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Hallo liebe alle,
ich bin Patrick aus Bad Oldesloe, und habe vor ein paar Wochen das getan, was ich schon immer wollte... ich habe mir eine Tonbandmaschine gekauft . Bei uns zu Hause gab es schon in den 70ern, als ich klein war, zur Aufzeichnung nur MusiCassetten, insofern kannte ich die grossen Spulen immer nur "aus der Ferne". Nun wollte ich es also angehen, und die Wahl fiel auf eine Sony (trotzdem auch hier immer zu lesen ist, dass die Sonys nicht soooo gut klingen wie beispielsweise eine Revox... Die Mischung aus gutem Aussehen und einem guten-wenn-auch-nicht-super-Klang hat den Ausschlag gegeben.)
Im ebay habe ich dann ein TC-755 in "sehr gutem Zustand" von einem Radio-Fernseh-Techniker gekauft. Soweit stimmt der Zustand wohl auch, sie macht äusserlich wie innerlich einen guten, sauberen und nicht verharzten Eindruck. Soweit, so gut, allerdings gibt es ein Problem: Wenn ich ein neues Band aufnehme (fabrikneu, RTM) ist der Rauschpegel auf dem einen Kanal fast doppelt so hoch wie auf dem anderen, und das unabhängig vom Eingangssignal (also mit "Line-In" auf null gedreht). Vorbespielte Bänder rauschen bei der Wiedergabe nicht unterschiedlich. Den Verkäufer habe ich damit konfrontiert, er hat auch bereitwillig einer Reparatur zugestimmt, leider ist sein Standort in Süddeutschland, und ich wohne kurz vor Lübeck, also eine hin-und-her-Schickerei... Heute ist die Maschine wiedergekommen, mit einem Beutel mit 12 ausgelöteten, ersetzten Kondensatoren und ein paar Widerständen. Lange Rede, kurzer Sinn, das Rauschen ist immernoch da ;(
Ich habe leider überhaupt keine Ahnung von Tonbandgeräten, möchte aber das Gerät schon gerne behalten, womit wir bei der Frage wären... hat jemand eine Idee, was ich machen kann (ausser: eine andere Maschine kaufen) oder noch besser ... kann mir jemand helfen damit ? Bin im Moment ein wenig ratlos. ?(
Viele Grüsse
Patrick
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hr914,'index.php?page=Thread&postID=235100#post235100 schrieb:unabhängig vom Eingangssignal (also mit "Line-In" auf null gedreht) Laut Schaltplan hat das Gerät außer dem "Line-in"-Poti auch noch einen "Mic" und einen "Record Level". Letzterer ist der einzige, der das Signal von beiden Eingängen auf Null bringt.
Hast mal getestet, wie das Rauschen sich verhält, wenn du den auf Null drehst ?
MfG Kai
PS.: Der Editor spinnt offenbar und nimmt jede Formatierung raus.
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Hallo Kai,
der dritte Regler ist nicht mit "Record-Level" sondern mit "Playback-Level" bezeichnet, und der regelt das Ausgangssignal zum Verstärker, nicht den Input... Einen Record-Level Regler gibt es nicht...
vg
Patrick
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Hallo Patrick,
ich schaue in das Service Manual des Sony TC-755, das es bei elektrotanya gibt.
Da ist im Aufnahme-Kanal ein Record-Level Poti eingezeichnet.
Es ist nur nicht erkennbar, ob es sich um einen Trimmer auf einer Platine oder ein Potentiometer auf der Frontplatte handelt.
Es wäre eine Test wert, das bzw. die mal auf Null zu stellen.
Du hast garnichts zu dem Mic-Steller gesagt. De muß für einen Rauschtest natürlich auch auf Null gestellt werden.
Wie verhält sich das Rauschen bei einem neuen unbenutzten Band, also auch nicht "Null" aufgenommen ?
Wenn du gut an den Aufnahmeköpf rankommst, könntest du die Wicklungen entweder mal kurzschließen oder ablöten (die heiße Leitung) und nach Schein-Aufnahme das Rauschen testen.
MfG Kai
PS.: Ich weiß immer noch nicht, warum mein Editor jede Formatierung wegnimmt.
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Hallo Kai,
der Mic Regler ist vorhanden und auch nach "null" gedreht - Ein fabrikneues unbespieltes Band habe ich leider grad nicht zur Hand, aber es ist eins bestellt.
Das Problem ist, Kai, dass ich Dir zwar einen PC im Schlaf auseinandernehme und wieder zusammenbaue, aber von dem Innenleben von Hifigeräten (geschweige denn Tonbandmaschinen) überhaupt keine Ahnung habe, geschweige denn mich traue, da etwas ab und anzulöten... Ich bräuchte im ersten Schritt jemanden, der sagt, "das kriegt man hin oder nicht" ... und im zweiten jemanden, der sich das konkret mal angucken könnte
vg
Patrick
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Den Zustand, keine Ahnung zu haben, kann man ändern.
