Telcom C4 - Problem
#1
Vor einigen Tagen habe ich ein Telcom C4 erhalten. Das Gerät entspricht dem im Thread "Aussteuerung unter Telcom C4", Posting 024 gezeigten. Auf der Rückseite sind vier Gruppen mit jeweils vier XLR-Steckern bzw. -Buchsen, zusätzlich zwei fünfpolige XLR-Buchsen "1-4 Record Mode" und "1-4 Remote Control". Auf einem Aufkleber ist "ES 4" angegeben. Einer der Einschübe ist im Bereich der LED's senkrecht, der andere waagerecht beschriftet.

Da ich keinerlei Unterlagen zum Gerät habe, habe ich den o.a. Thread und die Literaturverweise durchgearbeitet. Daraufhin wurde folgende Testumgebung geschaffen: Mischpult (Behringer MX 2642A), Telcom C4, Studer A807 (auf 514 nW/m eingemessen) und ein CD-Player als Zuspieler. Bis auf den CD-Player ist alles vollsymmetrisch verkabelt:

Mischpult Summe -> Telcom: Line In 1/2
Telcom: To Rec 1/2 -> A807 Line In
A807 Line Out -> Telcom: From Rec. 3/4
Telcom: To Monitor 3/4 -> Mischpult Stereo Line In (zur Vermeidung von Rückkopplungen wird dieser Kanal stumm geschaltet und über PFL bzw. Solo in Place abgehört)

Schalterstellungen:
"Local/Remote" auf Remote
1 + 2 auf "Cod."
3 + 4 auf "Dec."
"Telcom On/Off" auf On
"Check/Norm" auf Norm
an den Einschüben alle Schalter auf "Remote"

Die LED's zeigen im oberen Einschub "Cod" und im unteren "Dec" an. Bei Aufnahme leuchtet im oberen Einschub die obere "Mod"-LED nicht. Am Mischpult kommt nur der rechte Kanal an. Die 807 nimmt allerdings auf beiden Spuren auf und gibt sie auch wieder, kontrolliert per Kopfhörer an der Maschine. Wird bei der Aufnahme zwischen Vor- und Hinterband umgeschaltet, gibt es keinen Lautstärkeunterschied (wieder "lokal" kontrolliert).

Beim Wechsel der beiden Einschübe gegeneinander wechselte das Verhalten mit. Nach dem Ziehen des verdächtigen Einschubs und entsprechender Verkabelung arbeitet das Gerät wie erwartet.

Eine weitere Beobachtung: Bei Aktivieren des Ident-Tones zeigt das rechte VU-Meter der 807 korrekt an, das linke schlägt zweimal an den Anschlag und kommt dann zur Ruhe. Beim Abschalten des Ident-Tones das gleiche. Dieses Verhalten tritt auch mit nur einem Einschub auf.

Ich hoffe ja, das ich irgendetwas falsch mache, vermute aber, dass ein Einschub defekt ist.

Hinweise, Ratschläge etc. herzlich willkommen!

Gruss

Ulrich
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#2
Lieber Ulrich,

deiner Beschreibung zufolge besitzst also eine komplette, vierkanalige Anlage, mit der auch ein simultaner, zweikanaliger Aufnahme- und Wedergabebetrieb möglich ist. Wie sich die Verhältnisse um die Local/Remote/Bypass-Schaltereien gestalten, weiß ich nicht, weil ich selbst nur die Telcom-Karten für das Dolby 360 besaß, das damit auch das Interface zu meiner Anlage bildete. Mein heutiges Telcom gehört der letzten Serie an und wartet mit anderen Bezeichnungen auf. Hier solltest du genau hin- und herüberlegen, ob die Schalterwirtschaft deiner Telcom-Anlage wirklich richtig einsetzst.

Darüber hinaus empfehle ich dir, das Bandgerät zunächst aus der Übertragungskette herauszulassen und allein mit den Telcoms zu arbeiten, also

"to recorder" (Kanal 1) an "from recorder" (Kanal 3),
"to recorder" (Kanal 2) an "from recorder" (Kanal 4) zu führen.

Oder -anders ausgedrückt- deine zweikanalsterofone Codingeinheit beaufschlagt direkt den Eingang deiner zweikanalsterofonen Decodingeinheit. In der Peripherie ist wegen der simplen, elektronisch symmetrierten Ausgänge des Telcom einwandfreie Symmetrie bereitzustellen.

