Vollspurlöschkopf für ASC?
#1
Hallo,

jetzt bin ich mir ziemlich sicher: Ich möchte gerne einen Vollspurlöschkopf für meine ASC 5002. Geht das? Falls ja, kann mir jemand einen passenden anbieten oder sagen, woher ich einen bekomme und beim Umbau helfen?

Da ich vornehmlich älteres/gebrauchtes Bandmaterial verwende, hatte ich schon öfters den Fall, daß bei 19cm/s (mein Standard) mickey-maus-ähnlicher Gesang durchschlägt.
Besonders häufig kommt das in meinem Hobby-Zimmer vor, da dort nur Viertelspurgeräte stehen.

Grüße

Thommy
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#2
Frage mal bei ASC nach - ich kann mir das kaum vorstellen, daß es das gab oder jetzt noch lieferbar ist. Adresse von ASC Hösbach findest Du im Erste-Hilfe-Thread

Alternative: Nach einer Maschine mit Vollspur-Kopf nur zum Löschen gucken.
Michael(F)
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#3
Hallo Thommy,

leider kenne ich die ASC nicht, aber prinzipiell könnte das schon funktionieren.

Vollspurlöschköpfe wurden fast ausschließlich in Studiogeräten eingesetzt.
Ihre Induktivität liegt in der Regel zwischen 1...4mH, der erforderliche HF-Strom liegt bei 100...150mA.

Man muß die Induktivität des Originallöschkopfes messen um direkt aussagefähig zu sein.
Der neue Kopf sollte natürlich richtig an den Generator angepasst werden.
Um ihm die maximale Leistung zu entlocken müssen Resonanzbedingungen geschaffen werden, damit durch ihn der notwendige Strom fließen kann.
Die größte HF-Leistung erzielt man bei Leistungsanpassung zwischen Generator und Löschkopf.
Das wäre gegeben wenn die induktiven Blindwiderstände von Generator und Kopfwicklung gleich groß wären.
Die maximale HF-Leistung wird dann entnommen, wenn die Leerlaufausgangsspannung des Löschgenerators bei Last genau auf die Hälfte ihres Wertes sinkt.
Bei bestehenden wesentlichen Differenzen müsste im Idealfall die Ausgangswicklung des Generators durch Auf- bzw. Abwickeln angepasst werden.
Eine Notlösung wäre die Anpassung durch Zuschalten zusätzlicher Induktivitäten, was aber nicht der Erreichung der maximalen Löschleistung dient.
Ich habe in meiner Praxis schon Löschköpfe von Fremdfirmen eingesetzt, ohne jegliche Änderungen vornehmen zu müssen.
Es kommt auch auf die jeweils eingesetzte Art der Generatorschaltung an, in wieweit sich die Löschkopfinduktivität auf die Löschfrequenz und deren Spannung auswirkt.

Bernd
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#4
Hallo,

ich sehe schon, einen anderen Kopf einbauen ist nicht so einfach!

Ich kenne die Induktiviät meines Löschkopfes nicht, messen und einstellen kann ich da auch nichts. Das übersteigt meine Fähigkeiten. Auf dem Gebiet Elektronik bin ich immer noch Neuling.

Deshalb werde ich wohl besser nach einem kompletten Gerät ausschau halten (etwas Platz habe ich in meinem Hobbyraum nochSmile)

Hat jemand eine zu verkaufen?

Grüße,

Thommy
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#5
Hallo Berd

Das klingt nicht schlecht. Kennst du auch die benötigte Frequenz ? (Ich vermute mal es kann ein einfacher Sinus sein) Ich hätte nicht übel Lust, einer alten Bandmaschine einen externen Vollspur- Löschkopf zu verpassen um schnell Bänder löschen zu können. Dafür könnte man dann auch eine kleine Schaltung entwerfen ala NE-555 o.ä.

VG
Michael
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#6
Die von den Geräteherstellern verwendete Löschfrequenz ist verschieden.
Sie kann zwischen 40...200kHz schwanken.
In Studiogeräten verwendete man meistens 80kHz.
In hochwertigen Geräten treibt ein separater Oszillator die eigentliche Löschendstufe.
Am einfachsten ist ein selbstschwingender Löschoszillator bei dem die Löschkopfinduktivität gleichzeitig Schwingkreisspule darstellt.

Besser ist natürlich ein Gegentaktoszillator mit eigener Schwingkreisspule und einer separaten Ankoppelwicklung für den entsprechenden Löschkopf, da dieser eine oberwellenarme Sinusspannung abgibt.
Um eine hohe Betriebgüte und damit geringen Klirrfaktor zu erreichen, sollte der verwendete Ferritschalenkern nicht zu klein sein.
Man sollte immer ein möglichst großes Verhältnis zwischen Leerlauf- und Betriebsgüte anstreben.
Die Wickeldaten hängen natürlich vom AL- Wert (z.B. 2000nH/w²), der gewünschten Frequenz, der Kreiskapazität und dem zum Einsatz kommenden Löschkopf ab.
Ich habe bei dem o.g. Schalenkern 32 x 17 primär 2 x 5 Windungen 0,6mm- Cul und sekundär etwa 60 Windungen 0,4mm- Cul verwendet. Als Kreiskapazität kam 1nF zum Einsatz.

Vielleicht ist der einfachste Weg für den Ungeübten die Verwendung von Orginalbauteilen.
Man könnte z.B. eine Oszillatorplatte einer PR99 mit Originallöschkopf verwenden bzw. nachbauen.

Bernd
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#7
Zitat:capstan postete
Die von den Geräteherstellern verwendete Löschfrequenz ist verschieden.
Sie kann zwischen 40...200kHz schwanken.
In Studiogeräten verwendete man meistens 80kHz.
für Studiogeräte ein paar wahllose Beispiele

Studer:
A80 - 80 kHz (VM 240kHz)
B67 - 150 khz
A810 -153,6 kHz

AEG Telefunken:
M15A - 131 kHz
M20/21 - 205 kHz

Gruß Ulrich
Edit:A80 Nachgetragen
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#8
Hallo,

hab's gefunden: Die Löschfrequenz beträgt 130kHz

Gruß

Thommy
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#9
Hallo,
ich würde es mit einem alten Löschkopf vom Videorec mal probieren.
HW
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