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"Kampfruderer" hat sich neulich hier angemeldet. Da er noch nicht freigeschaltet worden ist, hat er mich gebeten folgenden Post hier einzustellen. ### niels ###
"Ich nutze seit 1989 ein UHER 4000 Report IC (Bj. ca. Mitte 70er Jahre). Es hat sehr viele Betriebsstunden und ich hatte letztens die Gelegenheit, ein absolut neues Nachfolgegerät zu bekommen (4000 Report Monitor, Bj. 1996).
Zwischen beiden Geräten scheint es eine Abweichung zu geben:
Allen Aufnahmen des alten Geräts fehlen auf dem neuen Gerät die Hochton-Details.
Aufnahmen des neuen hören sich auf dem alten aber vernünftig an.
Damit ist erstmal meine Absicht gescheitert, das alte Gerät einfach durch ein neues zu ersetzen und wieder 20 Jahre Spaß daran zu haben. Es wäre ja auch zu einfach gewesen.
Das bringt mich zu der Annahme, daß man evtl. nach einer anderen Norm die Aufnahme / Wiedergabe entzerrt (?) weil an beiden Geräten am Tonkopf nie etwas mechanisch verstellt wurde - ist alles noch original verlackt.
Kann sowas sein?
Ich möchte nicht am Neugerät am Tonkopf rumstellen - die Qualität (Vergleich vor Band - hinter Band) ist sowas von unglaublich gut, das kann ich nur schlechter machen.
Gruß
Christian"
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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Das IC hat nur einen Kombikopf und das Monitor einen eigenen Aufsprechkopf. Damit wird das Band besser durchmagnetisiert. Kann es nicht sein, dass das IC mit falscher Spaltlage aufzeichnet und das Monitor darauf empfindlicher reagiert, weil das Band eben nur mit einem Kombikopf aufgenommen wurde?
Gruß,
Michael/SH
Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
Ich würde auch von Fehljustage ausgehen.
Erstmal müsste man wissen welches Gerät falsch eingestellt war. Wenn es das alte war, dann kann er nur das neue komplett neu nach den alten Bändern justieren. Dann werden alle Neuaufnahmen natürlich auch falsch.
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...das mit der Fehljustage sehe ich genauso...
Geht man beim neuen Monitor von unverbrauchten, korrekt eingestellten
Köpfen aus (was ja bei "absolut neu" der Fall sein sollte...) dann kann
eigentlich nur das alte IC falsch eingestellt sein (Kopfspalt) oder (bzw.
und) auf eine andere Bandtype eingestellt sein (...vielleicht ist
der BIAS am alten Gerät komplett verkurbelt - wer weis?)
Die Report-Monitor würde ich an des "Ruderer´s " Stelle ersteinmal unangetastet lassen. (!!!)
Ich würde zu Folgendem raten:
a) Auf dem Band, das auf der neuen Moni. gute Ergebnisse liefert auch
einmal eine Testaufnahme mit der alten IC machen... ...und dann auf der
alten IC wiedergeben - hört sie sich dann auch noch akzeptabel an?
b) Die alten Aufnahmen auf der IC (oder irgendeiner anderen Maschine - not-
falls einem Leihgerät) überspielen auf die neue Monitor.
Gruss
Peter
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Antwort von kampfruderer
Hallo Michael,
da ich offenbar im Forum immer noch nicht schreiben kann:
Deine Antwort erscheint mir plausibel, auch wenn - wie gesagt - an beiden geräten nie gedreht wurde.
Der reine Hörkopf hat einen feineren Spalt und ist damit u.U. wohl "pingeliger" ...
Ich hab gelsen, du hast eine 4400 Report Monitor - ich könnte als Vergleich mal ein paar Testtöne mit beiden Geräten aufnehmen. vorausgesetzt, du hast auch so viel Meßtechnik wie ich ....
Ich kann objektiv messen, daß bei Aufnahmen (9,5cm/s, gleiches Band) eine Aufnahme der "Moni" bei Wiedergabe auf der "IC" noch locker über 10kHz geht, während diese selber (Eigenaufnahme) da leider nicht mehr so richtig hinkommt.
Andersrum "kackt" eine Aufnahme der "IC" auf der "Moni" schon bei 5kHz mit -5..6dB (die Hälfte von der Spanung bei 1kHz!) ab! Viel früher als auf der "IC" selber.
Das ist das, was mich wundert ....
Vielleicht kannst du das für mich ins Forum stellen?
