Problem mit Tandberg TD 20A
#1
Hallo, ein Bekannter hat mir og. Maschine überlassen, damit ich entscheiden kann, ob ich sie kaufe. Allerdings gibts 3 Probleme:
Der Rec.- Kopf ist dermaßen siffig, daß mit Alkohol nichts mehr geht, es ist ein weißer Rückstand auf dem Kopf. Die Aufnahmen klingen dumpf. Die Aufnahmefunktion ist nachweislich ca. 15 Jahre nicht benutzt worden. Der Löschkopf ist verstellt. Und das 3.und vielleicht schwierigste Problem ist ein mechanisches. Zwischen Lösch- und Rec. Kopf befindet sich ein Bandführungsstift, der im Wiedergabe- und Spulbetrieb das Band von den Lösch-und Aufnahme-Köpfen wegdrückt. Allerdings geht er nicht mehr hoch um das Band an die Köpfe zu bringen, wenn man in die Aufnahmefunktion geht. Von Hand läßt er sich hochschieben und bleibt in der Position, bis Stop gedrückt wird. Ich möchte das Gerät nicht öffnen, weil es mir (noch?) nicht gehört. Vielleicht hat jemand eine TD 20 und kann mir helfen. Ansonsten bin ich sehr an einem Kauf interessiert, da die Maschine in Ihrem Leben 3 Bänder bespielt hat.
Gruß Micha
Zitieren
#2
Ich würde sie, wenn der Preis stimmt, kaufen.

Alle drei Probleme sollten behebbar sein. Auf dem Kopf hat sich vermutlich eine Oxidschicht niedergelassen, dürfte mit einem geeigneten Poliermittel entfernbar sein. Den Kopf kann man z.B. mit klarem Vorspannband wieder justieren. Das mit dem Führungsstift klingt nach verharztem Fett.

Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
Zitieren
#3
Hallo Andreas, was würde sich als Poliermittel eignen? Hab mal bei einem anderen Extremfall Nagellackentferner genommen, ist sogar gutgegangen. Da mir das Teil aber noch nicht gehört, will ich vorsichtig sein. Die Justage des Löschkopf ist kein Problem. Mit dem verharzten Fett hab ich vermutet aber ich denke eher, daß es ein mechanisches Problem ist. Der Führungsstift gleitet sanft nach unten. Falls es verharztes Fett wäre, müßte er wenigstens Anstalten machen um wieder nach oben zu gleiten, tut er aber nicht. Deshalb die Frage an Kenner der TD 20, wie das Teil mechanisch funktioniert. Der Stift müßte sich umgekehrt verhalten wie die Andruckrolle, die ja von einem Motor bewegt wird.
Gruß Micha
Zitieren
#4
Ich habe mal einen kleinen Versuch gestartet. Smile

Im Bild siehst Du einen oxidierten Kopf, der Diakopf im Kopfträger meiner Uher Logic. Den habe ich gerade mit einem Scheuerschwamm, die gelben Dinger in der Küche mit grüner Unterseite und Isopropanol gereinigt. Links siehst Du die bei mir graue Oxidschicht.

[Bild: oxikopf.jpg]

Und so sieht es nachher aus:

[Bild: oxinachher.jpg]

Rechts der Krater war nicht mehr wegzubekommen, richtig eingefressen. Links das Oxid ist aber praktisch weg.
Die Oberfläche, der Kopfspiegel, ist jetzt etwas rauh. Das gibt sich aber bald wieder, wenn Du die Maschine einige Zeit mit Band laufen läst. Nicht schmierendes Band von Shamrock (Schmirgelband) dürfte in diesem Fall sehr geeignet sein, endlich mal eine Möglichkeit, dieses Band sinnvoll anzuwenden. Smile


Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
Zitieren
#5
Uiiii, so krass ist es bei mir nicht. Es ist nur eine kleine Stelle. Allerdings ist dieses weiße Zeug hartnäckig. Hab heute ein altes Band durchlaufen lassen aber keine Verbesserung. Ich bin immer von den Socken, wenn ich Eure Bilder sehe. Mit meiner Ixus komme ich nicht so nah ran, ich versuche morgen mal ein Bild einzustellen.
Gruß Michael
Zitieren
#6
[Bild: tandberg1.jpg]
Hier das Bild. Hab alles versucht, besser gehts nicht. Der Löschkopf ist zwar oxydiert, hab ihn aber eingestellt und er macht was er soll. Der Aufnahmekopf läßt sich nicht reinigen. Aufnahmen klingen dumpf. Verschmutzung ist unten rechts, schlecht zu sehen da es sehr spiegelt. Die Einlaufspuren lassen vermuten, daß der Führungsstift schon länger nicht funktioniert. Das Band war bestimmt über dem Stift eingefädelt und hat demzufolge immer die Tonköpfe berührt, auch beim Spulen.
Gruß Michael
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste