Hallo in die Runde
Wieder einmal passt die Musik nicht aufs Band (35-90 bei 19cm/s = 45Min) Nun ist das bei einer GX-77 kein Problem. Man wartet bis gegen Ende des Bandes auf eine passende Stelle zwischen zwei Titeln und klickt in die Rückwärtsspur. Doch was ist mit dem Rest des Bandes ? Ein paar Minuten bleiben immer übrig. Beim Hören des Bandes bedeutet das immer, dass man am Ende des Bandes wieder manuell umschalten muss. Sonst hat man eine längere Pause. Sch...., dafür habe ich mir nun eine voll elektronische Maschine gekauft. Ich habe schon überlegt, das Band an dieser Stelle einfach abzuschneiden und das Nachlaufband nebst Schaltband dort anzuflicken. Aber wer will schon sein kostbares XL-I oder XL-II zerschneiden ? Bleibt noch die Lösung die Schaltfolie genau an diese Stelle zu kleben. Was ist aber, wenn das Band wieder überspielt werden soll. Dann sitzt die Folie garantiert an der falschen Stelle und löst beim Abziehen die Beschichtung vom Band oder es bleiben Klebereste zurück. Wie macht ihr das so ? Gibt's noch ne Idee dazu ?
VG
Michael
Ihr Zweispurspuler seid schon zu beneiden ;-)
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Du bist nicht allein  Deine Überschrift kann ich unterschreiben. Ich glaube, es hat noch nie gepasst. Keine Ahnung, wer die Bandlängen berechnet hat und für was sie passen sollen - vielleicht für Operetten...wurde mal gemunkelt.
Ich höre gerade Kaufbänder durch. Eines hat 5 minuten Vorlauf (!) und am Ende ist noch soviel übrig, dass man einfach umspulen muss, damit man überhaupt zu einem Ende kommt. Die Rückseite ist dann genauso: 5 Min. Vorspann und ein schier unendliches Ende.
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Zitat:GXNet postete
Ihr Zweispurspuler seid schon zu beneiden ;-)
Sagen wir mal: Die Abwesenheit solcher Probleme ist zumindest eine kleine Entschädigung dafür, daß man bei Halbspur mit 19 cm/s gerade noch 48 Minuten auf ein 18er-Langspielband bekommt. :-)
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Für dieses Problem wurden viele individuelle Lösungen gefunden, wie ich beim Durchhören bespielter Bänder feststellen konnte.
Da wurde mit der Pitchregelung des Plattenspielers und / oder der Bandmaschine dafür gesorgt, daß es passt oder, ganz beherzt, einfach die Geschwindigkeit gewechselt, wenn es sein musste, mitten im Stück ;-)
Die nie passende Bandlänge empfand ich bei Cassette als noch viel störender, was dazu führte daß mein B215 sich quasi im Neuzustand befindet. Es nervte einfach, daß die Cassette immer zu kurz oder zu lang aber nie richtig war.
Michael(F)
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Verstehe ich eigentlich nicht so recht. Man nimmt halt die Länge, die angemessen ist. Daher habe ich manches auf 26,5cm Spulen, vieles auf 18 und ein paar 15er.
Und dann kann man auch noch zwischen Langspiel- und Doppelspielband variieren.
Sollten mal ein paar Minuten übrig bleiben, findet sich immer ein stilistisch passendes Stück. Damit wird der Rest dann aufgefüllt. Oder auch nicht. :-)
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Deshalb kamen ja in den 90er Jahren die Cassetten in allerlei ungewöhnlichen Längen wie 50, 54, 64, 70, 74, 76, 80, 94, 100 oder 110 Minuten auf. Meistens allerdings nur das jeweilige Einfachst-Typ-II-Bändchen der Hersteller, das dann als CD-irgendwas vermarktet wurde. Von besseren Ausnahmen wie der TDK MA mal abgsesehen.
