Mein Name ist Frank und ich komme aus Bremen. Ich bin ein Freund der analogen Technik (Dual 701, Luxman 1500) und habe mir vor ein paar Tagen einen Kindheitswunsch erfüllt und mir ein Uher 4400 Report Monitor der ersten Generation mit teilweiser Metalabdeckung zugelegt.
Zunächst lief es ganz brav und ich habe mich sehr über das Gerät gefreut -auch wenn die linke Antriebsspule eingerissen ist und dass das Gerät etwas brummte. Selbst die Aufnahme und Wiedergabe funktionierte. Dann riss leider nach 1 Stunde Betrieb einer der Riemen. Ich habe einen neuen Satz gekauft und diese ausgetauscht, jetzt spult das Uher auch wieder recht flott.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch die Tonköpfe mit Isopropanol und Wattestäbchen vorsichtig gereinigt.
Seitdem kommt nur noch ein ganz leiser kaum hörbarer Ton beim Abspielen der Bänder aus dem Lautsprecher. Schließe ich eine externe Audioquelle (MP3-Player) an wird diese in voller Lautstärke wiedergegeben. Ich bin jetzt ehrlich gesagt etwas verzweifelt und suche Hilfe da ich keine tiefgreifenden technischen Kenntnisse zur Analyse und Behebung habe. Habe ich die Tonköpfe durch das Reinigen etwa tatsächlich zerstört?
Vielleicht hat ja jemand eine Idee oder einen Tipp?! Ich würde mich sehr freuen! Wäre doch zu schade wenn ich das Gerät jetzt durch Unwissendheit ins Nirvana befördert hätte.
Ist denn die Brummklappenmechanik am Wiedergabetonkopf noch i.O.? Evt. wurde die bei der Reinigung verändert und so verhindert diese, dass das Band an den Tonkopf kommt.
Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
Hallo Thomas,
vielen Dank für deine schnelle Antwort. Falls die Brummklappenmechanik dafür zuständig ist (sorry ich bin Laie), dass das Band an den Tonkopf gedrückt wird dann funktioniert das noch bei meinem Gerät.
Ich vermute mal eher, daß beim Riemenwechsel eine kleine Blattfeder aus dem Mikroschalter unter dem Tastensatz herausgefallen ist. Wurde hier im Forum schon einmal besprochen. War bei meinem damals auch so.
in der Tat ist mir ein ca. 1 cm großes, fast im rechten Winkel gebogenes Metallplättchen mit zwei kleinen Öffnungen an den Enden, beim Öffnen der Abdeckung entgegengekommen. Ich habe mich darüber gewundert und es natürlich aufgehoben. Könnte es das von dir beschriebene sein?
beim Report Moni gibt es mehrere solcher Microschalter. Ich habe sie auf dem Foto mit gelben Pfeilen gekennzeichnet.
Bei einem (vermutlich dem "versteckten") ist diese Schnappfeder rausgefallen. Nun brauchst du eine ruhige Hand und eine Pinzette, dann dürfte das kein Problem sein!
Na großartig. Ich habe deinen Post gefunden den du erwähnt hast. War die Reparatur sehr teuer? Selber werde ich das mangels Kenntnisse sicher nicht können und möchte auch nicht mehr kaputt machen. Ich habe für das Gerät schon mehr bezahlt als ich eigentlich ausgeben wollte und muss weitere zusätzliche Kosten abwägen. Zurückgeben kann ich es nicht da es ein Privatverkauf war und es bei der Vorführung tadellos funktionierte.
Vielen Dank für deine sehr schnelle Analyse der Ursache!
Dein Foto ist sehr hilfreich! Zur Sicherheit füge ich ein Foto von "meinem" Innenleben und von der gefundenen Schnappfeder an. Wenn ich unsere Fotos vergleiche entdecke ich keinen Unter schied. Der "versteckte" ist dann vermutlich der auf den der mittlere Pfeil zeigt?
genau hier bei dem von Dir abgelichteten Schalter fehlt doch diese Schnappfeder, die von Holger mittels Pfeil (3. Pfeil von links gesehen) gekennzeichnet wurde .
