Scott A 457 -- Knacksen in den LS beim Licht Anschalten
#1
Hallo, ich habe meinen alten Scott Verstärker, TYP A 457 mit dem passenden Tuner T 526 nach Jahren reaktiviert.
Beim Tuner ist alles OK, bis das er kein Stereo mehr empfängt.
Aber der Verstärker, beim ein - und ausschalten knackt es ziemlich laut in den Lautsprechern, gleiches wenn ich Licht ein - oder ausschalte.
Selbst wenn ich den angeschlossenen oder auch nicht angeschlossenen Tuner ein - ausschalte knackt es.

Was habe ich bisher gemacht: Das Gerät hat an der Netzbuchse sowie am Netzschalter je einen 0,47µf - 400 Volt, diese sind neu.
Dann habe ich statt der C 14 Netzbuchse einen C 14 Netzfilter eingebaut, der hat perfekt gepasst.

Trotzdem bleiben die Knackse.

Was könnte ich noch machen, bzw. wo sollte ich nach dem Fehler suchen.

PS: Mein Scott Receiver - R 327 hat diese Knackser nicht, der ist außer Musik Totenstill.

Danke und Gruß - Theo
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#2
Könnte ein Schirmungs- oder Masseproblem sein. Möglicherweise ist irgendwo eine Lötstelle aufgegangen, da besonders mal bei Schirmblechen (wenn vorhanden) sowie bei den Anschlussbuchsen schauen.

Gruß Holger
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#3
Hallo Holger, danke für deine Antwort, das habe ich alles schon geprüft, nichts auffälliges gefunden.

Ich suche weiter.

Gruß - Theo
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#4
Ich glaube das Problem ist eher konstruktionsbedingt und taucht wohl bei nicht wenigen Verstärkern auf.
An einen "Defekt" glaube ich nicht.

Übrigens hatte ich ja letztens eine ganz ähnliche Kombi auf dem Tisch.
https://tonbandforum.de/showthread.php?t...#pid382162

Die Geräte stehen jetzt bei meinem Kumpel. Ich müßte das Knacksproblem dort mal demnächst an dem A437 checken.
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#5
Hallo Jan, das könnte sein. Was aber etwas dagegen spricht, beim Receiver von Scott tritt dieses Knacken nicht auf.
Und bei deinem Tuner geht die Stereo Anzeige, bzw. er funktioniert.

Danke und Gruß - Theo
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#6
Hallo Theo,

wenn die Lautsprecher beim Ein- und Ausschalten des Verstärkers knacken, hat der Verstärker wohl keine Einschaltverzögerung: ich nehme an, das meinte Jan mit dem konstruktionsbedingten Problem. Bei den meisten Verstärkern, die ich kenne, gibt es ein Relais am Lautsprecherausgang, das erst nach kurzer Warmlaufzeit freigeschaltet wird, und das beim Ausschalten auch sofort aufmacht. Ich kenne aber auch ein älteres Gerät (Loewe SX 6772) ohne ein solches Relais; vielleicht war das früher nicht so üblich. Ein anderes älteres Gerät (Yamaha CR-450) hat zwar ein solches Relais, aber das ist fürs rechtzeitige Ausschalten zu träge beschaltet, so daß es zwar nicht beim Einschalten, aber beim Ausschalten knackt.

Eine andere mögliche Ursache für ein "Plopp" beim Ausschalten ist ein DC-Offset in der Endstufe. Das hört man dann auch, wenn man bei eingeschaltetem Verstärker die Lautsprecher an- und ausschaltet. Auch das fällt wohl unter "konstruktionsbedingtes Problem".

Wenn ein Lichtschalter oder der nicht angeschlossene Tuner die Lautsprecher knacken läßt, dann funktioniert m. E. das Netzteil des Verstärkers nicht mehr richtig, denn das sollte Schaltimpulse abfedern können. Vielleicht sind die Siebelkos mittlerweile trocken?

Wenn all diese Probleme behoben sind, der an einen Audioeingang angeschlossene Tuner beim Einschalten aber immer noch ein Knacken verursacht, dann könnte es helfen, an dessen Netzschalter einen Entstörkondensator mit etwas höherer Kapazität zu verbauen. Laut Schaltplan hat der der Tuner einen Entstörkondensator von nicht 0,47 μF, sondern 0,0047 μF parallel zum Netzschalter, da könnte man es mit 0,01 μF oder so probieren.

Viele Grüße
Moritz
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#7
Ich habe das gleiche Problem bei meinem Abacus Rieder 60-120. Er hat keine Einschaltverzögerung.
Viele Grüße
Dietmar
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#8
Vielleicht sollte man die beiden Themen erstmal trennen. Knacksen beim Ein- und Ausschalten = keine Einschaltverzögerung der Lautsprecheranschlüsse. Das ist konstruktionsbedingt und kann nur durch eine nachträglich eingebaute Schaltung korrogiert werden. Knacksen durch Funkstörungen im Netz, das kann konstruktionsbedingt sein, hat den Grund aber in jedem Fall in einer mangelhaften Entstörung des Verstärkers.
Wo kann die Störung einstrahlen? Zum einen über die Netzzuleitung zum anderen über die Eingänge des Verstärkers und einfach so irgendwo in die Elektronik. Was kann man machen? Zunächst die Entstörglieder im Netzteil prüfen. Einfach einen Kondensator über den Netzschalter bringt natürlich nichts, der unterdrückt nur den Einschaltfunken am Schalter. Nur der in der Netzleitung liegende Kondensator hat wärhend des Betriebs eine Wirkung. Wichtig, die Dimensionierung. Im Schaltbild stehen 0,0047 µF, nicht 0,47µF. Da sollte man sich auch dran halten. Selber irgendetwas zu ändern führt hier oft in die Irre. Anders als bei Niederfrequenz, spielt das Material eine wichtige Rolle. Wenn da ein Keramikkondensator eingebaut war, sollte man auch wieder einen solchen dort einbauen. Auf der Sekundärseite ist ein 0,01 µF Kondensator parallel zur Sekundärwicklung eingebaut, den würde ich auch mal prüfen. Ebenso den 0.01 µF parallel zur Zenerdiode. Man könnte parallel zu den Dioden im Brückengeleichrichter Kondensatoren schalten.
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#9
Hallo, danke für die Antworten. Ihr habt natürlich Recht, beim Kondensator sind es 0,0047 µf, da waren meine Finger schneller als die Augen.
Im Gerät sind aber die richtigen.
Was Moritz geschrieben hat, das es beim EIN-AUSschalten der LS auch knackst, stimmt.
Ich werde dieser Tage noch mal alles vergleichen und messen.

Danke und Gruß - Theo
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#10
Hier mal ein völlig abgedrehtes Angebot für den Scotti

https://www.ebay.de/itm/336065334575

Die spinnen, die Leute!
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#11
(26.09.2025, 14:05)janbunke schrieb: Hier mal ein völlig abgedrehtes Angebot für den Scotti

https://www.ebay.de/itm/336065334575

Die spinnen, die Leute!

Na, alleine die weiter unten aufgeführte Kompatibilitätsliste rechtfertigt doch den Preis  Big Grin
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#12
Komplett bescheuert!
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