Problem daran war wohl vor allem, daß kaum jemand sich von jeder Länge einen Vorrat gehalten haben wird, um immer die passende Cassette parat zu haben. Also wurden doch fast nur C-90 gekauft und die stückzahlenschwachen Sonderlängen verschwanden wieder aus den Regalen. In Japan hielten sie wohl länger durch, sogar als C-150.
Manchmal habe ich mir auch Cassetten zurechtgeschnitten, insbesondere die für den Walkman, um die Spulerei zu vermeiden. Das geht mit der entsprechenden Hobbybox ziemlich komfortabel. Und der Verlust war auch nicht so groß wie bei den teuren Spulenbändern. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, zumindest bei Zusammenstellungen von CDs das Band optimal auszunutzen, was ja mit der Programmierfunktion am CD-Player möglich ist. Dann gilt es nur noch zu wissen, wie lange 132 oder 135 m Band auf dem eigenen Deck tatsächlich laufen...
Viele Grüße,
Martin.
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Ich habe eigentlich mit der BAndlänge keine Probleme. Ich mache es eigentlich so wie Jörg. Einfach Aufnehmen, und wenn sich das Band dem Ende neigt, wird vorgespult, Zeit abgemessen und geguckt, welches Stücke da noch drauf- und dazupaßt. Ich passe es gerne so ab, das am Bandende noch etwa 10 Sekunden frei sind. Bei den Studiowickeln des 468 schneide ich immer die letzten 5 Meter weg, um beste Qualität zu haben. Bei den Maxells blutet mir das Herz, da kann ich das nicht.
Ist dann geil auf der Teac: Das Stück ist zuende, es ist ruhig, ganz ruhig (Dank DBX), der Capstanmotor surrt und es macht zuerst zwei- bis dreimal zip,zip,zip (Klebstoff der Klebestelle mit dem Nachspannband) und dann KLACK (Autoreversefunktion spricht an), der Capstanmotor mitsamt dem Riementrieb macht "oiong", dann macht es wieder KLACK und die zweite Laufrichtung beginnt.........
Herrlich!!!!
Wenn ich kein pasendes Stück für das Bandende finde, dann fängt bei mir die Rückwärtsseite des Bandes trotzdem etwa, wie oben beschrieben, knapp 10 Sekunden hinter dem Nachspannband an. Auf der Titelliste steht dann bei der Vorderseite als letzter Titel "Leerteil 1:23" oder so.
Dann hab ich ja auch noch meine spezielle Kennung für Anfang und Ende von BAnd:
Beim Studiowickel:
Anfang: 20cm blauweiß, 20cm grün, 2 Meter blauweiß, Tonband
Ende: Tonband, Schaltfolie (einfach BASF Schaltband falschrum, also mit Schicht außen, reingeklebt), 2 Meter blauweiß, 20cm rot, 20cm blauweiß
Beim Maxell:
Anfang: 20cm blauweiß, 20cm grün, Maxellvorspann, Tonband
Ende: Tonband, Maxellvorspann, Schaltband von BASF wird mittels normalem Tonbandklebeband AUF die Rückseite des Nachspannbandes geklebt, hier sind dann also zwei Schichten aufeinander, 20cm rot, 20cm blauweiß
Für die Zweispurbänder für die PR99 bin ich noch am überlegen, wie da meine persönliche Kennung aussehen könnte, wahrscheinlich auch grün am Anfang und dann statt rot vielleicht gelb am Ende..........
Liebe Grüße
MArtin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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´
Bei der PR99 hast Du doch ideale Voraussetzungen, die studioüblichen Farben zu verwenden, da würde ich gar nicht lange überlegen.
Gelb am Ende würde ich empfehlen, schon weil gelbes Band mittelfristig leichter verfügbar sein dürfte als Rotes, dem Rundfunk sei Dank. Mono- Aufnahmen mit 38,1 cm/s wurden in letzter Zeit eher selten gemacht, dementsprechend selten sind also rote Bänder.