Viele Grüße
Christian
Gruß,
Michael/SH
Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
Ich habe mit Dreikopf Cassettengeräten die Erfahrung gemacht das sie eher gutmütiger bei Fehljustage sind. Allerdings sind das oft Doppeltonwellenlaufwerke, die ja generell besseren Band / Kopfkontakt haben. (bzw. haben sollen wenn die Gummiteile in Ordnung sind.) Die Unterschiedlichen Frequenzgänge sind natürlich schon seltsam. Bedenke, auch ein absolut neues Report Monitor ist schon etwa 10 Jahre alt. Ausserdem, wenn der Bandzug deutlich zu niedrig ist gehen die Höhen auch weg.
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Sein kann immer eine ganze Menge, insbesondere dann, wenn jemand, der seine Hilflosigkeit bekennt, einen Zustand verbalisieren soll/will, den er selbst in seinen Ursachen nicht durchschaut. Dafür ist dann die Audiotechnik doch zu kompliziert. Also legen wir Grund:
Nach Lage der Dinge dürfte hier an der Spaltsenkrechtstellung des Report IC etwas sein, weil ja das Report IC, ich sage mal, "rein akustisch kontrolliert so leidlich", das Report Monitor allein aber offenbar deutlich -weil hörbar- besser arbeitet. Nur gemeinsam zieht man nicht an einem Strang.
Es gab zwar zur Zeit der Revox-G36 eine Entzerrungsnormneuausrichtung, die zwangsläufig 'Verlierer und Gewinner generierte'. Dies beträfe aber sicher nur sehr frühe Reports (mit den Plastiktasten), nicht aber das IC. Außerdem scheiden solche Minimalmodifikationen nicht das Fegefeuer vom klanglichen Paradies. Klagen zum Frequenzgang derjenigen G36, die sichtlich nie im Service waren (da wurden bei Revox nämlich solche historischen Kantenbegradigungen "stillschweigend" vorgenommen), sind nur bekannt geworden, wenn die etwas merkwürdigen Erstköpfe herunter waren. Auf der Ebene dieses Normwechsels hört man die Entzerrungsvarianten 'an sich' nämlich nur im AB-Vergleich...
Man tut also gut daran, erst einmal ein Bezugsband auf beide Reporterinnen aus München und Hösbach zu legen, wobei das Monitor alle Karten auf seiner Seite und das IC den Schwarzen Peter haben dürfte. Bitte aber keine Experimente vom Typ "probieren wir's 'mal, passieren kann ja nichts", sondern ordentliche Versuche mit einem ordentlichen Bezugsband, das man bei 19 oder 9,5 zunächst mit dem 1-kHz-, dann dem 10-kHz-Abschnitt wiedergibt und nach Diskussion der Beobachtungen zum Frequenzgangverlauf mit anderen durch vorsichtiges Drehen an der richtigen Schraube auf via Millivoltmeter kontrolliertes Pegelmaximum bringt, da beide Geräte offensichtlich monofon sind.
Zu bedenken bleibt angesichts eines potenziell großen, auf dem IC angefertigten Archives, dass dies bei einem Mangel am IC-Gerät vielleicht erst zu überspielen wäre, da die Spaltstellung des IC nach Korrektur nicht mehr mit der der Aufnahmen übereinstimmt.
Was diesbezüglich aber völlig außer Betracht zu bleiben hat, wäre jene 'Lösung', mit der beide Geräte gleichermaßen mit Spaltschiefstellung betrieben werden.
Also: Zunächst einmal nachsehen, ob das Report Monitor auch mit Bezugsbandsignalen tatsächlich sehr gut seinen Dienst tut. Daraufhin geht man mit derselben Prüfung an das IC, das dann einen deutlichen Höhenabfall andienen sollte. Wenn diese Gewissheiten vorliegen, diskutiert man das weitere Procedere. Notfalls kann man auch eine 10-kHz-Aufzeichnung (-14 VU, 19 cm/s) an ein Forenmitglied verschicken. Man sieht dann schon, wo es weihnachtet.
Hans-Joachim
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Hallo Hans-Joachim,
zur Not könnte man auch den Wiedergabekopf des Report jedesmal nachstellen, jenachdem, ob man neue Aufnahmen des Report abspielt, oder alte Aufnahmen des IC. Der Aufsprechkopf des Monitor bleibt dann als Referenz wie er war (wenn er ab Werk schon korrekt justiert war). Die richtige Imbus-Schraube ist gut erreichbar. Wenn der Kopflage-Unterschied nicht gewaltig ist, sollte der kommende Kopfabschliff des Monitor dabei kein Problem werden. Man kann nur keine neunen Reportaufnahmen auf dem IC abspielen, was aber auch nicht unbedingt sinnvoll ist.