Au man... ! Sofort morgen gehe ich zum Augenarzt! Besten Dank Bernd für den Hinweis. Nun läuft das Report wieder mit Ton!
Ich freue mich darüber gerade sehr und noch mehr über eure so schnelle und kompetente Hilfe. Fast war ich verzweifelt darüber eventuell viel Geld in den Sand gesetzt zu haben und dann war es nur eine Kleinigkeit die ihr sofort gefixt habt. Puh! Meinen wirklich herzlichen Dank dafür an euch!
Zum gerissenen linken Bandteller:
Durch Entfleuchen des Weichmachers schrumpft der Kunststoff im Lauf der Jahre. Im Inneren befindet sich ein Stahlring, der natürlich nicht mitschrumpft! Und so kommt es bei 90% der Modelle Report IC und Monitor zu mehr oder weniger umfangreichen Rissen in diesem Teil.
Für den gerissenen Teller bekommst du bezahlbaren Ersatz bei Herrn Sprang von SDS-Datensysteme. Kostet um die 18 Euro. Die neuen Teller haben keinen Stahlring mehr und halten demzufolge ewig.
Der Riss wird im Lauf der Zeit nicht kleiner, der Teller unrund, und da er mit einem Bremsband den Abwickelzug steuert (Regelung über die bewegliche Rolle links), führt dieser defekte Bandteller häufig zu unschönen Gleichlaufschwankungen. Der Antrieb des Report ist nicht sehr kräftig und bei ungleichmäßigem Bremsmoment des linken Tellers kann es dann schon zum leichten Jaulen kommen. Der Austausch des Tellers ist kein Hexenwerk.
Solltest du ins Auge fassen.
Ja Bernd und völlig zu Recht hätte Herr Rapp (habe seine die beeindruckende Vita gelesen) mir die Ohren lang gezogen -wenn er den Weg in den Norden auf sich nehmen würde. Allerdings hätte ich dann zu Ostern gut als Hase durchgehen können.
Vorsichtshalber habe ich meinen Fauxpas aber dennoch korrigiert. :whistling:
Holgi, den Teller werde ich tatsächlich als nächstes angehen. Auch ein wenig kaputt ist immer noch kaputt. Ich danke dir für den Tipp. Falls ich mit dem Austausch nicht klar komme finde ich ja hier die beste Unterstützung.
Nachdem ich den gerissenen Bandteller gegen einen neuen getauscht habe (Danke Holger, das war wirklich kein Hexenwerk!) lief das Gerät zunächst wieder.
Plötzlich tauchen allerdings mehrere neue Probleme auf die mich als Laien verzweifeln lassen und mir den Spaß nehmen. Kurz, ich weiß nicht mehr weiter.
Folgende neue Probleme gibt es:
- Konnte ich zunächst noch aufnehmen und ein gutes Wiedergabeergebnis erzielen, dreht sich das Band nun plötzlich bei gedrückter Pausentaste ganz langsam und es ist ein Intervall-Brumton zu hören (in beiden Monitorstellungen) und beide Peak-Level schlagen im Sekundentakt voll aus.
- Das Licht der Peak-Level flackert im Tak sichtbar mit (bei gedrückter Pausentastr). Das war übrigens auch vorher schon so.
- Schließe ich den Kopfhörer an höre ich über Source und Tape einen permanenten lauten Brummton. Eine Rückbandkontrolle ist nicht möglich.
- Spiele ich eine neue Aufnahme ab leiert diese und es brummt. Vor der Aufnahme habe ich den Master Regler, wie in der BDA beschrieben auf 8 gestellt und beide REC Regler langsam ausgesteuert.
