UHER SG-562 Elektronik-Reparatur
#1
Hallo!

Ich habe gerade mein neulich erstandenes UHER SG-562 aus dem Gehäuse gehievt, da der Kopfhörer-Ausgang kein Signal lieferte. Und schaut mal, was ich entdeckt habe. Eine ganze Ecke von der Platine für den Kopfhörer-Ausgang ist abgebrochen. Ich schätze der Vorbesitzer wollte mal unter die Haube schauen (bei dem Gerät ist auch die Endstuffe ausgefallen) und hat bei dieser Gelegenheit glatt die Platine gecrasht. :thumbdown:

Meine erste Aufgabe ist also diese wiederherzustellen. Das Schwierigste für mich wird herauszufinden, wo die abgerissenen Kabelchen hingelötet werden müssen. Aber ich denke ich müsste das hinkriegen. Also an die Arbeit Freunde. Ich werde euch hier von meinem Abeteuer mit dem SG-562 weiterhin berichten und euch bestimmt mit Fragen überhäufen! Big Grin

Beste Grüße!

Robert.


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#2
Wie ich gerade festgestellt habe, sind bei dem Gerät zwei Sicherungen ducrh gewesen. Das sind keine guten Vorzeichen. Ersatzsicherungen müsste ich irgendwo haben, aber die muß ich erstmal finden Big Grin


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#3
Hallo,

sieht ja sehr danach aus, als wäre die Platine schon seit langer Zeit beschädigt und jemand deshalb die weißen Kabel angelötet hat, um den Riss zu überbrücken. Von daher müsste das weiße Kabel wieder an den einzig freien Kontakt auf dem Bruchstück. Das lila Kabel dann auf der Unterseite, erkennt man vielleicht schon direkt wo das saß, wenn man da mal schaut. Die weißen Kabel dann alle noch mal nachlöten und prüfen, dass auch nichts verbunden wird, was nicht verbunden gehört...

Gruß
Robert
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#4
q-tip,'index.php?page=Thread&postID=230167#post230167 schrieb:Hallo,

sieht ja sehr danach aus, als wäre die Platine schon seit langer Zeit beschädigt und jemand deshalb die weißen Kabel angelötet hat, um den Riss zu überbrücken. Von daher müsste das weiße Kabel wieder an den einzig freien Kontakt auf dem Bruchstück. Das lila Kabel dann auf der Unterseite, erkennt man vielleicht schon direkt wo das saß, wenn man da mal schaut. Die weißen Kabel dann alle noch mal nachlöten und prüfen, dass auch nichts verbunden wird, was nicht verbunden gehört...

Gruß
Robert
Yep, so ist es. Und ich war etwas vorschnell, die abgebrochene Ecke gehört nicht zu der Kopfhörerbuchse, sondern zur Mikrofonbuchse. Dass also der Kopfhöreranschluss nicht funktioniert, liegt eher dran, dass beide Sicherungen durch waren. Ob die abgebrochene Ecke und die durchgebrannten Sicherungen in einem Zusammenhang stehen? Wir werden sehen.

Eine Frage: Ich habe gerade Erstzsicherungen gefunden aber auf ihnen steht M3,15. Die in dem Gerät verbauten waren M1. Sind das Ampere-Angaben? Sprich die Ersatzsicherungen wären zu stark ausgelegt, nicht war?
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#5
Soooo... die Platine ist repariert (siehe Foto) aber ohne die richtige Ersatzsicherung geht es heute nicht weiter.

Bis morgen also!


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#6
Hallo Robert,

Ja, das sind Ampere Angaben. Also 3,15A... Wenn du ein Schlachtgerät hast von irgendeinem Hersteller könntest du da vielleicht die Passenden finden.

Mfg Alex
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#7
Alex85,'index.php?page=Thread&postID=230185#post230185 schrieb:Hallo Robert,

Ja, das sind Ampere Angaben. Also 3,15A... Wenn du ein Schlachtgerät hast von irgendeinem Hersteller könntest du da vielleicht die Passenden finden.

