Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
Hallo,
ich meine ich habe mich schon vor einiger Zeit hier vorgestellt. Falls nicht hole ich es hiermit nach. Habe seit einem Jahr meine Liebe zu Analogmusik und Analoggeräten wiederentdeckt und sammle nun unter anderem glänzendes Altmetall und versuche das eine oder andere Teil wieder gebrauchsfähig zu machen.
Meine Bandmaschinen benutze ich zum aufnehmen von Schallplatten. Sie sind also, wenn sie so funktionieren wie sie sollen, ständig im Gebrauch.
Ich habe ein paar Fragen an die Akai-Spezialisten
Mein Neuzugang Akai GX630 hat folgende Probleme.
Der Capstanmotor macht ein , ja wie soll ich sagen, ein brummendes
Geräusch, oder besser ein Laufgeräusch.
Die Welle hat etwas Axialspiel, so schätzungsweise ca.0,2-0,4mm.
Radisalspiel nicht fühlbar.
(meine Zweite 630er hat dieses Lagerspiel nicht)
Fragen konkret:
Kann es ein Lagerschaden sein?
Lässt sich der Motor demontieren und neu Lagern?
Was für ein Lager hat er überhaupt?
Kann es aber auch ein defekter Kondensator sein?
Wenn ja, welcher Kondensator ist es dann, wo sitzt er?
Und als letztes, ich habe festgestellt, dass wenn ich bei eingeschalteter Maschine mit dem Handrücken ganz leicht die Vorderfront der Maschine berühre kribbelt/bzw. knistert es ganz leicht auf der Haut. Fühlt sich so an wie stark statisch aufgeladen.
Letzteres kann ich nun überhaupt nicht zuordnen, der Fasenprüfer zeigt nichts an wenn ich die Metallflächen berühre.
Und auch hier, meine zweite 630er hat das nicht.
Sonst sind alle Funktionen der Maschine OK. Sie spult gut, spielt gut ab und nimmt auch gut auf, Hinterbandkontrolle auch OK.
Schaltfunktionen gut, Potis auch gut, VU-Meter bestens.
Bin für eure Tips oder Hinweise dankbar.
Gruß von Harald
Beiträge: 366
Themen: 9
Registriert seit: Apr 2006
Hallo Harald,
lege die Maschine mal auf den Rücken. Wenn der Capstan dann noch die gleichen Geräusche macht dann sind es eher nich die Lager. Bei einer ASC hatte ich das auch ein mal: Im stehen Laufgeräsche vom Capstan, im liegen Ruhe.
Was das kribbeln betrifft so würde ich mal sagen das das nicht sein soll.
Grüße Bernhard
Beiträge: 353
Themen: 30
Registriert seit: Jan 2008
Stecke mal den Netzstecker um 180° gedreht in die Steckdose und schau obs immer noch kribbelt.
Im Servicemanual der Akai GX-625 z.B. sieht man das nach dem 2-poligen Netzschalter einer der beiden Abgänge mittels zweier in Serie geschalteter Kondensatoren (2x 4,7nF / 250VAC) gegen Schaltungsmasse geht. Somit würde es jenachdem wierum der Netzstecker (Eurostecker, 2-polig) in der Steckdose steckt kribbeln (weil die Phase an den Kondensatoren anliegt) oder eben nicht.
Mit einem Phasenprüfer ist diese Spannung eher nicht anzeigbar (die Glimmlampe im inneren benötigt eine Zündspannung von mind. 100V) jedoch mit einem Multimeter (Meßbereich auf 600VAC oder höher). Eine Prüfspitze an den Erdungsbügel in der Steckdose und die andere Prüfspitze an die metallene Gehäusefläche halten und schon müsstest du die kribbelnde Spannung ablesen können.
Gruß
Thilo
----------------------------------------------------------------------
Grundig TK3200HIFI, Philips N4418, Akai GX-625 + GX-77
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
hallo Thilo, hallo Bernhard, vielen Dank, probiere ich morgen aus und berichte dann
viele Grüße Harald
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
Hallo,
so, ich habe die Maschine erstmal innen gereinigt mit Druckluft.