Wenn du so alte Technik benutzen willst, kommst du nicht darum herum, dich etwas in die Materie einzuarbeiten.
Die Heinzelmännchen, die Fehler finden und Reparaturen durchführen, warten nicht mehr an jeder Ecke auf Arbeit.
Und diejenigen, die noch Tonbandgeräte benutzen, haben gelegentlich bis alle Augenblicke selbst Probleme damit.
Diejenigen, die über mehrere Geräte verfügen, scheinen immer mit irgend einem davon Probleme zu haben.
So stellt es sich dar, wenn man längere Zeit hier mitliest.
MfG Kai
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Hallo Kai,
Von Heinzelmänchen hat hier auch niemand gesprochen, sorry, wenn das falsch rüber gekommen ist. Mit "jemanden" meinte ich mehr eine vielleicht in diesem Forum bekannte Werkstatt in der Umgebung, der ich die Maschine anvertrauen kann... Wenn man nach solchen googled, bekommt man als erstes eine Euronics Werkstatt angeboten, und ich glaube nicht, dass das das richtige ist... Ich dachte, auch für solche Tipps sei solch ein Forum da...
vg
Patrick
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So ist es auch.
Dann must du dich gedulden, bis sich jemand zu Wort meldet, der solche Tips hat.
Die Gefahr dabei ist nur, daß du gewaltig über den Tisch gezogen werden kannst mit Schein-Reparaturen, die nichts Wesentliches an Verbesserung bringen.
Je mehr man sich mit der Materie vertraut macht, um so weniger kann man reingelegt werden. MfG Kai
Mich legt hier zur Zeit der Editor rein. Macht jedesmal andere Zicken.
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Moin Kai,
den Tip, im Editor die „Quellcode-Ansicht“ zum Editieren des Zeilenumbruchs zu benutzen, kennst Du doch?
LG
Hannes
Meine Elektronik-Kenntnisse: Ich löte nach Zahlen
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Moin moin Hannes,
ich war in letzter Zeit eigentlich fast immer im Quellcode-Modus. Als gestern Nachmittag auf einmal dieses merkwürdige Auslassen sämtlicher Zwischenräume >1 und Leerzeilen auftrat, hab ich schließlich ein paar Optionen aus den "Einstellungen" abgewählt und bin in den Editor-Modus gegangen. Dann ging es kurzzeitig besser. Später war es wieder schlimm auf etwas andere Weise, da wurden Textstellen anderswo gelöscht als ich mit "Entfügen" und "Rückwärtslöschen" versuchte.
Ich bin nicht ganz sicher, ob es vorher ein Browser-Update gegeben hatte, daß vielleicht dafür verantwortlich ist.
MfG Kai
Nachtrag: spinnt immer noch:wenn ich hinter "Hannes," und vor "MfG" eine Leerzeile einfüge, tritt das Gegenteil ein, es geht gleich mit "ich" hinter "Hannes," weiter und "MfG" kommt gleich hinter "...ist."
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der zweite Regler von Links ist der Line in Regler mit dem steuerst Du die Aufnahme aus, der rechte Regler hat in 12:00 Uhr Stellung eine Rastung da sollte er stehen und erstmal nicht verändert werden , dann nach VUs mit dem Line In aussteuern
allerdings weis man nicht ob die Maschine dementsprechend Eingemessen wurde
Gruß Ulf
TF-Berlin
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Ja, das stimmt - und ein Bandmaschinen-Newbie ist natürlich überfordert mit derlei Dingen.
Das von Kai erwähnte "Record-Level"-Potentiometer ist links unten im Gerät auf der Aufnahmeverstärker-Platine untergebracht.
Um da ranzukommen, muss die Maschine raus aus dem Holzkasten und auf den Rücken gelegt werden.
Aber wer noch nie ein Tonbandgerät geöffnet hat, solllte tunlichst nicht an den Justagepotis herumdrehen.
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin
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Wenn die nicht gerade an den oberen Anschlag gedreht sind, reicht es, mit einer Mini-Greifklemmen-Strippe vom Schleifer zum Masse-Anschluß Kurzschluß herzustellen. Hat den gleichen Effekt wie auf Null drehen. Wenn dann das Rauschen nach einer Aufnahme weg ist, weiß man, daß die Quelle davor sitzt, andernfalls dahinter.
MfG Kai
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Sicher, das könnte man machen - zumindest du oder ich.
Aber ob Patrick sich das zutraut ?
Die Maschine wäre es sicherlich wert, dass sich jemand ihrer annimmt.
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