- Mir scheint auch, dass das Vor- und Rückspulen recht langsam geht -trotz der neuen Riemen. Diese sitzen allerdings vorschriftsmäßig auf ihren Rollen.
- Wenn ich das Gerät einschalte ist manchmal ein lautes Brummen zu hören und die Peak-Level schlagen voll aus. Dieses Brummen hält teilweise auch noch an wenn ich das Band starte und verschwindet nach einigen Sekunden wieder, manchmal aber auch erst wenn ich das Gerät mehrmals wieder an und aus schalte.
Ich möchte nicht eigenständig "fummeln" da ich ehrlich gesagt nicht mehr kaputt machen will.
Was ich bisher gemacht habe: Tonköpfe gereinigt, Riemen gewechselt, den linken Bandteller getauscht und die abgesprungene Schnappfeder wieder eingesetzt.
leider habe ich keinerlei Möglichkeiten zu prüfen da ich völlig unversiert bin und keinerlei Messgeräte habe. Das Report Monitor habe ich im guten Glauben und nach einer Vorführung, bei der alles funktionierte gekauft. Von Reparaturen habe ich leider überhaupt keine Ahnung. Die mechanischen Teile zu tauschen war kein Problem für mich, aber ich kann keine Schaltpläne lesen und habe auch kein entsprechendes Equipment um tiefgreifende Tests oder Reparaturen durchzuführen.
für ein paar Stunden lief das Report nach dem Wechsel des Bandtellers einwandfrei. Die Anleitung hatte Herr Sprang mir mitgeliefert, an die ich mich auch orientiert habe.
ich wüsste hier bei uns in Mittelfranken einen, der selbst die versauteste UHER Report hinbringt. Meine beiden laufen nach Doctor Baruse's Behandlung immer noch wie am ersten Tag. Dabei noch zu erwähnen Herrn Sprangs neue Capstanräder. Vielleicht hilft er Dir auch.
Übrigens hatte auch ähnliche Probleme mit einer 4000 und 4400er Monitor.
Ergänzend möchte ich noch anmerken dass die Starttaste ein wenig hängt. Mit einer Lupe und einem kleinen Uhrmacherwerkzeug konnte ich feststellen, dass sich die darunter befindliche Schraube ein wenig gelöst hat.
prüfe die Einstellung trotzdem nochmal nach! Eventuell läuft das Bremsseil nicht "Bestimmungsgemäß" in der Nut des Bandtellers.
Auch der Steuerhebel bzw. seine Funktion sollte bei der Überprüfung berücksichtigt werden - Stichwort Spulbetrieb -.
vielen Dank für den Hinweis! Ich bedürchte nur dass die Kosten jetzt in die Höhe gehen und den tatsächlichen Wert bei weitem übersteigen. Ich habe nicht wenig -und mehr als ich eigentlich ausgeben wollte- für das Report gezahlt. So langsam beschleicht mich das Gefühl das ich viel Geld in den Sand gesetzt habe und ich das Gerät nun als defekt weiterverkaufen muss.
das werde ich natürlich noch mal machen. Vielen Dank für den Tipp. Allerdings habe ich auch Vorher - Nachher Fotos gemacht und mich daran gehalten. Aber Kontrolle ist immer gut. Würde deine Vermutung denn meine beschriebenen Fehler erklären?
ich habe die Einstellungen nochmals verglichen und überprüft konnte aber nichts auffälliges feststellen. Das Seil liegt genau so in der Nut wie vor dem Austausch, auch der Steuerhebel scheint richtig positioniert.
ich antworte mal ganz vorsichtig mit ja, könnte sein. Zumindest was mit der "Bewegung" des Bandes zu tun hat.
