26.04.2011, 20:16
Wie ich bereits in meiner Anfrage hier angekündigt habe, stelle ich hier die Uher SG510 stereomatic kurz vor. PSMS hatte sie vor einiger Zeit in seinem Beitrag über die 724 stereo erwähnt.
Eigentlich wollte ich mich erst morgen Abend an die Arbeit machen, aber mit den Jahren lernt man ja Wichtiges von Dringendem zu trennen.
Bei letzten Stammtisch Nord hatte ich auf der Hinreise noch angenommen, ich könnte meine Bandmaschinenherde um ein Gerät verkleinern. Eine SG 521 ging an ein Forenmitglied. So weit so gut. Nur begrüßte mich Claus sozusagen mit einer Bandmaschine in der Hand und den Worten: "Die hat mir Arnulf für dich bei meinem letzten Besuch bei ihm vor seinem Tod mitgegeben." Bei unserem letzten Zusammentreffen im Dezember war es mir noch gelungen, auf das Angebot, die Maschine zu übernehmen zu verzichten. Aber so? Geht nicht.
![[Bild: SG510_Neuzugang.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Neuzugang.jpg)
Die Maschine war wohl zuvor im Besitz der Bundeswehr. Leider habe ich nicht so gut fotografiert:
![[Bild: SG510_Staatseigentum.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Staatseigentum.jpg)
Lieber mal vorsichtig gucken, in was für einem Zustand die Maschine ist, bevor sie in den Testbetrieb genommen wird.
Oha! Ein hartabriebversiegelter Null-Spur-Löschkopf. Und der Rest des Bandpfades sieht auch nicht besser aus.
![[Bild: SG510_0-Spurloeschkopf.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_0-Spurloeschkopf.jpg)
Andererseits lässt sich hier
![[Bild: SG510_Wickelteller_links.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Wickelteller_links.jpg)
und da
![[Bild: SG510_Wickelteller_rechts.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Wickelteller_rechts.jpg)
nichts weiter finden, was auf massiven Gebrauch hindeuten würde.
Allerdings sind der Capstanriemen und der Riemen für die Rutschkupplung, die bei Wiedergabe aktiv ist gerissen, der Zählwerksriemen und der Umspulriemen sind versprödet. Ersatz gibt's inclusive Versand für 14,40 € bei Hewicker.
Die Rutschkupplung für Wiedergabe war verklebt, wie Thomas und Peter netterweise vorwarnten. Sie kuppelte nur noch und rutschte nicht mehr. Hier vor der Durchbürstung. Der Blitz lässt die Oberfläche schlimmer aussehen, als in Wirklichkeit.
![[Bild: SG510_Rutschupplung_Fwd.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Rutschupplung_Fwd.jpg)
Der Capstanriemen muss ziemlich reingwürgt werden. Nach dem Lösen von vier Schrauben lässt sich die Tonkopfplatte mit dem Tonwellenlager und der Tonwelle soweit anheben, dass der Riemen unten durchgezogen werden kann.
![[Bild: SG510_Tonkopfplatte.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Tonkopfplatte.jpg)
Nach langer, langer Reinigung erstrahlen der A/W-Kopf
![[Bild: SG510_AW-Kopf.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_AW-Kopf.jpg)
und der Löschkopf
![[Bild: SG510_Loeschkopf_sauber.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Loeschkopf_sauber.jpg)
als auch die Bandführungen
![[Bild: SG510_Bandf%FChrung_links.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Bandf%FChrung_links.jpg)
in neuem Glanz. Leider habe ich von den Führungen kein Vorher-Bild, aber sie sahen ungefähr aus wie der verschmutzte Löschkopf, nur hartnäckiger verkrustet.
Ich habe schließlich Papierstreifen mit CD-Polierpaste betropft und damit die Laufflächen der Führungen poliert. Hier mein zweiter Polierschnipsel.
![[Bild: SG510_Reinigungspapier.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Reinigungspapier.jpg)
Leider sind die Zwischenräder nur in der Rückspulposition voneinander getrennt, so dass sich bei beiden Dellen gebildet haben, die die Maschine dann doch wieder mit Rumpeln versorgen.
![[Bild: SG510_Zwischenraeder.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Zwischenraeder.jpg)
Das finde ich besonders schade, da sie kein Zwischenrad für die Geschwindigkeitsumschaltung besitzt, das sich verformen könnte. Uhermaschinen haben wohl manchmal einen Hang zur Selbstverstümmelung.
Nun aber wieder zusammengesetzt.
Vielleicht so:
![[Bild: SG510_fertig1.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_fertig1.jpg)
Oder lieber so?
![[Bild: SG510_fertig2.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_fertig2.jpg)
Der Klang ist im Vergleich zur Variocord etwas dosig. Die Höhenwiedergabe bei meinem Gerät ist bei 9,5 brilliant (ich hatte noch kein Band mit 19 drauf) aber der Rest ist, sagen wir es freundlich, nicht ganz so gut.
Mir gefällt an dieser Maschine der Einschalt-Knopf. Die Bandendabschaltung schaltet das Geräte nur stromlos, wenn das Gerät auf Spulen oder auf Wiedergabe (oder Aufnahme) geschaltet ist. In der Stop-Position bleibt der Motor laufen, auch wenn kein Band eingelegt ist und diesen Unterschied zur Variocord finde ich sehr angenehm.
Weil die Maschine bislang so wenig gelaufen scheint, mag ich sie auch nicht benutzen. Ich werde sie hin und wieder mal einschalten, um die Riemen geschmeidig zu halten, evtl. darf sie auch das nächste Forentreffen bei mir beschallen, aber ansonsten wird sie geschont.
