Netzteilproblem bei Report Monitor 4400
#1
Hallo,

vielleicht kann mir jemand dabei helfen.

Wenn das Gerät ohne Netzteil, mit 5 Monozellen arbeitet, funktioniert alles tadellos. Wird das Netzteil angesteckt, ist die Spannungsversorgung so weich, dass die Beleuchtung der VU-Meter erheblich dunkler wird, wenn ich z.B. umspule. Die Spannung bricht aber nicht im Netzteil zusammen, sondern in der internen Spannungsregelung, am T3/BC369 (siehe Schaltung). Ich vemute einen Fehler im CA3096AE. Oder ist das etwa normal, dass der Ausgang so 'wabbelig' ist?

[Bild: spannungsregelung.jpg]

Mit der Schaltung habe ich sowieso ein paar Verständnisprobleme. Scheinbar soll T3 sperren, wenn keine ext. Spannungsversorgung angeschlossen ist. Eine Stabilisierung kann das eigentlich nicht sein.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
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#2
Ich kenne das Uher Report nicht, daher meine Frage an welchen Punkten wird den die externe Spannungsversorung eingespeist?


Die Schaltung mit dem T6 ist auch etwas mysteriös, ist es sicher das er bei externer Versorgung sperrt, da sonst die Last heftig werden kann.

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#3
Zitat:Gyrator postete
Ich kenne das Uher Report nicht, daher meine Frage an welchen Punkten wird den die externe Spannungsversorung eingespeist?


Die Schaltung mit dem T6 ist auch etwas mysteriös, ist es sicher das er bei externer Versorgung sperrt, da sonst die Last heftig werden kann.

Thomas
Die externe Spannung wird an 3A eingespeist.

T6 ist ein Überspannungsschutz.
Gruß,
Michael/SH

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#4
Ist denn die Spannung Deines externen Netzteils auch nicht zu hoch, so dass die Überspannungschutzschaltung deaktiv bleibt?

Die anderen an der Last beteiligten Transistoren könne kein Problem darstellen, das die evt. resultierenden Fehlerströme (defekter Transistor) durch die Beschaltung mit ihren Widerständen recht hochohmig ist und sich im mA - Bereich und kleiner bewegt.

Thomas

PS: Wie sieht es ggf. mit Übergangswiderständen an der Buchse aus?
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#5
Hallo Thomas,
Zitat:Gyrator postete
Ist denn die Spannung Deines externen Netzteils auch nicht zu hoch, so dass die Überspannungschutzschaltung deaktiv bleibt?
Das Originalnetzteil liefert keine Überspannung, das ist ok.
Zitat:Die anderen an der Last beteiligten Transistoren könne kein Problem darstellen, das die evt. resultierenden Fehlerströme (defekter Transistor) durch die Beschaltung mit ihren Widerständen recht hochohmig ist und sich im mA - Bereich und kleiner bewegt.

Thomas

PS: Wie sieht es ggf. mit Übergangswiderständen an der Buchse aus?
Der Spannungsabfall entsteht unter Last hauptsächlich über T3. Übergangswiderstände machen keine Probleme.

Mich würde interessieren, ob bei den Monitor-Geräten und eingeschalteter VU-Meterbeleuchtung die Helligkeit rapide abnimmt, wenn umgespult wird. Drehen die Spulen erst, wird die Beleuchtung zwar wieder etwas heller, aber immer noch erheblich dunkler, als bei Stop. Die normale Wiedergabe ist ok.

Wäre nett, wenn das ein Uher Report Monitor-Besitzer mal testen könnte.
Gruß,
Michael/SH

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#6
Bei meiner RM 4400 ist es ähnlich. Bei Wiedergabe mit hoher Laustärke flackert die Beleuchtung im Rhythmus der Modulation. Der Zeiger am rechten VU steht etwa in der Mitte des grünen Feldes, wenn ich die Batteriekontrolltaste drücke. Das Netzteil ist über ein Kabel extern an die entsprechende Buchse angeschlossen.
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#7
Zitat:snzgl postete
Bei meiner RM 4400 ist es ähnlich. Bei Wiedergabe mit hoher Laustärke flackert die Beleuchtung im Rhythmus der Modulation. Der Zeiger am rechten VU steht etwa in der Mitte des grünen Feldes, wenn ich die Batteriekontrolltaste drücke. Das Netzteil ist über ein Kabel extern an die entsprechende Buchse angeschlossen.
Hallo snzgl,

danke für den Test.