Mal sollte eine Detailaufnahme des Bandtellers und der Hebelei von oben mit abgenommenen Abdeckblech machen und hier zeigen. Könnte eventuell hilfreich sein.
entschuldige wenn diese Frage jetzt naiv klingt, ich weiß es nicht besser: nach dem Austausch des Bandtellers lief das Report für einige Stunden ganz brav, erst danach traten die beschriebenen Probleme auf, ist das so bekannt? Ich habe eben vorsichtshalber auch noch mal geprüft ob ich die Schrauben wieder fest angezogen habe, die sitzen aber fest. Notfalls werde ich den Bandteller einfach nochmal aus- und wieder einbauen. Vielleicht hilft es ja.
Zu den "3 kleinen Schweinchen" erkenne auf dem Foto der Platine nur die beiden an den Enden der Pinzette, wo hat sich denn das 3. versteckt?
es geht hier um die Transistoren des rechten Endstufenkanals T3, T5 und T6.
Bei Deinem Problem können natürlich auch die Transitoren oder ein T. des linken Endstufenkanals betroffen sein.
es geht hier um die Transistoren des rechten Endstufenkanals T3, T5 und T6.
Bei Deinem Problem können natürlich auch die Transitoren oder ein T. des linken Endstufenkanals betroffen sein.
Uff, da muss ich passen wenn es daran liegt. Dafür reichen meine Kenntnisse leider nicht aus.
wurde der Bandabzug 35 - 45 g (p/cN) eigentlich mit einer Federwaage -wie im SM beschrieben und gefordert- geprüft?
"Uff, da muss ich passen wenn es daran liegt. Dafür reichen meine Kenntnisse leider nicht aus."
Alles halb so schlimm, wenn sogar ich dies hinbekommen habe, schaffst Du das auch! Man sollte natürlich die hierzu nötigen Gerätschaften -Mulitmeter-
zur Verfügung haben.
ein Nachprüfen des Bandzuges ist aber hier unbedingt nötig, sonst funktioniert die Sache nicht.
Falls eine kleine mechanische Briefwaage + Büroklammer greifbar ist, könne man sich behelfen.
okay, danke für den Hinweis. Da muss ich mir was überlegen wie ich das löse. Hast du meinen Beitrag "28" gelesen? Vielleicht hilft das weiter einzugrenzen.
Deiner Fehlerbeschreibung von posting 15 nach,
kann es m. E. auch ein neuer Fehler sein, der jetzt erst aufgetreten ist.
Begründung:
Deine Beschreibung paßt ziemlich genau auf ein Problem in der Spannungsver-
sorgung. Darüber wurde vor einiger Zeit ausführlich berichtet (dabei ging
es um einen schwächelnden Report-Akku).
vielen Dank für die Info. Ich bin jetzt ehrlich gesagt, mangels Fachkenntnisse, völlig überfordert weil ich mit so vielen Baustellen (und wer weiß was da noch noch auf mich zukommt) nicht gerechnet habe. Schließlich habe ich das Report als funktionstüchtig und intakt gekauft und wollte einfach nur Bänder hören, aufnehmen und mich an dem Gerät freuen. Ich habe einfach zu wenig Ahnung um diese Reparaturen ausführen zu können und bin deshalb ein wenig frustriert.
Deine Enttäuschung, ob der nicht endend wollenden Fehler, kann ich gut nachempfinden.
Grundsätzlich ist so eine Fehlerhäufung bei einem >30 Jahre alten, technischen Gerät
nicht ungewöhnlich. Zum Glück sind die meisten Geräte weniger oder nicht fehlerhaft.
Wie Du schriebst, hast Du ein technisch einwandfreies Gerät für gutes Geld erworben.
Weil es so ausgelobt war, war der finanzielle Einsatz vermutlich höher, als die erzielten
Durchschnittserlöse bei einer bekannten Versteigerungsplattform. Ein problemlos funk-
tionierendes "Spielzeug" hat Du erwartet, weil Du den Aussagen des VK geglaubt hast.
