Kennwood KX-1100HX, Wickelmotor unzuverlässig
#1
Jetzt habe ich mich doch an dieses Deck gesetzt: Tapedeck-Cassetten-Stammtisch

Riemen mag eine Sache sein, was ich vergessen hatte: Auf Wiedergabe läuft das Deck ein paar Augenblicke, dann schaltet es ab, weil der Wickelmotor nicht weiterläuft. Wenn man händisch nachhilft, kommt er wieder in die Gänge. Umspulen läuft durch eine ganze Kassette. Wenn der Wickelmotor auf Play in Streik getreten ist, startet Spulen auch nicht ohne Hilfe.

In dem verlinkten Deck wurden die Motoren als Schachstelle beschrieben. Was sagt eure Glaskugel zum Wickelmotor? Wieso schaltet er ab? Wie kann ich das beheben?

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#2
Kann ich bestätigen, dass die Wickelmotoren nach längeren Standzeiten Probleme machen und nicht mehr anlaufen.
Ich hatte mittlerweile 5 oder 6 Kenwood KX-1100HX hier. Bei zwei von denen, trat dieses Problem auf.

Gelöst hatte ich das, in dem ich die Motoren mit separater Spannung aus dem Labornetzteil einen halben Tag lang habe laufen lassen.

Sollte das nicht helfen, muss der Motor ausgewechselt werden.
Gruß André
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#3
Ich hab noch heile Motoren aus KX 7030, KX 5530 und KX 2020 da. Paßt da was?
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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#4
Der Motor ist ein Sankyo BHS 7B 03.
Das Deck spult jetzt sein ein paar Stunden ein Kassette ohne Band mal vor, mal zurück. Ein Testlauf mit Band lief eben mehr als 6 Minuten ab Bandanfang. Als ich dann gestoppt, gespult und wieder gestartet habe, trat das Problem erneut auf. Jetzt spult es wieder vor sich hin.
Immerhin: Wiedergabe über Kopfhörerausgang funktioniert. Da keimt Hoffnung....

niels
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#5
Klemme den Motor ab und gebe mit einer externen Spannungsquelle mal etwas mehr Volt drauf, so 15 bis 16V und lass ihn damit mal eine Stunde links und eine Stunde rechts herum drehen.

Es passen übrigens viele Wickelmotoren aus Sankyo Laufwerken in das Kenwood. Allerdings lässt sich dieser echt bescheiden austauschen. Dazu muss fast das komplette Laufwerk zerlegt werden, weil man an eine Mutter der Motorhalteplatte nicht wirklich heran kommt. Kenne das leidige Spiel.
Gruß André
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#6
   



die kontakte machen gerne Probleme, ich denke nicht das es am wickelmotor liegt.

ich habe das bild bei captn difool geklaut
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#7
Denken heisst nicht wissen. Bei mir war es 2x der Fall, das der Wickelmotor streikte, auch wenn das umspulen mehrmals gut funktioniert hat.
Das man aber die Kontakte am Cam Wheel auch mal reinigt, versteht sich von selbst. Ebenso die Kontakte für die Kassettentyp Erkennung.

Lange Standzeiten sind eben Gift für die Laufwerke.
Gruß André
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#8
ich bitte mehrfach um Vergebung falls ich mit meinem hinweis jemandem auf die füsse getreten sein sollte.
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#9
Danke für eure Hinweise.

Da ich kein Labornetzteil habe, wird der Motor mit der normalen Spannung versorgt.
Beim ersten Einschalten nach Jahren blieb der Motor nach 2 Sekunden stehen. Dies hat sich stets wiederholt. Ich habe das Deck mehere Stunden im Leerlauf spulen lassen. Dann liefen ca. 10 Minuten von einer C90-Kassette durch. Da der Motor schneller stehen bleibt, je voller der rechte Wickel ist, vermute ich mehr den Motor als die Kontakte als Problemverursacher.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#10
Dann nimm halt irgendein Steckernetzteil, was mehr als 12V ausgeben kann. Stecker vom Board abziehen und die beiden Kabel ausfindig machen, die zum Wickelmotor führen, zwei starre Drahtenden in die Pins stecken und dann Plus und Minus anschliessen und dann Feuer frei. Das kannst du auch ruhig mal einen halben Tag lang so laufen lassen. Der Motor muss mal ordentlich eine auf die Mütze bekommen. Etwas Öl in die Lager schadet auch nicht.