Gruß,
Michael/SH
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Hallo Michael (mash)!
Erlaube mir bitte, dass ich Deinen Vorschlag als wenig praktikabel - ja
eher noch wenig empfehlenswert einstufe. Aber Du schreibst ja auch:
"zur Not", insofern ist Entwarnung angesagt.
Natürlich kann man das "zur Not gelegentlich" mal machen aber das
sollte es schon sein. Zu häufiges Kurbeln an den Justiermöglichkeiten
macht diese (mechanisch) nicht unbedingt besser, darüber sind wir
uns sicher einig.
Darüberhinaus ist ja das "Zurück-Kurbeln" in die korrekte Einstellung
mit einem gewissen (Mess-) Aufwand verbunden, den ich dem "Ruderer"
zumindest als häufiges Prozedere nicht empfehle. Schliesslich will der
Gute ja "nur mal eben" ein altes Band hören.
Ich bleibe dabei: wenn Christian der Sache in der "IC" nicht auf den
Grund gehen will (vielleicht weil im die von Hans-Joachim beschriebenen
Möglichkeiten und Kenntnisse fehlen), kann er eigentl. nur sein
Archiv mit einer korrekt eingestellten Maschine überspielen.
An der "Schieflage" der alten Bänder (...die mit der IC aufgenommen
wurden...) kann er ohnehin nichts mehr ändern. Gleich was Recherchen
am Gerät ergeben mögen, das "Kind ist schon im Brunnen"!
(EDIT: ...zur Vertiefung des Verständnisses darüber, "was alles so
in einem Bandgerät abgeht" ist eine weitere Untersuchung der alten
IC natürlich anzuraten - aber das muss Christian dann selbst einschätzen,
welchen Aufwand er mit dem alten Schätzchen treiben kann und will.
Aus seiner Eingangsfrage und seinem Statement "...wieder 20 Jahre
Spaß daran haben..." leite ich allerdings ab, dass er das nicht unbedingt möchte.)
Viele Grüsse
Peter
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Zitat:PeZett postete
Hallo Michael (mash)!
Erlaube mir bitte, dass ich Deinen Vorschlag als wenig praktikabel - ja
eher noch wenig empfehlenswert einstufe. Aber Du schreibst ja auch:
"zur Not", insofern ist Entwarnung angesagt.
Natürlich kann man das "zur Not gelegentlich" mal machen aber das
sollte es schon sein. Zu häufiges Kurbeln an den Justiermöglichkeiten
macht diese (mechanisch) nicht unbedingt besser, darüber sind wir
uns sicher einig.
Darüberhinaus ist ja das "Zurück-Kurbeln" in die korrekte Einstellung
mit einem gewissen (Mess-) Aufwand verbunden, den ich dem "Ruderer"
zumindest als häufiges Prozedere nicht empfehle. Schliesslich will der
Gute ja "nur mal eben" ein altes Band hören.
...
Viele Grüsse
Peter
Die Mechanik ist beim Monitor aber recht robust. Wenn die Ansprüche an der Wiedergabequalität nicht zu hoch sind, kann man die Spaltlage auch nach Gehör einstellen. Man muss nur aufpassen, dass man auch immer die richtige Schraube erwischt. Ich finde das gar nicht sooo abwegig.
Übrigens hat das Royal de Luxe extra eine Öffnung am Wiedergabekopf, um die Spaltlage nachzustellen.
Gruß,
Michael/SH
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Hallo Michael,
...wenn die Ansprüche nicht hoch sind, kann sich der gute
Christian vielleicht einfach nur seine alten Bänder auf der
"schiefen " IC anhören, sich am Nostalgie-Erlebnis freuen und
es damit bewenden lassen.
Klar gibt es Öffnungen am WK (...gibt es bei vielen Maschinen
und die sollen es dem Service-Treibenden erleichtern, den Kopf einzu-
stellen...) aber ob man "als Unbedarfter" da so nach Lust und
Laune dran drehen soll, ist ja eine andere Nummer. Das Vorhandensein
solcher Öffnungen muss man m.E. auch richtig bewerten. Ein mobiler
Einsatz eines Gerätes erfordert ja häufig eine schnelle Justage, nach dem
Motto: "Hauptsache, es klappt so leidlich... ...wir müssen das jetzt mal
schnell so machen, weil...". Bei stationärem Gebrauch ist (meiner
Ansicht nach) die Sinnhaftigkeit solcher Zugangsmöglichkeiten
eingeschränkt. Da dann lieber "einmal richtig einstellen und Siegellack
drüber - fertig!