Motorgegenlager, Bügel abgebaut und Motorglocke mit Capstanwelle entnommen.
Lagersitz Bandantriebsseitig zeigt leichte Einlaufspuren.
Also, ich gehe davon aus, daß das Lagerspiel etwas zu groß geworden ist durch Trockenlauf, Verschleiß ect.
Wat nu?
Teile gereinigt und mit hochdruckfestem Haftsprühfett eingesprüht und wieder eingabaut.
Das Fett haftet sehr gut auf der Welle und verflüchtigt sich nicht so schnell.
Axiallagerspiel korrigiert, eine Unterlegscheibe unter dem Gegenlagerbügel weggelassen.
Insgesamt läuft der Motor jetzt ruhiger, aber immer noch hörbar.
Ich überlege ob ich die Welle nochmal ausbaue und mit Kupferpaste behandle.
Ich denke, dass Kupferpaste eine leicht auftragende Wirkung hat und verspreche mir davon etwas mehr Stabilität im Sinterlagersitz.
Ist nur so eine Idee.
Denn ein neuer Capstanmotor wird ja wohl nicht aufzutreiben sein, gehe ich mal von aus.
Hat schon jemand eine Welle mal nachfertigen lassen mit Aufmaß?
Und nun kommen wir zur "Spannung" am Gehäuse.
Habe so gemessen wie von Thilo beschrieben. Ergebnis, erst im Messbereich 200mv zeigt es etwas an, nämlich 6,5
Das erscheint mir nicht sonderlich viel zu sein, ich habe auch den Eindruck, nachdem die Maschine jetzt 2 Stunden gelaufen ist, der Kribbeleffekt ist nahezu verschwunden.
Selbstheilung? Habe weiter nichts gemacht.
bleibe am ball
gruß harald
Moin Harald.
Keine Kupferpaste!!!!!!!!!!!!!!!!
Das ist kein Schmiermittel und in solchen Fällen 100% tödlich. Da gibt es auch keine Ausnahme, selbst wenn auf der Tube von Schmierwirkung gesprochen wird. Sowas ist für Gewinde, aber nicht für drehende Lager.
Wenn da wirklich schon leichte Einlaufspuren sind (meßbar, nicht nur sichtbar, das täuscht gerne), würde ich dickeres Montagefett nehmen. Wenn da sonst nichts schleift, oder vibriert, muß dann Stille sein. Bis auf das normale Surren natürlich. Hält auch lange (Schmierintervall).
Ansonsten müßte das eher ein elektronisches Problem sein.
Wenn die Lager wirklich ausgeschlagen sind, habe ich mit dem Umbau auf Kugellager gute Erfolge erzielt. Meist gibt es welche mit den Durchmessern der Sinterlager zu kaufen. Wichtig ist dann die Qualität, also keine Conrad Lumpenlager, oder anderer Russen / Asien-Kram. Am besten die guten alten deutschen Hersteller. Da kriegst du dann auch C0 Toleranz (bei Zimmertemp kein Spiel) und Ölschmierung (wegen Leichtlauf). Musst du beim Großhändler mal telefonisch von deinem unlösbaren Problem jammern und auf Barzahlung bei Abholung eingehen. Dann sind die meist so freundlich auch ein paar an privat zu verkaufen. Oder du kennst jemanden, der gewerblich bestellen kann.
Meiner Erfahrung nach, sind solche Lager aber viel seltener wirklich um, als oft Glauben gemacht wird. Kommt aber natürlich vor.
Viel Erfolg, Arnulf.
Beiträge: 353
Themen: 30
Registriert seit: Jan 2008
Steckt der Netzstecker noch genauso in der Steckdose wie gestern?
Dann kommts auch darauf an ob und welches Schuhwerk du an hast, bzw. wenn du nur in Socken daheim rumläufst ob deine Fußsohlen leicht geschwitzt sind und dadurch auch die Socken leicht feucht sind und ob deine Hände staubtrocken oder gesundfeucht sind.