Dann das ganze anders herum, also Richtungswechsel.
Gruß André
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#11
Der Motor braucht eine Revision, besonders vom Kommutator. Das geht mit Küchentischausstattung leider nicht zu machen. Selbst wenn man den wieder zum laufen gebracht hat, kann keiner sagen, wie lange er das noch tut.
Ich habe den Kommutator leicht angeschliffen, damit die alten Oxydschichten wieder runter sind. Die Bronzekontakte sind anscheinend recht oxydwillig. Die drei Schaltkontakte vom Assistmotor sind eine weitere Fehlerquelle. Ich kenne gute Sankyolaufwerke aus den Yamaha-Decks, aber das im KX-1100 ist ein schlechtes. Auch die linke Schwungmasse ist selten gut ausgewuchtet und sorgt für Jitter, bei stehenden Tönen unüberhörbar. Ich kann vom KX-1100 nur abraten.
Gruß André
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#12
Das wäre natürlich die optimalste Lösung. Motor ausbauen und überholen oder eben gleich einen anderen besseren Motor einbauen.

Abraten kann ich vom Kenwood KX-1100HX nun nicht gerade. Mein Exemplar läuft bestens und dieses nehme ich auch hin und wieder gern zum digitalisieren her, wenn das mal gewünscht ist.
Gruß André
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#13
Laß dir das ausgezeichnete Deck nicht madig machen!
Den Motor bekommste wieder hin und alles ist gut.
Viele Grüße
Jörg
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#14
Ich lasse ja so schnell nicht locker.
Ging es hier noch weiter? Was macht der Wickelmotor?
Gruß André
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#15
Mein Beitrag galt in der ersten Hälfte auch für den Wickelmotor. Bei anderen Decks ist mir das nie so vorgefallen, aber dieser neigt am Kommutator leicht zur Oxydation, anscheinend in dieser Serie eine etwas unglückliche Legierung. Daher auch keine Sicherheit, ob eine Überholung dauerhaft wirkt. Das KX-1100 ist eben für Leute, die gerne Beschäftigung haben. Wink
Gruß André
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#16
Ich habe soeben ein Kenwood KX 1100 HX entlassen und seinem Besitzer übergeben.

Das hatte auch die Schwierigkeiten mit dem Wickelmotor. Hier hatte sich die Methode mit dauerhafter Zufuhr von Spannung mit bis zu 18V erst mal ausgezahlt. Das Deck stand seitdem 3 bis 4 Wochen ungenutzt. Gestern Abend noch mal kurz angeworfen und alles lief wie es sollte.
Gruß André
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#17
Weil ich keine weiteren Trafos zur Verfügung hatte, habe ich das Deck in beide Richtungen mehrere Stunden lang im Leerlauf spulen lassen. Dennoch blieb es bei max. 10 Minuten bevor, der Motor wieder streikt. Am nächsten Tag stand er dann schon wieder kurz nach dem Einschalten. Dann habe ich mich erstmal wieder um andere Dinge gekümmert.

Wie lässt sich das Laufwerk ausbauen? Wenn man nach dem SM geht, zerlegt man quasi das ganze Gehäuse, aber ich denke, es geht auch mit weniger Schraubaufwand. Kommt man durch die Kassettenklappe an alle wichtigen Schrauben?

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#18
Das Laufwerk ausbauen ist kein Thema, das geht schnell und einfach. Setz dich davor und schaue es dir in Ruhe an.

Das ausbauen vom Wickelmotor dagegen ist leider nicht so einfach, man kommt mal nicht so eben schnell an alle Schrauben und Haltemuttern von der Motorhalteplatte heran. Da muss dann definitiv mehr zerlegt werden. Blindes drauflos schrauben empfehle ich da nicht. Es reicht auch nicht die Schwungmassen mit dem Motor auszubauen....man kommt an die letzte Mutter von der Motorhalteplatte dann immer noch nicht heran. Saublöd konstruiert.

Ich würde mir an deiner Stelle mal ein kleines Labornetzteil zulegen. Kann man beim Basteln immer mal wieder gebrauchen. Die Hin-und Her-Spulerei bringt nichts!
Gruß André
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