Wie ich mich kenne könnte es auf jeden Fall sein das ich wieder deine Hilfe zum messen benötige...
Momentan steht sie ja erst mal beim niels und braucht so wie es ausschaut auf jeden Fall Capstan und Zählwerkriemen.
VG
Martin
Beiträge: 3097
Themen: 129
Registriert seit: Oct 2007
Das kriegen wa schon hin wenn's soweit ist
Viele Grüße
Jörg
Beiträge: 7487
Themen: 623
Registriert seit: Aug 2004
Gestern habe ich neue Riemen eingebaut. Das Band wird transportiert, aber eine paar Baustellen haben sich nun doch offenbart. Die Mechanik ist leicht verharzt, die Nullstellung des Zählwerks funktioniert nicht und die Mechanik mit Umlenkrolle und Brummklappe ist nicht unbedingt in Ruhestellung (in der Folge habe ich einen Abschnitt eines Bandes leicht zerspant, leider).
Ärgerlicher ist aber, dass ich kein Signal rein oder raus bekommen. Die VUs schlagen nur einemal beim Einschalten aus und bleiben dann still. Weder aus der Radio- noch aus der Monitorbuchse habe ich ein Signal bekommen.
Die Köpfe scheinen nicht sehr viele Betriebsstunden gesehen zu haben.
Ich habe nur kurz drübergewischt. Der Abrieb war grün und scheint eher vom Vorlauband zu kommen.
Matthias M hat in seinem Artikel über die Wartungsfreundlichkeit wahrlich nicht übertrieben. Allerdings schrieb er von 6 Schrauben, die für das Lösen der Frontplatte zu entfernen sein. Ich habe zuerst nur 5 gefunden, die Frontplatte blieb, wo sie war. Ein bloßes Abtasten der Unterseite (beim senkrecht stehenden Gerät) hatte auch nicht ausgereicht, war aber der richtige Ansatz. Die Schrauben 6 und 7 (!) verbergen sich in den Gerätefüßen.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
Herlichen Dank Niels an der Stelle für deinen Einsatz! Sowas ist nicht selbstverständlich.
Bin noch etwas am grübeln wie es weiter geht. Soweit ich erkennen konnte sind drei Bordspannungen für das Gerät sehr wichtig.
https://shop.ts1000.de/ersatzteile/10052...dig-ts1000
Jedenfalls kann man das dem Messgerät entnehmen. Die müssten wahrscheinlich erst mal hergestellt werden.
Die Frage für mich ist aktuell ob ich jemand den Vortritt lasse der mehr Ahnung hat. Bzw. ob überhaupt Interessenten gibt. Alternativ die Maschine zu mir nach Nürnberg hole und weiter sehe was ich mache. Fürs Wohnzimmer scheint sie mir tatsächlich etwas groß. Aber schön ist sie natürlich schon. Ich bin aktuell tatsächlich etwas unschlüssig was genau ich mache.
VG
Martin
Beiträge: 7487
Themen: 623
Registriert seit: Aug 2004
Ein Signal von Band habe ich nach wie vor nicht herausbekommen. Jedoch habe ich einen Bedienfehler entdeckt: Von Akai, Sony, Teac, Revox war ich es gewohnt, dass das Vorbandsignal immer durchkommt, bei der TS-1000 ist es wie bei der RdL: Dat Ding muss auf Aufnahme stehen. Immerhin habe ich über die Mikrobuchse ein Signal rein- und über die Monitorbuchse auch wieder raus bekommen.
Ich werde mich noch weiter damit beschäftigen.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
So jetzt habe ich zum ersten mal Zeit mich etwas mit der TS 1000 zu beschäftigen. Vor Weihnachten habe ich das Maschinchen beim Niels abgeholt. Dieser hat ja schon freundlicherweise die von mir bereits verauslagten Riemchen installiert und erste Tests durch geführt. Danke nochmal an der Stelle für alles!
Das erste was reinkommt ist ein Gimmick für die Servicesteckkarte. Eine Anzeige der Versogungsspannungen.
Einbauanleitung:
So schaut die gute von Hinten Innen aus.
Sogar die Dolby NR Steckkarten sind drinnen. Ich bin begeistert
Danach werde ich mal sehen was dat Dingens so anzeigt. Ggf. sind Versorgungsspannungen intand zu setzen. Hernach wird man sehen, vermutlich werde ich dann beginnen Steckkarte für Steckkarte Elkos und Trimmer zu erneuern. Dann werde ich erst mal sehen ob das Problem was der niels beschrieben hat immer noch vorhanden ist. Ich hoffe - aus Sicht eines Schmalspurelektronikers, der ich nunmal bin - natürlich nicht!
P.S. Achja, das Zählwerk muss ich auch nochmal anschauen. Kommt alles noch! Gut Ding will Weile haben!