Letztes Edit: Vielen Dank an Wolfgang, der mir am Osterwochenende noch Werkzeug vorbeigebracht hat.
niels
Eigentlich wollte ich mich erst morgen Abend an die Arbeit machen, aber mit den Jahren lernt man ja Wichtiges von Dringendem zu trennen.
Bei letzten Stammtisch Nord hatte ich auf der Hinreise noch angenommen, ich könnte meine Bandmaschinenherde um ein Gerät verkleinern. Eine SG 521 ging an ein Forenmitglied. So weit so gut. Nur begrüßte mich Claus sozusagen mit einer Bandmaschine in der Hand und den Worten: "Die hat mir Arnulf für dich bei meinem letzten Besuch bei ihm vor seinem Tod mitgegeben." Bei unserem letzten Zusammentreffen im Dezember war es mir noch gelungen, auf das Angebot, die Maschine zu übernehmen zu verzichten. Aber so? Geht nicht.
![[Bild: SG510_Neuzugang.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Neuzugang.jpg)
Die Maschine war wohl zuvor im Besitz der Bundeswehr. Leider habe ich nicht so gut fotografiert:
![[Bild: SG510_Staatseigentum.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Staatseigentum.jpg)
Lieber mal vorsichtig gucken, in was für einem Zustand die Maschine ist, bevor sie in den Testbetrieb genommen wird.
Oha! Ein hartabriebversiegelter Null-Spur-Löschkopf. Und der Rest des Bandpfades sieht auch nicht besser aus.
![[Bild: SG510_0-Spurloeschkopf.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_0-Spurloeschkopf.jpg)
Andererseits lässt sich hier
![[Bild: SG510_Wickelteller_links.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Wickelteller_links.jpg)
und da
![[Bild: SG510_Wickelteller_rechts.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Wickelteller_rechts.jpg)
nichts weiter finden, was auf massiven Gebrauch hindeuten würde.
Allerdings sind der Capstanriemen und der Riemen für die Rutschkupplung, die bei Wiedergabe aktiv ist gerissen, der Zählwerksriemen und der Umspulriemen sind versprödet. Ersatz gibt's inclusive Versand für 14,40 € bei Hewicker.
Die Rutschkupplung für Wiedergabe war verklebt, wie Thomas und Peter netterweise vorwarnten. Sie kuppelte nur noch und rutschte nicht mehr. Hier vor der Durchbürstung. Der Blitz lässt die Oberfläche schlimmer aussehen, als in Wirklichkeit.
![[Bild: SG510_Rutschupplung_Fwd.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Rutschupplung_Fwd.jpg)
Der Capstanriemen muss ziemlich reingwürgt werden. Nach dem Lösen von vier Schrauben lässt sich die Tonkopfplatte mit dem Tonwellenlager und der Tonwelle soweit anheben, dass der Riemen unten durchgezogen werden kann.
![[Bild: SG510_Tonkopfplatte.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Tonkopfplatte.jpg)
Nach langer, langer Reinigung erstrahlen der A/W-Kopf
![[Bild: SG510_AW-Kopf.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_AW-Kopf.jpg)
und der Löschkopf
![[Bild: SG510_Loeschkopf_sauber.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Loeschkopf_sauber.jpg)
als auch die Bandführungen
![[Bild: SG510_Bandf%FChrung_links.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Bandf%FChrung_links.jpg)
in neuem Glanz. Leider habe ich von den Führungen kein Vorher-Bild, aber sie sahen ungefähr aus wie der verschmutzte Löschkopf, nur hartnäckiger verkrustet.
Ich habe schließlich Papierstreifen mit CD-Polierpaste betropft und damit die Laufflächen der Führungen poliert. Hier mein zweiter Polierschnipsel.
![[Bild: SG510_Reinigungspapier.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Reinigungspapier.jpg)
Leider sind die Zwischenräder nur in der Rückspulposition voneinander getrennt, so dass sich bei beiden Dellen gebildet haben, die die Maschine dann doch wieder mit Rumpeln versorgen.
![[Bild: SG510_Zwischenraeder.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_Zwischenraeder.jpg)
Das finde ich besonders schade, da sie kein Zwischenrad für die Geschwindigkeitsumschaltung besitzt, das sich verformen könnte. Uhermaschinen haben wohl manchmal einen Hang zur Selbstverstümmelung.
Nun aber wieder zusammengesetzt.
Vielleicht so:
![[Bild: SG510_fertig1.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_fertig1.jpg)
Oder lieber so?
![[Bild: SG510_fertig2.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/SG510_fertig2.jpg)
Der Klang ist im Vergleich zur Variocord etwas dosig. Die Höhenwiedergabe bei meinem Gerät ist bei 9,5 brilliant (ich hatte noch kein Band mit 19 drauf) aber der Rest ist, sagen wir es freundlich, nicht ganz so gut.
Mir gefällt an dieser Maschine der Einschalt-Knopf. Die Bandendabschaltung schaltet das Geräte nur stromlos, wenn das Gerät auf Spulen oder auf Wiedergabe (oder Aufnahme) geschaltet ist. In der Stop-Position bleibt der Motor laufen, auch wenn kein Band eingelegt ist und diesen Unterschied zur Variocord finde ich sehr angenehm.
Weil die Maschine bislang so wenig gelaufen scheint, mag ich sie auch nicht benutzen. Ich werde sie hin und wieder mal einschalten, um die Riemen geschmeidig zu halten, evtl. darf sie auch das nächste Forentreffen bei mir beschallen, aber ansonsten wird sie geschont.
Letztes Edit: Vielen Dank an Wolfgang, der mir am Osterwochenende noch Werkzeug vorbeigebracht hat.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.


![[Bild: X201D_UherSpulen.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/X201D_UherSpulen.jpg)

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