Ich möchte hier auch gar nicht in eine endlose Diskussion darüber verfallen,
was abwegig oder praktikabel ist - mir widerstrebt es einfach nur, an einer
neuen Maschine "rumzukurbeln" nur um alte (zweifelhafte weil "falsch"
aufgenommene) Bänder abzuhören.
Ich täte es jedenfalls nicht.
Viele Grüsse
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Zitat:PeZett postete
...
Da dann lieber "einmal richtig einstellen und Siegellack
drüber - fertig!
...
Viele Grüsse
Dann wäre das Design beim Monitor im Eimer.
Die Schrauben liegen beim Monitor nämlich offen vor.
Die Schraube am Wiedergabekopf des RdL ist nicht nur für den Service gedacht. Sie liegt auch komplett offen da. Ich glaube da wurde sogar ein passender Schraubendreher von Uher beigelegt.
Gruß,
Michael/SH
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Zitat:mash postete
Dann wäre das Design beim Monitor im Eimer.
Die Schrauben liegen beim Monitor nämlich offen vor.
Die Schraube am Wiedergabekopf des RdL ist nicht nur für den Service gedacht. Sie liegt auch komplett offen da. ...
Ja, lieber Michael, das ist unbestritten - ich schrieb ja auch: "stationärer
Einsatz". Damit beziehe ich mich nicht unbedingt auf eine Report, deren
Einsatzzweck nun mal vornehmlich in der Mobilität liegt (lag), sondern
auf (stationäre) Geräte, die offen zugängliche Schrauben haben
(viele Akais, die Pio RT707 und 909 usw. ... um nur einige zu nennen).
Gruss
Peter
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Hallo,
ich mache jetzt mal einen ganz rigorosen Vorschlag, um die Sache hier etwas zu beschleunigen und Christian zu einer praktikablen Lösung zu bringen. Man kann natürlich seitenlange wissenschaftliche Abhandlungen über das Einwippen von Tonköpfen schreiben und mit einem umfangreichen Messgerätepark ans Werk gehen, aber damit ist doch in diesem Fall niemandem gedient! Ich bin in diesen Dingen schon immer Praktiker gewesen und neige da nicht so sehr zu übertrieben pingeligen Lösungen, nehmt's mir nicht übel...
Christian schrieb doch am Anfang: "Damit ist erstmal meine Absicht gescheitert, das alte Gerät einfach durch ein neues zu ersetzen und wieder 20 Jahre Spaß daran zu haben. Es wäre ja auch zu einfach gewesen."
Daraus entnehme ich, dass er die alte Report durch die Moni ersetzen will und nicht vorhat, beide nebeneinander zu betreiben oder Bänder mit anderen Tonbandfreunden zu tauschen. Da er ja durchaus technische Kenntnisse hat (er hat sofort erkannt, dass die Azimuthschraube gut zugänglich ist) sehe ich kein Problem darin, die Moni auf die Spaltlage der alten "IC" einzustellen. Sehr groß kann die Differenz ja eigentlich nicht sein.
Christian, nimm doch mit der IC ein Rauschsignal vom UKW-Tuner (zwischen zwei Sender abgestimmt und Muting aus) auf, in Stereo mit 1/3 Aussteuerung, mit 9,5 cm/s und etwa 3-4 Minuten lang. Wenn du einen NF-Generator hast, nimmst du statt dessen ein Sinussignal mit 8-9 kHz auf.
Dann legst du dieses Band auf die Moni, schaltest auf Wiedergabe und den angeschlossenen Verstärker auf MONO (wenn der keine Möglichkeit dazu hat, nimmst du den eingebauten Lautsprecher der Moni und schaltest diese auf "Stereo", dann werden beide Kanäle über den Einbaulautsprecher wiedergegeben.
Wiedergabekopf penibel auf hellstes Rauschen einstellen (dazu braucht man einen Inbusschlüssel 1,5mm). Nun mit der Moni dasselbe Rauschsignal vom Tuner aufzeichnen - am besten wieder mit 9,5 und -15 dB, da ist das Maximum schärfer -und mit eingeschalteter Hinterbandkontrolle (Schalter zwischen den Intrumenten auf T) den Aufnahmekopf langsam (Verzögerung durch Laufzeit beachten!) ebenfalls auf hellstes Rauschen einstellen. Das geht bei Monoverschaltung der Wiedergabekanäle problemlos und sehr genau! Schon ein Verstellen der Schraube um 1/8 Umdrehung ist sehr deutlich hörbar.
