Uher Report Monitor Adapter von DIN zu Cinch
#1
Ich würde gerne mein Report Monitor an meine Anlage anschliessen. Leider ist ein normaler DIN-Cinch Adapter dafür unbrauchbar.
Gibt es einen Adapter, der die unterschiedlichen Ströme von DIN zu Cinch mit vielleicht einem Widerstand ausgleicht?
Gruß von

Rüdiger
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#2
Hi,

was ist bei Dir ein "normaler" DIN-Cinch Adapter ? Ich benutze einen Adapter 5 pol Din Stecker auf 4 Cinch-Buchsen. Die rote und die schwarze Buchse sind über ein Cinch-Kabel mit dem Aux-Eingang meiner A77 verbunden. Die A77 benutze ich als Verstärker (eingebaute Endstufen). Funktioniert ohne Probleme.

Grüße vom
Soundboss
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 3x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)
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#3
Normalerweise sollte das mit einem "normalen" DIN - Cinch Adapter funktionieren. Eventuell ist deiner nur falsch belegt, also praktisch für Aufnahme (Cinch -> DIN). Durch das Übersprechen ist das Signal dann ggf. sehr leise zu hören.

Entweder du verwendest einen bidirektionalen Adapter, wie ihn Soundboss beschrieben hat, oder eben einen DIN -> Cinch für Wiedergabe.

Oder selbst bauen. Hier die Belegung mit Sicht auf den Stecker (nicht Buchse):

[Bild: 200px-DIN-Stecker-Pinbelegung-Stereo.svg.png]


EDIT: Die Pegelunterschiede sind eigentlich nur bei Anschluss einer "Cinch-Quelle" an ein DIN-Aufnahmegerät ein Problem.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#4
Zitat:The_Wayne postete
EDIT: Die Pegelunterschiede sind eigentlich nur bei Anschluss einer "Cinch-Quelle" an ein DIN-Aufnahmegerät ein Problem.
Ich glaube so war es auch gemeint.

Beim Uher Rdl konnte man auf den Wiedergabepins der DIN-Buchse über einen internen Widerstand, sozusagen Chinchpegelgerecht aufnehmen.
Vielleicht bietet das Report auch diese Möglichkeit.

Falls nicht, könnte man ja was selber zusammenlöten. Beim RdL lag der Widerstand bei 1.2M.

Grüße
Michael
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#5
Hallo,

hierzu gab es von UHER für's Report Monitor das Kabel K557. An den beiden Pins (1+4) wurde je ein
Widerstand mit 270 kOhm verwendet.

Die Beschaltung des Kabel ist im Downloadbereich unter Geraete -> U -> UHER -> Tonbandgeraete -> Report Monitor -> Monitor_Kabelpläne.pdf -> K557 - Wolfgang sei Dank - zu finden.

Gruß Bernd

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#6
Hallo,

aus Neugierde habe ich mal einen Blick in den Schaltplan vom 4200/4400 Monitor geworfen.
Man hat dort scheinbar die selbe Technik wie beim Rdl verwendet.
Die DIN-Radiobuchse ist sozusagen doppelt belegt. Über einen 470k Vorwiderstand wird der „Chinchpegel“ abgesenkt.
Um das nutzten zu können muß der einfache Chinch/DIN-Adapter bei der Aufnahme falsch angeschlossen werden. Dh. man muß das Aufnahmesignal mit dem Ausgang des Report verbinden.
Das sollte der SW/Weiß - Anschluß des Adapterkabel sein. Ist die Aufnahme beendet und man möchte über einen Verstärker Wiedergeben, dient der SW/Weiß – Anschluß, wie gewohnt als Ausgang.
Einfaches umstecken reicht also aus, möchte man sich das Uher-Adapter Kabel sparen. :-)

Viele Güße
Michael
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#7
Bei ähnlichem Problem habe ich mir einen Spannungsteiler gebaut.

Genau weiß ich es nicht mehr, grob war er 1:10. Als Widerstände würden sich 4,7 und 47 kΩ anbieten. Zum Report hin hat man so eine recht niederohmige Quelle und der Teiler selbst ist nicht zu hochohmig. Ist man geschickt und nimmt SMD-Widerstände, passt der Teiler sogar in den DIN-Stecker.
Die Lösung mit nur einem Vorwiderstand ist etwas heikel, wenn man den Vorwiderstand in den Cinchstecker einlötet. Man erhält dann eine hochohmige Signalübertragung. Bei dieser spielt die Kapazität des Kabels eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Die Kabelkapazität dämpft die Höhen, da sich ein RC-Tiefpass bildet.

Andreas, DL2JAS
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
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#8
Zitat:dl2jas postete
Man erhält dann eine hochohmige Signalübertragung. Bei dieser spielt die Kapazität des Kabels eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Die Kabelkapazität dämpft die Höhen, da sich ein RC-Tiefpass bildet.
Irgendwo sind hinsichtlich der Hochohmigkeit und der Kapazität zwar Grenzen, aber wesentliches Merkmal der Aufnahmeseite der DIN Verbindung ist die Stromanpassung und damit die Hochohmigkeit der Quelle.
Das ist im Prinzip Bandbreite * Verstärkung = Konstant

[Bild: dinaufstrom.png]

Gruß Ulrich
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#9
Wo ist das Problem mit der Übertragung von und zu einer normgerechten DIN-Steckdose? (Ich setze voraus das Uher besagte Buchs normgerecht ausgelegt hat).

Es gibt - Hinweise dazu gab es im Thread bereits - zusammengefaßt eine Duplex-Verbindung bei voll belegtem 1:1 DIN-Kabel, aus einer spannungsangepaßten Wiedergaberichtung und einer stromangepaßten Aufnahmerichtung. Übersteuert der evt. zu hochpegelige und niederohmige Cinch-Aufnahme-Ausgang den DIN-Aufnahme-Eingang, dann braucht man lediglich den steuernden Strom mittels Längswiderstand anzupassen und fertig. Angaben dazu enthält die Beschreibung der Eingangs-Verhältnisse in kOhm/mV.
Wer des Rechnens müßig ist kann über den Daumen einen Widerstand in die Leitung einlöten der einerseits genügend groß ist den Strom zu reduzieren, andererseits aber genügend klein ist um das Widerstandsrauschen nicht unnötig hoch zu schrauben.

Die Industrie verwendete dazu sehr hochohmige Widerstände von ca. 1MOhm, die gegen potentiellen Höhenabfall, zur korrekten Anpassung der Kabelkapazität, teilweise (aber auch nicht immer) gebrückt waren mit einem kleinen Folienkondensator.
So hoch würde ich aber garnicht gehen, ich würde mit 150...330kOhm experimentieren und testen ob das ohne Verzerrungen schon klappt, und ob man damit bereits einen genügend großen Stellwinkel des Pegelstellers erreicht (man möchte schließlich nicht bei "1" an der Poti-Skale schon Rechtsanschlag des Pegelmessers).
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