Mfg Alex
Es gibt Händler, die haben so viele davon, dass sie sie sogar verkaufen! thumbsup
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#8
Hallo Holgi,

Da hast du recht. Ich dacht mir nur weil heute Sonntag ist und wenn Robert weiterbasteln möchte wäre das eine alternative. Big Grin


Mfg Alex
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#9
Alex85,'index.php?page=Thread&postID=230192#post230192 schrieb:Hallo Holgi,

Da hast du recht. Ich dacht mir nur weil heute Sonntag ist und wenn Robert weiterbasteln möchte wäre das eine alternative. Big Grin


Mfg Alex
Habe ich schon daran gedacht, aber dafür müsste ich Geräte aus meinem Rack rausschrauben, und wenn ich an die Turnübungen denke, die ich dabei machen müsste, dann geht mir die Lust darauf glatt verloren, hahaha. Big Grin

Ich frage mich die ganze Zeit, was beide Sicherungen gleichzeitig (es sind zwei) durchbrennen ließ. Na ja, morgen mache ich die Probe aufs Exempel. Mal sehen ob es nach dem Einschleten knallt, hahaha. Big Grin Die Platinen sehen gut aus, soweit man das bei diesem Gerät überblicken kann. Sprich, keine geplatzten oder aufgeblähten Elkos, niergendwo Schmorspuren.
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#10
Hallo Robert,



Das "warum" des Sicherungstodes kann man im Moment schwer nachvollziehen. Schau mal in den Schaltplan was an den beiden alles hängt.

Mfg Alex
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#11
Hallo Robert!

Die beiden Endstufen-Sicherungen sind ganz bestimmt nicht ohne Grund geschmolzen.

Wenn die Endstufen ähnlich den Vorgängermodellen RDL/SG561 aufgebaut sind, dann
sind sehr oft die dicken Elko (auch wenn sie äußerlich "gesund" aussehen) die Ursache.
Als Folgefehler kommt es vor, daß die LS dadurch mit Gleichspannung gemeuchelt werden.
Wenn externe LS funktionieren, bestätigt sich der Verdacht.

Darum würde ich erst diese Elko kontrollieren (Innenwiderstand, Kapazität/ESR-Wert),
und im Zweifel austauschen.

Gruß
Wolfgang
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#12
Alex85,'index.php?page=Thread&postID=230195#post230195 schrieb:Hallo Robert,

Ok, Turnübungen an einem Sonntag... Ist ein Argument damit dann zu warten. Big Grin

Das "warum" des Sicherungstodes kann man im Moment schwer nachvollziehen. Schau mal in den Schaltplan was an den beiden alles hängt.

Mfg Alex

Die Sicherungen sitzen auf der Platine für die Endstufe (siehe Bild). Die Platine ist so ungünstig verbaut, dass ich nur die Helfte überblicken kann. Ich kann keine verdächtigen Spuren ausmachen.


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#13
cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=230199#post230199 schrieb:Hallo Robert!

Die beiden Endstufen-Sicherungen sind ganz bestimmt nicht ohne Grund geschmolzen.

Wenn die Endstufen ähnlich den Vorgängermodellen RDL/SG561 aufgebaut sind, dann
sind sehr oft die dicken Elko (auch wenn sie äußerlich "gesund" aussehen) die Ursache.
Als Folgefehler kommt es vor, daß die LS dadurch mit Gleichspannung gemeuchelt werden.
Wenn externe LS funktionieren, bestätigt sich der Verdacht.

Darum würde ich erst diese Elko kontrollieren (Innenwiderstand, Kapazität/ESR-Wert),
und im Zweifel austauschen.

Gruß
Wolfgang
Danke Wolfgang!

Die beiden Dicken sehen tatsächlich unversehrt aus. Von dem oben genannten kann ich nur den Widestand messen, weil mein Multi sehr einafch ausgestattet ist.Macht es Sinn den Widerstand der beiden Elkos im eingebauten Zustand zu messen? (sorry, ich kenne mich nicht aus). Die LS versuche irgendwie zu überprüfen.

PS. Sorry Wolfgang, ich habe eine Verständnisfrage: Soll ich andre LS an das Gerät anschliessen, wann ja an welchen Anschluss, oder soll ich die UHER-LS überprüfen?
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#14
Update:

Mich hat es in den Fingern gejuckt, also habe den ersten großen Kondensator ausgebaut (siehe Bild). Was für ein Mistvieh Big Grin Hat drei stabilisierende Beinchen, von denen eins die Kathode (-) ist. Das zentralle Beinchen ist die Anode (+). Morgen werde ich die Austauschelkos und die Ersatzsicherungen besorgen und dann werden wir sehen ob die Aktion was gebracht hat Wink Bis morgen!