M. E. ein typischer Fall von Wahrheit und Dichtung. Leider!
Mit Hilfe des BMF (und ggf. andere Tippgeber) wird es sicher gelingen, Dein RM in einen
Zustand zu versetzen. Auch wenn es eine Weile dauern kann. Habe, auch wenn es schwer
fällt, einige Geduld mit Dir (und uns). Bitte nicht aufgeben...
das lieber Wolfgang, kann ich nur unterstreichen. Ich hab auch zwei intakte RM gehabt, die auf einmal alle Fehler aus sich spuckten und am Ende gar nicht mehr gingen und das schlagartig. So richtig wollte mir keiner helfen, da war ich aber selbst schuld daran. Ich hab echt über den Verkauf der beiden nachgedacht. Aber dann kam Licht am Horizont. Es gab doch die helfende Hand und die hat beiden RM's wieder zu dem verholfen, was Sie am ersten Tag Ihrer Geburt konnten. Seit dem sorgen beide hier und da für Aufsehen und brauchen sich hinter meinen *Grossen* nicht zu verstecken.
Also Kopf hoch, das wird schon.
Von oben musst du nur schauen das der Bandzughebel richtig drin sitzt und das Seil richtig in der Nut des linken Bandtellers verläuft. Das der Bandzughebel richtig ( Im SM steht parallel zur Aussenkante) sitzt merkst du wenn du die Platte wieder drauf setzt und die Rolle relativ nahe an der schwarzen Linie sitzt. Am besten die Schrauben vorsichtig wieder fest ziehen und immer etwas Noddeln. I.d.R. findet der selber seinen Platz. Alternativ kann man die obere Seilaufhängung etwas nach unten biegen, also Seil nachgeben das der Bandzughebel weiter nach links aussen kann.
Danach kannst du oben wieder zumachen. Der Abwickelzug wird dort wo die Feder eingehängt ist eingestellt. Zugang bekommst du wenn du das RM unten auf machst und die 4 Schrauben zum Batteriefach löst. Wenn du das Fach raus nimmst siehst du die Feder und wo sie eingehängt ist. Wenn du die Vorspannung durch leichtes biegen des Bügels nach aussen erhöhst so erhöhst du auch den Abwickelzug. Vorsichtig beim biegen dort, da brauchts nicht viel.
Ansonsten kann ich verstehen das es Punkte gibt wo man als Laie aufgibt oder fachmänische Hilfe benötigt. Die sind dann meistens elektrischer Natur. Ist mir letztens mit einem 4000L so gegangen. Ich habs dann Holger geschenkt. Das kann man mit einem RM natürlich nicht machen...
Wenn das Band sauber läuft und die Pausentaste funktioniert sollte das mit dem Bandzug schon einigermaßen stimmen. Federwaagen kannst du dir immer noch zulegen wenn du mal ganz viel Zeit hast. Vorher ists ja auch gelaufen und es wurde nur de Bandteller ausgewechselt. Also nicht gleich immer mit Kanonen auf Spatzen schießen...
Altvordere haben auch immer mal gern behauptet wenns brummt liegts an der Masse. Aber wie schon gesagt. Auf dem Gebiet bin ich auch nicht sonderlich bewandert...abundzu glückt mir trotzdem mal was und dann freu ich mich... ^^
Ihr seht mich überrascht ob des Zuspruchs. Das hätte ich so nicht erwartet! Da ich heute wenig Zeit habe wollte ich mich zumindest bedanken. Morgen dann eine ausführlichere Antwort.
