Großspuler mit Dia-Kopf
#1
Hallo,

letztens ging einem Freund sein bisheriger Kleinspuler mit Diakopf kaputt. Auf der Suche nach Ersatz kam die Frage auf, welche Großspuler eigentlich einen solchen Kopf besaßen? Die Grundig TS-1000 käme in Frage...aber welche Geräte noch?

Grüße
Ralf
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#2
Uher SG-630/631, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
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#3
Zitat:timo postete
Uher SG-630/631, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
Richtig, aber die sind meist so zickig... :-)
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#4
Da magst Du wohl recht haben. :-)

Hab' gerade noch mal gesucht: Auf tonbandhobby.de steht, daß auch die 6000er-ASC mit Diapilotkopf nachrüstbar waren. Auf reeltoreel.de ist eine B77 mit Diapilot-Funktion zu sehen. Im HiFi-Classics-Wiki steht, daß auch die A700 mit Diapilot lieferbar war. (A77 evtl. auch?)

Ansonsten...? Von Tandberg, Philips und den Japanern wüsste ich nichts dergleichen. Dann kämen ja eigentlich nur noch Raritäten wie Ferrograph u.Ä. in Frage.
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#5
Die B77 ist ja sehr interesssant, das wusste ich bis dato nicht. Allerdings ist mir noch nie eine B77 mit Diakopf über den Weg gelaufen...
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#6
Ich wollt auch grad die Revoxfamilie vorschlagen.... Wink

Gruß
Martin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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#7
Alle großen Grundig ab Mitte der Siebziger haben einen Pilotkopf, die kleineren kann man mit einem vorjustierten Nachrüstsatz bestücken, nur die Einsteigermodelle haben keinen Platz dafür.

Btw. und an geht es mich natürlich überhaupt nichts ;-) aber ich sehe gerade schmunzelnd das Bild vor mir, wie einer mit Projektor, Leinwand und Diamagazin unter den Armen noch einen Mann zusätzlich damit bechäftigen muß, so ein Dickschiff hinter ihm her zu schleppen.
Und erst die gespannten Blicke, wenn die späteren Diaschau-Opfer die riesigen "Filmspulen" - denn für was sollen sie 26cm-Spulen in dem Zusammenhang sonst halten - erblicken und dann doch nur Standbilder präsentiert bekommen.

Die Spielzeit wäre dann ebenfalls dermaßen ermüdend langwierig, daß die Ersten schon im ersten Drittel weggenickt sein werden und bis zum Ablauf von zwei oder drei Stunden Langspielband ist auch der Letzte tief im komatösen Schlaf angekommen.

Als Dia(schau)-Produzent und Diaschau-Beiwohner seit über 50 Jahren kann ich nur den alten und oft wiederholten Tip für Diaschauen repetieren:
In der Kürze liegt die Würze.
Mehr als eine halbe Stunde im dunklen Raum auf einen gleißenden Flecken gucken zu müssen ist unzumutbar und wird auch das friedlichste Gemüt aufkochen und auf immer verscheuchen, wenn mal wieder mit einem Dia-Abend gedroht wird.

Ich benutze übrigens für sowas, wenn es prägnant, knapp und thematisch treffend sein soll - pausenlose Laufzeit also unter 45 Minuten, besser noch unter 30 Minuten - einen Philips-AV-CC-Rekorder.
Stationär (die Schlepperei bedenkend) oder für lange Vorführungen (die ich allerdings immer portioniere damit keiner samt seinem Sessel weg kippt) eine Grundig TK845 mit serienmäßigem Dia-Pilotkopf und für unterwegs eine nachgerüstete TK745 (paßt der gleiche Pilotkopf rein).
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#8
Hallo Jogi,

bei ihm gehts mehr um die Vertonung von Schmalfilmen, daher benötigt er teilweise größere Laufzeiten (sein Spezialgebiet sind Reisefilme). Da er sich sowieso auch mal für den Heimgebrauch einen Großspuler zulegen wollte, kam die Frage auf, mit welchem Gerät sich häuslicher Musikgenuss und Nachvertonung verbinden ließen, damit er nicht zwei Geräte schleppen muss. :winker:

Grüße
Ralf
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#9
Ich hab hier noch außen montierbaren einen Saba-Diakopf herumliegen, den ich sowieso nicht brauche. Hilft ihm das vielleicht?
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#10
Momentan nicht, da er den Test "Wie sieht eine Royal de Luxe nach einem Sturz über 13 Steinkellertreppen aus?" mit dem Testresultat "Unbefriedigend" abschließen musste. Die taugt jetzt nur noch als Teileträ...obwohl, eigentlich ist das auch recht optimistisch ausgedrückt.

Er braucht also erst mal eine neue Maschine...

