BASF LPR 35 90er Jahre Version
#1
   

Hallo zusammen,

ich habe bislang nur 80er-Jahre LPR mit grünem oder ~2010er RMG-LPR ohne Vorspannband.

Nun erstmals ein ~90er LPR mit blauem Vorspannband.
Kannte ich noch nicht...ist das tatsächlich ein LPR 35?

Da noch NOS, mag ich jetzt noch nicht "entsiegeln".

Schöne Grüße
Frank
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#2
kesselsweier,'index.php?page=Thread&postID=207897#post207897 schrieb:ist das tatsächlich ein LPR 35?
Gut möglich. Hier der Verschlussaufdruck eines LPR 35 Pancake 1500m von 1992:

[Bild: IMG_1447_1.jpg]

Für NOS schaut auf deiner Spule der Wickel etwas ungleichmäßig aus, oder täuscht das?

Grüße, Peter
Grüße
Peter


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(Konrad Adenauer)
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#3
Danke Peter,

"Verschlussaufdruck"...wieder eine Vokabel gelernt...ich hab' zwar selbst am PC mit Vergrößerung Probleme mit den Ziffern, aber das würde mangels Entschlüsselungsalgorithmus auch wenig. bringen.
Ein "Amateur-" Band mit blauem serienvorspann hab' ich bislang noch nie gesehen und Pancakes scheinin ja per se keinen zu haben.

Der Wickel ist in der Tat nicht besonders glatt, aber kann das nicht auch von diversem Transportgerüttel herrühren?

OT: gab es eigentlich auch mal für 38,1 zertifiziertes Langspielband? LPR 35 und PEM / PER 368 sind es ja offenbar nicht ... so ganz abwegig wäre eine solche Verwendung (Spielzeit bis ca. 47 min doch nicht?

Freundlich
Frank
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#4
Die Chargenbezeichnungen von BASF/Emtec-LPR 35 fangen immer mit "8035" an. Man kann daher wohl schlussfolgern, dass das der BASF-interne Code für diese Bandsorte ist.

Und die Verwendung von Langspielband bei 38,1 cm/s wird doch wohl nur aufgrund des starken Kopiereffekts nicht empfohlen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe (Peter möge korrigierend eingreifen)! Aber in der Praxis ist das bei nicht allzu hohen Ansprüchen und etwas zurückhaltender Pegelei durchaus machbar.

LG Holgi
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#5
kesselsweier,'index.php?page=Thread&postID=207907#post207907 schrieb:Der Wickel ist in der Tat nicht besonders glatt, aber kann das nicht auch von diversem Transportgerüttel herrühren?
Schwer zu sagen. Solche Wickelbilder bei fabrikneuen Rollen kenne ich nicht, es sei denn, sie wären unter starken Temperaturschwankungen gelagert worden.
Einmal Umspulen auf einer gut wickelnden Maschine wird Klarheit bringen, wie gut sich das Band tatsächlich wickeln lässt.

Die Charge-Nr. deines Exemplars ist übrigens B 428 003, wobei der Buchstabe für die Gießmaschine steht.

Der Kopiereffekt kann auf hochausgesteuerten LP-Bändern bei höheren Geschwindigkeiten tatsächlich schnell die Lästigkeitsgrenze erreichen. Wegen ihrer höheren Schmiegsamkeit und dünneren Schicht sind bei LP-Bändern Geschwindigkeiten jenseits 19 cm/s aber auch so gut wie nie erforderlich.

"Verschlussaufdruck" ist übrigens von mir. Wie der damals gängige Ausdruck lautete, weiß ich nicht mehr :whistling:

Grüße, Peter
Grüße
Peter


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#6
Peter Ruhrberg,'index.php?page=Thread&postID=207910#post207910 schrieb:Wegen ihrer höheren Schmiegsamkeit und dünneren Schicht sind bei LP-Bändern Geschwindigkeiten jenseits 19 cm/s aber auch so gut wie nie erforderlich.
Da bin ich vollkommen bei dir.
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#7
Danke für die weiteren "Schlüsselinformationen".

Das Wickelbild ist übrigens nicht so ganz wie bei einer unsauber aufwickelnden Maschine, sondern ist in etwa ein Dutzend "Blöcke" zerteilt, die Wickel dazwischen sind sehr sauber.

Holgis Erläuterungen zum LP bei 38 hätte ich ebenso eingeschätzt.
Jetzt mir einigermaßen (nie erforderlich = kaum Dynamikmehrwert, ggf. höhere kopfspiegelresonanzen) klar, warum die Hersteller es nicht für nötig erachteten, LP für 38 zu spezifizieren.
Interessant wäre es trotzdem gewesen.

Salve
Frank
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#8
kesselsweier,'index.php?page=Thread&postID=207914#post207914 schrieb:warum die Hersteller es nicht für nötig erachteten, LP für 38 zu spezifizieren.
Es gibt (mindestens) eine Ausnahme von dieser Regel, das LPR 90. Dessen Datenblatt von 2016 ist allerdings ein schlechter Witz, da es kaum nützliche Informationen und dafür jede Menge Fehler enthält. Eine Schande für die Branche in ihren "goldenen Tagen".

Grüße, Peter
Grüße
Peter


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#9
Also, wenn ich mir das erste Bild so anschaue, glaube ich nicht, das es "NOS" ist, das war schon mal geöffnet und gespielt/gespult. Die dreckige, etwas unregelmäßige rechte Kante vom Tesakleber kommt eigentlich auch nur vom Gebrauch, sollte sonst sauber sein.

38 würde ich nur mit Studiobändern und möglichst nur auf Studiomaschinen laufen lassen. Nur da ist saubere Bandführung und Bandzug gewährleistet, da dafür auch ausgelegt. Ich hatte mal nachgedacht, meine B77 auf HS um zubauen, aber mangels Motoren/Capstanachsen sowie die nur seltene Möglichkeit, mal ein 38er abzuspielen, lohnt das Vorhaben für mich nicht wirklich, auch wenn ich 9,5 nicht benutze.
Gruß André
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#10
Wie ist es mit dem AMPEX 457? Das Band wurde damals für die Fostex R8 empfohlen und mitgeliefert. Die Maschine läuft ja mit 38.

Ich habe bisher auch kein (für mich störendes) nennenswertes Übersprechen festgestellt.



Gruß luedre
Fostex R8; REVOX B77; Uher 4200 Report IC, Uher 4000 L, Tesla B115; Tesla B90; Technics RS AZ7; Mirano Echo Chamber T-4;
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#11
Zur blauen Vorspannfarbe:
Ich erinnere daran, dass die PER 368 auf 13er Spulen immer blauen Vorspann hatten. Ich vermute mal, da diese ja eigentlich immer mit 19 cm/s und oft in Mono Vollspur auf den Nagras gefahren wurden, bot sich uni-blau als nach Rundfunknorm korrekte Vorspannfarbe ab Werk an.

Gruß Stefan

Ampex/Quantegy 457 gehört zu den Schmierkandidaten!
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