Die beiden Line-ins (Kanäle 1 und 2) sowie die Line outs ("Monitor") liegen dort, wo du sie brauchst. Statt eines Musiksignales würde ich dir einen definierten Sinus (Telcom ist u.a. mit 550 Hz verheiratet) am Ausgang des Behringerles zur Telcomansteuerung ans Herz legen, gleichviel, wo du den herholst.

So, wie du dein Problem beschreibst, geht dir im Decodingprozess der linke Kanal ab. Ist das so? Weiter schließe ich aus deinen Angaben, dass die Kanäle 1/2 einwandfrei arbeiten, denn sonst bekäme das Bandgerät keine Modulation.

Beide Kanalpaare deiner Telcom können separat in den Decodingprozess geschaltet werden. Tu dies, schalte das Telcom ein und aktiviere den Ident-Oszillator aller vier Kanäle. Wird das Identsignal sowohl an den Ausgängen von 1/2 als auch von 3/4 ausgegeben oder fehlt es am Ausgang des 'stummen' linken Kanals 3? Sollte es auch bei Kanal 3 Vorhanden sein, dürftest du in vorderen Hälfte der Karte des Kanales 3 ein Problem haben, sollte es fehlen, tippe ich zunächst einmal auf den Ausgangszweig desselben Kanales.
Ich kann mir leider eine Fehlbedienung deinerseits nicht recht vorstellen, weshalb wohl doch ein Kanal defekt sein wird, wofür auch das Wandern der Symptomatik beim Kartentausch spricht. Aufgrund der elektronisch symmetrierten Ein- und Ausgänge sollte man bezüglich des Defektes zuerst in disen Bereichen suchen, wenn nicht irgendwo in deiner Peripherie doch irgendein kleiner Chinese den laufenden Elektronen (z.B. im Bereich der elektronischen Symmetrierung) einen Knüppel zwischen die Beine wirft. Solange ich nicht vor deinen Geräten stehe, weiß ich ja nicht....

Schaltungsmaterial zum Telcom kannst du von mir erhalten (das sind inzwischen aber einige MB!), die Kompressorgeraden lassen sich prinzipiell an diversen Stellen zwischen Webers und Dickreiter nachsehen oder im schlimmsten Falle am heimischen Herd (1.1,5 im dB-Maßstab) auch selbst konstruieren, um eine Funktionskontrolle mit statischen Sinustönen zu ermöglichen.

Zusätzlich kannst du von mir einen Funkschauaufsatz von Jürgen Wermuth (dem Konstrukteur des Telcom) erhalten, den er 1975 publizierte. Der vorteil des Telcom besteht ja auch darin, dass man sich aufgrund der im Gegenatz zu Dolbys Konstrukt geraden Systemkennlinen relativ übersichtlich ein prinzipielles und zutreffendes Bild der Funktionen (hilfreich gerade im Schadensfalle) machen kann. Heikel wird es allein bei der Festlegung der Ein- und Ausschwingzeiten der Kompanderverstärker, bei denen Wermuth heftigen Aufwand tieb. Ein wahlloses Herumschrauben an den Keramikpots auf der Kompanderkarte ist daher eine Todsünde.

Bei Apparaturen unbekannter Vorgeschichte bestimmt man zunächst den in der Anlage festgelegten 0 dB-Pegel (eben den, bei dem Eingangsspannung = Ausgangsspannung), un kontrolliert, ob unter 'Coding' -90dB auf -60 dB, -75 auf 50, -60 dB auf -40 dB,, -45 auf -30, -30 auf 20, -15 auf 10 usw. angehoben werden (et vice versa im Decodingprozess). Verfügst du über einen Tongenerator und ein Millivoltmeter?