Ob sich RMG zur Fertigung von Vorspannbändern durchringt, ist zur Zeit noch unklar, Zonal fertigt in geringem Umfang sowohl rote als auch grüne Vorlaufbänder. Allerdings gibt es hier immer wieder Lieferengpässe. So muß man versuchen, sich aus den noch vorhandenen Lagerbeständen einzudecken. Aber das in Amateurkreisen beliebte grüne Vorlaufband war bei den Profis nie offiziell im Einsatz, weshalb es kaum Hoffnung gibt in einem vergessenen Lager im Keller eines Funkhauses noch eine Palette davon aufzufinden.
Ja, die Beschaffung mancher Tonbandzubehörteile erinnert an Schatzsuche.
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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Ich mache jedesmal einen kleinen Freudensprung, wenn eine Aufnahme bis auf weniger als eine Minute genau auf eine Bandseite passt. (Das letzte Mal passierte dies vor zwei Wochen, als ich das Esbjörn Svenson Trio aufzeichnete und knapp 40 Sekunden frei blieben.)
Radiofeatures und Interviews dauern oft 55 Minuten. Da bin ich am überlegen, ob ich nicht Rohwickel zerstückeln sollte, aber da müssen zuerst wieder Leerspulen aufgetrieben werden, was den ganzen Spaß dann doch wieder teurer werden lässt.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
Wer Offenwickel fährt, ist eindeutig besser dran 
Und die abgeschnittenen Reststücke reichen, zu einem vernünftigen Wickel zusammengesetzt, immernoch gut für Rundfunkmitschnitte in 19cm/s.
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Oh ja, mal wieder ein Thema wo ich meinen Senf dazugeben kann  .
Bei mir ist es meistens so, das kurz vor Ende des Bandes das Lied noch nicht zu Ende ist, und ich dann ausblenden muss, weil ich mir dachte, eins geht noch drauf. Meistens dauert das Lied dann nur noch ein paar Sekunden länger als ich aufnehmen konnte.
Oder es bleiben gut 5 Minuten oder mehr übrig, wo nichts mehr hin passt wenn man schon eine LP aufgenommen hat.
Ich freu mich immer richtig, wenn es so ausgeht, das am Ende des letzen Liedes, die Spule noch drei Umdrehungen macht bevor der Nachspann kommt.
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Wäre ich jetzt gehässig, würde ich sagen: 'das schreit ja geradezu nach MD'  Leider gibt es auch da Grenzen, wie ich festellen musste. Irgendwie passt mir das gar nicht, wenn ich das letzte Stück auf eine zweite MD bringen muss, nur weil es auf der ersten nicht passte, oder wenn 3 Minuten übrig sind. Das gleiche Problem beim Band, bei der CD, viellecht sogar bei den flashbasierenden Geräten heutiger Bauart. Nur die Festplatten haben genug Reserve. Da spielt die Länge einer Platte oder einer Rundfunksendung keine große Rolle mehr...
Auf der anderen Seite: wer das seit Jahrzehnten nicht besser kennt, hat sich dran gewöhnt
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Bei Preisen von 20-50 Cent für einen CD-Rohling tut es mir nicht mehr weh, wenn hinten noch viel Luft bleibt. Bei Mixscheiben zum Verschenken nutze ich natürlich schon den Platz aus.
Und nach oben hin ist doch die CD wirklich schön felxibel: Eine 80er läßt sich bis mindestens 81:30 überbrennen, weil eine Audio-CD mit einem sehr kurzen Leadout auskommt. Reicht dies nicht mehr, nimmt man eben eine 90er. Soll es noch etwas mehr sein, geht auch eine 99er. Noch längere Programme lassen sich dann wieder gut auf 2 Scheiben aufteilen.
Natürlich sollte man sich gerade von solchen überlangen CDs nochmal die Wave-Dateien und die Projektdatei des Brennprogramms irgendwohin sichern, wenn es sich um unwiederbringliche Aufnahmen handelt...
Viele Grüße,
Martin.
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