VG
Martin
Gesagt getan. Das kleine Gerätchen funktioniert gut. War ja auch teuer genug. Naja, man gönnst sich ja sonst nix. Man hat jedenfalls sofort einen Überblick was elektrisch los ist. An diesen Kontakten der servicekarte kann man ja auch schnell mal bein messen abrutschen und einen Kurzschluss verursachen.
Es werden von oben nach unten drei Spannungen benötigt.
30V -> 30,0 - 30,4V
5V -> 5,0-5,3V
26V -> 26-28V
benötigt
Hier nach dem ersten einschalten und Spannungssteller noch auf 220V
Danach habe ich ausgeschalten und auf 240V umgestellt.
Ich würde sagen keine Katastrophe aber einen Tick zu niedrig. Weis jemand wo man die Spannung verstellt?
VG
Martin
Beiträge: 4561
Themen: 9
Registriert seit: Dec 2006
(29.01.2022, 14:11)leserpost schrieb: Weis jemand wo man die Spannung verstellt?
Nirgendwo. Zu dem ist "A" 26,5 V eine ungeregelte Spannung. Diese Zusatzkarte ist überflüssiges Gimmick.
Gruß Ulrich
Das ist doch schon einmal ein hervorragende Nachricht. Eine Spannung die man nicht einstellen muss und/oder kann. Das Lob ich mir wo doch jeder Revoxfreund als erstes an seiner historischen Ruine verzweifelt versucht die Spannung einzustellen. Die Maschine ist halt in Fürth für Franken gebaut. Die wussten dort genau was ein Franke auch in Zukunft niemals tun möchte...
Ich dachte mir aber auch die Spannungen jetzt nicht ganz aus der Welt sind das man Angst kriegen müsste.
Nachdem der Niels ja über mangelnde Ausgangsignale berichtet hat, habe ich mir zunächst mal die Ein-Ausgangsplatine vorgeknöpft. Ist ja schön beschriftet in der Maschine. Es waren insgesamt 5 Kondensatoren zu tauschen.
Nach meinem völlig unmaßgeblichen chinesischen ESR Schätzeisen waren von Links nach Rechts die zwei 470µF/6,3 komplett "leaky", der mittlere war "NG" - was immer das heißt - und die zwei rechten erhielten ein "OK". Man sieht also es sind nicht immer die Frakos die Probleme machen. Wie dem auch sei werde ich jetzt erst mal wieder etwas testen und sehen ob es das war was der Niels bemerkt hat oder nicht.
VG
Martin
Gerade mal ein Band drauf geschmissen. Weiterhin kein Ausgangssignal. Also war die Aktion heute leider nicht vom Erfolg gekrönt. Die Suche geht also weiter. Zumindest konnte man jetzt schon mal die Spannungsversorgung ausschließen. Es fällt auf das am Kopfhörerausgang übrigens auch kein Signal anliegt. Wenn man allerdings die Schiebereglern für den Kopfhörer betätigt hört mal schon ein leichtes rascheln im Kopfhörer. Tot ist der also nicht. Bekommt offensichtlich nur kein Futter. Ich denke mal irgendwo vorher geht das Signal verloren...kommt Zeit kommt Rat...
Beim Zählwerk ist es aktuell nur die Nullstellung die nicht funktioniert. Vielleicht ist auch nur der Rückstellmechanismus etwas verharzt.
VG
Martin
Beiträge: 4561
Themen: 9
Registriert seit: Dec 2006
Eigenartiger Ort für einen Reparaturthread  . Vorband geht, Wiedergabe nicht? Dann kontrolliere mal auf Platine G (Wiedergabentzerrer) die Elkos C23 und C24 auf Kurzschluss und die Widerstände R57 und R58.
Gruß Ulrich
Ja, der Ort ist etwas ungewöhnlich weil alles damit begonnen hat das eine Grundig TS 1000 irgendwo hinter Hannover in der Pampa günstig zum Verkauf stand. Mittlerweile steht sie wieder an Ihrer Geburtsstätte in Franken. Ich wollte nur das der Einsatz und die Vorarbeit vom niels sichtbar bleibt. Deshalb habe ich hier weiter geschrieben.
Entzerrerplatine. O.k. die sehe ich mir morgen mal an. Danke für den Tip!
P.S. Vielleicht kann man das, nachdem es ja nunmehr nicht mehr um den Erwerb sondern die Instandsetzung geht in den Reparaturbereich verschieben.
