Grundig TS1000 Aufschwingen Umlenkrolle
#1
Hallo und guten Abend

Meine "neue" Grundig läuft nun schon einige Zeit im Testbetrieb und nebst ein paar anderen Wehwechen hat sie folgendes Problem:

Die linke Umlenkrolle fängt bei fast leerer linken Spule an sich aufzuschwingen, nicht so stark das man es als Gleichlaufschwankungen hören könnte, sondern vielleicht 1-2 mm. Die Diodengehäuse sind links und rechts laut SM korrekt ausgerichtet. Ich habe dann trotzdem die Dioden mal verschoben vom einen Anschlage zum anderen, auf das Schwingen hat dies aber keinerlei Auswirkungen.
Wenn ich aber die Feder welche den Hebel der Umlenkrolle in den Anschlag zieht strammer einstelle, verschwindet das Schwingen. Mir ist aber diese Lösung nicht sehr sympathisch, da so natürlich mehr Druck auf das Band ausgeübt wird.

Ev. kennt jemand von Euch DIE Lösung zu diesem Problem? Wink

[Bild: schwingungen.JPG]

Allen ein tolles Weekend
Richard
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#2
`n`Abend Richard,

...nur mal so eben schnell im "Vorbeifliegen" (...weil beruflich
bedingte Foren-Abstinenz....):

So wie ich das sehe, ist an dem Hebel die Feder etwas ermüdet und
Verschleiss/Verschmutzung der Rolle und der Lager tun ihr Übriges.
Bei leerer linker Spule wird die Feder ja maximal gestreckt, wenn ich
das richtig sehe. Da der Umschlingungswinkel in dieser Stellung jedoch
minimal ist, wirken sich Federermüdung und nicht konstanter Schlupf an der
Rolle so am stärksten aus - der Hebel fängt an zu zittern. Je voller die
Spule wird, desto höher der Umschlingungswinkel (mehr Reibung) und
desto geringer die Federspannung - das System wird "stabiler".

Dieses Zittern habe ich schon häufiger (an anderen Gerätetypen) gesehen.
Das sind eben Alterserscheinungen...

Abhilfe: ...nach Möglichkeit natürlich einmal laut SM die Zugkraft der
Feder überprüfen. Aber ich nehme an, das hast Du schon getan.
Wenn nicht, sollte dies die erste Tat sein.

Hilft dies nicht weiter, dann weiter wie folgt:
Hast Du die Umlenkhebel mal ausgebaut und die Lagerstellen
(Welle und Buchse) gereinigt und geschmiert? Gibt es da unzulassig
viel Spiel?
Wie sieht die Umlenkrolle aus? Glatt genug? Ggf. einmal mit Chrompolitur
polieren und anschliessend gut entfetten. Prüfe auch mal die Oberfläche
der Rolle - sind unter der Lupe Unregelmässigkeiten zu erkennen?

Soweit meine unmassgebl. Meinung.

Good luck!

Gruss, Peter




EDIT: ....dass das Band einen ebenfalls massgebl. Einfluss hat, hast Du
sicher durch Verwendung einer anderen (weiteren) Bandsorte ausgeschlossen, oder?
Ein "Schmierfink"-Band a la Ampex lässt so einen Hebel nämlich auch
schnell "erzittern".
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#3
Hi Peter

Du bist aber viel auf Achse, hoffentlich erleiden deine Geräte zu Hause keine Standschäden bei soviel Nichtbenutzung Wink

Also die Sache mit dem Umschlingungswinkel sollte man eigentlich vernachlässigen können. Gerade jetzt ist die rechte Spule zu 8/10 voll die linke entsprechend umgekehrt und nach Augenmass sind das vielleicht 10 Grad mehr Umschlingung, aber links. Puh, kannst du mir folgen?
Wie auch immer, die Umlenkungen sind ja anders wie bei einer RDL oder Braun TG1000 mit drehenden Rollen ausgestattet und daher sollte hier ja das Band keine grosse Rolle spielen, da ja keine Reibung zwischen Band und Umlenkung. Die Rollen selbst sehen nicht mehr wirklich schön aus, die Oberfläche ist etwas angegriffen, also polieren wäre noch eine Möglichkeit, nur hat das Auswirkungen auf den Bandlauf? Die Lager habe ich gesäubert, geschmiert, daran sollte es also nicht liegen.
Zur Federstärke habe ich leider gar nichts im SM gefunden, aber wie du schreibst, hier ist natürlich gut möglich dass sich hier die Werte buchstäblich gedehnt haben....

Was ich mich noch frage ist, ob hier nicht auch die Elektronik Urheber sein könnte?

Gruss
Richard
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#4
Was machen denn die Silikontöpfchen?
Sind die Fühlhebel noch spürbar gedämpft?

Ganz ruhig sind die Fühlhebel übrigens nie.

Gruß Ulrich
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#5
Hi Ulrich

Die Töpfchen sehen intakt aus, sind etwa zur Hälfte gefüllt. Dampfung ist auch noch da, aber genug? Bei ausgehängter Rückzugfeder gleitet der Hebel in ca. 1 sec von oberem zu unterem Anschlag. Ist das ok?

Gruss
Richard


NACHTRAG: Die Schwingungen sind doch hörbar, also dann doch über Toleranz. Die Schwingung kann übrigens gestoppt werden, wenn das ganze vom Hand beruhigt wird, nach einigen Sekunden gehts dann aber wieder los Sad
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#6
Zitat:Gorchel postete
Bei ausgehängter Rückzugfeder gleitet der Hebel in ca. 1 sec von oberem zu unterem Anschlag. Ist das ok?
(
Das halte ich für ausreichend, so Kritisch ist das mit der Dämpfung nicht.
Ich würde, wie schon von Peter vorgeschlagen, erst mal in Richtung Mechanik weitermachen.
Die Feder sieht wirklich mitgenommen aus.


Wie “fühlt” (Fingerprobe) sich denn der Bandzug im Vergleich mit einem anderen Gerät an ?
Auf welchen Wert steht der (Netz-) Spannungswahlschalter?

Gruß Ulrich
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#7
Ich werde sobald ich Öl habe mal das Silkonöl erneuern.

Gerade eben habe ich mit etwa 4 anderen Federn aus meiner Werkzeugkiste versucht, das Schwingen in den Griff zu bekommen, leider keine Chance, ausser ich erhöhe die Spannung wirklich recht heftig.

Der Bandzug ist im vergleich zur Tandberg 9100 oder der Philips N4520 bedeutend höher. Wahlschalter steht auf 220V

Gruss
Richard
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#8
Sei Vorsichtig mit dem Silikonöl, das muss schon sehr Zähflüssig sein.
Wenn du die “Töpfchen” öffnest darf nichts auslaufen, das Öl bleibt praktisch in den Töpfchen hängen.
Grundig hat hier im Service später ein Silikonfett eingesetzt, um das fließen zu sehen muss man schon in größeren Zeiträumen beobachten.
Die eigentliche Dämpfung erfolgt durch Reibung zwischen zwei Kunststoffscheiben.

Der Bandzug ist im Vergleich mit der Philips ist auch nicht merklich höher.

Was macht das Gerät den bei Wiedergabe - Pause?
Hier sollten linker und rechter Bandzug eigentlich in Waage sein (in Bandmitte) wenn per Hand die Bremse gelöst wird.

Gruß Ulrich
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#9
Zitat:Gorchel postete
...die Umlenkungen sind ja anders wie bei einer RDL oder Braun TG1000 mit drehenden Rollen ausgestattet und daher sollte hier ja das Band keine grosse Rolle spielen, da ja keine Reibung zwischen Band und Umlenkung. ...
Hallo,

...das sehe ich ein wenig anders: auch wenn sich die Rolle drehen kann
würde ein klebendes Band im "Vorbeilaufen" durch Anhaftung und
anschliessendes "Losreissen" ein kleines Losbrechmoment erzeugen.
Dieser "Ruck" kann durchaus ein Zittern hervorrufen, wenn Zug und
Dämpfung verschleissbedingt nicht mehr optimal sind.

