In Vorbereitung: Restauration Akai GX-230D
#1
Ich plane die Restauration. Noch habe ich keine Frage, hatte aber die Zeit, ein "Intro" zu verfassen. Wer gerne helfen möchte, aber derzeit besseres zu tun hat als lange Elaborate zu lesen, kann Folgendes derzeit gerne ignorieren:


Wie es sich an zwei Stellen bereits angekündigt hat, habe ich mich vor einigen Wochen dazu entschlossen, meine seit Jahren beiseite gestellte Akai GX-230D endlich zu überholen.
Die Maschine habe ich im Februar 1996 für jetzt überbezahlt eingeschätzte 250 DM in einem Allerlei-Second-Hand-Laden in Braunschweig gekauft.
Das Gerät war damals gut eingeraucht und ich hatte es seinerzeit so halbwegs entmieft.
Ich möchte noch immer nicht behaupten, tiefes, solides Wissen über die Technik zu besitzen, damals aber wusste ich noch viel weniger und habe mit dem Elan der Jugend gearbeitet.

Der auffälligste Fehler war damals das Bänderfressen, wenn aus Spulen auf Stop geschaltet wurde. Die Bremsen haben die Spulen nahezu blockiert. Nach Gefühl habe ich versucht die Bremsen auf einen glaubwürdig wirkenden Wert einzustellen. Besser war es - gut war es nicht.

In einem Laden wurde dann ein bißchen an den Einstellungen herumgeschraubt. Dabei wurde der Aufnahmekopf dem Wiedergabekopf in der Spaltlage angepasst, ohne dass zuvor der Wiedergabekopf auf ordnungsgemäßen Sitz geprüft wurde.
Später habe ich dann durch weiters mutiges jugendliches Experimentieren den Wiedergabekopf auf die vorhandenen alten Bänder gerhörmäßig ausgerichtet und den Aufnahmekopf nachgezogen.
Besser war es- gut war es nicht.

Tatsächlich war es mir gelungen in einem Laden, dessen Namen mit inzwischen entfallen ist, eine original Akai-Andruckrolle zu bestellen und zu erhalten. Ich meine, sie hat damals um die 25 DM gekostet.

Die Unterschiede Vor-/Hinterband habe ich nicht ausgeleichen können. Zudem waren die Abweichungen zwischen den Kanälen bei 9,5 und bei 19 cm/s unterschiedlich. Herumstellen brachte Veränderung - aber keine Verbesserung.

Dann stand die Kiste bei mir ganz unten im Regal. Was passieren kann, passiert: Mir ist ein Hocker auf eine Achse gefallen und dadurch war der Stift, der die Dreizackverriegelung hält, verbogen. Der Stift der anderen Achse wanderte vor zwei Jahren in eine GX-630, diese hatte dann zwei gerade, die 230 zwei krumme Stifte.

Tja, und dann spult sie nicht ganz so zügig, wie das wohl mal gedacht war.

Eigentlich könnte sie ja weg, aber andererseits....

[Bild: GX-230DFront01.jpg]

GX-230D ohne Holzgehäuse

... andererseits gefällt sie mir. Also dann doch mal wagen und restaurieren.
Netterweise habe ich schon Hilfe erhalten, damit sind die Achsen wieder gerade.

Jetzt muss ich also ans Eingemachte:

[Bild: GX-230DChassisrueckseite01.jpg]

GX-230D Chassis von hinten

Das Umspulproblem werde ich nur mit Hilfe von Freunden angehen, die einen dafür eingerichteten Arbeitsplatz haben. Alles andere wäre, so fürchte ich, versuchte Selbsttötung.

Was habe ich nun bis dahin vor?

Da sich das Gerät nicht annährend richtig einstellen lässt (zum letzlichen Abgleich nach den Regeln der Kunst, werde ich mich wieder an Freunde wenden können, dürfen, müssen) scheint es mir angebracht, u. a. angesichts der Raucher-Vergangenheit der Maschine, sämtliche Potis auf den Audioplatinen auszutauschen.

