UHER SG 521 ein Kanal mono2 brummt
#1
Hallo,

ich bin der Neue und meine Geschichte ist folgende:
im Keller habe ich Bänder aus meiner Jugendzeit aufgehoben,die ich jetzt im Rentenalter mal wieder hören wollte.
Allerdings habe ich kein Gerät mehr--schöne Grüsse an mein seliges Philips 4404.
Also schnell mal bei Ebay ein Uher 263 gekauft und reingefallen.
Da ging aber auch gar nix--erstmal den Netzschalter repariert,dann den Motor zerlegt und von einer klebrigen Flüssigkeit befreit,einen Transistor im li Kanal ersetzt,bisschen Bandzug mit Federwaage und Komparatoren
eingestellt,und dann endlich dem ersten Band gelauscht.
Das Interesse an weiteren Uher Maschinen wuchs.
Also ein SG 520 mit einer merkwürdigen Fehlerbeschreibung gekauft.
"das Gerät hat einen eigenen Willen--man muss es überreden,dann spielt es "
so ähnlich war die Anzeige.
Als ich es hatte,stellte ich ein lautes Rattern fest,welches die Musik vom Band total übertönte.
Von wegen eigener Willen--das Gummi Antriebsrad war mit Beulen vom falschen Abschalten versehen weil
der Geschwindigkeits Schalter immer 'on' blieb und vermutlich nur der Stecker gezogen wurde.
Also opferte ich das Rad aus der 263 zugunsten der SG 520.
Nun wollte ich aber noch mehr Komfort--2 VU Meter--getrennte Regler für re u li--etc.
Es kam ein SG 521 ins Haus.
Und an dem habe ich mich jetzt fehlertechnisch festgefahren und bräuchte Hilfe.
Ich habe es ,wie die anderen,bandzugsmässig eingestellt,die Komparatoren Federn justiert und die
Beläge der Kupplungen gereinigt,die Bremsen aufgearbeitet etc. Aber bei der leisen Wiedergabe höre ich ein
Brummen auf dem mono2 Kanal.
Beim Musik Abspielen fällt es nicht so auf.
Ohne Band,oder gestoppt hört man den li Kanal brummen--der re ganz wenig.
Das Brummen kann ich lauter-leiser regeln.
Lt Oszi ist das Netzteil soweit gesiebt,der 2200uF ist neu.Es kommt eigentlich nicht in Frage weil nur
ein Kanal brummt.
Ich kann den Brumm mit mono2 auf beide Kanäle schalten--bei mono1 brummt fast kein Kanal und
bei stereo brummt nur der linke mono2.
Also liegt das Problem im Eingang vor dem Spur Umschalter bei T9 und T10.
Beide sind erneuert,ebenso C11u C15.
Die umschaltbare Gegenkopplung ist ohmisch durchgemessen OK.
Der Brumm lässt sich zurückverfolgen vor der Endstufe rückwärts bis zum ersten Transistor.
Er wird natürlich immer kleiner und ist an der ersten Basis kaum sichtbar.
Öffne ich die Basen der einzelnen Stufen,ist sofort an diesem jeweiligen Ausgang Ruhe.
Auch ohne aufgesetzten 4spur Kopf habe ich das Problem.

Habe ich etwas vergessen zu schreiben--soll ich die Schaltpläne hochladen?
Einen schönen Gruss an Anselm Rapp,der mich hierher empfohlen hat.
Grüsse vonne Ostseeküste
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#2
Hallo "Ostsee Rentner",

also hat das Schreiben im Forum doch geklappt. Es gibt, wie schon per E-Mail geschrieben, Serverprobleme.

Zum Einstieg:
  • Wir duzen uns im Forum; ich biete Dir das für mich an und fange gleich damit an.
  • Wir reden uns gerne mit Vornamen an, die nicht unbedingt echt sein müssen. Falls Du Hein heißt, kannst Du Dich auch Sepp nennen. "Grüsse vonne Ostseeküste" ohne Namen könnte etwas demotivieren, zu helfen.
  • Wenn Du magst, kannst Du Dich unter Forum -> Profile (ganz unten) etwas eingehender vorstellen, damit man Dich kennen lernt. (Du kannst erst mal bei den anderen spicken, was sie so geschrieben haben.)
  • Allgemeiner Hinweis: Es gibt keinen Anspruch auf Hilfe. Je besser das Problem beschrieben, je kooperativer (beispielsweise bei Rückfragen) und je freundlicher, desto größer die Chance.
  • Bitte versuche, Deine Beiträge etwas übersichtlicher zu formatieren, das motiviert, zu helfen. Manueller Zeilenvorschub ist nur nach Absätzen erforderlich, dann am besten mit Leerzeile.
Ich habe Dir ja auf Deine Anfrage per E-Mail geschrieben, dass ich Dir nicht helfen kann, und Dir das Bandmaschinen-Forum empfohlen. Nun hoffe ich, dass Dich die Kollegen hier nicht im Stich lassen und mich nicht blamieren.