Die Feder bis zum "Stillstand" vorzuspannen würde ich übrigens auch
nicht machen - da hast Du recht. Deshalb nochmal mein Ratschlag:
nimm Dir die Rollenoberfläche einmal vor und tausche auch mal
das Band.
Um zu überprüfen, ob klebendes Band das Verhalten hervorruft
oder zumindest verstärkt, kannst Du vielleicht mal einen Klecks Vaseline auf
der Rolle verreiben um zu sehen, was sich tut. (Aber anschliessend d. Band, die Führungen und die Köpfe wieder gründl. reinigen - logisch, gell...)


Gute Nacht....

P.
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#10
Vielen Dank für den Tipp mit dem Silikonöl, ich werde mal gucken was ich auftreiben kann. Weisst du zufällig die Viskosität des Originalöles?

Ich habs nun mit einer ganz weichen Feder versucht, und eigentlich ist das Resultat etwas besser:
Leichte Schwingungen sind immer noch da, und leider zu hören, aber der Bandzug ist um Welten sanfter. Aber eben, es stört nach wie vor.

Wie meinst du das genau mir Wiedergabe-Pause? Also wenn das Gerät auf Wiedergabe läuft habe ich links und rechts ca. 2 mm zwischen Stabfeder und Endanschlag. Auf Pause geht der linke Hebel auf Anschlag (Feder gespannt) und rechts ist noch ein knapper mm bis zum oberen Anschlag. Wenn ich auf Pause die Bremse wegdrücke "dudelt" das Band natürlich los Wink

Gruss
Richard
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#11
Zitat:PeZett postete
...das sehe ich ein wenig anders: auch wenn sich die Rolle drehen kann
würde ein klebendes Band im "Vorbeilaufen" durch Anhaftung und
anschliessendes "Losreissen" ein kleines Losbrechmoment erzeugen.
P.
Da hst du natürlich recht Peter, ich werde Morgen noch mit ein paar anderen Bändern Versuche machen....

Gute Nacht
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#12
Zitat:Gorchel postete
Wie meinst du das genau mir Wiedergabe-Pause? Also wenn das Gerät auf Wiedergabe läuft habe ich links und rechts ca. 2 mm zwischen Stabfeder und Endanschlag.
Wenn die Einstellungen und die Federkräfte stimmen sollten hier beide Fühlhebel gleich stehen bleiben (leicht Differenzen sind natürlich normal).
Wenn in Bandmitte, im Pausebetrieb, die mechanische Bremse per Hand gelöst wird (Bremsmagnet)
sollte das Band praktisch stehen bleiben (in der Realität wird das Band durch Tolleranzen langsam! in eine Richtung bewegt).

Wie sieht das denn ohne Band in der Pausenstellung aus?
Beide Fühlhebel nach oben gedrückt, beide Motoren müssen stehen.
Wenn die Fühlhebel nach unten bewegt werden müssen beide Motoren in der jeweilig gleichen Stellung (bei gleichem Kraftaufwand) der Fühlhebel anfangen in Gegenrichtung zu drehen.

Gruß Ulrich
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#13
Wenn ich in Bandmitte die Pause aktiviere und dann die Bremse von Hand löse "düst" das Band los Richtung rechts. Nicht nur langsam sondern ziemlich schnell.
Ohne Band in Pause verhält sich die Maschine genau so wie du es oben beschreibst.

Gruss
Richard


EDIT: Habe nun die Originalfeder wieder eingesetzt und dann verhält sich die Maschine auch MIT Band so wie du schreibst, es bleibt stehen.....
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#14
Dann stimmt da irgendwas nicht.
Extra für dich eine TS1000 aufgeschraubt.
Bandmitte, in Pausenstellung und mit gelöster Bremse (man beachte die Wäscheklammer), das Band
Bleibt definitiv stehen.

