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Hallo,
wenn man ältere Geräte aufschraubt, hat man immer wieder das Problem, das vermessingte Teile angelaufen oder etwas korrodiert sind. Das ist an der Oberfläche und nicht eigentlich schlimm. Trotzdem möchte ich das sauber bekommen.
Meine Versuche waren bisher nicht sehr erfolgreich:
- nimmt man eine Metallpolitur, geht im schlimmsten Fall die Beschichtung vollständig ab, im Normalfall wird man aber blanke Stellen, insbesondere an den Kanten, bekommen.
- Gleiches geschieht (wenigstens bei mir), wenn man die Oberfläche mit einer schwachen Säure behandelt.
Ich habe dann in der Vergangenheit zum letzten Mittel gegriffen: mit Messing-Spray(das ist eigentlich ein Lack) lackiert.
Deshalb meine Frage:
Hat jemand einen Tip, wie man diese Teile sauber und " wie neu" bekommt??
Viele Grüße
Frank
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´
Versuche es mal mit Metallpolitur "Sidol", die ist recht mild, oder mit Putzmittlen für Blechblasinstrimente oder Saxophone. Was ebenfalls mitunter gut wirkt, ist Autowachs (keine Politur), das enthält keine Scheifmittel, löst aber trotzdem allerhand Schmand auf.
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
Hi Frank,
nimm Nevr Dull und Ruhe haste.
Ne im Ernst das Zeug bekommst Du im Motorrad-/-zubehörhandel. Es ist eine in einer Flüssigkeit gelagerte Watte ohne Schleifmittelanteil.
....und trotzdem wirkt es sehr gut, vor allem bei Edelmetallen.
Befallene Stellen so lange mit der Watte abreiben bis ein Schmierfilm entsteht, dann mit einem weichen Tuch (am besten Mikrofaser) nachreiben.
Hier einmal ein Beispielbild
![[Bild: normal_12030002.JPG]](https://magnetofon.de/galerie/albums/userpics/10004/normal_12030002.JPG)
in Groß:
https://magnetofon.de/galerie/albums/use...030002.JPG
oben ein Plattenteller unbehandelt 10 Jahre alt
Mitte poliert mit Nevr Dull
Mittelpuley poliert zuerst auf der Maschiene, dann Never Dull
Gruß
Jürgen
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Aber hinterher mit einem Schutzlack behandeln, sonst wird es schnell wieder matt.
Gruß,
Michael/SH
Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
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Hallo Frank,
bring mal so ein Teil zu mir, da machen wir einen Versuch mit Glasperlenstrahlen. Gibt einen hellen, matten Glanz.
Michael(F)
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Zitat:Michael Franz postete
... da machen wir einen Versuch mit Glasperlenstrahlen...
Hallo Michael,
nur mal rein Interesse-halber gefragt. Hast Du eine Kammer oder strahlst Du "offen"?
Ich überlege, ob ich mir ein Set (einfacher Kompressor mit Strahlaufsatz) zum Entlacken von Gehäuseteilen anschaffe und wäre an Erfahrungsberichten interessiert.
Tschüß, Matthias M
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch
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Es ist ein Kabine, mit 2 Eingriffslöchern, an denen Stulpenhandschuhe befestigt sind. Mit der einen Hand hälst und drehst Du das Teil, mit der anderen wird gestrahlt.
Vorschlag:
Suche Dir einen "Werkzeugbau" in Deiner Nähe, die haben in der Regel Drahterodiermaschinen und Drahterodierteile werden gestrahlt. Da kannst Du auf dem kleinen Dienstweg mal etwas probieren.
Michael(F)
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Hallo,
zunächst Danke für Eure Ratschläge.
Den von Frank werde ich ´mal ausprobieren, das klingt gut.
Nevr Dull habe ich schon probiert...
Die Teile, die ich zur Zeit in Arbeit habe, eignen sich nicht so sehr zum Glasperlenstrahlen: ich müßte dazu das gesamte Motor-Bremsenaggregat zerlegen.... Aber bei Gelegenheit komme ich darauf zurück...
Viele Grüße
Frank
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Hallo Frank, was sind denn das für Teile?
Vermessingte Sachen sind mir in TB´s noch nie untergekommen. Außendran, in Form von Zierteilen schon eher.
Wenn Laufwerksteile einen messingähnlichen Farbton haben, dann sind sie zumeist cadmiert. Wird heute wohl nicht mehr gemacht.
Da all diese Oberflächenbehandlungen der Eingeweide nur dem Korrosionsschutz dienen ist gegen den Einsatz diverser Schutzlacke nichts zu sagen.
