Akai X201-D Autoreverse Probleme
#1
Guten Abend!

Meine Akai läuft nach der "kleinen" Restauration soweit wieder hervorragend, wie sie es vorher getan hat. U.a. musste ich einen aufgeblähten Elko auf der System Control Platine erneueren. Leider besteht immer noch das Problem, dass bei Autoreverse-Betrieb der rechte Kanal leiser ist als der Linke. Man sieht es deutlich an den Auschlägen der VU's. In Normalbetrieb sind die Kanäle ebenfalls leicht unterschiedlich, aber nur sehr gering und auch in die andere Richtung, weshalb ich das wohl so lasse.

Leider hat wohl jemand mal am Wiedergabe/Aufnahmekopf rumgeschraubt, da der Siegellack gebrochen ist und die Schrauben deutlich verdreht stehen. Interessanterweise stimmt aber die Spur des Bandes soweit, wenn ich nach der Service Anleitung gehe. Oberkante Band deckt sich bis auf ein kleines bisschen mit der Oberkante des oberen Kerns. Würde ich die Schrauben wieder ungefähr auf die ursprüngliche Position drehen, stände der Kopf völlig verkehrt.

Den Schalter für die Umpolung "Linker/Rechter Kanal" für Autoreversebetrieb habe ich bereits mit Kontaktspray geflutet und mehrfach geschaltet. Der Ausbau war mir doch etwas zu fummelig. Leider ohne eine Verbesserung des Problems. Aber im Grunde genommen kann es doch nur dieser Schalter sein, oder?
Ich meine mich aber auch zu erinnern, dass der rechte Kanal im Autoreverse schon immer etwas leiser war, sicher bin ich mir aber nicht. Ich besitze die Maschine bereits seit 6 Jahren.

Gruß Jan Smile
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#2
Der Kopf steht im Vorwärtsbetrieb und im Rückwärtsbetrieb richtig?

Wie weit ist der Kopf eingeschliffen? Der linke Vorwärtskanal ist der rechte Rückwärtskanal. Wenn da eine Kante drin ist, wäre der Band-Kopf-Kontakt nicht mehr in Ordnung.

Vorwärts ist der linke Kanal leiser als der Rechte? Dann ist da eventuell eine Differenz zwischen den beiden Wicklungen im Kopf. Wenn zur Kompensation der Trimmer für den PB-Pegel links weiter aufgedreht ist, als der rechte, dann verstärkt sich der Effekt im Rückwärtsbetrieb, da ja die Kopfsysteme und nicht die Verstärkerzüge umgeschaltet werden.

(Einmesstechnisch habe ich diese Maschine als "erbärmlich" in Erinnerung.)

Als Letztes: Das Prüfband ist in Ordnung?

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#3
Nicht vergessen! In die eine Laufrichtung ist der Anschlag für die Kopfverschiebung eine Stellschraube, in die andere Laufrichtung glaub ich der Schiebeschalter selbst. Wenn die Lage nicht stimmt, hast Du erstmal verloren.
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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#4
Im Grunde genommen scheint das so zu stimmen, was mir allerdings komisch vorkommt, sind die verdrehten Kopfschrauben. Obwohl die Kopfschrauben verstellt wurden stimmt scheinbar die Spur des Bandes. Der Löschkopf wurde nicht verstellt und steht laut Service Anleitung korrekt.

Vielmehr werde ich den Gedanken nicht los, dass der Kopf in "Normalrichtung", also vorwärts stärker abgenutzt ist, als in Rückwärtsrichtung. Was ich damit sagen will. Das Band hat sich in Vorwärtsrichtung eingeschliffen, und rechts und links entstehen Kanten im Kopf. Schalte ich nun die Maschine auf Reverse. schiebt sich der Kopf nach innen, die Kanäle werden umgepolt und das Band läuft über die zuvor entstandene Kante. Dadurch hat es keinen richtigen Kontakt mehr zum rechten Kanal (war ja vorher Linker Kanal) des Kopfes und das Signal wird leiser! Heißt wohl soviel wie Kopf verschlissen... ;(

Edit: Sehe gerade, dass Niels das schon angesprochen hat. Ja das Band ist in Ordnung. Im Vorwärtsbetrieb sind alle vier Spuren gleichlaut. Nur in Rückwärtsrichtung eben nicht... Sad
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#5
Band beim Laufen mit Wattestäbchen an den Kopf drücken. Darauf achten, daß die Spur gehalten wird. Wirds lauter, liegts am Kopf oder dessen Justage.
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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