[Bild: TS1000Pauseohnebremse.jpg]

Nachtrag: Dein Edit kam leider etwas zu spät, das bedeutet das die Federkräfte und auch die Elektronik korrekt arbeiten.

Gruß Ulrich
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#15
Ohje Ulrich, tut mir wirklich leid dass du nun extra deine Maschine geöffnet hast. Hatte echt vergessen, zuerst wieder die Originalfeder einzubauen....Vielen Dank für deine Mühen....

Hmm, also Elektronik und Federkräfte sind ok, aber warum dann dieses Schwingen, nun übrigens von Anfang bis Ende der Spule..... Sad

Aber ich denke, wir schlafen zuerst mal drüber....ev. erfolgt der Geistesblitz im Traum Wink

Gruss Richard
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#16
So, ich habe mal noch die beiden Optokoppler Links-Rechts ausgetauscht, hat aber am Zustand nichts geändert.....Weitere Tipps?


P.S. Andere Bandsorten ändern ebenfalls nichts am Schwingen...... Sad
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#17
Hallo,

werden die Bremsen richtig gelöst?

Band ab - Band läuft,

Rainer
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#18
Hallo Rainer

Jawohl, Bremsen lösen korrekt, die Lager der Motoren sind auch sehr leichtgängig, irgendwelches Spiel bei den Umlenkhebeln oder Motoren etc. ist nicht auszumachen.
Habe soeben mal als Test noch die beiden Umnlenkrollen Links-Rechts vertauscht, ändert ebenfalls nichts am Ist-Zustand.
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#19
EDIT: Doppelpost
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#20
Hallo Gorchel,

wirkt sich die Position des linken Bandzughebels bei Wiedergabe auf den linken Wickelmotor aus?

Wirkt sich die Position des rechten Bandzughelbels auf den rechten Wickelmotor bei Wiedergabe aus?

Bei ganz nach oben gedrückten Bandzughebeln muß der jeweilige Wickelteller nach einiger Zeit stehen bleiben.


Band ab - Band läuft,

Rainer
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#21
Zitat:rolie384 postete
Bei ganz nach oben gedrückten Bandzughebeln muß der jeweilige Wickelteller nach einiger Zeit stehen bleiben.
Rainer
Das funktioniert korrekt wie von dir beschrieben.
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#22
Hallo Gorchel,

wie stark ziehen denn die Motoren, wenn die Bandzughebel bei Play ganz nach unten gedrückt werden?

Vergleiche die Kraft mal mit der Kraft, die der ziehende Motor beim Umspulen entwickelt. Die Kraft des ziehenden Motors beim Umspulen muß stärker sein.

Der Hintergrund meiner Frage ist, ob die Umschaltung auf die niedrigere Betriebsspannung für den Wickelmotor bei Play erfolgt. Die Spannungsumschaltung für die Wickelmotoren erfolgt jeweils mit einem Relais.

Vielleicht bekommt der linke Wickelmotor ja immer die hohe Spannung zum Spulen.

Band ab - Band läuft,

Rainer
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#23
Das scheint auch ok zu sein. Bei Play ziehen sie bei -Hebel unten- natürlich auch recht kräftig, beim Umspulen aber dann noch mehr. Die Relais hört man ebenfall schalten.
Ich habe irgenwie den Verdacht, dass sich in der Steuerelektronik irgendwas aufschaukelt, könnte das sein?
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#24
Schade, ich fand die Idee mit den Relais gut.

Theoretisch ist es möglich das sich die Elektronik aufschaukelt, aber so viel kommt da eigentlich nicht in Frage. Eventuell mal C3 und C7 tauschen.

Nachtrag: Schalte doch mal auf 240 Volt um und schau ob sich irgendwo ändert.
Aber Vorsicht, je nach tatsächlicher Höhe der Netzspannung haben einige TS 1000 dann Schwierigkeiten die Bremse zu lösen.

Nachtrag 2: Kontaktprobleme in den Relais, der Relaiskontakte, kannst du auch ausschließen?