Hans-Joachim
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#3
Lieber Hans-Joachim,

Dank dir, dass du meinem Problem Aufmerksamkeit widmest und dafür Zeit und Mühe opferst. Da ich z. Zt. im Office bin, kann ich nicht alles beantworten, der Rest kommt dann später. Also:

Ja - es ist eine vierkanalige Anlage
Die Local/Remote/Bypass-Schalterei bedarf noch etwas Erkundung meinerseits

Die Testanordnung werde ich so ändern, wie du empfiehlst. Am Wochenende werde ich einen unserer HP-Generatoren mitnehmen können. Bis dahin muss der Tongenerator in der 810 herhalten. Der kann zwar nicht 550 Hz, aber für eine einfache go/no go Aussage wird es wohl reichen. Eine exakte Prüfung ist erst am Wochenende möglich, dann auch mit Pegelkontrolle. Deine Überlegungen zu einem möglichen Fehlerort decken sich mit meinen. Desweiteren nehme ich an, dass das Signal am Eingang der Schaltung desymmetriert und am Ende wieder symmetriert wird. Die daran beteiligten Opamps könnten "heisse" Kandidaten sein.

Ja - der linke Kanal kommt nicht durch den Decodingprozess, der Coder funktioniert

Die weiteren empfohlenen Massnahmen werde ich versuchen heute Abend umzusetzen

Dein Angebot bezüglich der Unterlagen und des Aufsatzes nehme ich sehr gern an. Unser neuer Mailserver ist sehr hungrig und ich durstig nach mehr Durchblick... Ich versuche auch, die Dissertation von E. Schröder (Man nennt mich Ernst) zu verstehen. Er ist ja quasi in der Nachbarschaft geboren.

Ein RVM habe ich (HP 400), einen guten Generator dann am Wochenende.

Sobald ich qualitative Aussagen machen kann, melde ich mich wieder.

Ulrich
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#4
Lieber Ulrich,

ein paar Dinge möchte ich noch einmal betonen: Das Telcom, das zunächst und unseligerweise nicht trafosymmetrisch (mithin nicht erdfrei!) angelegt wurde, muss symmetrisch und/oder zumindest 'partiell' erdfrei abgeschlossen werden, andernfalls kommst -wie neulich Gerd- völlig in den Wald. Millivoltmeter können das oft nicht oder nicht ordentlich, weil die entsprechenden Symmetrierübertrager (Sennheiser lieferte so einen) nicht gängig sind. Wenn du die Verwicklungen im Thread neulich revue passieren lässt, siehst du, wie schief die Sicht auf Probleme allein durch die nicht beachtete Symmetrieforderung an den Abschluss der nicht servosymmetrierten Ausgänge der Telcoms werden kann.
In deinem Falle empfiehlt sich daher -auch für die Messungen- wohl die Zwischenschaltung des Behringer-Pultes.

Die 550 Hz werden von Telcomikern deshalb empfohlen, weil dieser Punkt im 1-kHz-Normalitätsgewürge der Audiomesstechnik hinreichend weit von den entsprechenden Übergangsfrequenzen zwischen den vier Telcom-Bändern entfernt liegt (215, 1450, 4800 Hz). Man will für Messungen zuverlässig vermeiden, dass die jeweilige Messfrequenz zwei Kompander allzudeutlich aktiviert.

Intern ist ein Telcom tatsächlich unsymmetrisch, aber auch ein OpAmp-Grab. Damit das dennoch 'im Rahmen bleibt', wurde die Karte mit 4136ern vollgestopft.

Zu deiner Einrichtung:
Du könntest die Line-ins der Coding-Telcoms über zwei auf die Behringer-Sammelschienen 1/2 und deren Gruppenausgänge geroutete Mischpultkanäle beaufschlagen, die dann entweder ein Tongeneratorsignal und/oder (es sind ja genug Kanäle da) ein solches vom CD-Player tranportieren können. Die Ausgänge der Decoding-Telcoms kannst du auf ein Stereo-Input-Paar legen, das seinerseits auf die Gruppenausgänge 3/4 zu routen wäre. Dann fiele die Solo-Pfl-Kunstschaltung flach, und du erhieltest am Kopfhörerabhörpunkt dein unsymmetrisches Signal für Hör und Messzwecke, ohne den symmetrischen Abschluss der Telcoms zu 'berühren' ("noli me tangere").. Zumindest interpretiere ich diese Beschaltungsmöglichkeit aus dem Blockschaltbild des Behringer heraus. Dafür müsste das Mischpult natürlich pegelmäßig in einen definierten Zustand gebracht werden, damit messtechnisch aussagefähige Ergebnisse erzielt werden können. Und, wichtig: Du musst die Übersicht bewahren.