Dann werde ich sowohl den Geschwindigkeitsumschalter ausbauen, zerlegen und reinigen als auch den Umschalter zwischen "Low Noise" und "Wide Range".

Dass eine VU-Beleutung ausgefallen ist, mag ein kosmetischer Punkt sein, aber ein Punkt ist es.

Wahrscheinlich werde ich auf dem Wege häufiger Forenhilfe in Anspruch nehmen müssen.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#2
Ab und an geht es doch ein kleines bißchen voran.

Schön der Reihe nach, und als erster in der Reihe ist der Monitorschalter.

Da war ich zu faul, um den Schalter auszulöten. Beim Geschwindigkeits- und Bandsortenschalter wird sich das nicht verhindern lassen.

[Bild: Schaltereingebaut01.jpg]

Beim zerlegen fällt dann natürlich eine kleine Kontaktbrücke heraus. Was wenige wissen: Das ganz Wichtige beim Basteln ist die Geduld, die aufzubringen ist, um weggeplumpste Teile zu suchen. Hm. Auf dem Teppich scheint das Ding wirklich nicht zu sein. ... Aber, ja, daaa...! Na, wer sieht's auf den ersten Blick?

[Bild: Teilchensuche01.jpg]

Hier ein Bildchen der Einzelteile. Ich freue mich schon drauf, den kleinen runden Stift reinzupfriemeln.

[Bild: Schalterteile1.jpg]

So sehen die Kontakte aus. Die schmutzigsten sind gar nicht angeschlossen.

[Bild: Schalterschmutzig01.jpg]

Nach einer Politur mit Kontakt WL und Wattestäbchen ist sieht es schon ein wenig besser aus.

[Bild: Schaltersauber01.jpg]

Bald geht es weiter.

niels
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#3
Hallo Niels,

leider habe ich von solchen Sachen keine Ahnung.

Aber ich finde es mehr als anerkennungswürdig, dass Du Dich mit Geduld und Eifer an diese Überholung heranwagst.

Dafür drücke ich Dir fest die Daumen, wünsche Dir viel Erfolg, möglichst auch eine Portion "Spaß" und Erfolgserlebnisse.

Bin gespannt, wie's weitergeht.

Lieben Gruß aus B@rlin,
Peter
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
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#4
Glasfaserpinsel

Kauf dir mal einen Glasfaserpinsel damit kriegst du diese Kontakte richtig blank. Hinterher ein Sprüher Ballistol drauf, damit es nicht wieder so schnell korrodiert.

Es ist kein Zeichen- oder Schreibgerät wie in dem Link angegeben.
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#5
Danke für den Tipp. Ich besitze allerdings schon einen. Wink Ich ziehe mir jedoch ständig kleine Fasern unter die Haut und habe daher vorhin beschlossen nur eine Verbesserung und keine Perfektion erreichen zu wollen.
Statt Ballistol nehme ich Kontakt 61.
Jetzt gehe ich wieder bei. Mal sehen, ob ich den Schalter auch wieder zusammen bekomme. Ob ich heute abend noch Lust habe, die nächsten beiden Schalter auszulöten und zu behandeln, muss sich zeigen.

niels
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#6
Niels hat zwar schon einen Glasfaserradierer, aber falls jemand anders einen Erwerben möchte würde ich nicht den oben verlinkten empfehlen. Er besitzt vorne eine Kunstoffhülse die sehr schnell reist und bricht.
Besser ist zum Beispiel der Radierer 1021 von Läufer, bei ihm ist die Hülse aus Metall.

http://www.buerotechnik-weber.de/laeufer...-1021.html

Das ursprünglich Einsatzgebiet eines Glasfaserradierers war die Korrektur von Tuschezeichnungen, somit tatsächlich ein Schreibgerät.

Gruß Ulrich
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#7
Eine Etappe ist geschafft. Die Schalter für Monitor, Geschwindigkeits-EQ und Bandsorte sind ausgebaut, zerlegt, gereinigt, zusammengesetzt und wieder eingebaut.