Gruß Ulrich
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#25
Vielen Dank für die Tipps, ich werde die Relais mal versuchen zu reinigen und auch mal C3/C7 ersetzen, dass kann sicher nicht schaden Wink

Mit 240V habe ich soeben auch getestet, verhält sich genau gleich wie mit 220V.

Gruss
Richard
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#26
Hallo Richard,

läuft der Motor denn gleichmäßig, wenn du den Bandzughebel in einer mittleren Position fixierst?

Die Regelung ist ja eigentlich träge, damit sich nichts aufschaukelt.

Auf der anderen Seite, 1-2 mm Bewegung je Umdrehung ist nicht viel und unter Umständen ok. Ist der Spulenkern denn ok, oder hat die Spule eventuell einen Schlag. Ebenso kann der Wickeldorn das Problem sein.

Bei 1-2 mm Bewegung pro Umdrehung dürfte man das aber nicht hören. Es sei denn, die Andruckrolle ist verhärtet, oder drückt nicht richtig an, oder der Bandzug ist zu hoch.

Band ab - Band läuft,

Rainer
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#27
Ob der Motor gleichmässig läuft kann ich nun nicht testen, das Netzteilplatine ausgebaut Wink Ich werd das aber noch prüfen.

Ich habe das Problem mit div. Spulen, daran sollte es also nicht liegen. Auf anderen Maschinen laufen die bestens, einen Schlag sollten sie nicht haben.
Du musst dir dieses Schwingen aber recht hochfrequent vorstellen, also pro sec vielleicht 10-20 mal, ist also eher ein vibrieren, und das hört man natürlich bei der Wiedergabe. Die Andruckrolle sieht gut aus und greift auch, der Bandzug ist sehr moderat, ähnlich wie bei einer anderen Maschine.

Wenn die linke Umlenkrolle vibriert kann man sie mit dem Finger wieder beruhigen, sobald man sie wieder los lässt gehts aber wieder los. Das Vibrieren verschwindet ebenfalls wenn man die Feder komplet entfernt oder den Zug stark erhöht.

Gruss
Richard
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#28
Hallo Richard,

dann hatte ich deinen Anfangstext falsch verstanden.

Schau auch mal danach, ob das Band gerade in die Umlenkrolle einläuft, oder ob es an einer Kante schrammt.

Klemmt das Band eventuell in der Umlenkrolle fest?


Ach ja, du hast die Maschine ja nicht gerade unter einer hellen Lampe stehen? Hatte ich mal mit einer Teac X-2000. Die verhielt sich genauso, wie Deine TS 1000. Lampe weggedreht und alles ok.

Band ab - Band läuft,

Rainer
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#29
Hallo Richard,

auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen (...auch ´ne Alterserscheinung...Wink)
aber probiere das bitte einmal mit der Vaseline aus.
Feder rein, Hebel zittern lassen und dann einen kleinen Klecks Vaseline auf
der Rolle verteilen um die Reibung zw. Band und Rolle zu minimieren
(...und Anhaftungen auch...).
Nur mal so zum Test...

Gruß

Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#30
Hallo Richard,

ich kenne das Gerät nun überhaupt nicht. Wenn du aber sagst, daß das es eher ein Vibrieren, alo ein schnelles Schwingen ist, dann würde ich hauptsächlich in Richtung Dämpfung suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die elektronische Regelung im Normalfall solche Schwingungen mitmachen soll.

Die mechanische Dämpfung scheint zu funktionieren, wie du oben sagst. Gibt es vielleicht in der Regelschaltung Bauteile die eine Art elektronische Dämpfung bewirken ?

Grüße Peter
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#31
Zitat:rolie384 postete
Schau auch mal danach, ob das Band gerade in die Umlenkrolle einläuft, oder ob es an einer Kante schrammt.
Klemmt das Band eventuell in der Umlenkrolle fest?
Ach ja, du hast die Maschine ja nicht gerade unter einer hellen Lampe stehen? Hatte ich mal mit einer Teac X-2000. Die verhielt sich genauso, wie Deine TS 1000. Lampe weggedreht und alles ok.
Der Bandpfad sieht eigentlich sehr gut aus, ob mit oder ohne Kopfträger. Es schleift und schrammt nirgends, das Band wirft keine Blasen und auch ohne Kopfträger nur mit Capstan-Andruckrolle läuft alles sauber gerade durch.
Eine Lampe habe ich oberhalb der Maschine auch nicht, die ev. In die Lichtschranken scheinen kann.