Weiterer Hinweis:
Du kannst innerhalb der Telcomeinschübe die Kompanderkarten C4F abziehen und in in einen anderen Einschub stecken (bitte in deinem und der Telcoms Interesse spannungsfrei!), um dabei festzustellen zu können, ob bei dieser Gelegenheit das Problem mitwandert (was ich ja annehme).

Ich schicke den Schaltungskram in den nächsten Minuten einmal geschlossen an die von dir in deinem Profil angegebene Adresse, die mich ihrerseits daran erinnert, dass bis vor etwa einem Jahr der einzige mir bekannte Telcom-Prüfplatz an deinem (zumindest momentanen) Heimatort zu finden war. Damals starb ebendort eine interessante Sammlerpersönlichkeit, die sich allerdings über die Jahre zunehmend im Filmbereich etabliert hatte und auch ein Theater im Ort besaß. Ebenjener Telcomprüfplatz gehörte dem dir vielleicht namentlich bekannten D. B., wanderte allerdings mit der Auflösung seiner Sammlung durch seine Familie aber irgendwohin....

Auf den Versand des Materiales zu den Telcom-Karten für die Dolby-Einschübe verzichte ich (notfalls einstweilen), weil sie nur Verwirrung stiften. Übrigens gilt das auch für die teilweise verwegenen Einmessanweisungen der Wolfenbütteler zwischen Spitzenspannungs- und VU-Messung, 370 und 320, 514 und 160, 185, 250 und 257 nWb/m, 1,55, 1,21 und 2,42 Volt Ausgangsspannung.... und dann das alles noch in einem wahrhaft Wolfenbütteler Englisch. Scharf sowas und klingt, wie wenn Schrempp Englisch spricht: Saget Sä's uf Schwäbisch.... Da dürfte so mancher nun wirklich darauf angewiesen gewesen sein, dass man Telcom eben nicht so präzise einmessen muss wie die Prozessoren unseres Wahlengländers aus Portland, Oregon.

Hans-Joachim
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#5
Lieber Hans-Joachim,

für deine Hinweise sei bedankt, ebenso für die Mail. Vermutlich wäre ich in die Symmetriefalle getappt, da Generator und RVM natürlich unsymmetrisch sind. Auch der Hinweis auf die 550 Hz anstelle von 1 kHz ist wertvoll. Heute Abend werde ich zunächst das Mischpult "amtlich" eichen mit deiner Testdatei, die du mir vor einiger Zeit geschickt hast. Diese Datei hat mir übrigens auch geholfen, meinen NTP zu kontrollieren. Danach zeigt er sehr genau an. Wenn dann noch Zeit ist, werde ich deine weiteren Hinweise umsetzen.

D. B. war mir - namentlich - bekannt, ich wusste allerdings nicht, dass er auch im Audiobereich tätig war.

Sobald Erkenntnisse vorliegen, melde ich mich wieder.

Ulrich
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#6
Man hat ja immer Angst, falsch verstanden zu werden: Die Eingänge der Telcoms kann man problemlos desymmetrieren, da rennt also alles. Wo die Desymetrierung eben nicht zulässig ist, das sind die Ausgänge, und der Blick in die Schaltung zeigt auch sofort warum. Sind die Schaltungen eigentlich inzwischen da? Es waren dies immerhin und mime-brutto 13 MB, was nicht jeder Server klaglos schluckt. Manchmal heißt es dann direkt: "Go to hell!", wenn solch ein Gespann daherkommt.

Tongeneratoren besitzen oft 'floatende' Ausgänge, die aber nicht erdfrei und nicht symmetrisch sind; insofern widerstrebt mir die Verwendung der hiesig eingeführten Begrifflichkeiten. Ähnliches gilt für Millivoltmeter, unter denen diejenigen der Firma Leader einen Schiebeschalter aufweisen, in dessen einer Stellung Gehäuseerde/Schutzleiter von den Messbuchsen genommen werden, womit die gesamte Messelektronik 'floatet'. Das verschelchtert zwar die Brummunterdrückung, erlaubt aber (unter Umständen) erfolgreich, einen nach symmetrischem Abschluss rufenden Ausgang zu messen. Das muss man aber ausprobieren bzw. in der dann zu beobachtenden Symptomatik auch bewerten können. Nachdem dir die Geräte nicht gehören, fürchte ich eher, dass ich dich mit solchen Entscheidungen ("gäähts noch oder gäääht's nimmi") lieber nicht belästigen sollte.

