Report frisst RMG PM 975
#1
Hallo Leute,

ich habe gerade eine Panne erlebt, wie ich sie noch nie hatte. Mein Report Monitor - frisch gewartet - hat ein RMG PM 975 gefressen. Das Band hat sich einfach um die Tonwelle gewickelt! Ich verwende nun schon seit 'zig Jahren das BASF DP 26, das dem PM 975 ähnlich ist, hatte so einen Fehler aber noch nie auf irgendeiner Maschine überhaupt. Nun ist das PM 975 dünner als Doppelspielband eigentlich sein sollte (20 statt 26 Mikrometer). Es entspricht fast dem Tripleband mit 18 Mikrometern. Kann daher das Problem kommen? Hat damit schon jemand Erfahrungen gesammelt? Gibt es Abhilfe?

Ich selbst bin deshalb am überlegen, ob ich auf das RMG LPR 35 umsteigen sollte, aber ich mache mir Sorgen um die Bandführungen aus Kunststoff, gegen die das Band mit seiner Rückseite läuft. Könnten die dann nicht zu schnell verschleißen? Gibt es hier jemanden, der solche Bänder schon mal auf Reports ausprobiert hat? Ansonsten schätze ich das LPR 35 ja sehr, verwende es aber nur auf meinen großen Heimgeräten.

Ich bin echt perplex, aber bei mir ist in rund dreißig Jahren noch nie ein Band durch einen mechanischen Fehler kaputt gegangen. Confusedad:
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#2
Ferrum, was das unglückliche PM 975 das erste Band, das nach der Wartung auf der Maschine lief? Hat es sich gleich von Anfang an um die Tonwelle gewickelt, oder ist das erst "im Lauf" des Abspielens passiert? Du merkst, worauf ich hinaus will: könnte die Tonwelle, aus welchem Grund auch immer, klebrig gewesen sein?

F.E.
ZEITSCHICHTEN, barrierefreier Zugriff im "GFGF-Buchladen", URL https://www.gfgf.org/de/b%C3%BCcher-und-schriften.html (ca. 240 MB)
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#3
´
Kann es sein, dass die Tonwelle so glatt ist, dass das Band anklebt? Evtl. durch statische Ladung. Sauberkeit kann man ja wohl als gesichert annehmen.

Grundsätzlich ist grade das PM975 bei der Reportfraktion sehr beliebt, ich habe aber noch nichts von den bei Dir aufgetretenen Problemen gehört. Das die Rückenbeschichtung die Bandführung beschädigt, kann ich mit nicht vorstellen, diese ist auch weicher als die Vorderseite.

Ich hätte noch ein Probierband VM953 auf 13er Spule hier herumliegen. Der Karton hat einen Transportschaden, das Band ist aber ok, ich habe es getestet. Das könntest Du zum probieren gerne haben. Mit der Rückseitenbesichtung sollte es dann nicht kleben.

Übrigens ist das PM975 mit 29µ sogar noch etwas dicker als das DP26; die von dir genannten 20µ beziehen sich auf die Dicke der Trägerfolie.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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#4
Frank, du irrst leider. Wie hier zu lesen ist:

http://www.rmgi.eu/pdf/RMGI_PM_97x.pdf

beziehen sich die 20,5 µ auf die Gesamtstärke.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#5
Was mir noch einfällt: Ich meine, es sei Hans-Joachim gewesen, der auf den batterieschonenden und eher geringen Bandzug der Reports hingeweisen hat. In diesem Zusammenhang fiel die Empfehlung nicht stärker als DP-Band zu fahren, da es ansonsten schon Probleme mit der Anschmiegung an den Kopf geben mag. Damit wäre LPR 35 aus dem Rennen. Leider

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#6
Erst mal danke für die Rückmeldungen! Ich beschreibe den Ablauf noch mal genauer.

Also, ich hatte das Gerät zum Einmessen der Vormagnetisierung beim Uher-Service, dabei wurde auch der rechte Spulenteller getauscht und die Wickelzüge neu justiert. Der Service macht dabei immer eine Reinigung, aber das Gerät war auch vorher schon blitzblank. Zum Einmessen wurde eben jene Pannenspule verwendet. Nach der Einmessung war kein anderes Band auf dem Gerät. Das Band habe ich vor der Einmessung zwei mal über ein Tuch laufen lassen, um den vom Schneiden im Werk anhaftenden Bandstaub zu entfernen.

Nach der Einmessung habe ich das Band komplett bespielt und etwa viermal komplett durchgehört, um mich vom Ergebnis der Einmessung zu überzeugen.
Ich habe das Band dann eine Nacht, an den Anfang gespult, auf dem Gerät liegen lassen. Der Fehler ist sofort beim erneuten Einschalten passiert.

Nach optischer Kontrolle ist die Tonwelle noch immer blitzsauber, ebenso der Rest. Sollte also beim Service etwas Klebriges auf die Welle gelangt sein, wäre das sicher schon längst fort gewesen. Die leichte Rauhigkeit der Welle sollte einem Kleben auch vorbeugen. Daher kommt auch meine Ratlosigkeit.

@ Frank:
Danke für das Angebot! Ich wollte eh bald noch mal bei Darklab was bestellen...

@ niels:
Genau um das Problem mit der Schmiegsamkeit mache ich mir auch etwas Sorgen, aber irgendwo hat mal jemand geschwärmt, dass auch solche Bänder gut auf dem Gerät laufen würden. Deshalb hoffe ich ja.
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#7
Zitat:niels postete
Frank, du irrst leider. Wie hier zu lesen ist:

http://www.rmgi.eu/pdf/RMGI_PM_97x.pdf

beziehen sich die 20,5 µ auf die Gesamtstärke.

niels
Da haben die Lümmel das Datenblatt geändertConfusedauer:....meine Ausdrucke sind schon älter. Dafür ist nun die Spaltenüberschrift falsch.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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#8
Zitat:Ferrum postete
....@ niels:
Genau um das Problem mit der Schmiegsamkeit mache ich mir auch etwas Sorgen, aber irgendwo hat mal jemand geschwärmt, dass auch solche Bänder gut auf dem Gerät laufen würden. Deshalb hoffe ich ja.
Man soll ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, aber meine batteriebetriebenen Magnetophone mit ebenfalls geringem Bandzug vertragen problemlos Standardband. Laut Handbuch könne man Bänder von 12µ - 55µ verwenden.

Ich hatte eher den Eindruck, dass bei ältern dünnen Bändern (DP) eher Aussetzer auftreten, weil die Bandkanten abheben. Das kann aber auch daran liegen, dass evtl. die Kannten schon wellig sind.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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#9
Welche Modelle hast Du denn?
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#10
Frank hat die Firma, die seine Batteriebetriebenen Magnetophone herstellt an anderer Stelle einmal sehr hübsch so beschrieben:

Eine Firma, in der man
Zitat:Frank postete
erst die beste Lösung für ein Problem gesucht hat und hinterher ausrechnet was es kostet
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#11
Nagra?
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#12
´
yep, eine 4.2, eine E (fabrikneu erworben), eine IV- S TC.

Feine Geräte.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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