Zitat:PeZett postete
Feder rein, Hebel zittern lassen und dann einen kleinen Klecks Vaseline auf
der Rolle verteilen um die Reibung zw. Band und Rolle zu minimieren
(...und Anhaftungen auch...).
Peter
Den Versuch mache ich natürlich noch Peter, leider fehlt mir noch die Vaseline dazu Wink

Zitat:peter_l postete
ich kenne das Gerät nun überhaupt nicht. Wenn du aber sagst, daß das es eher ein Vibrieren, alo ein schnelles Schwingen ist, dann würde ich hauptsächlich in Richtung Dämpfung suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die elektronische Regelung im Normalfall solche Schwingungen mitmachen soll.
Die mechanische Dämpfung scheint zu funktionieren, wie du oben sagst. Gibt es vielleicht in der Regelschaltung Bauteile die eine Art elektronische Dämpfung bewirken ?
Grüße Peter
Das kann ich dir leider nicht sagen, aber Ulrich oder der andere Peter wüssten hier vielleicht Details?

Ich habe inzwischen wie vorgeschlagen C3 und C7 ersetzt, leider ohne Änderungen, die Maschine verhält sich immer noch wie vorher.

Gruss
Richard
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#32
Hast du schon mal die Betriebsspannungen gemessen, hier vor allem die “+B” (5 Volt)?

Gruß Ulrich
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#33
Ja habe ich gemacht, und sieht gut aus:

+c=30.8
+B=5.2
+D=5.2
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#34
Mir fällt nicht mehr viel ein.

Was für ein Band und welche Spulengröße benutzt du denn?
Der linke Motor läuft wirklich gleichmäßig?

Vielleicht noch mal ohne Band auf Wiedergabe schalten, den linken Fühlhebel hochheben bis der Motor steht. Danach den Hebel senken bis der Motor gerade eben anläuft, jetzt mit der Hand fühlen ob der Motor gleichmäßig und rund angetrieben wird.

Gruß Ulrich
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#35
Ja, ist wirklich ein nerviges Problem, vor allem weil so an Aufnahmen oder Wiedergabe wirklich nicht zu denken ist. Versucht habe ich bisher mit 13er, 18er und 22er-Spulen, wobei je kleiner je schlimmer, logischerweise, da weniger Masse.

Ich habe den Fühltest gemacht, und "leider" fühlt sich alles ganz normal an. Der Motor dreht weich und gleichmässig, auch wenn man Widerstand mit den Fingern gibt dreht er gleichmässig ohne zu ruckeln. Ich verstehs auch nicht...... Sad
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#36
Um ein bisschen Abwechslung in das Ganze zu bringen:

Die Aufnahme auf dem rechten Kanal klappt auch nicht:

Beide VUs lassen sich aussteuern
Bei Vorband, also Quelle, sind beide Kanäle da
Bei Aufnahme und Hinterbandkontrolle hört man rechts die Aufnahme nur ganz leise .

Ich bin sehr dankbar für Tipps, wo ich am besten suchen soll.

Gruss
Richard
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#37
Hurra......!!! :dance:

Teilerfolg: Beide Aufnahmekanäle funktionieren wieder. Übeltäter war C24 auf Platine H (Aufnahmeentzerrer). Das Teil hatte weder Kapazität noch Durchgang und sieht ziemlich verschmurzelt aus.

