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Moin liebe Tonbandfreunde,
Auf der Suche nach Testbändern bin ich auf Folgendes gestoßen:
Testband
Mir erscheint das kombinierte Testband als am sinnvollsten.
Allerdings sind 99€ schon eine Stange Geld. Was meint ihr, lohnt sich das? Gibt es vielleicht preiswertere Bezugsquellen?
Des Weiteren bin ich auf der Suche nach einer Entmagnetisierungsdrossel. Gefunden habe ich diese: Drossel
Hat jemand Erfahrung mit diesem Gerät?
Beste Grüße aus Hamburg, Heiko
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Hallo Heiko,
Bluthard ist ein zuverlässiger und renommierter Hersteller solcher Messbänder, der Preis geht m.E. in Ordnung (Aufwand!), man kann da nichts falsch machen.
Ich würde allerdings empfehlen, je 1 Band MB-02-2 und MB 02-3 zu kaufen anstelle des Bandes mit der extra langen Laufzeit, das zwangsläufig nur für 1 Geschwindigkeit gültig ist. Umrechnen von Pegeln und -abweichungen beim "Abspielen mit halber Geschwindigkeit" - d.h., dem Versuch, die Entzerrung bei 9,5 cm/s mit einem 19er-Bezugsband einzustellen - ist extrem aufwändig und fehleranfällig.
Was mir auffällt: die Bezugspegelfrequenz bei 9,5 cm/s müsste 315 Hz sein - ob es sich lohnt, bei Bluthard nach dem Grund zu fragen? Relevante Abweichungen beim Einmessen sind davon allerdings nicht zu erwarten.
Und wenn ich schon mal bei der ganz strengen Observanz bin: eigentlich müssten auch die IEC-Referenzleerbänder angeboten werden, zumindest das C 264 Z für 9,5 und 19 - aber ich weiß, dass in der Praxis halt immer auf das individuelle Lieblingsband eingemessen wird. Vergessen wir diesen Punkt ...
F.E.
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Hallo Heiko,
an vielen Stellen im wurde bereits über Bezugsbänder / Testbänder berichtet. Bezugsbämder waren auch in der Hochzeit der Tonbandgeräte mehrere hundert DM teuer. Warum, ist wie gesagt nachzulesen.
Die ausgewiesene Fachfirma Heinz Bluthard stellt ihre Einstellbänder auf speziellen Geräten unter Verwendung besten Bandmateriales her. Neben Bluthard gibt es noch die Fa E. Schmid (Pievox.de) mit ähnlichem Angebot und ebenso guter Reputation. Auf den jeweiligen Homepages gibt es eine Menge weiterer Infos rund ums Hobby.
Du kannst natürlich auch Bezugsbänder in der Bucht ersteigern. Ich habe einige davon ud alle sind ok. Man kann aber auch Mist erwischen.
Zur Frage "Lohnt sich das?"
Letztlich kannst Du ein TB ohne BB / TB nicht vernüftig einstellen. Wenn man mehrere hat lohnt sich das sicher, hast Du nur ein Consumer-Gerät solltest Du jemanden suchen, der Dir mit seinem BB /TB weiterhilft. In und um HH gibt es da einige. Stichwort Nordtreffen.
Die gezeigte Demagnetisierdrossel funktioniert, mehr soll sie nicht. Es gibt D-drosseln zum 10-fachen Preis, die machen aber auch nichts anderes. Mir reicht diese.
Gruß
Frank
Friedrich war schneller
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Moin,
danke für die Antworten. Dann werde ich mir erstmal die Drossel zulegen. Fürs Band muss ich noch sparen (studentisches Budget *hust hust*).
Mit dem 19cm/s Band kann ich auch gleich 2 Maschinen, die ich häufig nutze einmessen, also lohnt es sich. Das sind zur Zeit eine Teac A-3300 10 halbspur und eine Tascam 388.
Dazu eine kurze Frage:
Ist das Einmessen auf NAB oder IEC eine reine Soundfrage? Kompatibel zu anderen Maschinen muss das Band nicht zwangsläufig sein (IEC scheint in D weiter verbreitet zu sein).
LG, Heiko
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Hallo Heiko,
auf welche Bänder und nach welcher Norm Deine Maschinen eingemessen sind, kannst eigentlich nur Du wissen (wenn es nicht irgendwo vermerkt ist).
Lesenswert dazu:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.p...39#msg1939
Und: Scheue Dich nicht nach noch Unbekanntem im Netz zu suchen 8) .
Gruß
Frank
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Japanische Bandmaschinen sind meist in NAB eingemessen, im Profibereich ist CCIR Standart.
Je nach Tonkopfart, Vierspur, Zweispur (2mm Trennspur) oder 0,75mm Schmetterlingsköpfe ergeben sich unterschiedliche Bandflüsse und das ganze nochmal für jede Geschwindigkeit.