Ich besitze allerdings auch erst seit dem Untergang der EMTEC einen Sennheiser-Mess-Symmetrierübertrager RVZ11-1, vorher musste es über Jahrzehnte mit unsymmetrischen Messgeräten an symmetrischen Ausgängen gehen, die allerdings nie elektronisch symmetriert waren; selbst Dobys 360 hatte allüberall Trafos.
Heute sieht das an den wenigen bei mir betriebenen analogen Schnittstellen anders aus.

Hans-Joachim
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#7
Lieber Hans-Joachim,

zunächst bitte ich um Nachsicht für mein langes Schweigen, ein Virus hatte mich lahm gelegt. Zuvor konnte ich allerdings noch - deinen Vorgaben folgend - die erforderlichen Mischpultkanäle exakt einpegeln und die Verkabelung entsprechend ändern.

Bei den ersten Messungen zeigte sich, dass der ehedem stumm geglaubte linke Kanal doch etwas aktiv war. Erst durch verkehrtes Aufsetzen des Kopfhörers konnte ich dann das Signal auch schwach hören. Mit zunehmendem Pegel wurde das Signal von einem Pfeifton überlagert, dessen Frequenz mit noch weiter zunehmendem Pegel sich bis zur Stille verringerte (ähnlich der Schwebungslücke zur exakten Einstellung von KW-Sendern).

Da mir bei diesem Sachverhalt eine erfolgreiche Fehlerlokalisierung sehr schwierig bzw. aussichslos erschien, habe ich mich an den Verkäufer gewandt. Er sicherte mir sofort Ersatz zu. Zwei Tage später hatte ich dann einen weiteren Einschub. Damit funktioniert das Gerät nun wie erwartet.

Zu einer weiteren Messreihe bin ich noch nicht gekommen, das muss ich vermutlich auf die Zeit zwischen den Feiertagen verschieben. Allerdings habe ich die Widerstände zur Pegeleinstellung gemessen (bei stromlosen Gerät und gezogenen Einschüben). Ihr Wert beträgt 3 kOhm, rein rechnerisch sollten es für 1,55V VA ~ 2,89 kOhm sein.

Für deine Bereitwilligkeit, mir zu helfen, für die Unterlagen, für die Hinweise zum sachgerechten Handeln und das Aufzeigen von potentiellen Stolpersteinen sei ganz herzlich bedankt!

Ulrich
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#8
Zitat:Ulrich postete
Allerdings habe ich die Widerstände zur Pegeleinstellung gemessen (bei stromlosen Gerät und gezogenen Einschüben). Ihr Wert beträgt 3 kOhm, rein rechnerisch sollten es für 1,55V VA ~ 2,89 kOhm sein.
Lieber Ulrich,

bei mir stimmten beide Werte der 1-%-Metallfilmwiderstände Rv nach Farbcode überein, waren aber in praxi nicht gleich (wahrscheinlich "herausgemessen", hüstel), was bei einem Kanal zum Pegelverlust von 1 dB führte. Nachdem ich nun schon seit mehr als einem halben Dutzend Jahre ohne analoge Kreuzschienenverteiler und analog nur mehr am Rande aktiv bin, mein Telcom daher mit dem DolbyA in Serie betreibe, was damit auch Folgen im kompanderlosen Betrieb hat, musste ich etwas auch um dieses einzelne dB tun. Der entsprechende Metallfilmwiderstand war nicht im Haus, weshalb seither ein Poti für die entsprechenden Zwecke herhalten muss. Wermuth dachte sich das damals zwar anders, und auch mir wäre die Solidität einer Fixjustage nicht unlieb, aber ...

Dass der Verkäufer in deinem Falle so zügig und ohne Maulen handelte, spricht für ihn, umso mehr als die Reparatur eines Bausteines zwar problemlos möglich ist, nach Lage der Dinge aber einen Neuabgleich des Einschubs erfordert/nahelegt etc. Das dürfte auch mir im Gegensatz zur oft simplen Reparatur lästig fallen, weil ich derzeit nicht weiß, wo ein Telcom-Prüfplatz existiert, der eben auch die dynamischen Werte erfasst...

Nun, das Problem ist ja gelöst.

Hans-Joachim
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