Serviced Teac 3440
#1
Hallo,
ich hatte ja schon erzählt, dass ich die Teac 3440 gegen meine Akai GX 600 DB getauscht hatte. Abgesehen von einem fehlerhaften Bandendabschalter hatte die Maschine nach einer wunderbaren Erstaufnahme (Cigarettes after Sex) Aussetzer auf dem ersten und dritten Kanal, wo bei der Wiedergabe kam noch ein Pegel zu sehen war. Ich muss noch erwähnen, dass ich bei der Aufnahme die Kanäle 1 & 2 (Links) und die Kanäle 3 & 4 (Rechts) über ein Y-Cinchkabel zusammenlegte, sie also als 2-Spurmaschine nutze, um mit meiner ASC 6002 S kompatibel zu sein. Die Wiedergabe läuft dann über ein kleines Mischpult.

Heute habe ich die Teac vom Service geholt. Den übernimmt für mich die Fa. Special-Hifi Düsseldorf in Gestalt von Hrn. Kroggel, gelernter Radio- & Fernsehtechniker, der seit mehr als 20 Jahren Bandgeräte überholt, repariert, einmißt etc. Ich kann ihn an der Stelle sehr empfehlen: er ist kompetent, berät auch am Telefon und ist preisgünstig.

Um so größer meiner Überraschung, dass bei einer erneuten Aufnahme ähnlich Probleme auftraten: Kanal 1 und 3 waren bei der Wiedergabe wieder erkennbar schwächer. Er erklärte mir, dass er die Maschine nach der Reparatur mit einem Meßband und div. Sinustönen eingemessen und keine Fehler gefunden hatte. Probeweise legte ich das erste und einzige Band ein, dass (s.o.) hervorragend aufgenommen und wiedergegeben hatte (ohne die nachfolgenden Fehler). Er gab zu bedenken, dass es vielleicht am Band liegen könnte. Und tatsächlich: nach einer Komplettllöschung war der Fehler verschwunden. Aufnahme- und Wiedergabepegel waren wieder kongruent. Merkwürdiige Sachen gibts da.

Jetzt macht es wieder richtig Spaß mit der Teac. Die nächsten Tage werde ich (auch für meine ASC) einige "neue" Bänder mit meinen Lieblingstiteln bespielen.

Schönen Abend noch
Gruß
Peter


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#2
Ich glaub das ist uns allen schon passiert. Plötzlich ein merkwürdiges Phänomen, man wundert sich und sucht und sucht. Irgendwann fängst du an die Maschine zu öffnen um dort etwas zu finden und am Ende war es ein gebrochenes Kabel, das man gerade erst neu in Betrieb genommen hatt, oder irgendein schlecht gesteckter Cinch oder, oder, oder.......
Schön das alles wieder löppt.
Vg
Wolfgang
VG
Wolfgang
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#3
LoveASC,'index.php?page=Thread&postID=248676#post248676 schrieb:Ich muss noch erwähnen, dass ich bei der Aufnahme die Kanäle 1 & 2 (Links) und die Kanäle 3 & 4 (Rechts) über ein Y-Cinchkabel zusammenlegte, sie also als 2-Spurmaschine nutze, um mit meiner ASC 6002 S kompatibel zu sein.

Hallo Peter,

wie breit sind denn die Trennspuren bei Teac und ASC? Wenn es die Standardwerte sind, bringt die zweite Spur dann überhaupt so viel?

   

Oder hat die ASC nur 0,75mm?

Gruß
Robert
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#4
So was solltest Du mich nicht fragen. Für die zehn Bänder, die ich im Jahr neu aufnehme, hat mich das noch nie interessiert.

Gruß
Peter
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#5
Bei der ASC 6002 S dürfte die Trennspur in der Nähe von 0,75 mm liegen, wenn man sich diese "Kopfbilder" anschaut.

Gruß Bernd

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#6
Hallo!

Bei der ASC 6002 S/38 liegt die Spurbreite des Wiedergabekopfes bei 2,5mm/Spur. Die Trennspur beträgt dann 1,3mm. Das gilt aber nur für den Wiedergabekopf und auch nur für die 38er Variante.

Vom Aufzeichen paralleler Tonspuren mit dem gleichen Signal ist aber abzuraten, da sich bei gleichzeitiger Wiedergabe dieser Spuren durch die vom Azimuthfehler verursachten Phasenverschiebungen Klirr-Effekte entstehen.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#7
The_Wayne,'index.php?page=Thread&postID=248712#post248712 schrieb:Vom Aufzeichen paralleler Tonspuren mit dem gleichen Signal ist aber abzuraten, da sich bei gleichzeitiger Wiedergabe dieser Spuren durch die vom Azimuthfehler verursachten Phasenverschiebungen Klirr-Effekte entstehen.
Durch die Laufzeit-Unterschiede infolge Azimuth-Fehler entstehen Frequenz-abhängige Phasen-Unterschiede, die bei der Überlagerung (Addition) zweier Spuren zu Pegel-Abschwächung führen, die naturgemäß maximal wird, wenn der Phasen-Unterschied 180° beträgt. Nichtlineare Verzerrungen (Klirr-Effekte) entstehen nicht.
Fast man zwei benachbarte Viertelspuren zusammen, ist der Effekt nicht größer als bei gleichem Azimuth-Fehler in einem 2-Spur-System. Fast man zwei weiter auseinanderliegende Spuren zusammen, ist der Effekt entsperechend größer, weil die Laufzeit-Unterschiede größer werden bei gleichem Fehlwinkel.

MfG Kai
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#8
Guter Hinweis, Kai, Danke

Gruß
Peter
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