Beim Bandsortenschalter habe ich wirklich Hoffnung, dass die Reinigung hilft:

[Bild: TapeSelectvorher.jpg]

Leider habe ich ein Nachher-Bild vergessen. Diesmal habe ich doch zum Glasradierer gegriffen.

Das Öffnen und Schließen der Schalter ist eine ziemliche Fummelei und Biegerei. Ein zweites Mal werde ich den Tape-Selector nicht unbeschadet aufbekommen.

[Bild: TapeSecletorSW01.jpg]

Detail:
[Bild: VerschlussTapeSelectorSW.jpg]

Ein ganz kurzer Testlauf hat gezeigt: Die Pegeldifferenz zwischen den Kanälen bei 10 kHz beim Umschalten von "Wide Range" auf "Low Noise" ist verschwunden. Hurra.

Als nächstes möchte ich die Potis für Aufnahme- und Wiedergabepegel und VU-Kalibrierung austauschen. Da muss ich erst noch Ersatz besorgen.

Eigentlich sollen auch neue Trimmkondensatoren rein. Wo aber bekomme ich passende 80 pF Trimmkondis?

niels
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#8
Hallo Niels,

noch eine Methode, die schon mehrere mit Nikotin traktierte Schalter gerettet hat: Ein wenig Chrompolitur auf einem Lappen und dann immer schön reiben, bis der Lappen schwarz und die Kontakte blank sind.
Die Kontaktbrücken lassen sich recht gut im Ultraschallbad (Gemisch Wasser / Isoprop) reinigen. Die verbiegen ansonsten ziemlich leicht und dann ist nüscht mehr mit Kontakt Rolleyes.

Bin auf die Fortführung gespannt.

Gruß und "good luck"
Jürgen
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#9
Hallo Niels,

tolle Sache, Dein Bericht mit den Bildern.
In Deiner Maschine sieht es so aus wie in meiner Teac.

Freut mich auch, daß Du schon ein erstes gutes Ergebnis hattest.
Werde auf jeden Fall mitlesen, -lernen und Dir die Daumen drücken.

Schade, daß ich Dir nicht helfen kann (außer bei U-Scheiben Wink ),
aber es gibt ja noch ganz viele andere Helfer.
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#10
Jetzt sitze ich endlich daran Bauteile zu bestellen.

Da brauche ich doch Hilfe:
Welche Kondensatoren brauche ich für die Sparkquencher? Funkentstörkondensatoren?

Bei Reichelt scheint es keine passenden Lämpchen für die VU-Meter-Beleuchtung zu geben. Kennt jemand eine gute Quelle?

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#11
Hallo Niels,

wg. der Spark Quencher: Sicherheitshalber würde ich hier die Originalbauteile einbauen und nichts selbst kombinieren, insbesondere wegen der kompakten Abmessungen und der (zumindest mir) unbekannten Spitzenwerte transienter Spannungen.

Im SM werden 0,1µF, 120Ohm, 250WV gefordert. Die werden ja wenigstens noch hergestellt:

http://www.okayaelec.co.jp/catalog/english/p58xe.pdf

Ggf. passen ja die hier:

http://www.ebay.de/itm/2-pcs-Spark-Kille...0303292096

Gruß und good luck
Jürgen
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#12
Heute sind die Potis für die Audioplatine eingetrudelt.
Da ich meine Fähigkeit des logarithmischen Rechnens streng auf meine Schulzeit begrenzt habe, brauche ich etwas Hilfe. Mein Versuch, es mir online wieder beizubringen ist leider gescheitert.

Bei 185 nWb/m sollen 0,775 V am Ausgang anliegen.
Ich habe nur ein 320 nWb/m-Testband. Welche Spannung muss ich am Ausgang einstellen?

niels
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#13
Hallo Niels,
bis zum logarithmischen Rechnen musst du da gar nicht vordringen, es reicht der
Dreisatz.

320/185*0,775V=1,34V

Gruß Ulrich
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#14
Wenn doch alles so einfach wäre.