Solltest du deine Bänder mit anderen austauschen wollen, dann weiß ich allerdings auch keine vernünftige Lösung...
Gruß Holgi
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@Holgi,
entschuldige aber wo sind hier bisher "wissenschaftliche Abhandlungen
über das Einwippen von Tonköpfen" oder "pingelige Lösungen" zum
Besten gegeben worden??? (Kann ich nicht erkennen, sorry...)
Letztendlich sprichst Du aber eine Option f. Christian an, die eigentl.
auch schon erwähnt worden ist, nämlich die der "Korrektur" der neuen
Maschine auf die alten Bänder (bzw. die alte Maschine). Und da braucht man
dann nun wirklich keinen Glaubenskrieg drum anzuzetteln. Es bleiben
Christian in der Tat zwei Möglichkeiten:
a) die neue Moni auf die alte IC (und die Bänder) einzustellen, bzw.
zu verstellen (z.B. so, wie Du vorgeschlagen hast)... ...und damit "stand alone" weiter zu leben...
oder
b) die neue Moni zu lassen wie sie ist, ein "neues Tonbandleben mit
einer neuen Maschine " anzufangen (...und die Arbeit der Archiv-Über-
spielung auf sich zu nehmen, so es denn lohnenswert erscheint...)
(Meine Empfehlung ist b)... ...warum? Weil Christian mit dem Erwerb
der Monitor gezeigt hat, dass es ihm auf ein neues Tonbandgerät
ankommt. Ein Pragmatiker, der den alten Bandinhalt hören will,
überspielt den ganzen Kram auf Festplatte/CD/MD und gut ist´s!)
Sobald Christian hier des Postens in der Lage ist (wg. Freischaltung...)
wird er uns vielleicht (hoffentlich) seine Wahl kundtun... ...und
wir dürfen dann vielleicht ein neues Mitglied im Forum begrüssen.
Viele Grüsse an alle
Peter
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Hallo an Peter, Niels und alle, die mir schon so viele Antworten geschreiben haben!
Ihr geht also davon aus, daß es an der mechanischen Justage liegt.
Um dies kontrollieren, könnte ich mir doch auf beiden Geräte einen 10kHz-Ton aufnehmen, und dann auf der IC mal versuchen, ob durch die Senkrechtstellung noch mehr rauszuholen ist, wenn ich ein Band der "Monitor" abspiele. Ich kann die "IC" dann problemlos wieder auf Originaleinstellung bringen, da ich ja auch mit ihr so ein Band vorher aufnehme.
Nur rein "wissenschaftlich, um zu sehn, ob es nun Mechanik oder Elektronik ist.
(Meine Empfehlung ist b)... ...warum? Weil Christian mit dem Erwerb
der Monitor gezeigt hat, dass es ihm auf ein neues Tonbandgerät
ankommt. Ein Pragmatiker, der den alten Bandinhalt hören will,
überspielt den ganzen Kram auf Festplatte/CD/MD und gut ist´s!)
Sobald Christian hier des Postens in der Lage ist (wg. Freischaltung...)
wird er uns vielleicht (hoffentlich) seine Wahl kundtun... ...und
wir dürfen dann vielleicht ein neues Mitglied im Forum begrüssen.
Peter hat Recht - er hat genau verstanden, worum es mir geht. Die "Moni" soll auch wieder außer Haus das eine oder andere Konzert (Klassik) aufnehmen usw.
DA bleibt nur die Wahl, alte Bänder auf altem Gerät, neue Bänder auf neuem Gerät, fürchte ich. Da muß ich (mal wieder) meine Musikanlage umbauen
Vielen Dank für eure Hilfe bis hierher und die freundliche Aufnahme!