Dann scheint dieser 'schwammige' Netzteilausgang wohl so zu gehören, schade. Vielleicht geht da bei meinem Report das Umspulen zu schwergängig. Ich werde das mal untersuchen.
Gruß,
Michael/SH

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#8
Ich habe es mal bei meinem getestet und das ist noch wilder. Wenn ich auf schnellen Vorlauf (oder Rücklauf) gehe, fällt die Helligkeit für etwa 1 Sekunde stark ab und wird dann wieder fast normal. Drücke ich Stopp, dann wird sie für etwa 1 Sekunde deutlicher heller als normal. Es würde mich nicht wundern, wenn dabei mal ein Lämpchen draufgeht.

Beim Start der Wiedergabe gibt es auch einen kurzen, wenn auch schwachen, Helligkeitsabfall.

Die Spannungsanzeige liegt bei ca. 6,25 Volt mit eingesetztem Netzteil.
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#9
Ich habe gerade Versuche gemacht mit meinem Monitorchen und Netzteil.

Beim Spulen wird die Beleuchtung merkbar dunkler aber nicht schlimm.
Bei Wiedergabe ist praktisch kein Unterschied. Flackern bei voller Lautstärke im Takt sieht man nur, wenn man sehr genau hinschaut.
Bei Wiedergabe sollte der Stromverbrauch bei Größenordnung 250 mA liegen, das als Anhaltspunkt. Ich hatte mal einen Fehler mit praktisch gleichen Symptomen. Bei mir war es der Siebelko im Netzteil. Dieser hatte Kapazitätsverlust, war aber noch nicht ganz tot. Prüfe mit einem Widerstand 15 Ohm das Netzteil, ob dann die Spannung verbrummt ist. Die beiden Konaktknubbelchen des Netzteils sitzen übrigens genau an der gleichen Stelle, wo auch beim Bleiakku die Anschlüsse sind.

Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
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#10
Nachtrag, ich hatte das Netzteil im Gerät, also nicht extern mit Strippe angeschlossen.

Andreas, DL2JAS
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#11
Beim Umspulen mit extern angeschlossenem Netzteil geringer Helligkeitsabfall. Sonst alles "normal".
Gruß
Dreizack
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#12
Hallo,

erst mal Dank an alle, für die Tests. Scheint also doch ein Netzteilfehler bei meinem Report vorzuliegen. Ich habe mal den T2 testweise gegen einen BC308A ausgetauscht (ich hatte nichts anderes), da wurde der Effekt noch schlimmer. Scheint wohl an dem niedrigeren Stromverstärkungsfaktor zu liegen. Der Tipp von Andreas ist auch gut, eine verbrummte Versorgungsspannung würde nämlich die Differenzschaltung zur Ansteuerung des T2/T3 durcheinander bringen. Werde ich heute Abend mal testen.
Gruß,
Michael/SH

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#13
Gelöscht weil doppelt.
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#14
Hallo
Die Schaltung aus T3 und T2 wirkt Strombegrenzend, sozusagen eine
gewollt weiche Spannung. Ich schätze den maximale Strom auf ca. 1A.
Die genaue Höhe ist auch von den verwendeten Transistoren und R13 abhängig.

Die zwei Transistoren in CA3096 sorgen meiner Meinung nach nur dafür T3
zu sperren wenn die Spannung am Kollektor von T3 höher ist als
am Emitter.
Die entsprechenden Anschlüsse von CA3096 dürfte man bei reinem Netzbetrieb auch ablöten können, das gilt auch für die Transistoren T4 bis T8.

C4 2200uF ist in Ordnung?

Gruß Ulrich
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#15
Zitat:uk64 postete
...
Die zwei Transistoren in CA3096 sorgen meiner Meinung nach nur dafür T3
zu sperren wenn die Spannung am Kollektor von T3 höher ist als
am Emitter.
...
Hallo Ulrich,

genauso interpretiere ich auch den Sinn der Schaltung. Man will wohl verhindern, dass sich die Batterien (5 x 1,5 Volt = 7,5 Volt) über die ab 6,8 Volt einsetzende Kurzschlusssicherung entleeren.

