AKAI 625 Quetschkondensator
#10
Unabhängig von den generellen technischen Problemen:

Ein Quetsch-Glimmer-Trimmer ist 'in der Regel vergleichsweise ohne weiteres" durch einen Folientrimmer zu ersetzen.
Zu diesen Quetschtrimmern greift man immer dann, wenn es um relativ hohe thermische und mechanische Stabilität und/oder einen gewissen Verschmutzungseintrag von außen geht. Der Folientrimmer hat einen gewissen thermischen Gang und goutiert auch Staubeintrag nicht besonders gerne. Doch damit hält es sich im Bandgerät ja in Grenzen. Damit bliebe lediglich der mechanische Einfluss durch die Erschütterungen beim Transport des Bandgerätes oder den Lauf der Motoren. Ich denke aber, dass man das letztlich durchaus kalkulieren kann, weil niemand diesseits des Einflussbereiches unserer Transporteure mit seinem Bandgerät herumwerfen wird.

Aus demselben, thermischen Grund sollte der Trimmer aber auch so einstellbar sein, dass -im vorliegenden VM-Fall- einerseits die konstruktiv geplante Variierung des Vormagnetisierungsstromes ebenso einzuhalten ist wie andererseits eine möglichst mittige Einstellposition grosso modo gewährleistet sein sollte, damit der thermische Gang nicht allzu übel zugreifen kann, sollte er denn doch auftreten.

Ich hatte vor diversen Monaten solch einen Fall, als ich bei einer vor fast 40 Jahren erworbenen, denkbar nützlich gewesenen Klirrfaktormessbrücke der Fa. Heathkit endlich eine von Anfang an betriebspraktisch diagnostizierte, aber nie gefundene schlechte (nicht kalte, aber unzureichende) Lötstelle dingfest machen konnte. Nach der Tilgung derselben musste ich dann aber feststellen, dass der Grundabgleich des geräteinternen Wienbrückenfilters zur Unterdrückung des Grundtons am zugehörigen Quetschtrimmer nicht mehr ausreichend möglich war. Ein an sich im Gerät vorhandener, geeigneter und überdies nicht benützter Quetschkondensator, war aber ohne heftigere Umbauten nicht nützbar, weshalb ich auf käuflichen Ersatz sann, der aber als einzelner Quentschkondensator in München nicht zu bekommen war.

Schwereren Herzens -das interne Wienbrückenfilter kann bis auf eine Flankensteilheit von 80 dB/Oktave hochgetrieben werden, worüber aber der Feinabgleich durch besagten Trimmer entscheidet- erwarb ich einen Folientrimmer angemessener Größe, der bis heute tadellos und ohne den befürchteten thermischen Gang (hier gleichbedeutend mit nicht unter 0,1 % THD zu drückenden Messergebnissen) arbeitet, obgleich zwei Beleuchtungslämpchen für eine fühlbare Erwärmung des Messgerätes sorgen. Außerdem und nicht zuletzt: Die Messbrücke muss bei mir für eine Benützung grundsätzlich zwei Male transportiert werden.

Als VM-Trimmer tut so ein Foliending, das überdies deutlich feinfühliger einzustellen ist als ein Quetschtrimmer, daher in fast allen Fällen sicher ordentlich seinen Dienst, wofür lediglich der Einstellbereich in etwa dem des Quetschers entsprechen sollte.

Hans-Joachim
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