Viel Erfolg und Spaß im Forum und Gruß, Anselm
Früher war mehr UHER. Cool Meine UHER-Erinnerungen
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#3
Immer noch rätselnd, warum Dir keiner antwortet, fällt mir ein, dass Du vielleicht tatsächlich etwas vergessen hast zu schreiben: das Zauberwort.

Gruß, Anselm
Früher war mehr UHER. Cool Meine UHER-Erinnerungen
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#4
...genau, es fehlt das Zauberwort mit den zwei "t".....flott!
Wahrscheinlich hat deswegen noch niemand geantwortet.

Im Ernst (Guten Tag erst mal), es kann auch daran liegen, dass das 521 eher seltener ist.
Ich habe selbst keines, jedoch "einige" 520er und 263er, sodass ich den Fehler nur erraten kann.
Ist die Abschirmung im Gehäuse noch ok? Ist irgendwo auf der Platine ein Kabelchen nicht mehr richtig angelötet, sodass sich eine Brummschleife hat bilden können?
Hier wären detaillierte Fotos von Vorteil.

Gruß Peter S.
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#5
Hallo Peter S,

danke für Deine Gedanken--die eingeklebte Abschirmfolie ist noch im Gehäuse--und sollte eigentlich Fremd-
einflüsse von aussen ableiten.(und auch nix nach aussen lassen)
Ja die Kabelchen--da gehen viele von links nach rechts und umgekehrt.
Bei diesen tonführenden abgeschirmten Leitungen, die die Verbindungen zwischen den div Schaltkontakten herstellen,
ist meist nur auf einer Seite der Schirm mit Masse verbunden.
Sie sind auch sehr schlecht visuell zu verfolgen bei eingebauter Platine,da sie im Kabelbaum eingebunden sind und
irgendwo austreten und dann angelötet sind. (natürlich weiß man anhand des Planes wo sie enden)
Bei meinem Brumm geht es um ein 20ms breites Signal (also 50Hz) das allerdings nicht sofort nach einem
klassischen 50 Hz Brumm aussieht.Ich hänge es mal an.(so sieht es verstärkt vor der Endstufe aus)
Es entsteht vermutlich noch vor dem Spur Umschalter auf dem mono 2 Kanal weil ich es auch auf den anderen Kanal
umschalten kann.
Wenn ich den Motor vom Netz trenne,(ablöte) wird es kleiner und verändert sich.
Vielleicht kommt das jemand bekannt vor ,der so etwas schon einmal hatte.

Gruss
Eberhard


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#6
Ostsee Rentner,'index.php?page=Thread&postID=181401#post181401 schrieb:Bei meinem Brumm geht es um ein 20ms breites Signal (also 50Hz) das allerdings nicht sofort nach einem klassischen 50 Hz Brumm aussieht.

Hallo Eberhard,

zur Uher kann ich leider nichts beitragen (bin mehr auf dem Profisektor unterwegs).

Zur Wellenform schon eher: Sie zeigt einen 50 Hz Brumm und dessen leicht phasenverschobene 3. Harmonische (= 150 Hz), deren Amplitude etwa 3 dB schwächer ist als die der Grundfrequenz.

Siebungsfehler nach Vollweggleichgrichtung dürften damit auszuschließen sein, da hierbei 100 Hz als Grundfrequenz zu erwarten wäre.

Bei diesem Fehlerbild schon wahrscheinlicher: Einstreuungen in den Wiedergabekopf aufgrund mangelnder magnetischer Abschirmung. Auch die Verbindung vom WK zur Eingangsstufe käme als Übeltäter in Frage.

Einseitig aufgelegte Kabelschirme sind fast immer beabsichtigt.

Grüße, Peter
Grüße
Peter


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Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
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#7
Hi Peter,
das wäre ja mal ein ganz neuer Aspekt für mich--magnetische Einstreuung--.
allerdings habe ich das Problem auch ohne Kopfeinheit.
aber wenn ich den Motor stromlos mache,wird der Brumm auch weniger,
denn der könnte ja vom magnetischen Fluß her einstreuen.
solche Abschirmungen erreicht man mit Mu Metall.
da wäre dann die Frage: woher Mu Metall und wie in das Gerät verbauen?
Soviel ich weiß,darf dieses Metall mechanisch nicht all zu sehr behandelt werden
weil es sonst seine antimagnetischen Eigenschaften verliert.
mal sehen,was ich da machen könnte.
Jedenfalls danke für diese Info.