Je geringer der Hautoberflächenwiderstand desto intensiver das kribbeln.
Gruß
Thilo
----------------------------------------------------------------------
Grundig TK3200HIFI, Philips N4418, Akai GX-625 + GX-77
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
Moinsens Arnulf,
den Begriff "Conrad Lumpenlager" finde ich köstlich:-)
Ok, dann keine Kupferpaste. Nicht alle Ideen sind richtig.
Besorge mir morgen gleich mal dickeres Fett.
Den Tip mit Umbau auf Kugellager finde ich auch interessant.
Arbeite in einem Handelsunternehmen, da dürfte die Beschaffung kein Problem sein.
Ich werde das Teil schon ruhig kriegen.
Wie gesagt , meine andere 630hört man überhaupt nicht, Auch meine 266 ist total ruhig.
Und von meinen beiden A77 ist nur eine superleise.
Die andere mit kürzlich aus der Bucht gekauftem CapstanMotor macht auch Geräusche.
Das scheint mir überhaupt auch so ein Hauptthema bei den Maschinen zu sein, die Laufruhe.
Naja, so langsam fummeln wir uns da wieder rein in das Thema.
Und Lehrgeld ist natürlich hier und da auch dabei.
Gruß von Harald
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
Hi Thilo, durch die dauernde Auseinandernehmerei weiß ich nicht mehr wie der Stecker drin war, ich probiere jetzt nochmal beides aus.
Und ich renne in meinem Hobbyraum mit Socken rum :-)
Es sind spezielle HIFI Highperformance Socken der Fa. Vodoo-Products.:-)
gruß von harald
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
so meine Herren,
nach ca 12x Auseinander und wieder zusammenbauen, nach 6 verschiedenen Fettkompositionen läuft sie vergleichsweise ruhig.
Jedenfalls so , dass man gut mit leben kann.
Jetzt kommt noch der Langzeittest und dann bleibt es erstmal so.
Und Thilo, du hattest Recht, Stecker in der falschen Position und die Kiste kribbelt. Auf soetwas muß man erstmal kommen:-)
Ist übrigens bei meiner 266er genau so, hatte ich garnicht bemerkt.
Erstmal Diana Krall, "The Girl in the other Room" aufgenommen.
Auf ein altes Band von Scotch.
Bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden:-)
Temptation klingt richtig gut.
In den nächsten Tagen knöpfe ich mir dann die A77 vor. Die Fettkomposition kenne ich ja jetzt.:-)
nochmals herzlichen Dank für die Tips und Hinweise von euch.
Achso, hätte ich fast vergessen, hat jemand ne Adresse wo ich das Service manual für diese Maschine runterziehen kann?
Gruß von harald
Beiträge: 353
Themen: 30
Registriert seit: Jan 2008
Das SM der A77 findest du im hier oben unter Downloads und dort unter Home / Geraete / R / Revox / A77.
Das ergebnislose Messen der kribbel-Spannung beruht wohl darauf das unsere Otto-Normalverbraucher-Meßgeräte einen zu geringen Innenwiederstand haben. Dadurch wird die kribbel-Spannung die nur wenige µAmpere Strom liefert beim Messen quasi kurzgeschlossen.
Leider weis ich im Moment auch kein Messverfahren für so stromarme Spannungen, werde es aber im Hinterkopf behalten und mich mal Schlau machen da auch ich einige betagte Geräte besitze die diese kribbel-Spannung liefern.
Gruß
Thilo
----------------------------------------------------------------------
Grundig TK3200HIFI, Philips N4418, Akai GX-625 + GX-77
Na, daß ist ja schön.
Ist sie denn jetzt wieder ziemlich leise, oder "geht grad so"?
Welche Fettkomposition hast du denn zusammengebraut? Man hat ja immer lange Ohren.
Irgendwo hatte ich auch mal so ein Kribbeln. Den Tip muß ich mir merken.
