TEAC X1000R schaltet am Bandende nicht ab
#1
Hallo zusammen,

ich hab gerade diese TEAC Maschine zur Prüfung
auf meinem Tisch.
Kann mir jemand erklären wie die Endabschaltung
arbeitet? Über die Lichtschranken der Bandzugsregelung?
Die Maschine schaltet nämlich nicht ab.
Die Bandzugsregelung scheint wohl zu arbeiten.
(Schaltbild ist vorhanden)

Andreas
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#2
Hallo Andreas,

bei der X 1000 R wird die Position beider Bandzughebel überwacht. Wenn einer der beiden Hebel nach unten gleitet, schaltet die Maschine ab.

Ich weiß jetzt gerade nicht, ob bei der Maschine noch ein Kontakt dafür eingebaut ist, glaube aber eher nicht.

1. Schalte die Maschine mal ohne Band auf Play. Läuft die Maschine an?

2. Halte mal die beiden Bandzughebel ganz nach oben und drücke Start.
Beide Bandteller sollten nicht oder nur ganz schwach drehen.
Lasse einen Bandzughebel leicht nach unten, der Wickelteller der gleichen
Seite sollte sich in Bewegung setzten bzw. stärker drehen.

Der Abschaltkontakt zwischen der Bandberuhigungsrolle links und dem darüberliegenden Stift ist nur für die Reverse Schaltung zuständig.
Er schaltet die Maschine nur von der Vorwärts Richtung in die Reverse Richtung am Bandende. Hierfür muß das Band auf der Bandrückseite mit einem leitfähigen Schaltband ausgestattet sein. Die z.B. von BASF vorkonfektionierten Bänder hatten das Schaltband auf der falschen Seite.

Band ab - Band läuft,

Rainer
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#3
Mannoman,

Ich habe mich mal intensiv mit dem Problem auseinandergesetzt und
den Fehler gefunden.
Im Schaltbild fehlt ein Widerstand im Netzteil. Dieser Widerstand liegt
vor dem Eingang des 15Volt Stabilisators. Der Widerstand war aber auch
nicht ganz defekt. Das wäre ja auch zu einfach.
:-(
Nein, er hatte in etwa den 10fachen Wert. Dadurch erhielt der 15Volt Regler
nur noch ca. 14Volt im Eingang. Am Ausgang waren etwas mehr als 10 Volt.
Die Endabschaltung über die D218,D219 (9Volt Zenerdioden) konnte somit nicht
arbeiten und der Schmitt-Trigger (1/6 von U103 PIN1) konnte nicht gesetzt
werden. Ich habe Screenshots vom Layout und vom Schaltplan gemacht.
Wer Interesse hat kann sich gerne melden bei mir melden.

Andreas
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#4
Hallo Andreas,

das ist ja eine gute Nachricht. Im Netzteil hätte ich auch nicht gleich als erstes gesucht. Hochohmige Widerstände hatte ich auch schon öfter mal.

Schade dass die Fehlersuche so häufig durch Fehler in Schaltplänen erschwert wird. Ich habe bisher noch keinen völlig fehlerfreien Schaltplan gesehen.

Den Widerstand würde ich schon ganz gerne in meinen Schaltplänen der Maschine ergänzen, fals er dort tatsächlich fehlt.

Ich habe ja einmal den Original Schaltplan aus der BDA, auf der anderen Seite aber auch das Service Manual direkt von Teac. Durchaus möglich, dass der einmal vorhanden ist und ein anderes mal fehlt.

Band ab - Band läuft,

Rainer
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#5
Hi rolie384

Ich habe sowohl den Schaltplan als Kopie sowie, aus anderer Quelle,
den Schaltplan und das Servicemanual als PDF.
In allen drei ist der Widerstand nicht vorhanden. Da ist wohl in
der laufenden Produktion gegen die eingezeichnete Brücke der
Widerstand einsetzt worden.
Grund:
a.
Als Vorwiderstand damit der 15V Stabi nicht mit knapp 40 Volt
versorgt wird und
b.
gleichzeitig als Sicherheitelement wenn der Stabi mal
einen Kurzschluß hat.

Andreas
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