Von gebrauchten Messbändern halte ich nichts. Wurden die oft benutzt, sind diese aufgrund schwach magnetisierter Bandführungen ect. leicht angelöscht und der Pegel stimmt nicht mehr, oder die beginnen zu schmieren und werden dann gerne in iiBäh entsorgt.
Offizielle "Bezugsbänder" mit amtlichen Bezug auf eine Messgröße hat z.B. BASF / Emtec angeboten und mit deutscher Perfektion hergestellt.
Die Fa. Bluthard wurde genannt, was für den privaten Bereich völlig ausreicht.
Zum Einmessen braucht man nun noch die
- Handbücher, die
- Werksangaben für BIAS-Abfall
- Tongenerator
- Entmagnetisierungsdrossel (gleich zu Beginn),
- geeichten Pegelmesser (RTW oder NTP geht auch)
- Stereo-Oszi und o.g.
- Bezugsbänder.
Hat man noch nie eingemessen, geht das fast immer schief und man verstellt mehr als man bezweckt.
Denn; hat sich etwas stark verändert, können das durchaus defekte Bauteile sein!
Also; Kondensatoren-Kur, Trimm-Potis gleich mit raus, Lager warten, Bremsmomente überprüfen ect.
Stimmen die Bremsen nicht, verändert sich der Bandandruck an den Köpfen und die gesamte Einmessung gerät zur völligen Dejustierung!
Mein Tipp wäre der, erstmal gar nichts an der Maschine herumspielen, Musik hören und Spaß am Hobby haben.
Es gibt genug Leute, welche reparieren und einmessen können, was viel billiger ist und man kann beim Zuschauen viel lernen.
Rudolf
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Ob der Vorredner bzw. -poster wohl so freundlich wäre, uns den einmaligen Begriff "BIAS-Abfall" zu erklären? Oder darf es gleich ein Tipp sein (auch wenn bei dieser URL von der ebenso einmaligen wie merkwürdigen "BIAS-Absenkung" die Rede ist):
Spulenband-Sortiment bei Thomann schrumpft
F.E.
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Ich meine damit den Abfall der Vormagnetisierung, welcher gemäß Handbuch des Herstellers einer Bandmaschine empfohlen wurde, wie z.B. der Abfall von -3,5dB einer bestimmten Bandsorte und Geschwindigkeit.
Kannst gerne aus Deinem Buch zitieren....
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Immer diese blöden Katz und Maus Spiele, es wird öde!
Zitat aus Wikipedia:
"Bias [ˈbaɪəs] (englisch für ‚Verzerrung‘, oft ‚statistische Verzerrung‘, ‚Vorspannung‘ oder ‚Vorbeaufschlagung‘) bezeichnet:"
Der vom Vorposter genannte Abfall ist also keineswegs eine Veränderung der Vormagnetisierung sondern eine Verhältnisgröße welche sich auf das Nutzsignal bzw. dem eigentlich Signal welches auf Tonband konserviert werden soll bezieht. (z.B. ein 10kHz Sinussignal).
Die Veränderung der Vormagnetisierung (Vorbeaufschlagung, BIAS, ist keinesfalls als Abfall -3.5dB vorgegeben, in der Regel gibt es hierzu keinerlei Wertangabe, Ausnahme Grundig in Form eines Sromes) bewirkt ggf. diese nach Herstellerspezifikation vorgegebene Absenkung des Nutzsignals.
Thomas
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Ist das nicht schon normal, wenn 3 verschiedene Gruppen aufeinander treffen das es gehoerig kracht? Hier waeren es : Der Praktiker, der damit im Alltag arbeitet, Der Erbsenzaehler, der sich damit beschaffen muss wenns knallt und riecht und dabei gewollt ist penibelst saubere Arbeit abzuliefern und zu guter letzt was doch recht seltenst vorkommt der Erbauer oder zumindest mitwirkender dieser.
Im Idealfall waehre ein sauberes zusammen Arbeiten moeglich, hier kommt aber noch hinzu, andere Interessen, alters unterschieb, Bildungsstand. Das Fettnaepfchen kann dabei zu einem schwarzen Loch werden. Den Rest ueberlasse ich euch....
MFG Ralf
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12.08.2014, 13:30
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.02.2023, 12:13 von user-332.)
∆S₆.₃ / ∆S₁₀ bzw. delta-S6.3 & delta-S10 in forentauglicher Notation könnten einen allgemeinen Konsens einläuten, wenn die Vorspannung wieder ein wenig nachgelassen hat. Dann klappt's auch wieder mit dem Höhenabfall  ...
©DK1TCP
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Ist mir auch völlig neu, dass das BMF hier ein technischer Salon, für Menschen ist welche sich zwingend an eine vorgegebene Tonbandterminologie halten müssen.
Daher läßt sich die pseudo Notation noch erweitern, denn z.B. bei ASC wird eine beliebige Pegelabsenkung über ein Maxima hinaus des referenzierten Nutzsignals von 16kHz auf linearen Frequenzgang vorgegeben.
Thomas, mit delta hin und her.
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