Christian
PS: Zum technischen Hintergrund: Mir stehen "alle Meßgeräte der Welt" zur Verfügung, ich bin gelernter Funkelektroniker und habe schon viele Tonband- und Kassettengeräte repariert bzw. letztere sogar mit Koptausch und neu einmessen wieder "erneuert". Das RFT SK3000 in meiner Musikanlage ist so ein Beispiel
Peter[/quote]
Hallo Leute,
nach ausführlichem Mailverkehr mit Hans-Joachim, durch den ich viel gelernt habe, möchte ich mal den Zwischenstand meiner Untersuchungen abgeben:
a) Die Ansteuerung der elektronischen Umschaltung der Entzerrernetzwerke im "Monitor" funktioniert
b) Die Senkrechtstellung der Köpfe beider Geräte ist gleich
-> 10kHz auf der "IC" aufgenommen (19cm/s), wiedergegeben auf der "Monitor" und mit der richtigen Schraube das Maximum gesucht. es ließ nur ca. 1 dB rausholen. Anschließend sofort mit einer Eigenaufnahme der "Monitor" bei 19cm/s und 15kHz den W-Kopf wieder auf den A-Kopf eingestellt (Bruchteile einer Vierteldrehung)
Dabei kamen auch wieder die -10dB raus, die bei der Aufnahme eingespeist habe.
Also ist es mir weiter rätselhaft, warum die beiden "nicht miteinander können".
Gruß
Christian
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Hallo Christian,
ich wusste gar nicht, dass die Freischaltung für dieses Forum so lange dauert. Vielleicht ist der BND durch die Vorratsdatenspeicherung mit der Ausstellung von Unbedenklichkeitsbescheinigungen in Rückstand geraten.  Willkommen an Bord.
Gut wäre es natürlich, der Sache messtechnisch zu Leibe zu rücken, d. h. das objektive Empfinden mit subjektiven Messergebnissen zu prüfen. Aber die Messgeräte hast Du kaum verfügbar.
Mehr als die Kollegen es schon taten, kann ich leider auch nicht beisteuern. Doch etwas, aber das dürfte mehr Nostalgie als praktisch hilfreich sein, die Kopfjustageanweisung des 4000 IC (Monitor habe ich nicht):
Viel Erfolg und Gruß,
Anselm
Edit: img statt url.
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Hallo Christian,
wenn ich Dich recht interpretiere, hast Du Dich bislang ausschliesslich
auf die Kopfjustage konzentriert.
In einem älteren posting sprach ich d. Bias an (speziell die Einstellg. an der
IC) - wie steht es damit?
Gruss
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Hallo Peter,
die korrekte Kopfjustage wurde - nicht von mir (Gründe im Zitat unten) - angezweifelt.
Um das aber wirklich ausschließen zu können (eine Unbekannte weniger!), habe ich die Einstellung überprüft.
Die andere Möglichkeit war, daß evtl. die Entzerrer der "Monitor" nicht bandgeschwindigkeitsabhängig umgeschaltet würden - auch das ist in Ordnung.
So starke Abweichungen:
"Ich kann objektiv messen, daß bei Aufnahmen (9,5cm/s, gleiches Band) eine Aufnahme der "Moni" bei Wiedergabe auf der "IC" noch locker über 10kHz geht, während diese selber (Eigenaufnahme) da leider nicht mehr so richtig hinkommt.
Andersrum "kackt" eine Aufnahme der "IC" auf der "Moni" schon bei 5kHz mit -5..6dB (die Hälfte von der Spanung bei 1kHz!) ab! Viel früher als auf der "IC" selber."
kann ich nicht mit der Vormagnetisierung in Verbindung bringen.
Hans-Joachim äußerte die Vermutung, daß mein Gerät "4000Report Monitor AV" eine Rundfunk- / Film- / ?- Spezialausführung mit möglicherweise abweichenden Verstärkerkennlinien sein könnte.
Sinn machen würde das, denn die (DIN und NAB) Normen beziehen sich auf uraltes Bandmaterial und man kann ja seit den 70er Jahren viel besseres machen - man muß es nur auch ausreizen.
Allerdings ist zumindest für den Bezugspegel in der Serviceanleitung von einem DIN-Bezugsband "19H" die Rede.
Gruß
Christian
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Zitat:kampfruderer postete
...
Hans-Joachim äußerte die Vermutung, daß mein Gerät "4000Report Monitor AV" eine Rundfunk- / Film- / ?- Spezialausführung mit möglicherweise abweichenden Verstärkerkennlinien sein könnte.
...
....schon gut möglich. Kann man dem Typenschild / Seriennr.
entsprechende verborgene Hinweise entnehmen? (Ich meine
gelesen zu haben, dass gerade bei Uher dieses der Fall sein
soll)
Zitat:Allerdings ist zumindest für den Bezugspegel in der Serviceanleitung von einem DIN-Bezugsband "19H" die Rede.
Wenn zweifelsfrei feststeht, dass das SM wirklich zur Maschine
"gehört" (d.h. das original ab Werk beigepackte SM ist), dann
wäre das in der Tat merkwürdig.
Gruss
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