Vielen Dank!

niels
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#15
Wenn man es will, kann man es auch komplizierter machen und den Logarithmus rein basteln Smile

20*log(320/185) = 4,76 dB

0,775 V + 4,76 dB = 0,775V * 10^(4,76/20) = 1,34V

Gruß Ulrich
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#16
Ich scheine jetzt erstmal den Zustand erreicht zu haben, den ich erreichen wollte und mit meinen Hausmittelchen erreichen kann.

Morgen gibt es mehr Details.

Nur so viel: Da hatte ich dann hübsch die Potis getauscht, mich an meine Basteleinmessung begeben und boing! der Fehler, den ich gehofft hatte beseitigt zu haben, war wieder da. Letzlich scheint es eine kalte Lötstelle auf der EQ-Platine gewesen zu sein. Da die Maschine noch keinen längeren Testlauf hinter sich hat, bin ich mir da noch nicht ganz sicher.

Eine Frage bleibt aber noch:

Gerne würde ich die Trimmkondis tauschen, habe auch bereits Ersatz von Reichelt, nur haben diese 3 Beinchen. Welche nehmen?

niels
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#17
Ein Link auf die C-Trimmer wäre nicht schlecht, die von Reichelt vertriebenen Standarttrimmer sind von Vishay.
Dort sind die um 180 Grad gegenüberliegenden Anschlüsse beides Rotoranschlüsse, der um 90 Grad liegende Anschluss der Stator.
Es reicht einen Rotoranschluss und den Statoranschluss zu benutzen.

Gruß Ulrich
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#18
Durch diese Bastelei habe ich wieder einiges gelernt. Z. B., dass Lötarbeiten einfacher sind, wenn die Steckverbindungen als solche erkannt sind. Dann lässt sich der ganze Verstärkerblock entnehmen.

[Bild: SteckverbindungenGX230D_01.jpg]

Dann schockt es auch nicht mehr, wenn die Trimmer gut unter Kabelbäumen verborgen sind.

[Bild: VersteckteVU-Potis.jpg]

Die alten Potis sahen so aus:

[Bild: AlteTrimmerGX230D_01.jpg]

Die Ersatztrimmerkondensatoren sind diese.

Einbau erfolgt aber später.

Was mir noch fehlt ist eine Zwischenlegscheibe für die Andruckrolle: 5-39 ZW 260010 Washer (PBP) D6.1x10x0.1t

Wahrscheinlich eher eine andere, dickere, da die Ersatzrolle, die bereitliegt noch eine Stufe besitzt.

Ich hoffe demnächst mit jemandem, der angemessene Technik besitzt, die Köpfe justieren und die Einmessung präzieser erledigen zu können. Dann kann ich hoffentlich auch die Spannungen an den Wickelmotoren messen.

niels
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#19
Hallo Niels,

Ulrich hatte es ja schon richtig erklärt. Ich hatte mir mal den Link angeschaut, ja - genauso isses. Smile Man sieht das auch auf der Maßzeichnung rechts unten gut, an beiden direkt gegenüberliegenden steht "R"(otor) dran, an dem dritten Bein "S"(tator). Also ein Rotorbein um 90° wegbiegen oder zur Not abknipsen.

Gruß Jens
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#20
Der Vishay-Ersatz ist kleiner als die alten Trimmkondis. Jetzt bin ich am überlegen, wie ich sie am klügsten reinpfriemele. Zumal sie nicht von oben und unten einstellbar sind, da habe ich den Angebotstext wohl falsch verstanden.

niels
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#21
Noch 'ne Baustelle: Ich habe den Eindruck, dass die Maschine ein Rumpeln aufzeichnet. Da ich die Köpfe entmagnetisiert hatte, habe ich den Verdacht, dass da Gleichstrom mit auf dem Rec-Kopf sein könnte. Wäre da C 22 ein Kandidat als defekter Koppelkondensator? Die rot eingezeichnete Leitung geht direkt zum linken Kopfsystem.