Grüsse
Eberhard
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#8
Ostsee Rentner,'index.php?page=Thread&postID=181541#post181541 schrieb:Hi Peter, das wäre ja mal ein ganz neuer Aspekt für mich--magnetische Einstreuung--.allerdings habe ich das Problem auch ohne Kopfeinheit.
Dies ist wiederum für mich ein neuer Aspekt.
Was passiert denn, wenn du den Wiedergabekopf überbrückst (d.h. die Anschlüsse des Verstärkereingangs kurzschließt?

Ostsee Rentner,'index.php?page=Thread&postID=181541#post181541 schrieb:aber wenn ich den Motor stromlos mache, wird der Brumm auch weniger, denn der könnte ja vom magnetischen Fluß her einstreuen.
Oder auch von Ausgleichsströmen in einer Masseleitung. Oder ....
Leider kenne ich das Innenleben der SG 521 nicht, und spekulieren tue ich ungern.

Ostsee Rentner,'index.php?page=Thread&postID=181541#post181541 schrieb:Soviel ich weiß, darf dieses Metall mechanisch nicht allzu sehr behandelt werden weil es sonst seine antimagnetischen Eigenschaften verliert. mal sehen, was ich da machen könnte.
Im Prinzip richtig, nur ist Mumetall nicht antimagnetisch, sondern im Gegenteil hochpermeabel, worauf die Abschirmwirkung beruht (ähnlich dem Faraday'schen Käfig für elektrische Felder). Und es stimmt: Jedes Biegen, Verformen oder sonstige mechanische Bearbeitung vermindert die Permeabilität und damit die Wirkung erheblich.

Grüße, Peter
Grüße
Peter


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(Konrad Adenauer)
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#9
Hallo,
nur mal zur Info,

der Motor sitzt auf einem Blech das die Elektronik und die Motorwicklungen trennt.
Wenn das Mu Metall wäre --vielleicht hatte Uher ja damals mitgedacht?
Dann habe ich festgestellt,daß auf dem Motor-Wickelkern ca 45V Wechselspannung anliegen.
Der Motor ist beidseitig in Gummi gelagert--hat keine elektische Masseverbindung.
Habe die Spannung per Draht fest abgeleitet,ist jetzt auf 0V. Das war es aber auch nicht.
Wenn ich die Tonkopfverbindungen an der Platine trenne,ändert sich brummmäßig nicht viel.
Der Linke Kanal in der Vorstufe bei T9 -T10 ist besonders auf der Platine sensibel.
Wenn ich dort ein Metall oder Finger der Platine nähere,verstärkt sich der Brumm.
Und zum Schluss ist mir noch eine Masseabschirmung beim handling auf die Platine gefallen und
hat mir das Netzteil geschossen. Trotz Sicherung die auch den Abgang machte.
Jetzt muss ich erstmal diese Sache angehen und werde vermutlich durch die Ersatzteilbeschaffung
eine Weile brauchen.
danke an alle Leser.
Grüsse vonne Küste
Eberhard
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#10
So ein Pech. Nicht lockerlassen!

Gruß, Anselm
Früher war mehr UHER. Cool Meine UHER-Erinnerungen
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#11
Hallo,
mein SG 521 ist wieder am Brummen.BC 141 und Zenerdiode 33V hatte es im Netzteil gehimmelt.
Meine Fehlerbeschreibung wird immer seltsamer.
Der linke Kanal (mono2) ist immer mit einen Brumm versehen ,egal was ich mache--mal mehr,
mal weniger. Setze ich die Tonkopf-Einheit auf,verstärkt sich das Brummen links.
Ich habe noch einen Zweiten mit dem das Gleiche passiert.
Nun habe ich auch mal den Eingang nach Masse gebrückt (natürlich vor dem Koppel C)
und da verstärkt sich der Brumm um ein Vielfaches--akkustisch und auch optisch auf dem scope.
Und die VU Meter hängen am Boller! Das Passiert auch bei dem gesunden Kanal.
Normalerweise sollte doch hinten nichts mehr rauskommen wenn man vorne kurzschließt.
Sehr merkwürdig.
Ich bitte um weitere Ratschläge--hat denn keiner ein SG521 mit ähnlichen Macken?
Wohlgemerkt--Bänder abspielen und aufnehmen funktioniert.
Das Brummen fällt erst auf,wenn man das Band stoppt oder ohne Band auf play geht.
Grüsse vonne Küste
Eberhard
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