VG
Martin
So jetzt habe ich den Sonntag Morgen mal benutzt um auch nochmal den Wiedergabeverstärker etwas zu überarbeiten. Die Karten in der Maschine sind übrigens alle noch verlackt. Die waren noch nie draußen. Wenn ich ehrlich bin hatte ich aber schon beim Ersatz der div. Kondensatoren nicht das Gefühl hier in ein Wespennest gestochen zu haben. 90% erhielten nach Test ein "o,k.". Fünf Stück ein "NG" und keiner ein "leaky". Wie mir mein Gefühl beim Tausch schon gesagt hatte hat es im Ergebnis dann auch leider 0,0 bewirkt. Die Bauteilqualität der Grundig ist hoch. Höher als bei Revox. Keine weißen Schiffchen oder Knallfrösche - wie bei Revox - in der Maschine zu finden. Die Grundig Maschine scheint andere Tücken zu haben. Eine Revoxianisierung nach dem Motto - Tausch alle Elkos, dann läuft sie wieder - scheint also nicht so der Bringer zu sein. Kenner der Maschine sind halt leider rar gesät. Ich denke das ist ihr Hauptproblem.
Natürlich habe ich von R57 und R58, wie mir aufgetragen wurde, noch brav je ein Beinchen ausgelötet und nach gemessen. Auch wenn ich mir nach dem Verlauf der ganzen Tauschaktion nicht vorstellen konnte das die beiden Widerstände ausgefallen waren. Voila für die Statistik -> R57=1.004 Ohm und R58=995Ohm.
Jetzt werde ich wohl erst mal abwarten ob weitere Ideen kommen. Dann wird man sehen was ich mit der Maschine mache.
VG
Martin
Achja, Sicherungen habe ich auch noch ersetzt. Dann habe ich hinten wieder zugemacht. Ich glaube gefühlt nicht dass das Problem hinten in der Elektronik liegt. Beim nächsten Anlauf werde ich vorne weiter machen. Der niels hat ja auch schon bemerkt das er das Gefühl hatte der Kopfschlitten bewegt sich aufgrund Verharzung nicht so wie er soll. Vielleicht gibt es vorne irgendwelche Schalterchen und Hebelchen die nicht richtig schalten.
Auch der Spurschalter vorne mit dem verlorenen Silberstreifen am Kopf scheint verdächtig. Ein umschalten der Spuren bewirkt 0,00 im Ergebnis. Zumindest ein kratzen keine Ahnung irgendwas sollte zu vernehmen sein wenn man die Spur wechselt. Die Zappler bleiben stumm als wenn die Maschine ausgeschaltet wäre.
Kommt Zeit kommt Rat.
VG
Martin
Hmmm, hier ist das gleiche Problem einmal behoben worden.
https://tonbandforum.de/archive/index.ph...12494.html
Das war die G Platine und einer der Kondensatoren die Ulrich benannt hatte. Da ich aber alle getauscht habe muss bei mir das Problem woanders her kommen.
VG
Martin
Wobei, wenn man das ganze mal etwas systematischer angeht. Wenn ich die Entzerrer Wiedergabe Karte auf die Servicekarte anstecke messe ich an den beiden Kondensatoren vorne nichts. Oder ich messe falsch? Masse habe ich halt an Gehäusemasse angehalten.
Erster Spannungstest schon gleich nicht bestanden? Die beiden Elkos wurde aber definitiv nicht als defekt angezeigt. Die neuen jetzt sowieso nicht.
VG
Martin
Beiträge: 3377
Themen: 383
Registriert seit: Sep 2006
02.02.2022, 06:53
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.02.2022, 06:59 von Moppedmanni.)
.... der Faden dann jetzt ab hier :
....Mist .... falsche Gerätebezeichnung......
3 Dreher und ca. 38 Tonbandgeräte an drei Anlagen ............
Danke dafür! Die Wahrscheinlichkeit das ich das Problem lösen kann ist zwar gering, aber ich will wenigstens einen ordentlichen Versuch wagen!
Service Manual habe ich jedenfalls mal geordert.
VG
Martin
Beiträge: 1917
Themen: 127
Registriert seit: Oct 2017
(29.01.2022, 15:32)leserpost schrieb: der mittlere war "NG" - was immer das heißt
Hallo Martin,
bei NG würde ich spontan an "not good" denken.
Auch wenn es nach dem Elko-Tausch erst mal keine Veränderung gibt, können die ja trotzdem nicht in Ordnung gewesen sein und Bauteile in der Nähe beschädigt haben...
Gruß
Robert
Beiträge: 4561
Themen: 9
Registriert seit: Dec 2006
02.02.2022, 14:54
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.02.2022, 14:55 von uk64.)
(31.01.2022, 13:12)leserpost schrieb: Wenn ich die Entzerrer Wiedergabe Karte auf die Servicekarte anstecke messe ich an den beiden Kondensatoren vorne nichts.
Mal abgesehen davon, das die beiden Messstrippen auf dem Bild vertauscht im Messgerät stecken misst du nicht nichts. Das Messgerät zeigt 0L für Overload an, Spannung ist damit oberhalb des gewählten Messbereichs.
Gruß Ulrich
Oh Shit, da habe ich wohl meinem Ruf als MiniVolt Multitalent wieder mal alle Ehre gemacht.
C23, -26,43V und C22, -25,32V
VG
Martin
|