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#15
Hallo Robert!

Ich würde die dicken Elko im ausgebauten Zustand durchmessen.
Ein Kapazitätsmeßgerät brauchst Du schon, um die µF zu messen
(die noch übrig sind). Für den ohmschen Innenwiderstand reicht
Dein Multimeßgerät aus.
Und wenn sie schon draußen sind, kann man sie auch gleich durch
neue Elko ersetzen.

Für externe LS hat das SG562 doch zwei LS-Buchsen auf der Rückseite.
Ich würde erst einmal nur einen LS anschießen. Dann kann auch ggf.
nur einer gehimmelt werden, falls sich noch ein anderer fataler Fehler
in den Endstufen versteckt. ISt ein Kanal OK, dann auf den anderen
Kanal wechseln.
Vielleicht ist es noch besser, KH anzuschließen. Und hören, ob sich damit
Töne dem SG562 entlocken lassen. KH sind m. W. robuster als LS.

Nimm´ von den Ersatz-Sicherungen gleich ein 10er-Pack (auf die Si-Kennlinie
achten - flink/träge/...). Man weiß ja nie.

Viel Erfolg!

Gruß
Wolfgang
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#16
cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=230236#post230236 schrieb:Und wenn sie schon draußen sind, kann man sie auch gleich durch
neue Elko ersetzen.

Ich habe es nicht ausgehalten, und habe die beiden Elkos ausgebaut Big Grin Nun sind sie draußen. Morgen kommen neue rein. Sichereungen auch. Und dann werden wir sehen. Wenn es nichts bringt, kann man weiter schauen thumbup Aber erstmal versuche ich es damit.

Danke für deine Hilfe Wolfgang!

Bis Morgen!
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#17
Hallo Robert!

Noch ist es zu früh für einen Dank.
Kann gut sein, daß mein Tipp nicht der Richtige ist.
Dann einfach weiter die Forengemeinde löchern...

Gruß
Wolfgang
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#18
Hi!

Die neuen Elkos sind drin und ich habe einen Teilerfolg zu verbuchen. Rechter Kanal funtzt wieder thumbup der Like will nicht :thumbdown: eine Sicherung knallt immernoch durch. Ich werde die Platine wieder Ausbauen und mir das ganze nochmal anschauen.

Aber es geht in die richtige Richtung!

Bis dann!
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#19
Habe etwas gefunden: Ein Beinchen (Ecke) ist an einem der kleinen 100 Ohm Potis abgebrochen (siehe Foto). Keine Chance die Ecke wieder dranzulöten. Ich habe's versucht, aber das Ganze ist zu filigran. Morgen wird ein Ersatzpoti besorgt und dann sehen wir weiter. Aber ich bin zuversichtlich, dass nach dem Tausch auch der linke Kanal laufen wird. thumbup

Bis morgen!

Robert.


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#20
Hallo!

Ich habe den gebrochenen Poti doch noch zusammenlöten können und die Endstufe funktionert wieder! thumbsup Danke für eure Tipps! Danke Wofgang!

Nur geht es bei mir eben nicht ohne Zusatzabenteuer. Ich habe beim herumhantieren den VU-Meter leicht gedrückt und ein 56 Ohm Widerstand ist auf der VU-Platine durchgeschmort wacko Komischerweise scheint der VU-Meter weiter normal zu funktioneren. Ich habe keine Lust mich heute darum zu kümmern. Das mache dann morgen. Aber die Endstufe läuft wiedr einwandfrei!
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#21
Wenn ich das alles so lese, ist meine Vermutung das dein Gerät einen kapitalen Sturz hinter sich hat sehr warscheinlich richtig. Rolleyes

Gruß
siggi
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#22
siggi.k,'index.php?page=Thread&postID=230475#post230475 schrieb:Wenn ich das alles so lese, ist meine Vermutung das dein Gerät einen kapitalen Sturz hinter sich hat sehr warscheinlich richtig. Rolleyes