[Bild: AusschnittRecAmp01.jpg]

niels
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#22
Gestern abend wollte mich das Gerät wieder beschäftigen: Die Bandendabschaltung funktionierte nicht mehr.
Das kleine Metalldrähtchen, das die Verbindung zwischen Zugmagnet und Tastensatz herstellt, war durchgerissen. Ich habe mir aus einer Büroklammer eine neue Verbindung zurechtgebogen.
Leider war ich in einer "Mistding, ich dachte, du funktionierst endlich anständig"-Laune und habe daher keine Fotos gemacht.

niels
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#23
Es ist ja schon Gold wert, daß Du die Ursache für den Defekt so schnell findest.
Das setzt einige Kenntnisse voraus - Alle Achtung!

Beim "Zerlegen" meines Teac-Restes bin ich "tief unten drin" auf dick verstaubte Platinen gestoßen, die vermutlich seit Erstkauf des Gerätes niemals mehr gereinigt worden waren.
Was für eine Meisterleistung, so etwas zu entwickeln und zu bauen!

Solch eine Kiste wirklich sinnvoll wiederherzustellen, erscheint mir anspruchsvoller, als ein Instrument zu spielen.

Also bleib mutig!Smile
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#24
Bei den Ko-Trimmern sehe ich drei Möglichkeiten: Beinchen biegen, Beinchen verlängern mit angelötetem Draht, oder einen passenden Sockel finden, vielleicht kann man sich aus einem IC-Sockel was basteln.

C21 und C22 sind Koppelkondensatoren. Vor dem TR4 sitzt bestimmt auch noch einer.
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#25
Da dachte ich, ich hätte eine funktionierende Maschine... Es ist ein Fehler Geräte einzuschalten, dann könnten neue Defekte bekannt werden.

Als ich also vorhin die 230 einschaltete hörte ich ein mechanisches Brummen, welches ich nicht eingrenzen konnte. Es ist sowohl auf Stop, wie auf Play oder Spulen zu vernehmen sowie auf beiden Geschwindigkeiten. Es klingt allerdings ein klein wenig anders beim Hochlaufen des Capstan.

Ich hatte versucht, das Trafo loszuschrauben, um festzustellen, ob das Brummen von dort kommt, die Schrauben sitzen jedoch so fest, dass ich sie (mit den vorhandenen Schraubendrehern) nicht losbekommen habe.

Ist es denkbar, dass ein Fehler in der Tonmotorsteuerung über den Capstanmotor hörbar wird oder ist dies ein abwegiger Gedanke?

(Edit: An der Stelle dieser Maschine steht jetzt eine TC-366, die mir Jens einmal geschenkt hat.)

niels
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#26
Hallo Nils,

bei geöffnetem Gerät (VORSICHT!) müsstest Du hören können, ob
d. Brummen vom Trafo kommt. Wenn Du Dir unsicher bist, klemm
doch einfach mal den Capstanmotor ab und horche dann. Ausser
dem Trafo kann dann eigentl. nichts mehr brummen. Wenn das Brummen
ohne CM weg ist, belaste den Trafo testweise (zB durch Laufenlassen
der Wickelmotoren) und lausche dann. Brummt's dann immer noch nicht,
wird der CM der Störenfried sein.

Zur CM-Steuerung: ...wenn die 230er auch diese neckischen Spark-Quencher
(RC-Glieder) in der Steuerung hat, würde ich diese mal tauschen. Ggf. macht
sich hier ein nahendes Ableben derselben bemerkbar. Über kurz oder lang
würden die Dinger ohnehin zicken.
Der Phasenschieber-Kondens. kann natürl. auch eine Macke haben aber
dann müsste nach meinem Verständnis schon die Geschwindigkeit
etwas aus dem Ruder laufen und der Motor müsste etwas wärmer
als normal werden (...aber was ist "normal"?).

Gruß

P.
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#27
Ich hatte bislang nur die Gelegenheit für einen Schnellversuch: Nachdem ich im Schaltplan entdeckt habe, dass für den Capstanmotor durchaus ein Phasenschieberkondensator arbeitet, habe ich mal den Schalter auf 60 Hz gestellt und hatte den Eindruck, dass das Brummen geringer wurde.
Ich werde also in diese Richtung weiterforschen.

Thanx.

niels
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