Gruss
Richard
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#38
Leider bin ich noch nicht weiter:

Gestern haben ich in meiner verzweiflung noch die beiden Spulenmotoren links-rechts ausgetauscht, wie bisher üblich, leider ohne Erfolg, zumindest sollten daher die Motoren in Ordnung sein.
Wäre es nicht möglich das auf der Steurplatine R die Transistoren welche die Motoren reglen einen Defekt haben? Also T1/T3/T5/T7? Das die irgenwie ins "Flattern" kommen und daher dieses Syndrom versursachen? Und wo könnte ich eingreifen, um als Test die Steuerung träger zu machen?

Viele Grüsse
Richard
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#39
So, man glaubt es kaum...aber......ich habe den Fehler gefunden.... :albern: :albern:

...und wie oft war es wieder was ganz unerwartetes:

Da ich grade noch 2 entsprechende Transis in meiner Bastelkiste hatte, tauschte ich T1 und T3 aus, natürlich mal wieder ohne Besserung. Ich habe mir dann die Rückseite der Platine noch mal genau angeguckt (warum macht man das nicht schon am Anfang..???) und was sehe ich da?


[Bild: loetstelle1.jpg]

Beim roten Pfeil war doch tatsächlich eine dicke-fette Lötverbindung und hat so R7 überbrückt. Ein Wunder hat das Ganze doch noch irgendwie funktioniert...? Die Umlenkrollen sind nun bockstill und alles ist wunderbar.......ok, fast alles. Die Lötstelle sah zwar nicht neu aus, aber ev. hat die jemand mit Absicht gelegt, denn nun hat die Maschine ein anderes Problem:

Beim Vorspulen kommt es vor (nicht immer), dass ganz am Schluss wenn die linke Spule nur noch wenige mm Band hat der Linke Motor auf volle Kraft Rückspulen schaltet. Das Band stoppt dann natürlich sehr schnell, beide (!) LEDs für Vor- und Rückspulen leuchten und beide Motoren brummen da jeder das Band in seine Richtung ziehen will. Dann hilft nur noch schnell auf Stop schalten.
Das ganze passiert wie gesagt nur so jedes 3. mal und immer dann wenn die linke Spule sehr schnell dreht, also einen kleinen Wickeldurchmesser hat. Ev. ist das schon bei anderen Maschinen aufgetreten? Ich habe übrigens wieder die originalen T1 und T3 eingelötet, dies hatte aber keinen Einfluss auf diesen Effekt.

Naja, ich freue mich nun am ruhigen Umlenkhebel und kann die Maschine endlich mal einstellen.

Mit dem Lötkolben winkt
Richard


EDIT: Bild vekleinert
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#40
Gratuliere.

Ich denke das der andere Fehler damit nicht zusammenhängt.
Eventuell sind es statische Aufladungen die die Steuerung durcheinander bringt, durch die
Sensortasten ist die TS1000 da recht empfindlich.
Gerde mit Bändern ohne Rückseitenbeschichtung auf Kunststoffspulen kann das auftreten.
Probiere mal mit diesen Bändern ohne Kopfträger auf der TS1000 umzuspulen, da kann man schon fast Angst bekommen.

Gruß Ulrich
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#41
Hallo Richard,

bei abgenommener Front kann man ja gut die Hauptplatine an den Stellen nachlöten, wo die Steckanschlüsse für die Einschubkarten sind.

Ich hatte mehrfach Geräte, die ohne Grund stoppten. Es war wirklich eine Eintreuung/Störunng, die als Stop Signal wirkte und sich auch mit dem Oskar nachweisen ließ.

Letztendlich stellte sich dann heraus, das die Masseverbindung zur Maschine nicht mehr so gut war. Eine zusätzliche Masseverbindung und alles war wieder ok. Nach dem Nachlöten der Anschlüsse, konnte diese Verbindung dann wieder gekappt werden, ohne dass der Fehler wieder auftrat.

Die Lötpunkte der Karten selbst sind in der Regel auch nicht viel besser, also auch nachlöten.

Viel Erfolg,

Rainer
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#42
@Ulrich

Danke für die Blumen, bin froh ist die "Zitterpartie" endlich vorbei Wink

Das mit der statischen Aufladung kann gut sein, die Sensortasten funktionieren auch nicht immer gleich empfindlich, da kann beim schnellen Spulen sicher schon irgendwo was einstreuen......