Viel Spaß, Arnulf.
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
hallo Arnulf,
die Maschine läuft jetzt wieder seit einer Stunde,
das Laufgeräusch entspricht so in etwa einem ganz leichten Trafobrummen.
Klingt aber nicht ungesund. Laufgeschwindigkeit stimmt.
So, die Fettkomposition ist folgende.
Habe hier ein Döschen mit ziemlich steifem Lagerfett.
Habe ich mal als Zugabe zu irgend einer E-Handmaschine dazu bekommen.
Steht nix auf der Dose drauf. Leider.
Solo angewendet läuft der Motor zu schwer und zu langsam.
Leicht dosiert bei ausgebauter Welle etwas Ballistol auf die Welle ,bzw.auf das Fett aufgesprüht.
Das Ballistol verbindet sich mit dem Fett. So kann man dosiert steuern wie leicht der Motor laufen soll.
Alles wieder zusammen und Probelauf.
Falls noch zu schwer , nochmal einen kleinen Spritzer hinterher.
Wie gesagt, hatte erst angenommen, da Ballistol ja auch flüchtige Anteile besitzt, daß sich das Laufgeräusch dann wieder ändert. Tut es aber nicht.
Habe eben die A77 auch so behandelt. Läuft auf Anhieb ruhiger, aber immer noch nicht ruhig genug für mein Empfinden. Das bessern wir nochmal nach.
Jetzt läuft die auch erstmal damit.
Wäre natürlich besser für Nachahmer nachvollziehbar wenn ich ein Markenfett hätte, habe ich aber leider momentan nicht zur Hand.
PS, hatte mich falsch ausgedrückt, ich meinte das SM für die 630.
Das SM für die A77 habe ich im Original
bis dann
Gruß harald
Beiträge: 561
Themen: 29
Registriert seit: Dec 2005
Hallo Harald,
du schreibst jetzt zwar nicht, welche Lager du an deiner A77 mit deiner Spezialfettmischung behandelt hast. Ich bin aber doch ein bißchen in Sorge, daß es die Motor-Sinterlager sind.
Denn da gehört eigentlich (sehr dünnflüssiges) Sinterlageröl rein. Fett wir m.E. keinerlei Veranlassung sehen in die Sinterlagerporen reinzugehen.
Grüße
Peter
PS: Ich nehm dafür "Sprühöl 88" von Kontakt Chemie. Das soll angeblich für Sinterlager gehen. Sinterlager nachschmieren ist aber ein großes Thema - da gibt's viel zu lesen in den Foren.
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
Hallo Peter,
ja, ich habe es getan, Fettmischung in das Sinterlager, und du hast Recht, es geht nicht. Jedenfalls nicht bei der A77.
Alles wieder ausgewaschen. Besorge mir morgen erstmal neue Lager(plus Reserve), 608 Z(war drin)
Die Lager die in der Bucht angeboten werden sollen angeblich engere Toleranzen haben.
Kosten aber auch fürstliches Geld. Hat schon jemand mal ein 608zz von SKF eingebaut?
Und die Themen über Sinterlageröl muß ich erstmal durschauen.
Gruß von Harald
Moin Harald.
Bei heilen Sinterlagern, die nur gewartet werden, ist Sinteröl unabdingbar.
Dickes Fett und solche Maßnahmen dienen ja nur dazu, das Kind, das in den Brunnen fällt, nochmal am Zipfel zu halten.
Gutes Sinterlageröl bekommst du in kleineren, aber ausreichenden Gebinden, als "Modellbahnöl" im Fachgeschäft. Sinterlager sind auf dem Gebiet fast überall verbaut.
608 ZZ sind doppelseitig staubgeschützt. Es gibt dann auch noch gedichtet. Würde dann RSR, oder 2 RS heißen. ZZ (2Z) ist die beste Wahl für deinen Zweck.
Zum Verbauen gilt das gleiche, wie für jedes Kugellager, da ist nichts anders.