Gruß
siggi
Ich habe gestern einen Horrorabend mit dem Tonbandgerät erlebt. Kurz bevor ich es endlich in das Gehäuse hieven wollte hat die Mechanik auf einmal zu spinnen angefangen. Etwas knackte in regelmäßigen Abständen, als würde jemand ein Stück Plastik in die Speichen eines Rades halten. Und das Schlimme war, dass das Geräusch von überall zu kommen schien: ich konnte die Stelle nicht mal annährend identifizieren. Und auch meine sonstigen Versuche das Knacken zum Vertummen zu bringen blieben erfoglos. Ich dachte, ich schmeiße das Ding aus dem Fenster. Und dann nach ca. 2 Stunden verschwand es wieder wie von Zauberhand, so wie es gekommen ist. Eins kann ich euch sagen, mein Vertrauen in das Gerät tendiert gerade gegen Null. Sad

Frage: Wolfgang meinte, dass die internen Lautsprecher durch den Defekt mit Gleichspannung geqäuelt wurden. Ich weiß leider nicht wie das zu werten ist. Sind sie jetzt kaputt? Kann ich sie wieder anschließen und schauen ob sie funktionieren, oder kann bei diesem Versuch eventuell etwas an Endstufe kaputt gehen?

Grüße!

Robert.
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#23
Es könnte sein, dass sich das Bandzählwerk verklemmt hat. Dann gibt es so ein nerviges und ratterndes Geräusch.
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#24
Hallo Robert,

Du kannst die Lautsprecher vorher durchmessen mit einem Multimeter oder du hängst sie an einen kleinen Frequenzgenerator, falls vorhanden. Bei nem Kurzschluss kannst die dann gleich wegwerfen.

Mfg Alex
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#25
Tonkopf65,'index.php?page=Thread&postID=230547#post230547 schrieb:Es könnte sein, dass sich das Bandzählwerk verklemmt hat. Dann gibt es so ein nerviges und ratterndes Geräusch.
Habe ich auch zuerst gedacht. Das konnte ich aber ziemlich schnell ausschließen. Es war 100% was anderes. Jetzt ist alles wieder ruhig aber für wie lange?

Grüße!
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#26
Alex85,'index.php?page=Thread&postID=230548#post230548 schrieb:Hallo Robert,

Du kannst die Lautsprecher vorher durchmessen mit einem Multimeter oder du hängst sie an einen kleinen Frequenzgenerator, falls vorhanden. Bei nem Kurzschluss kannst die dann gleich wegwerfen.

Mfg Alex
Danke Alex für die hilfreichen Tipps!

Ich habe die LS mit meinem Hand-FG berprüft. Einer geht, bei dem anderen setzt ab und zu Zerre ein. Ich habe leider wenig Ahnung wie so ein LS Innen aufgebaut ist. Wie überprüft man so einn Ding mit einem Multi? Check ich es auf Durchgang oder Widerstand?

Grüße!
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#27
Hallo Robert,

Du kannst beides mit einem Multimeter messen. Schaden tut es nicht. Nur muss man bedenken dass man den Gleichstromwidrrstand des LS misst und nicht die darauf angegebene Impedanz. Ich meine mich zu erinnern, das der Gleichstromwiderstand ein paar Ohm höher ist als die Impedanz.

Mfg Alex
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#28
Alex85,'index.php?page=Thread&postID=230586#post230586 schrieb:Hallo Robert,

Du kannst beides mit einem Multimeter messen. Schaden tut es nicht. Nur muss man bedenken dass man den Gleichstromwidrrstand des LS misst und nicht die darauf angegebene Impedanz. Ich meine mich zu erinnern, das der Gleichstromwiderstand ein paar Ohm höher ist als die Impedanz.

Mfg Alex
Hallo
Die Impedanz ist immer grösser als der Realanteil (ohmscher Widerstand).
Faustformel Widerstand mal ca. 1,25 ergibt Impedanz bei 1Khz.

Gruss Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#29
Danke Mani für die Korrektur. Ist schon zu lange her wo ich mal einen LS durchgemessen habe.

Mfg Alex
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#30
Hallo Leute!