@Rainer

....und eben die Maschine in einen anderen Modus schalten. Komisch ist natürlich der "links-rechts-Modus-gleichzeitig" welcher ja sonst von der Logik nicht zugelassen wird...logisch... Wink
Abgschaltet hat sie sich tatsächlich auch schon zwei, drei mal. Dann half nur ausschalten und wieder einschalten. Danke für den Tipp mit dem Nachlöten, dass werde ich sicher noch machen. Man sieht ja auch auf obigem Bild unter der Nummer rechts vom Pfeil das mit Lötzinn anscheinend gespart wurde. So oder so, eine sehr interessante, inovative Maschine die Spass macht.....

Gruss
Richard
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#43
Hallo Richard,

Glückwunsch zur gefundenen Lötbrücke - da muß man erst mal draufkommen ...

Gestern abend hab ich mal das SM studiert, weil es mich interessiert hat wie diese Bandzugregelung funktioniert. Ich hätt' danach fast wetten mögen, daß es doch an der mechanischen Dämpfung (Silkonöltopf) liegt.
Mit einem modifizierten elektronischen Regler sieht das natürlich anders aus.

Wobei trotzdem interessant wäre zu verstehen, warum eine Überbrückung von R7 den Regler zu solchen doch relativ niedrig-frequenten Schwingungen veranlasst.

Grüße

Peter
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#44
Zitat:peter_l postete

Wobei trotzdem interessant wäre zu verstehen, warum eine Überbrückung von R7 den Regler zu solchen doch relativ niedrig-frequenten Schwingungen veranlasst.
Die Verstärkung der Regelschleife wurde dadurch größer und damit auch schneller. Der Arbeitspunkt ist nicht mehr stabil.

Gruß Ulrich
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#45
Das leuchtet ein.

Man könnte sich dann evtl. auch vorstellen, daß die Bandelastizität eine Rolle spielt wenn der Regler so kräftig reinhaut.

Zur Überprüfung dieser Hypothese könnte Richard ja versuchshalber die Lötbrücke nochmal einbauen, und testen ob sich die Vibrationsfrequenz bei dicken oder dünnen Bändern ändert.
War nicht ernstgemeint Richard :-)

Grüße

Peter
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#46
Bravo Richard - Beharrlichkeit zahlt sich aus!

Ich hätte so schnell nicht auf ein elektrisches Problem
getippt.

Gruß
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#47
Zitat:peter_l postete
Zur Überprüfung dieser Hypothese könnte Richard ja versuchshalber die Lötbrücke nochmal einbauen, und testen ob sich die Vibrationsfrequenz bei dicken oder dünnen Bändern ändert.
War nicht ernstgemeint Richard :-)
Kann ich gerne noch mal probieren Peter Wink

@anderer Peter
Dankeschön....Tja, es war ja wirklich ein Zufall, dass mir die Lötbrücke aufgefallen ist. Ich möchte sogar behaupten, dass diese Grundig wohl so vom Hersteller ausgeliefert wurde. Wenn die Vorbesitzer ev. nur mit grossen 26er Spulen gearbeitet haben, ist das vielleicht gar nie aufgefallen....

Gruss
Richard
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#48
Hallo Richard,

ist durchaus möglich. Ich habe bei einer TS 1000 nach einem Fehler gesucht, da die Kanäle nicht gleich laut waren. Bei Wiedergabe über Kopfhörer war dann aber immer wieder eine Ungleichheit festzustellen, auch wenn Bezugsbandwiedergabe gleichmäßig eingestellt wurde. Ich habe dann das Output Poti hinten überprüft, aber auch das war ok, aber dann, was war das:

Der eine Kanal ist am Poti mit einem anderen Widerstand bestückt, wie der andere. Und da sah auch nix nach Bastelei aus.

Die Farben der Widerstände durchaus ähnlich aber einen ziemlichen Unterschied im Wert.

Band ab - Band läuft,

Rainer
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