Allerdings hat diese Schaltung nach meiner Meinung auch einen Nachteil, wenn die Netzteilspannung verbrummt ist, sinkt die wellige Emitterspannung an T3 unterhalb der durch C4 geglätteten Spannung am Kollektor, sodass T3 immer wieder sperrt (mit 100 Hz). Das ist wohl das Problem, was ich habe. Heute Abend weiß ich mehr...

C4 hatte ich schon erneuert.
Gruß,
Michael/SH

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#16
Zitat:mash postete
Allerdings hat diese Schaltung nach meiner Meinung auch einen Nachteil, wenn die Netzteilspannung verbrummt ist, sinkt die wellige Emitterspannung an T3 unterhalb der durch C4 geglätteten Spannung am Kollektor, sodass T3 immer wieder sperrt (mit 100 Hz). Das ist wohl das Problem, was ich habe. Heute Abend weiß ich mehr...
Das ist bei einer einfachen Trafo- Gleichrichter- Elko- Schaltung nicht anders. Die Gleichrichterdioden leiten auch nur wenn die Kathoden negativer als die Anoden sind.
Erst bei Absinken der Ladespannung des Elkos leiten die Dioden wieder.

Ich denke das die Schaltung sich korrekt verhält, durch die Strombegrenzung von T3 u. T2 wird auch der Ladestrom von C4 begrenzt, wenn die Strombegrenzung einsetzt sinkt damit die Ladespannung an C4. Man könnte vielleicht noch überprüfen wann die Strombegrenzung einsetzt oder welche Spannung vom Netzteil kommt, ich kann mir allerdings nicht vorstellen das dort irgendwo ein Problem vorliegt.

Gruß Ulrich
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#17
So, das Problem scheint gelöst, es lag an T3. Den hatte ich ersetzen müssen, weil das Original defekt war. Der Ersatz hatte einen zu geringen Stromverstärkungsfaktor. Aus dem Reichelttütchen habe ich mir den besten herausgesucht und jetzt bleibt die Versorgungsspannung unter den unterschiedlichen Belastungen (wiedergeben, umspulen...) relativ konstant. Wenn ich die VU-Meter-Beleuchtung einschalte, gibt es nur einen seltsamen Effekt, wenn ich aus dem Umspulen in Stop gehe, leuchten sie für den Bruchteil einer Sekunde heller, als normal (schrieb Ferrum schon, Beitrag 7). Damit kann ich allerdings leben.

Vielen Danke, für die Hilfe.
Gruß,
Michael/SH

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#18
Hallo Michael,

kaum ist man mal zwei Tage nicht da, verpasst man schon eine ganze Report-Orgie. Smile

Du hast Dir ja nun schon selbst geholfen. Ich hätte aus der Erinnerung heraus zuerst ganz simpel nach dem Stromverbrauch gefragt. Gut 400 mA bei Wiedergabe und 600 mA beim Umspulen sind nach meiner Erinnerung in Ordnung, drüber wirds kritisch fürs Netzteil.

Viel Spaß beim Forward and Rewind,

Anselm

Edit: Etwas konkretisiert und weil ich's so gerne tue. Big Grin
Früher war mehr UHER. Cool Meine UHER-Erinnerungen
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#19
Anselm, fast richtig!

Ich habe soeben bei meinem Reportchen 4400 Monitor nachgemessen.
Beim Spulen mit Band sind es gut 400 mA und bei Wiedergabe gut 300 mA. Dabei war Lautstärke auf Null und Licht aus. Mit Licht sind es 50 mA mehr.

Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
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#20
Zitat:dl2jas postete
Ich habe soeben bei meinem Reportchen 4400 Monitor nachgemessen.
Beim Spulen mit Band sind es gut 400 mA und bei Wiedergabe gut 300 mA. Dabei war Lautstärke auf Null und Licht aus. Mit Licht sind es 50 mA mehr.
Wie ham wir das gemacht? Smile Habe gerade in einer eigenhändig von mir getippten Prüfanweisung fürs IC nachgesehen: Wiedergabe 19 cm/s (stumm) max. 420 mA (stereo 430 mA), Schnelllauf max 600 mA.

Gruß, Anselm
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#21
Zitat:Wie ham wir das gemacht?
Bestens!

Jetzt sind die Maximalwerte Werk und in einem Beispiel gemessenen Werte bekannt. Smile

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