Das leidige Thema Riemen ...
#1
Hallöchen!
Ich habe heute meinen ersten PU Riemen "auf Maß" erhalten. Der funktionierte leider nicht, weil ich zu kurze Maße angegeben habe, und PU nicht so dehnbar ist wie die bekannten Gummiriemen. Also habe ich ihn kurzerhand aufgetrennt und etwas gekürzt, dann mit dem Lötkolben bei 320 Grad angeschmolzen und zusammengefügt, so daß er den linken Teller mit dem Motor verbindet. Erst hat s an der Nahtstelle gerumpelt, dann hab ich s mit Teppichmesser geglättet und gut. Ich warte nun auf die "Meterware" und werde den Riemen für den Aufwickelteller selbst konfektionieren. Drückt mir bitte die Daumen, daß es funktioniert.
Ich denke, es ist mit dem 3mm Riemen relativ einfach, mit abnehmendem Durchmesser wird es wohl schwieriger...

LG
Mike
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#2
Dann magst du uns sicher verraten, woher du die Meterware beziehst?

VG Stefan
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#3
Streiche Lötkolben, setze Sekundenkleber. Mit Lupe und zwei Pinzetten sauber zusammen setzen. Fertig. Damit ist der Kolateralschaden wesentlich geringer!
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#4
Moin Stefan, klar: top-industrieteile.de. In deren ebayshop kosten 2mm 2Eur/m und 3mm 3Eur/m, incl. Versand.

Das Zusammenfügen mit dem Lötkolben geht einfach, schnell und problemlos. Sekundenkleber klappt sicher auch.Allerdings ist mir aufgefallen, daß das Material nicht so flexibel, griffig und dehnbar ist wie ein Gummiriemen.
So konnte ich den linken, kürzeren Riemen problemlos ersetzen, wieder volle Kraft beim Zurückspulen.

Der rechte, längere Riemen verbindet das Capstan-Schwungrad mit dem rechten Wickelteller. Hier ist mir nicht gelungen, einen gleichmäßigen Antrieb hinzubekommen. Vermutlich ist der Durchmesser mit unter 1cm an der Capstan Riemenaufnahme zu gering, um die Kraft sauber aufzunehmen.
Hab dann einen 2mm Vierkantriemen ausm Fundus genommen, läuft.
LG
Mike
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#5
PU-Riemen habe ich auch schon probiert und sie bei Tonbandgeräten meist als ungeeignet erachtet.
Sie sind wie schon gesagt nur wenig elastisch, haben eine raue aber wenig rutschsichere Oberfläche und sind in den Fällen gar nicht zu gebrauchen, wo sie über irgendwie bewegliche Zwischenräder geführt werden, also ihre Länge sich im Betrieb ändern muss. Ich schätze, dass sich Längenänderungen nur im Bereich von maximal 2-3 % bewegen dürfen, sonst steigen die Lagerbelastungen erheblich an.

Beste Erfahrungen habe ich damit hingegen z.B. bei 8- und 16 mm-Schmalfilm-Projektoren gemacht, wo die grünen Strippen nur stoisch laufen, von der Motor- zur Hauptwelle, und dabei große Kräfte übertragen müssen, gelegentlich sogar in "Doppeltraktion"!
Die Verbindung der Enden funktioniert mit Cyanacrylatkleber ausgezeichnet und die Klebestelle ist genauso haltbar wie der Rest. thumbup

LG Holgi
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#6
Moin aus Hamburg, hallo Holgi!

Deine negativen Erfahrungen mit dem PU-Material sind ja enttäuschend.

Gibt es Alternativen in Sachen „Endlosmaterial“?

Grüße

Hannes
Meine Elektronik-Kenntnisse: Ich löte nach Zahlen Smile
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#7
Hannes,'index.php?page=Thread&postID=259514#post259514 schrieb:Gibt es Alternativen in Sachen „Endlosmaterial“?
Frag mich mal was Leichteres.... Huh
Ich denke nicht.
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#8
Nö, Hannes, ich glaub auch nicht. PU kann man leicht verbinden, Gummi eben nicht. Vulkanisieren ist da wohl angesagt. Die Auswahl an Riemenlängen bei den bekannten Anbietern ist - bei größeren Längen besonders bei den Rundriemen - auch nicht sonderlich groß. Die Viereckriemen sind besser verfügbar, allerdings eben nicht immer optimal.
Schade, ich dachte die PU wären die Lösung, sind sie aber nicht.
LG
Mike
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