Grüße
Ralf
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#11
Zitat:WebUncle postete
Hallo Jogi,

bei ihm gehts mehr um die Vertonung von Schmalfilmen, daher benötigt er teilweise größere Laufzeiten (sein Spezialgebiet sind Reisefilme). Da er sich sowieso auch mal für den Heimgebrauch einen Großspuler zulegen wollte, kam die Frage auf, mit welchem Gerät sich häuslicher Musikgenuss und Nachvertonung verbinden ließen, damit er nicht zwei Geräte schleppen muss. :winker:

Grüße
Ralf
Und das (Schmalfilmvertonung) macht er mit Dia-Impulsen?

Die letzten Schmalfilme die ich so unter den Fittichen hatte, waren magnetbespurt gewesen. Konnte man bei Porst und Quelle in Auftrag geben, den Ton hat dann der Tonfilm-Projektor, teilweise ziemlich komfortabel mit Trick- und Mixmöglichkeiten, aufgespielt.

Ich las natürlich auch noch weiter hinten, wg. Uher RdL ;-)
So ein Ding steht hier auch noch, und wenn ich mich noch richtig auskenne zeichnet die auf händischen Tastendruck, also wohl nicht mit einem Filmprojektor synchronisierbar, NF-Impulse dazu auf. Der Klimbim ist eingebaut und von außen nicht steuerbar?
Meine ich *schulterzucken*

Tonfilm benötigt aber doch eher eine mitlaufende Synchronisation über Timecode o.ä?

(Alles rein verständnishalber, es kann natürlich jeder seine Dinge so regeln wie er will)
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#12
Du, er hat sich da irgendeine Schaltung zusammengelötet um damit die passende Untermalung zu seinen Filmchen einspielen zu können. Alles Handarbeit, aus diversen Schaltungsunterlagen zusammengefummelt, keine Ahnung, wie das Teil genau funktioniert. Es ging auf jeden Fall mit der RdL vor besagtem Test und deren eigebautem Impulskopf. Davor hatte er eine Grundig TK 847, damit gings wohl auch. Den Plastebomber hat er aber wegen diverser Defekte auch schon lange entsorgt.

Da er auf 19 cm/s schwört und gerne auch mal längere Laufzeiten für seine Filmchen realisieren will, kam eben die Idee mit dem Diakopf-Großspuler.
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#13
Filmamateure sind eben auch einfallsreich, wie Tonbadler.
Danke für die Beschreibung Ralf :-)

Er benötigt also einen Impuls-Kopf in der Maschine aber keinen Impulsgenerator, denn ob er so einen Umbau wie bei der Uher wieder hinkriegt das er klappt kann man nicht garantieren.
Das wäre also dann auch die Voraussetzung zu dem gesuchten Großspuler

Die hundserbärmliche Tonqualität eines (recht langsam laufenden) Schmalfilmr-Projektors mit seiner winzigen Tonspurbreite wird wohl jede Bandmaschine jeden Hersteller, vielleicht sogar schon bei 4,7cm/s toppen.
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#14
Da hast Du natürlich recht. Da er immer noch von seinem TK 847 schwärmt, habe ich ja jetzt mal die Suche nach einem TS 1000 gestartet. Eigentlich suche ich ja eine für mich, aber vielleicht wäre die ja auch was für ihn. Ist nur sehr schwer, die mit allen Reglern auf der Frontplatte zu finden...

Grüße
Ralf
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#15
Jaja, sie sind rarer geworden.
Heile Knöpfe erst recht.
Wohl weil irgendwelche Dilletanten ohne Grundig-Kenntnis immer versucht haben erst die Knöpfe abzurupfen um die Front abzunehmen. Dabei blieben die Knöpfe da schon lange generell an der Front und ließen sich bequem von den Stelleinheiten trennen.
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#16
Hallo Ralf,

ich hätte noch eine externe Steuereinheit von Uher herumliegen. Bei Interesse bitte PN.

Edit: Habe eben erst die Details gelesen. Sollte also eine Maschine nachwachsen und Interesse am der Steuereinheit aufkommen....

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#17
Hi Ralf,

übrigens hatte auch jede BRAUN TG1000 oder 1020 eine Diaprojektor-Buchse u.

den Impulskopf gab`s zum Nachrüsten ! Und die 22er-Spulen haben auch 1000m

Band zu bieten. Habe letzt noch eine komplette in der Bucht gesehen; oder

öfter mal reinschauen. Die TG`s liegen auch meist preislich auf

niedrigerem Niveau !


Gruss aus HH GERD
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#18
Zitat:inskh postete
Und die 22er-Spulen haben auch 1000m Band zu bieten.
Och, wenn Du so willst... die 18er auch. ;-)
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