Das Uher sitzt wieder in seinem Gehäuse. Es müsste aber aber richtig eingestellt/eingemessen werden. Es nimmt 6dB auf Kanal 1 und 3dB auf Kanal 2 gegenüber dem Eingangssignal leiser auf (oder gibt es leiser wieder, das müsste ich noch rausbekommen). Tja, ohne ein Messband bin ich aufgeschmissen. Ein Messband muss erstmal besorgt werden. Das Abenteuer Uher geht also in eine weitere Runde. Big Grin

Betse Grüße!

Robert.
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#31
Hallo!

Was mein Uher betrifft, so muss ich leider die Reißleine ziehen. Es rumpelt immernoch trotz eines neues Reibrades. So wie es aussieht, braucht es eine tiefgehene Überholung, die wahrscheinlich kostenspielig und zeitaufwendig wäre. Das geht mir dann zu weit. Deshalb habe ich beschlossen das Gerät in Teilen zu verkuafen. Ich habe in der hiesigen Tauschbörse ein entsprechendes Angebot unterbreitet:
Biete UHER SG-562 Teile

Das Reibrad, das Holger mir überlassen hat, ist neuwertig und der Gummi ist weich. Holger braucht es nicht, also wird es zum gleichen Freundschaftspreis angeboten (siehe Link).

Ich danke allen, die mir bei dem Projekt geholfen haben! Leider ist draus nichts geworden.

Bis zum nächsten Projekt!

Grüße!

Robert.
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#32
Hallo zusammen,

ich hab das Gerät heute bekommen. Hermes hat es geschafft, den Griff abzubrechen (hat jemand noch so einen Tragegriff? Ohne ist sie etwas unhandlich), aber die Haube ist immerhin heil geblieben.

Eingeschaltet ... läuft sie? Ja, sie läuft. Sehr leise, bei 19 cm/s fängt sie allerdings an zu bollern. Grund ist eine Verdickung am Reibrad (dem von Holgi) und eine leichte Höhendejustage desselben. So schleift das Zwischenrad unten an der Kante der Schwungmasse. Etwas nach unten justiert und die Gegenprobe bei 9,5 cm/sec und alles ist gut. Dabei gleich auch noch die Achse vom Reibrad gefettet und auch noch ein Tröpfchen Fett unter die Befestigungslasche. Bei dieser Aktion auch bemerkt, dass die Schalter für Geschwindigkeit und Play recht schwergängig liefen. Also ein beherzter Griff zur Fetttube und das ganze mal mit Fett etwas "eingesaut". Danach war es deutlich angenehmer. Beim Umspulen jaulte es, was an trockenen Achsen der Umlenkrollen links und rechts lag. Das Zählwerk knarzt auch etwas, aber den Deckel hatte ich noch nicht ab - das kommt später, wenn die Elektrik läuft.

Aaaalso die Elektrik. Beim Einschalten ging das Licht etwas zögerlich an und flackerte auch etwas dabei. Vermutung: Netzteil. Schwarze Sicherungshalter und dunkelrote Roederstein Elkos. Reicht mir für nen dicken Hals. Flugs waren die Elkos auf dem Netzteilprint und die Sicherunghalter getauscht. Bei dem Durchgang auch gleich die Elkos auf der Platine der Endabschaltung und im Wiedergabeverstärker. Dann wieder zusammengebaut und probiert. Das Licht geht jetzt etwas langsamer an (das liegt aber an einem Elko mit größerer Kapazität - ich hatte keinen mit 150µF, hab ich 220µF genommen; 100µF hätten es aber auch getan Wink ), dafür aber stabil und bleibt ohne zu flackern stehen. Bei Wiedergabe zappeln beide VUs, aber es kommt nur verzerrter Ton aus dem linken Kanal. Damit mache ich morgen weiter. Ich werde die Elkos auf dem Endstufenprint tauschen und gehe davon aus, dass die Probleme damit erledigt sind. Da ist auch noch ein Abschirmblech, was aber nur noch am seidenen Faden hängt und herumwackelt. Ob ich die restlichen Elkos auch noch tausche, hängt von meiner Tagesform ab und wie sie sich bei Aufnahme anstellt.

