Ein (4-Spur-)Bandgerät liefert diese Frequenzgänge.
Gibt es eine Erklärung für die Knicke/Einbrüche bei 4.75 ?
Bandmaterial ist ein neues RTM LPR35.
Anm.: Das Gerät hat nur einen (zweikanaligen) Bias-Trimmer für alle drei Geschwindigkeiten.
VG Jürgen
JUM,'index.php?page=Thread&postID=262739#post262739 schrieb:Gibt es eine Erklärung für die Knicke/Einbrüche bei 4.75 ?
Eine mögliche Erklärung dafür ist die Auswirkung der Spaltfunktion, deren Minima durch nichtideale Spaltform unvollständig ausgeprägt sind.
(Das erste Minimum tritt auf, wenn die WK-Spaltbreite gleich der aufgezeichneten Wellenlänge ist.)
Einige Beispiele aus der Grundlagenliteratur:
Grüße, Peter
Grüße
Peter
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Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)
Wieder mal: Danke, Peter.
Aber: Welche Wellenlänge (oder besser: 'Aufzeichnungswellenlänge' ?) haben 8 kHz bei 4.75 cm/s ?
Und: Kann man auf Kopfverschleiß schließen, wenn die Kanäle unterschiedlich ausgeprägte Minima haben ?
VG Jürgen
Sorry, selbst ergurgelt.
Aufzeichnungswellenlänge ist v / f, also 0.0475 m/s / 8000 Hz = 0.0000059375, also ~6 µm.
Kann das bedeuten: Der Kopf, der lt. Hersteller 3 µm Spaltbreite haben sollte, ist durch Verschleiß 'aufgeweitet' ?
VG Jürgen
JUM,'index.php?page=Thread&postID=262746#post262746 schrieb:Aufzeichnungswellenlänge ist v / f, also ... ~6 µm.
Daumenregel für überschlägige Berechnung: Die Wellenlänge von 10 kHz in µm entspricht dem Zahlenwert der Bandgeschwindigkeit in cm/s.
19 cm/s => 19 µm
9,5 cm/s => 9,5 µm
etc.
JUM,'index.php?page=Thread&postID=262745#post262745 schrieb:Kann man auf Kopfverschleiß schließen, wenn die Kanäle unterschiedlich ausgeprägte Minima haben ?
Das ist eine Möglichkeit, vorausgesetzt dass deine Messung tatsächlich auf die Spaltfunktion verweist. Evtl. zu prüfen bei 9,5 cm/s, wo dieselben Minima bei der doppelten Frequenz auftreten müssten.
Eine andere Erklärung ist, dass bereits ab Werk die Kopfspalte unterschiedliche Eigenschaften hatten.
Grüße, Peter
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Peter
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Ich messe gelegentlich mal die Frequenzgänge bis 30 kHz.
Ansonsten wäre das (FG bei 4.75) ja eine interessante Methode, um den Kopfverschleiß annähernd zu bestimmen (falls man die 'Werks-Spaltbreite' kennt).
VG Jürgen
JUM,'index.php?page=Thread&postID=262841#post262841 schrieb:Ansonsten wäre das (FG bei 4.75) ja eine interessante Methode, um den Kopfverschleiß annähernd zu bestimmen (falls man die 'Werks-Spaltbreite' kennt).
Es ist auch die Methode der Wahl, um die Spaltverluste eines Wiedergabekopfs zu bestimmen. Nach zusätzlicher Ermittlung der Eisenverluste (Wirbelstrom) lassen sich Korrekturfaktoren errechnen, die bei der Messbandherstellung zur Überprüfung der Frequenzgänge benötigt werden.
Grüße, Peter
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Peter
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Jetzt hätte ich gerne noch die 'Überbetonung' der hohen Töne gemindert.
Mit den Bias-Trimmern C911/C912 bekomme ich die aber nicht weg.
Ich vermute, der Oszillator hat zu wenig Output.
Kann man da was machen ?
Habe mal den Schaltplan angehängt.
VG Jürgen
Besser zuerst prüfen, ob du beim Durchstimmen der Trimmer auf ein Pegelmaximum bei 1000 Hz kommst.
Falls ja, reicht der VM-Strom aus und die Höhenanhebung im Aufnahmeverstärker sollte verringert werden.
Grüße, Peter
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