Es ist tatsächlich so wie Wolfgang es beschrieben hat, um so frustrierender wenn jetzt immer mehr und neue Fehler auftauchen bei denen ich nicht weiß wie sie zu beheben sind. Zu dem hohen Verkaufspreis, ja er war höher als die durchschnittlichen VK`s bei einem Verkaufsportal, kamen zusätzlich noch die Kosten für die Riemen und dem linken Bandteller. Wenn es dabei geblieben wäre würde ich mich auch nicht beklagen. Nun muss ich mich allerdings fragen was ist mir das RM wert und wieviel kann ich noch investieren bis es wieder einwandfrei läuft. Mechanische Reparaturen traue ich mir noch begrenzt zu (Riemen wechseln, Tonköpfe reinigen oder Bandteller tauschen) aber elektronische kann ich leider beim besten Willen nicht ausführen. Gestern war ich zwischenzeitlich tatsächlich schon soweit das RM als defekt zu verkaufen, was natürlich ein großes Verlustgeschäft bedeutet. Die konstruktiven Beiträge von Wolfgang, Andre, Bernd und Martin machen mir allerdings Mut es vielleicht doch zu versuchen.
Soll ich noch mal alle Probleme zusammenfassen und aufführen die man dann sukzessiv bewertet und abarbeitet? Oder gibt es gar jemanden der sich das RM mal ansehen könnte um zu entscheiden ob sich eine Reparatur lohnt -Stichwort weitere zusätzliche Kosten?
Viele Grüße
Frank
Nachtrag: Ist die SN meines RM eigentlich auch von Interesse? Ich habe hier gelesen, dass die von bestimmten Typen gesammelt werden. Welchem Zweck dient das eigentlich?
Frank, das mit den "Fehler" ist häufig kleine Ursache große Wirkung.
Beispiel:
Mein ansonsten von Holger super eingestelltes 4400IC hat beim drücken der Playtaste in den Lautsprechern gekracht und gescheppert was das Zeug hielt. Danach spielte sie wunderbar und nahm auch wunderbar auf. Nur beim einschalten und ausschalten herrschte Weltuntergang in den Lautsprechern. Ich dachte lange das sind die Spurschalter oder die Aufnahmeschieber. Pustekuchen. Also gerade mal unten aufgemacht. Das kann doch gar nicht sein. Platine auf geklappt und mit der Lupe angesehen. Da fand ich diese kleinen orangen 1µF Axial Koppelkondensatoren die schon begannen Ihren schwarzen Inhalt seitlich auszuspotzen. Wie zwei kleine Vulkane. Jeden Ausbruch konnte ich wahrscheinlich in meinen Lautsprechern hören. Also Lötkolben ausgepackt und die Übeltäter ersetzt und dat Dinges ist wieder leise wie eine Waldlichtung im Abendrot. Kosten im Centbereich. Viele Fehler findet man schon durch genaues hinsehen!
Mach doch mal die Liste der Fehler die du glaubst gefunden zu haben. Es gibt kein historisches Gerät mit Garantie. Es kann immer mal was dran sein. Auch wenn der Vorbesitzer Stein und Bein schwört. Er muss dabei nnoch nicht mal gelogen haben...Sherlock Holmes gehört zum Hobby mit dazu!
vielen dank, dass du dir Gedanken machst und Lösungswege aufzeigst. Genau die von dir beschriebenen Symptome hat mein RM auch.
Ich bin wirklich positiv überrascht über eure Hilfsangebote und freue mich darüber sehr!
U.a. hat Claus sich angeboten das RM genauer anzusehen und da wir in der Nähe wohnen geht das sogar vor Ort. Bis dahin werde ich das RM besser nicht anfassen um nichts zu verschlimmbessern.
Nach getaner Arbeit werde ich mich dann gerne wieder melden und berichten wie die OP gelaufen ist und ob der Patient Überlebenschancen hat.
Bis dahin wünsche ich allen frohe Ostertage und danke nochmals für eure Hilfsbereitschaft!
leserpost,'index.php?page=Thread&postID=203549#post203549 schrieb:Och, die Dinger sind so gut konstruiert die kriegt mal eigentlich nicht kaputt. Ein deutsche Meisterleistung der Tonbandtechnik ohne Zweifel.
Ich dachte nur ich mach dem Claus nicht mehr Arbeit als unbedingt nötig und stelle seine Hilfsbereitschaft nicht gleich auf die Probe.