dieser Kontakt ist verschmort, schwarzgrauer Niederschlag innen am
Relaisklarsichtgehäuse. Dort kommt es auch nach Reinigung und Messung
dieses Kontaktes (weniger ein Ohm) zu Funkenbildung.
R206(100 Ohm) wurde gemessen. Die C müßte ich erst beschaffen um auf
Verdacht zu tauschen.
Evtl ist die Funkenbildung auch "normal", ein vergleichender Blick in eine
baugleiche 635 könnte das klären.
QuickTension bedeutet Schnellspannung , was wird denn hier schnellgespannt ?
Vermute die Spulen SL901"REV",SL902"Play" und SL903"Brake" bekommen
im Einschaltmoment eine höhere als ihre spätere Haltespannung, um ein schnelles sicheres Anziehen und eine geringe Erwärmung beim Halten zu erreichen. Kontakt QT1 von RL1"QuickTension" schaltet zwischen zwei
Wechselspannungen um, Leitungen "d"und"e" im Schaltplan.
Die Maschine läßt sich im Bias nur schwer auf RMG LPR-35 einmessen.
Der Bias läßt sich an den C-Trimmern auf Audioplatine nicht gering genug
einstellen, im Klang also zuwenig Höhen.
Tonköpfe sind korrekt eingestellt, entmagnetisiert und gereinigt.
Habe den 10k Widerstand in Reihe zu VR7 auf Audioplatine auf 24k erhöht.
Bringt leichte Besserung (weniger Bias).
Die Bandsorte BASF Studio Master 911 läßt sich problemlos einmessen.
Welche DC-Betriebsspannungen hat die 635 und an welchen Punkten
werden sie gemessen ? Das SM gibt zu diesem ersten Standardcheck
keine Anleitung, man erwartet vom Techniker, es aus dem Schaltplan
zu lesen und sich die Meßpunkte auf dem sowieso schon schlecht zugänglichen
SysconBoard selbst zu suchen.
Die fest angeschlossenen WireWrapDrähte erschweren jede Messung und Lötarbeiten. ZB wäre es leicht möglich, die Syscon Platine neu zu bestücken
(Elkos), wenn man sie abstecken und herausnehmen könnte.
Ist leider nicht so, und daher ist der Frustfaktor bei Messungen/Lötarbeiten
an der Syscon sehr hoch. Das ist bei REVOX besser.
Die Audioplatine ist unproblematisch, Lötseite nach Bodenblechdemontage
zugänglich.
Gruß
bukongahelas
Habe ihn wie in einer anderen 635 isoliert auf dem Chassis Nähe Trafo montiert.
Offenbar hat auch AKAI damals die Überhitzung des TR13 erkannt und
ihn auf das Chassis versetzt. Da der Capstanantrieb keine Mängel (Jaulen/Sollgeschwindigkeit) zeigt, ist dieses "Problem" wohl gelöst.
Um an die Lötseite der Syscon Platine heranzukommen, muß man sie
abschrauben. Eine der Schrauben stellt die Masseverbindung zwischen
dem Minuspol (lokale Masse +5V für TTL-Logik-ICs) von Gleichrichter D3
und dem Chassis her.
Ohne diese Masseverbindung spinnt die Laufwerksteuerung.
Drückt man dann FWD Play und läßt die Taste wieder los , zieht der Magnet der
Andruckrolle (SL902 "Play") nicht an und die LED FWD Play leuchtet halbdunkel.
Dieses Symptom ist also ein Hinweis auf fehlende Masseverbindung an der Befestigungsschraube. Werde diese MV zusätzlich per Draht an Kabelschuh
unter einer Chassisschraube sicher verdrahten.
Evtl war diese MV schon immer etwas schlecht und das Nichtanziehen des
SL902"Play" ein Folgefehler. Muß abwarten/testen ob er wieder auftritt.
Funken: Ich meine Kontakt QT-1 des QuickTensionRelais , nicht die Erregerspule
RL1 mit der Freilaufdiode D22.
Über dem Kontakt QT-1 liegt das Funkenlöschglied CR5 bestehend aus R206,C109,C110.
Dieser Kontakt ist verschmort, schwarzgrauer Niederschlag innen am
Relaisklarsichtgehäuse. Dort kommt es auch nach Reinigung und Messung
dieses Kontaktes (weniger ein Ohm) zu Funkenbildung.
R206(100 Ohm) wurde gemessen. Die C müßte ich erst beschaffen um auf
Verdacht zu tauschen.
Evtl ist die Funkenbildung auch "normal", ein vergleichender Blick in eine
baugleiche 635 könnte das klären.
QuickTension bedeutet Schnellspannung , was wird denn hier schnellgespannt ?
Vermute die Spulen SL901"REV",SL902"Play" und SL903"Brake" bekommen
im Einschaltmoment eine höhere als ihre spätere Haltespannung, um ein schnelles sicheres Anziehen und eine geringe Erwärmung beim Halten zu erreichen. Kontakt QT1 von RL1"QuickTension" schaltet zwischen zwei
Wechselspannungen um, Leitungen "d"und"e" im Schaltplan.
Die Maschine läßt sich im Bias nur schwer auf RMG LPR-35 einmessen.
Der Bias läßt sich an den C-Trimmern auf Audioplatine nicht gering genug
einstellen, im Klang also zuwenig Höhen.
Tonköpfe sind korrekt eingestellt, entmagnetisiert und gereinigt.
Habe den 10k Widerstand in Reihe zu VR7 auf Audioplatine auf 24k erhöht.
Bringt leichte Besserung (weniger Bias).
Die Bandsorte BASF Studio Master 911 läßt sich problemlos einmessen.
Welche DC-Betriebsspannungen hat die 635 und an welchen Punkten
werden sie gemessen ? Das SM gibt zu diesem ersten Standardcheck
keine Anleitung, man erwartet vom Techniker, es aus dem Schaltplan
zu lesen und sich die Meßpunkte auf dem sowieso schon schlecht zugänglichen
SysconBoard selbst zu suchen.
Die fest angeschlossenen WireWrapDrähte erschweren jede Messung und Lötarbeiten. ZB wäre es leicht möglich, die Syscon Platine neu zu bestücken
(Elkos), wenn man sie abstecken und herausnehmen könnte.
Ist leider nicht so, und daher ist der Frustfaktor bei Messungen/Lötarbeiten
an der Syscon sehr hoch. Das ist bei REVOX besser.
Die Audioplatine ist unproblematisch, Lötseite nach Bodenblechdemontage
zugänglich.
Gruß
bukongahelas