Dann fehlt noch der übliche Kram, Bremsen/Bremsteller putzen, hier und da ein Tropfen Öl, usw. Am Ende dann Bezugsband drauf und einstellen. Und ganz am Ende probiere ich noch einen 4-Spur Kopfträger der RdL. Sonst sieht das Gerät ganz gut aus. Es gibt ein paar Macken auf der Front, an der vorderen Kante des Kunststoffgehäuses hat jemand was abgeschliffen und die Haube sitzt etwas schief. Das lässt sich beheben. Innen ist sie erfreulich sauber, sie spult schnell, die Köpfe sehen gut aus. Achso, die Frontplatte muss ich noch abnehmen. Da gibts auch noch was zu fetten/ölen und dann bin ich durch Wink Ein Vorbesitzer hat einen bifilar bewickelten Ferritring wohl zur "Entstörung" eingebaut. Mit offenen Anschlüssen, d.h. Anschlüsse mit Panzertape abgedeckt. VDE lässt grüßen. Das Zeug flog raus.

Gruß
Michael
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#33
Hallo Michael!

Zitat: "Und ganz am Ende probiere ich noch einen 4-Spur Kopfträger der RdL..."

Steckerkompatibel ist der RdL-Kopfträger ja. Es würde mich sehr wundern,
wenn der "Rest" reibungslos funktionieren würde. Zu unterschiedlich sind die
Daten im Vergleich zu den Mitsumi-Köpfen, die im SG562-Kopfträger verbaut
sind (und auf die die Nachfolgeschaltung abgestimmt ist).

Gruß
Wolfgang
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#34
So, weiter gehts. Zwischenstand: Heute war die Endstufe dran. Robert hatte ja schon was daran gemacht. Sein repariertes Poti hat den Versand aber nicht überstanden. Da musste was neues rein. Das andere dann auch getauscht, sowie die restlichen Elkos, die noch nicht neu waren. Eine Sicherung war durch, die Sicherungshallter ziemlich schwarz. Also auch da Neuware. Dann noch ein paar dunkelrote ROE und gelbe FRA und blaue Philips entdeckt und eliminiert. Die Endstufe wieder eingebaut. Der Ruhestrom ließ sich ordnungsgemäß auf 14 mA auf beiden Kanälen einstellen. Band einlegen, laufen lassen. Linker Kanal ok, rechter Kanal zerrt und ist leiser als der linke. Nun hab ich beim ersten Durchsehen bemerkt, dass ein Lautsprecher um 180° gedreht eingebaut war. Ich hatte das korrigiert und auch mal mit dem Ohmmeter den Spulenwiderstand gemessen. Einer hatte knapp 4 Ohm, der andere unter 1,5 Ohm. Wenn der LS tatsächlich defekt ist, könnte das der Grund für das fehlerhahte Verhalten sein. Das will ich gleich noch mit einem externen LS probieren.

Mechanisch tat sich nicht viel. Ich habe unter der Frontplatte die Schaltnocken für die Geschwindigkeit und den Bandlauf gefettet. Der Effekt ist deutlich zu bemerken. Das arbeitet jetzt zufriedenstellend.

More to come ...

Gruß
Michael
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#35
Bingo! Beide Lautsprecher haben einen Defekt. Mit externen LS läuft die Wiedergabe so, wie sie soll. Warum der linke LS vor einer Stunde noch ok war und jetzt sein Leben ausgehaucht hat, weiß ich nicht. Nun ja, jetzt müssen erst neue LS her ...

Gruß
Michael
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#36
...und wieder mal ein Elkograb.
Viele verurteilen ja das pauschale Tauschen der Elkos, ich hingegen bin damit meistens gut gefahren.
Viele Grüße
Jörg
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#37
Bevor ich mich hinsetze und einen Elko nach dem anderen messe, hab ich gleich neue eingebaut. Und bei Stückpreisen von 2 oder 4 Cent bei den kleinen Typen, lohnt sich der Batterieverbauch für das Messgerät noch nicht mal. Gut, man kann danach nur raten, welcher Elko tatsächlich für den Defekt verantwortlich war. Mir ist es jedoch wichtiger, dass das Gerät wieder läuft.

Gruß
Michael
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#38
Mein erstes Tonbandgerät war ein Uher Variocord 263. Ich wurde vor dem Kauf von meinem Meister darauf hingewiesen, dass die Lautsprecher nur eine Belastbarkeit von 3,5 Watt hatten, während die Endstufen gute 6 Watt lieferten. Ich vermute mal, bei diesem Uher Modell waren die Lautsprecher ähnlich unterdimensioniert.

