Hallöchen,
ich habe ja einige Einstellungen ausprobiert, neue Bremsbänder, Trommeln, Federn ...
Alle Bleche gerade gebogen (die am Ende der Bänder sitzen), trotzdem habe ich noch Bremsprobleme.
Mieine Frage: Wie justiere ich richtig?
Welche Auswirkung hat es, wenn ich die 'Feder oben nach links oder rechts versetze, und wenn ich die untere nach links oder rechts versetze?
Oder gibt es da schon einen Thread ? Danke auch für Hinweise...
Ja,
Bremsmagnet ist entölt und gereinigt. Bänder knickfrei, sauber. Trommeln sauber.
In meinem Service Manual hatte ich nichts über die Bremseinstelungen gefunden. Gibt es da verschiedene Versionen?
Offenbar ja, hab jetzt eine mit ausführlicher Einstellung und Erläuterungen
die Bremsbänder an meiner A77 MK2 waren in der Vergangenheit bereits "geflickt" worden. Ich habe mir Neue angefertigt, da wir bei uns in der Fa. diese Präzisions-Stahlbänder in allen Stärken von 0,005 bis 1,000 mm vorrätig haben. Verbaut waren Bänder mit 0,05mm Stärke. Kann mir jemand bestätigen, ob das die korrekte Stärke ist (Nachmessen)? Funktionieren tun die Bremsen einwandfrei mit 0,05mm, ich überlege aber auf 0,07 bis 0,08mm zu "verstärken", weiß aber nicht, ob das sinnvoll ist. Zudem scheinen die originalen Bremsbänder teilweise außen mit einem Dämpfungsmaterial (Baumwolle) beklebt zu sein.
Wäre schön, wenn mir jemand von Euch mit einer Bügelmesschraube bewaffnet helfen könnte. Vielen Dank!
Schöne Grüße
Arno
PS: Das Bild zeigt den "Murks" vor Erneuerung Man sieht auch deutlich die Spuren des Klebstoffes aus dem Baumwollband der Bremstrommel, die für ein "Hängen" bis hin zum Abreißen sorgte.
Ich hänge mich hier mal dran. Gibt es eigentlich eine ordentliche Einstelleinweisung für die A77 mit "modifiziertem Bremssystem"?
In meinen Unterlagen (Papier und Digital) finde ich nur die Version mit dem "alten" Bremssystem, was keine meiner Maschinen hat.
Erfahrungsgemäß sind die Bremsbänder sehr zickig und empfindlich. Weniger dran rum justieren ist mehr.
Idealerweise sind die Bremsen so eingestellt wie von ernst56 und man hängt die Federn zum einstellen um.
Jetzt hab ich so einen Spezialfall, bei dem ich das Bremsaggregat abgeschraubt habe um an die Platine drunter dran zu kommen.
Nach dem Zusammenbauen habe ich die Bremsen nicht mehr justiert bekommen. Vorsorglich mal neue Bremsbänder bestellt.
Aber vielleicht bin ich auch einfach zu doof das einzustellen.
Wobei ich es bereits bei 5 Maschinen erfolgreich geschafft habe.
Ich habe mich bei der Revision meiner ersten A77 viel mit den Bremsen beschäftigt. Die Einstellung der Bremsen ist nicht so wirklich einfach und im SM alles andere als sauber erklärt. Darum gibt es auch so viele Probleme bei den Thema. Wohl dem, wo alles von Hause aus funktioniert. Sobald hier irgendein Wechsel der Komponenten erfolgte, muss die Bremse zwingend neu justiert werden. Und das geht nur Mechanisch! Die Kraft der Wickelmotoren ist nicht einstellbar. Du brauchst genaue Federkraftmesser. Im SM sind die Werte angegeben. Für jede Drehrichtung ein separater Wert. Einmal wird die Verstellung der Feder genutzt und auf der anderen Seite wird das Blech wo die Feder dran hängt gebogen, bis der Wert erreicht ist. Das ist mitunter sehr feinfühlig und brauch Zeit. Gleich noch zum Thema neue Bremsbänder und "Bremsbeschichtung" auf dem Motor. Neues Zeug neigt oft zum "Quitschen" und ist meist bei korrekter Einstellung nicht vermeidbar. Nach einer Weile, wenn es etwas "flüssiger" wird gibt sich das. Auch können vermeintlich alte rutschende Systeme, durch neues korrektes Einstellen (Mechanisch) wieder gut funktionieren.
Grüße Andre
Dual TG28/29, ASC6002/ 5004, Technics RS1500, Tesla CM160, Braun TG1000
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Bremstrommel ein ganz heikles Thema ist. Die Trommeloberfläche muss absolut fettfrei sein. Diese Beschichtung ist extrem empfindlich. Ein Ersatzmaterial konnte ich nicht finden. Ich konnte die Bremswirkung nur durch den Austausch der Trommeln gegen andere Exemplare korrekt einstellen.
Herumbiegen an den Laschen führt eigentlich nie zum Erfolg, das kann an sich sparen
Wie Akreta schreibt: es muß alles penibelst fettfrei sein, dann klappt's auch mit der Bremse.
Die besten Erfahrungen habe ich mit Soda gemacht, da bekam ich sogar eine Trommel die ich in meiner Verzweiflung bereits erfolglos mit Aceton bearbeitet hatte, wieder hin.
Meine Erfahrung zeigt, daß es hauptsächlich immer dann Probleme mit den Bremsen gibt, wenn schon mal jemand dran war.
Bei Maschinen, die noch nie entkleidet wurden, hatte ich noch nie Probleme mit den Bremsen.
Also am besten Finger weg wenn alles funktioniert!
21.10.2025, 10:02 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.2025, 10:05 von Baruse.)
(21.10.2025, 07:43)Hasen70 schrieb: ...Die Einstellung der Bremsen ist nicht so wirklich einfach und im SM alles andere als sauber erklärt. Darum gibt es auch so viele Probleme bei den Thema. ...
Es gibt dort nichts was man "einstellen" kann!
Lediglich der Träger kann minimal verschoben werden: beide Bremsbänder müssen gleichzeitig lüften. Hier ist die Grundplatte falsch eingestellt, die rechte Bremse wird deutlich eher lüften als die linke, auch wurde an beiden Blechen schon herumgebogen.
Man sollte es tunlichst vermeiden, an den Blechen herumzubiegen - hier habe ich schon die wildesten "Kunstwerke" gesehen.
Nochmal: wenn alles fettfrei ist, die Bänder keine Beschädigungen aufweisen, die Federn nicht ausgeleiert sind, dann funktioniert die Bremse ohne irgendwo herumzubiegen, bzw. die Federn "falsch" einzuhängen.