Wer hat das Brikett gebaut?
#1
Hallo,

da ich gern hin und wieder alte Mikros in meine Sammlung aufnehme, stieß ich neulich auf eine Ungereimtheit bezüglich des Echolette ES 14, des berühmten "Briketts", das bekannter unter dem Namen Sennheiser MD 409 wurde. Es sieht so aus, für die jüngeren unter euch:

[Bild: 101264957021.JPG]

Ich stieß nun beim surfen im Netz auf eine abgelaufene Auktion eines Mikrofonsammlers aus der Schweiz, der in seiner Beschreibung behauptete, das Mikro sei ursprünglich von AKG hergestellt worden. Das ist mir zwar neu, aber solche Ungereimtheiten gibt es ja manchmal. Allerdings in umgekehrter Richtung!
So ist mir bekannt, dass das AKG D-19

[Bild: 1-038-038978_3-AKG-D19.jpg]

unter anderem unter den Namen Telefunken, AKG, Philips, AEG... verkauft wurde.

Ist da den alten Hasen unter euch etwas bekannt, ob das "Brikett" in Lizenz von verschiedenen Firmen gebaut wurde oder ob der erwähnte Verkäufer hier einfach irrte?

LG Holger
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#2
Hallo Holger,
als alten Hasen möchte ich mich nicht bezeichnen, jedoch,
auch ich sammle ebenfalls schöne alte Mikros. Von BEYER gab es ein(ige) ähnliche, wenn nicht gar baugleiches Mikros, wenn man den M.-Kopf separat betrachtet. Ob nun BEYER als Hersteller in Betracht kommt - keine Ahnung Smile

Gruß Bernd

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#3
Hi Holgi,

ich habe das D-19 sogar mal als Uher-Fabrikat gesehen, kein Witz. Hier der Link: http://buy.id.ebay.com/buying/en/display...-XLR-cable

Dein Echolette Mic sieht auch sehr aus wie das D-14 von AKG. Könnte mir gut vorstellen, dass die das gebaut haben. Das D-12 sieht ja auch so ähnlich aus.

Gruß, Alex
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#4
Habt Ihr diese Seite schon gesehen? Da heißt es, das ES 14 wurde von Sennheiser für Echolette gebaut, während andere Echolette-Modelle von AKG stammten. Das ganze klingt so, als wisse der Verfasser, wovon er schreibt.
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#5
Also, von dem MD-409 hab ich vorher auch noch nie gehört. Wenn man sich aber dieses E-609 von Sennheiser anguckt, weiß man woher der Wind weht.
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#6
Nun ja, Alex, es ist schon völlig ohne Zweifel, dass das Sennheiser MD 409 identisch mit dem Echolette ES 14 ist, das war auch nicht die Frage.
Bei dem Foto hierunter ist die Einspracheseite oben, beim obigen Foto vom Echo-Brikett die Rückseite.
Beide haben einen schräg nach unten zeigenden Kleintuchelanschluss, mit anderen Worten einen verschraubbaren dreipoligen DIN-Stecker.

[Bild: Sennheiser-MD-409-Nklein.jpg]

Nur, dass da auch AKG was mit zu tun hatte, war mir etwas suspekt. Es sieht so aus, als hätte der erwähnte Verkäufer da wohl was durcheinander gebracht...

Ach ja: mit "Uher" gemarkte D19 hatte ich auch schon gesehen; ich wusste doch, ich habe oben einen vergessen!
Wobei mir der Hype um dieses Mikro inzwischen unheimlich ist. Nur weil mal irgendwer gemerkt hat, dass die Beatles das oft als Gesangsmikro genommen haben (siehe die Studioszenen in "A Hard Days Night"), sind die Preise dafür in den letzten drei Jahren um das Zehnfache gestiegen! Neu kostete das Ding 1966 etwa 130 DM und lag damit etwas unter dem Sennheiser MD 421, heute bringt ein gutes Exemplar bis zu 400 Euro.
Confusedhock:

Der da häult ist natürlich NICHT der Verkäufer, sondern ich!

Gruß Holgi
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