MfG, Tobias
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
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#39
Ich habe heute mal einen LS seziert. Nachdem ich die Staubschutzabdeckung entfernt hatte, sah man Draht der Schwingspule quer über dem Magnetpol. Wenn man die Membran nach außen drückte/zog, kamen schwarz verkohlte Stellen zum Vorschein. An einigen Stellen war die Pappe weggebrannt und nur noch die Schwingspule - also ich meine den kümmerlichen Rest derselben - zu sehen. Entweder ist das eine stundenlange erhebliche Überlastung gewesen oder bei beiden Kanälen waren die Auskoppelelkos faul und hatten einen Kurzschluß. Wobei das keine Sache von drei Sekunden gewesen sein kann... Die Gegenprobe gerade mit einem Kopfhörer war einwandfrei. Leistungsangaben fanden sich leider nicht auf den LS, lediglich die Angabe 6,9 Ohm.

Gruß
Michael
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#40
Hallo Michael!

Sorry, dass ich mich nicht früher eingeschaltet habe, aber ich habe nur die privaten Nachrichten von dir gecheckt und das hier übersehen.
Obwohl ich meine Reparatur in meinem Thread protokolliert habe, war es letztendlich eine Überraschungstüte die du von mir bekommen hast. Ich habe das Handtuch geschmissen, weil ich mich nicht im Stande sah, alle Fehler zu beheben, und wenn ich deine Beiträge jetzt lese, dann bestätigt sich meine Einschätzung nur. Du bist aber vom Können her dazu Im Stande die Reparatur erfolgreich durchzuführen.

Das mit dem Griff ist blöd, ich dachte ich hätte das Gerät gut verpackt. Anscheinend nicht gut genug, um DHL und Co zu überleben.

Die Situation mit den Lautsprechern habe in meinem Thread angesprochen. Die Meinung anderer Foristen war, das sie von der kaputten Endstufe mit Gleichstrom angesteuert wurden, was zu Schäden an den LS führen kann. Deshalb habe ich sie für mich abgeklemmt. Die Zerre an einem der Lautsprecher habe ich auch im Thread protokolliert aber ich wusste nicht, ob es am LS oder an der Endstufe lag.

Das Abenteuer mit dem Uher hat mir den Appetit auf ein Tonbandgerät ziemlich verdeorben. Ich bin unschlüssig, was weiter. Ich bräuchte ein Tonbandgerät, bei dem Probleme mit rumplender Mechanik in der Größenordung wie bei Uher nicht zu befürchten wären. Ich dachte an eine Revox A77 in 2-Spur Ausführung. Leider ist gerade bei mir in der Nähe nichts vernünftiges zu bekommen. Ich melde mich, wenn ich was geangelt habe.

Betse Grüße!

Robert.
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#41
Hallo Robert,

alles gut Wink

Warum probierst du die 562 nicht einfach im jetzigen Zustand nochmal aus? Eine A77 hat auch ihre Tücken und macht Unerfahrenen auch genug Probleme. Du solltest dir ein Gerät aus zuverlässiger Quelle besorgen, welches bereits repariert/revidiert/überholt ist. Das kostet vlt. ein paar Euro mehr, funktioniert aber. Ich denke, wer dir diese 562 verkauft hat, wird gewusst haben, was er dir verkauft und er hat glücklich gelächelt, als du aus dem Haus warst.

Angebot: wenn du die 562 nochmal probieren willst, kannst du sie für den Kaufpreis + 50€ für die neuen Teile haben. Aber sie wird nicht aufgeschraubt! Smile

Gruß
Michael
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#42
MichaelB,'index.php?page=Thread&postID=232071#post232071 schrieb:Hallo Robert,

alles gut Wink

Warum probierst du die 562 nicht einfach im jetzigen Zustand nochmal aus? Eine A77 hat auch ihre Tücken und macht Unerfahrenen auch genug Probleme. Du solltest dir ein Gerät aus zuverlässiger Quelle besorgen, welches bereits repariert/revidiert/überholt ist. Das kostet vlt. ein paar Euro mehr, funktioniert aber. Ich denke, wer dir diese 562 verkauft hat, wird gewusst haben, was er dir verkauft und er hat glücklich gelächelt, als du aus dem Haus warst.

Angebot: wenn du die 562 nochmal probieren willst, kannst du sie für den Kaufpreis + 50€ für die neuen Teile haben. Aber sie wird nicht aufgeschraubt! Smile

Gruß
Michael

Ich wusste schon, dass ich eine Überraschungstüte kaufe, wie schlimm es tatsächlich ist, weißt du aber esrt im Nachhinein.

Das Uher ist mir einfach zu laut, besonders bei 19-ner Geswchwindigkeit. Das Konzept Reibrad, überzeugt mich überhaupt nicht. Also muß ich dein Angebot dankend ablehnen Smile
Und ansonsten hast du recht, lieber etwas mehr ausgeben als dann rumjammern. Ich bleibe aber am Ball, und melde mich hier wenn ich was vernünftiges ans Land gezogen habe.

Grüße!
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#43
Yoski,'index.php?page=Thread&postID=232070#post232070 schrieb:Ich dachte an eine Revox A77 in 2-Spur Ausführung. Leider ist gerade bei mir in der Nähe nichts vernünftiges zu bekommen. Ich melde mich, wenn ich was geangelt habe.

Betse Grüße!

Robert.
Wo ist denn „bei dir in der Nähe“?
Eine eben frisch überholte A77 Halbspur hätte ich da.
Bei Interesse kannst du dich ja melden.
Viele Grüße
Jörg
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#44
Yoski,'index.php?page=Thread&postID=232075#post232075 schrieb:
MichaelB,'index.php?page=Thread&postID=232071#post232071 schrieb:Hallo Robert,

alles gut Wink

Warum probierst du die 562 nicht einfach im jetzigen Zustand nochmal aus? Eine A77 hat auch ihre Tücken und macht Unerfahrenen auch genug Probleme. Du solltest dir ein Gerät aus zuverlässiger Quelle besorgen, welches bereits repariert/revidiert/überholt ist. Das kostet vlt. ein paar Euro mehr, funktioniert aber. Ich denke, wer dir diese 562 verkauft hat, wird gewusst haben, was er dir verkauft und er hat glücklich gelächelt, als du aus dem Haus warst.

Angebot: wenn du die 562 nochmal probieren willst, kannst du sie für den Kaufpreis + 50€ für die neuen Teile haben. Aber sie wird nicht aufgeschraubt! Smile

Gruß
Michael

Ich wusste schon, dass ich eine Überraschungstüte kaufe, wie schlimm es tatsächlich ist, weißt du aber esrt im Nachhinein.

Das Uher ist mir einfach zu laut, besonders bei 19-ner Geswchwindigkeit. Das Konzept Reibrad, überzeugt mich überhaupt nicht. Also muß ich dein Angebot dankend ablehnen Smile
Und ansonsten hast du recht, lieber etwas mehr ausgeben als dann rumjammern. Ich bleibe aber am Ball, und melde mich hier wenn ich was vernünftiges ans Land gezogen habe.

Grüße!
Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen das der Reibradantrieb zu laut ist. An meinem SG 561 ist der Lauf so leise oder laut wie bei der A77.
Gruß
siggi
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#45
Würde ich auch so bestätigen. Das Geräuschniveau dieser Geräte von Uher steht und fällt mit der Qualität/dem Zustand des Reibrades, welches Holgi im unbenutztem Zustand zugeliefert hat. Diese Dinger scheinen aus einer Gummimischung zu bestehen, die sich nur unter Belastung/Druck verhärtet. Sogenannte NOS-Ware ist heute noch wie neu produziert einzusetzen und das von Holgi ist so eines.

Michael hat geschrieben, dass eine Justage der Einbaulage des Reibrades erforderlich war und danach lief es wohl zufriedenstellend.leise. Sein Angebot finde ich sehr fair, die 50 Ocken für die aufgewendeten Mühen und Auslagen sind mehr als angemessen.
Gruß
Rainer


NIVEAU ist keine Hautcreme,
STIL nicht das Ende vom Besen
und HUMOR etwas gutartiges...
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#46
Da bin ich ganz deiner Meinung, ich würde es genauso machen thumbsup

Gruß
siggi
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