Wichtiger ist die Lagertoleranz und die Schmierung. Oft erhält man C2 oder C3 Lager. Das heißt, das sie bei einer bestimmten Temperatur erst spielfrei sind. Das ist ja auch meist der Fall.
Bei dir soll es bei Zimmertemperatur spielfrei sein. Du benötigst unbedingt C0 Toleranz.
Zum anderen ist Ölschmierung (Füllung) wegen dem Leichtlauf wichtig. Im Allgemeinen wird aber Fettfüllung gewünscht und verkauft. Das macht z.B. in einer Bohrmaschine Sinn, aber nicht beim Capstan.
SKF wäre eine gute Wahl, gibt aber auch 2-3 andere gute Hersteller.
Was heiß denn fürstliches Geld? Ich habe vor einem Jahr genau solche Lager (608 2Z) für meinen 50er Jahre Ventilator gekauft. Haben mich ca. 7,- € das Stück gekostet. Waren zwar mit Fettfüllung, aber da ist kein Preisunterschied. Auch nicht für die üblichen Toleranzen. Lediglich offen, Z, 2Z und RS, RSR macht eine Menge aus.
Viele Grüße, Arnulf.
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
Hallo Arnulf,
in der Bucht ist ein Anbieter der 28,50€ für 2 Lager aufruft. Angeblich Originallager.
Das meinte ich mit fürstlichem Preis.
Gut der Tip mit der C0 Toleranz, da werde ich drauf achten. Danke.
Das ist das Schöne am Hobby, man lernt immer wieder dazu.
Und schöne Musik gibt es auch dann und wann zu hören.
bis denne.
viele Grüße von Harald
Beiträge: 4561
Themen: 9
Registriert seit: Dec 2006
Die Bezeichnungen C0, C2, C3 bei Kugellagern kenne ich anders.
Mechanik ist allerdings nicht wirklich mein Gebiet.
C0 ist die Ausführung mit normaler radialer Lagerluft, meist steht nichts auf dem Lager, dann ist es automatisch C0.
C2 ist die Ausführung mit geringerer Lagerluft.
C3 ist die Ausführung mit größerer Lagerluft.
http://www.ekugellager.de/nachsetz.php
Gruß Ulrich
Hallo Ulrich.
Das widerspricht sich doch gar nicht.
Nach SKF-Bibel: C0 bis C5
C0 = normal
C1 = Lagerluft kleiner als C2
C2 = Lagerluft kleiner als normal
C3 = Lagerluft größer als normal
C4 = Laberluft größer als C3
C5 = Lagerluft größer als C4
Die genauen Toleranzmaße sind für die verschiedenen Lagerarten unterschiedlich.
Da darf man dann weiter vorne die Tabellen studieren.
Bei einem Moped / Motorradmotor findet man bevorzugt C3 Lager. Die Temperatur liegt dort bei ca. 80 bis 100 ° (Kurbelwelle).
Dazu angemerkt. Der Hammer ist Vespa. Die verbauen C5 Lager. Das liegt aber daran, daß deren Kurbelwellen im Normalfall eiern. Die kennen keinen Ausschuß, nur gröbere Toleranzen :-) .
C1 und C2 findet man zum Beispiel dort, wo im Betrieb der Lageraußenring bedeutend wärmer wird, als der Innenring. Sind die selteneren Fälle.
@Harald
Guck doch mal, ob ein Lagerhandel in deiner Nähe ist. Für den ist dein Lager Lagerware. Der dürfte auch deutlich unter 28,50 liegen.
Die Angabe "Originallager" ist natürlich Quatsch in dem Sinne. Solche Kugellager sind Normteile und werden vom Hersteller der Bandmaschine genauso eingekauft. Nur gewerblich mit entsprechendem Mengenrabatt. Bei ReVox wird man sich da sicher auch bei einem der guten Markenhersteller bedient haben. Daß der das heute noch liefert, macht es ja nicht zu einem "ReVox-Originallager", mit Preisaufschlag für den Namen. Wird überall nur mit Wasser gekocht.