Eleganter geht es natürlich mit einem galvanischen Überzug. Kann man leicht selbst herstellen. Aus Kupfervitriol eine Lösung ansetzen - aber Vorsicht, das Zeug ist hoch toxisch! - und dann mit einer Gleichstromquelle....
Das ist dann natürlich ein kupferfarbener Überzug!
Für Hobbyanwendungen gibt es für rel. wenig Geld solche kleinen Handgalvanisiersets. Da sind die entsprechenden Elektrolytlösungen mit dabei. Kann man sogar sein Zeug damit vergolden. Selbst habe ich das allerdings noch nicht ausprobiert.
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Zitat:MGW51 postete
.....
Eleganter geht es natürlich mit einem galvanischen Überzug. Kann man leicht selbst herstellen. Aus Kupfervitriol eine Lösung ansetzen - aber Vorsicht, das Zeug ist hoch toxisch! - und dann mit einer Gleichstromquelle....
Das ist dann natürlich ein kupferfarbener Überzug!
Für Hobbyanwendungen gibt es für rel. wenig Geld solche kleinen Handgalvanisiersets. Da sind die entsprechenden Elektrolytlösungen mit dabei. Kann man sogar sein Zeug damit vergolden. ....
Ist denn nicht problematisch wegen des Abwassers? Galvanobetriebe müssen doch aufwändige Wassereinigungsanlagen haben, eben wegen der Giftigkeit der verwendeten Chemikalien.
Frank
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Ich sehe da kein Problem. Die Lösung verdirbt ja nicht und für so einen Minimalgebrauch kann man sie jahrelang - mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen - aufheben. Was verdunstet, ist eh nur Wasser. Man kann das auf die Spitze treiben und der Lösung das Wasser kpl. entziehen. Da hat man dann halt nur ein paar Kristalle Kupfersulfat die sich leichter aufheben lassen, allerdings auch leichter "versiebt" werden können und das ist dann schon recht gefährlich!
Diese "giftblaue" Farbe des Vitriols in Verbindung mit dem entsprechend sicheren und ordentlich etikettiertem Gefäß beugen versehentlicher Verwechselung mit verdünnter Tinte vor.
Einfach so wegschütten darf man weder das Vitriol noch die Sulfatkristalle. Damit lassen sich ganze Völkerstämme ausrotten!
Bei Galnvanikbetrieben sind vielerlei Giftstoffe, z.B. auch Chromsäure, im Einsatz. Da dort mit großen Mengen gearbeitet wird und schon geringste Spuren dieser Stoffe Katastrophen auslösen wenn sie unkontrolliert ins Grundwasser gelangen werden solchen Betrieben sehr hohe Auflagen erteilt und entsprechend überwacht.
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Hallo,
zur Illustration, ich hoffe, daß es auf den Fotos überhaupt rauskommt:
Viele Grüße
Frank
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Ob das nun vercadmet, vermessingt, gelbchromatiert oder was auch immer ist, kann ich am Bild nicht erkennen; ist ja auch nicht weiter von Belang. Entscheidend ist, daß das Grundmaterial Eisen/Stahl ist und jegliche Poliererei keine dauerhafte Abhilfe schaffen kann da der dünne Überzug somit noch weiter abgetragen wird. Die beste, dauerhafteste Lösung wäre ein Galvanikbad. Allerdings auch die bei weitem aufwendigste!
Wenn ich das so sehe, dann denke ich mal, daß Du wenig Lust verspürst alles komplett zu zerlegen.
Dafür kommt m.E. nur das kleine Handgalvanisierbesteck in Frage. Korrodierte Stellen - ich kann hier zwar keine erkennen - vorher mit einem Glaspinsel blank putzen. das genügt als Vorbehandlung.
Selbstverständlich muß alles fett- und staubfrei sein, sonst ist jede Weiterbehandlung für die Katz.
Diese Galvanisiersets gab/gibt es bei diversen Versandhändlern und sicher auch in einschlägigen Bastelgeschäften. Diese Technologie arbeitet ohne Bad sodaß damit auch Holz- und Kunststoffteile einen entsprechenden Überzug bekommen können. Die handgeführte Elektrode ist recht zierlich was in diesen Fällen von Vorteil ist, da man so gut in Ecken und Winkel hineinkommt.
Ich werde mal ein bisschen wühlen, vielleicht finde ich ein Bild von diesem Zeug.
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Hier mal der Link, wo es solcherart Gerätschaften gibt:
http://www3.westfalia.de/shops/technica/...veredlung/
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