AKAI GXC 46D Frage
#1
Hallo! (Ohne Geschwafel weiter nach dem Bild)
Nachdem ich mein erstes Tonband ( AKAI GX 210D) soweit habe dass es voll einsatzfähig ist habe ich mir am Flohmarkt einige gebrauchte Philips Tonbänder gekauft. Die wollte ich löschen und neu bespielen. Beim ersten Probehören der alten Bänder war ich überrascht über die Qualität der Bänder. Kein Schmieren, kein Abrieb und fast kein Rauschen. Bespielt sind die Bänder mit Volksmusik, Schlager, Marschmusik und dazwischen immer wieder wahre Schätzchen. Aufnahmen von alter Cajun-Musik, Blues, Jazz, Dixi usw. Alle 7 Bänder sind so bespielt und zwischen den Stücken ist auch genug Platz um sie zu retten. Da ich bisher kein Kassettendeck hatte kaufte ich bei e-Bay um 1 Euro das obengenannte Kassettendeck. Ich spiele die guten Stücke auf eine Kassette und dann wieder zurück auf das Tonband. Soweit der Plan, aber wenn man bei e-Bay kauft gibt es immer wieder etwas zu reparieren.

[Bild: Sdit5ShGisy2.jpg]

Vorweg muss ich gestehen "Ich habe keine Ahnung von Elektronik"
Das AKAI war etwas verschmutzt und der rechte Kanal ging nicht. Nach langem Tüfteln habe ich den Fehler gefunden. Das Gestänge(?) das mit der Starttaste mitgedrückt wird hatte wohl Kontaktschwierigkeiten. Nachdem ich es mit Kontaktspray (extra für Elektronik gekauft) behandelt habe ging der Kanal wieder.
Danach habe ich noch die Justierregler ( Keine Ahnung wie die wirklich genannt werden) mit dem Kontaktspray behandelt, die Stellung angezeichnet und mit einem Scharubendreher mehrmals hin und her gedreht.
Ergebnis! Das Akai kling wieder sauber auf beiden Kanälen!
Zwei dieser Regler steuern aber direkt die Aussteuerungsinstrumente und als der Dreck weggeputzt war stimmten die alten Einstellungen nicht mehr.
Einmal zeigt der linke Kanal mehr an und einmal der Rechte.
Ich habe sie jetzt nach Gefühl eingestellt aber gut ist das sicher nicht.
Leider habe ich keinerlei Messgeräte und daher meine Frage.
Gibt es einen Trick oder eine Testkassette mit der man die Einstellungen wieder genau hinbringt?
MfG LotharF

Edit: Image-Tags berichtigt (timo)
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#2
Ich fürchte ein genaues Einstellen - also so sauber, dass auch das Dolby richtig arbeitet, wird ohne Unterlagen schwierig. Diesbezüglich gibt es hier aber berufenere als mich.

Wenn du die Musike von Band auf Band retten willst, ist es ein guter Grund eine Zweitmaschine zu kaufen (oder zu leihen). Der Pingpong über Kassette wird der Qualität sicherlich nicht so gut tun. Abgesehen von den Einschränkungen des Mediums kommt eine zusätzlicher Kopiervorgang hinzu.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#3
Auch ich rate zur Anschaffung einer Zweitmaschine.

Für meine Kopierzwecke nutze ich eine Uher Royal de Luxe für die Wiedergabe, die hat alle Geschwindigkeiten, alle Spurlagen, und - das Wichtigste - man kann den Wiedergabekopf ohne Probleme exakt auf das wiederzugebende Band einstellen, so dass die Kopie möglichst verlustarm vom Original gezogen werden kann. Ausserdem ist die Royal schön handlich.

Von Band auf Cassette und wieder zurück auf´s Tonband - davon ist in der Tat abzuraten.

Gruss
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#4
Hallo,

wenn du Unterlagen zum Gerät brauchst, kannst du sie hier bestellen:

http://www.schaltungsdienst.de

Wenn du in der Suchmaske bei Modellbezeichnung "GXC46" eingibst, werden drei Ergebnisse angezeigt. Das Zweite wäre das SM für dein Gerät.

http://www.schaltungsdienst.de/index.php?id=22

Die Serviceanleitung dürfte so 10 EUR kosten plus Versand.

Die Anleitung, die du erhältst, ist zwar kein Original, aber ein qualitativ hochwertiger Nachdruck. Ich habe mir vom Schaltungsdienst Lange schon oft was bestellt und war noch nie entäuscht.

EDIT: Link repariert
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#5
Danke für die Hilfe und den Tipps!
Ich habe jetzt einmal ohne weitere Einstellung eine Kopie von dem Band gemacht. Eigentlich ist der Qualitätsverlust realtiv gering weil die Aufnahmen von dem Band teiweise sogar noch von Mono und Schellackplatten stammen.
HiFi ist das ganze sicher nicht aber um die alte Musik vor dem Löschen zu retten reicht es allemal. Die Unterlagen werde ich bei dem Schaltungsdienst bestellen. Am Wochenende habe ich mir ein Telefunken Acusta Magnetophon 250 gekauft. Leider geht es z.Z. nicht aber ich werde es reparieren und dann
nochmals das Überspielen versuchen. Bei dem Telefunken waren einige Bänder mit Tralala Musik dabei. Die Bänder sind noch gut und so ist das mit dem Löschen noch nicht dringend.
MfG LotharF
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#6
@LotharF

...wie schon zuvor von anderen gepostet - eine vernünftige
Neueinstellung des Tapedecks wäre ratsam, WENN - ja wenn
Du denn ernsthaft mit diesem Gerät arbeiten willst.
Sehen wir mal von der Band-zu-Cassette Bespielung ab (...was
ja oben schon als bedingt empfehlenswert eingestuft worden ist),
glaube ich nicht, dass Du hochwertige Aufnahmen mit diesem
Gerät machen willst. Um den Recorder dennoch einigermassen
wieder zu justieren, kannst Du vielleicht mal nach einer Test-CD
Ausschau halten. Das ist zwar kein vollwertiger Ersatz für Mess-
und Justage-Cassetten, aber so eine CD kostet nicht die Welt
und ist noch käufl. erhältlich (die Messcassetten eher nicht).
Auf dieser CD sind Pegelsignale enthalten mit denen es Dir
möglich sein sollte, die Kanäle wieder gleich "hinzutrimmen".
(Die von Dir genannten Justierregler heissen Trimmer oder
Trimm-Potis - nur mal so nebenbei...)
Da Du keinen direkten Vor-/Nachbandvergleich machen kannst
(..weil das Tape kein 3-Kopf-Gerät ist ...), dauert das sicher ein bischen
und Du musst mehrmals Trimmen/Aufnehmen/Wiedergeben/Trimmen usw.
usw., aber als grobe Einstellung ist das allemal besser, als mit einem
sich ständig wechselnden Musiksignal irgendwelche Pegel auf den
beiden Kanälen zu beobachten.

Viel Erfolg weiterhin....

Gruss
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#7
Danke für den Tipp PeZett.
Das mit der CD leuchtet mir ein und
die werde ich mir besorgen.
Hochwertige HiFi Aufnahmen sollen das auch nicht werden. Ich benutze das Tonband vorwiegend als Radioersatz. Das Gequatsche geht mir auf die Nerven aber wenn ich am Computer sitze und so "dahinarbeite" habe ich gern etwas Musik im Hintergrund.
MfG LotharF
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#8
Warum überspielst du es nicht einfach auf dem PC? als eine Wave Datei...bei bedarf kannst du es noch mit einem Programm bearbeiten zb Rausschen entfernen, Höhen anpassen usw....und dann Brennen auf Cd und ab aufs Band wieder.
Glaube das hin und her überspielen auf Bänder ist nicht so gut und schon gar nicht auf Cassette, das Rauschen wird einfach mehr...liegt eben an der Analogen technik.


Gruß Roland
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#9
Hi wiedi73
Eigentlich eine gute Idee.
Ich werde mir ein Programm besorgen und das Ganze einmal ausprobieren!
MfG LotharF
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