Viel Spaß, Arnulf.
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
Hallo Arnulf,
hallo Spezialisten,
Der Stand der Dinge bei der A77 ist wie folgt,
Lager besorgt beim örtlichen Fachhandel, gleich 10 Stck gekauft. (Anstaltspackung)
Original SKF.
Bei meiner Firma erstmal einen Satz Seegerringzangen bestellt, ich liebe Werkzeugsätze. Sitze da an der Quelle, da ich selbst Werkzeug verkaufe.:-)
Lager verbaut , Sinterlager mit Modellbahnöl geschmiert.
Der Motor war ums Verrecken nicht ruhig zu bekommen. Achse machte aus irgendwelchen Gründen eine permanente hörbare Axilabewegung.
Das war dann nach 1000 Versuchen so der Moment wo ich mich gefragt habe: Harald , wozu brauchst du überhaupt Bandmaschinen, wozu eigentlich 5 Stck, was ist der Sinn von Tonbandgeräten? Du warst doch auch ohne diese Geräte glücklich.:-)
Dann aus lauter Verzweifelung aus zwei Motoren einen gemacht. Nochmal ein neues Lager eingebaut und als Öl dann vergleichsweise dünnes Öl von Prophete ( Fahrradöl)
Ich denke, dass die Teile jetzt Passungsmässig besser zusammenpassen.
Jedenfalls ist jetzt Ruhe.
Welch schöner Moment!
Ein leicht singendes Geräusch vom Motor ist noch zu hören.
Aber man muß schon ganz nah rangehen.
Unter dem Strich, es macht unglaublich Spaß ein solch altes Gerät wieder zum Laufen zu bekommen.
schönen Abend und Gruß von Harald
Hallo Harald.
Was hast du denn für die 10 Lager bezahlt? Wegen dem Vergleich.
Was heißt aus 2 Motoren 1 gemacht? Den Stator vom Krachmacher und den Rotor vom anderen?
Ja, manchmal will man das in die Ecke feuern. Dann braucht man mal eine Pause, um Abstand zu gewinnen.
Daß es beim Erfolg am Ende so ein Freudegefühl gibt, läßt uns - wider besserem Wissens - ja auch in die nächste Sch.... greifen :-) .
Schön, daß es geklappt hat, Arnulf.
Beiträge: 11
Themen: 1
Registriert seit: May 2009
Zitat:Araso postete
Hallo Harald.
Was hast du denn für die 10 Lager bezahlt? Wegen dem Vergleich.
Was heißt aus 2 Motoren 1 gemacht? Den Stator vom Krachmacher und den Rotor vom anderen?
Ja, manchmal will man das in die Ecke feuern. Dann braucht man mal eine Pause, um Abstand zu gewinnen.
Daß es beim Erfolg am Ende so ein Freudegefühl gibt, läßt uns - wider besserem Wissens - ja auch in die nächste Sch.... greifen :-) .
Schön, daß es geklappt hat, Arnulf.
hy Arnulf
die Lager haben mich 40 Euronen gekostet, (Vitamin B)
Der Stator vom Krachmacher ist geblieben, also auch die Sinterlager. Motorwelle und Rotor sind vom anderen Motor.
Läuft immer noch ruhig.
Bleibt erstmal so.
Das Sinterlager meiner zweiten A77 habe ich ganz leicht nochmal mit etwas Modellbahnöl nachbehandelt. Die Maschine läuft superruhig, nix zu hören.
Axialspiel etwa 0,5mm.
Man muß nur Geduld haben und wie du sagst, einfach mal weggehen wenn es nicht klappt und über das Leben nachdenken oder ähnliches.
Für mich als ehemaligen Plattenpresser sind Bandmaschinen ein wesentlicher Teil der Musikgeschichte und sie faszinieren mich immer wieder. Watt gibbet schöneres als bei einer Hörsitzung auch mal ein gutes Band mit einer audiophilen Aufnahme laufen zu lassen.
in dem Sinne.....grüsse an alle
von Harald
|