Beiträge: 1332
Themen: 150
Registriert seit: Dec 2008
Da meine alten Vorräte zur Neige gehen, bitte ich um Information,was es nach EU-Recht mit dem neuen Lötzinn (ohne Blei?) auf sich hat.
Angeblich soll es auch schlechter zu verarbeiten sein.
Da ich ohnehin nicht der größte Löter vor dem Herrn bin, könnte ich da eine zusätzliche Verschlechterung gar nicht brauchen.
(BTW.: Gibts eine gute Seite im Web, die das richtige Elektronik-Löten samt Fehlerdiagnose mal erklärt?)
Sollte man also nach alten Beständen Ausschau halten oder war das wieder nur mal heiße Luft?
Und welches Zinn (Legierung/Durchmesser/Flußmittel) empfehlen hier die Reha-Spezialisten?
Bert
Beiträge: 1122
Themen: 89
Registriert seit: Sep 2004
1. Es gibt nach wie vor normales bleihaltiges Lot (60/40).
Jeder Hersteller hat es nach wie vor in rauhen Mengen im Programm.
2. Was du im Privatbereich an Dämpfen in die Luft jagst kümmert keinen.
3. Bleifreies Lot lässt sich mehr oder weniger genauso verarbeiten wie bleihaltiges.
Viele machen da einen riesen Zinnober drum, obwohl in Wirklichkeit alles nicht
so schlimm ist.
Wenn man aber - so wie wir hier - hauptsächlich an alten verbleit gefertigten
Geräten rumlötet, würde ich bei bleihaltigem Lot bleiben. Durch die Mischung der
beiden Sorten kann es zu Problemen kommen (Aussage Zinnhersteller).
Das wichtigste beim Löten: Erst die Lötstelle erhitzen, dann Lot zuführen.
Das Lot wird dabei auf die erhitzte Lötstelle gegeben, NICHT auf die heisse
Lötkolbenspitze, sonst bildet das Lot Kugeln und tropft einfach nutzlos ab.
Wenn die Lötstelle genügend stark erwärmt wurde fließt das Lot ganz von alleine um die Lötstelle. Mit etwas Übung ist das gut zu erkennen.
EDIT: Die Erwärmung einer "normalen" Lötstelle dauert ca. 1-3 sek., das ist Gefühlssache. Also nicht 2min. auf der Platine rumbraten und sich dann wundern, dass die Lötaugen sich lösen...
EDIT2: Natürlich kommt's beim Löten auch auf's Werkzeug an. Wer also von einem 5 EUR Lötkolben aus der Grabbelkiste erwartet ordentliche Lötstellen zu erzeugen ist auf dem Holzweg. Es muss aber auch nicht gleich eine 300 EUR Weller Lötstation sein (obwohl das schon was Feines ist...). Für gelegentliche Lötakrobatik empfehle ich z.B. ERSA Multitip 25W, dafür gibt es vernünftige Spitzen (Longlife, wichtig!).
Einen großen Bogen würde ich um alle China-Lötgeräte machen. Ich habe da bisher nur Schrott gesehen. Schmelzende Lötkolben sind da noch das kleineste Übel...
David
**************************************************************************
2x Telefunken M12B / Philips Pro 12
[b]Uher Report IC 4200 / Monitor 4200[/b]
Revox B77 MK2 2-Spur / Revox A77 MK3 Umbau zu "ORF" Version, HS, 2-Spur
Beiträge: 4561
Themen: 9
Registriert seit: Dec 2006
Beiträge: 1156
Themen: 64
Registriert seit: Nov 2008
Zitat:Huubat postete
...oder war das wieder nur mal heiße Luft?
Ich benutze 30W für die normalen Lötstellen und 50W für die schweren Fälle. Auf dem Computerboard, wo die ganze Durchkontaktierung gelötet ist, gehts mit beiden nicht. Da muß dann Heißluft her, z.B. um die miesen Caps zu wechseln.
Beiträge: 2242
Themen: 127
Registriert seit: Jun 2006
ICH: Zweimal Ersa, nie wieder Ersa!
Um eine Weller Lötstation kommt man NICHT herum!
@Hubaat: Wenn Du meinst, nicht der größte Löter vor dem Herrn zu sein, wird es nicht an Dir, sondern am Lötkolben liegen.....
Punkt!
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
Beiträge: 8947
Themen: 219
Registriert seit: Mar 2006
Hallo!
Ich habe seit den 60zigern eine Weller-Lötstation WTCP
(gekauft bei Völkner für 169DM) und habe die (für mich
als Lehrling damals große) Ausgabe nie bereut.
Einiger Mangel aus meiner Sicht, ist die zu steife Knick-
schutzhülle, die schon nach rel. kurzer Zeit aus dem Ge-
häuse rutschte - und somit kein Schutz mehr ist.
Ich benutze weiterhin das "giftige" Lötzinn, weil ich ja auch
hauptsächlich an "Alteisen" herumlöte.
Grüße
Wolfgang
Beiträge: 866
Themen: 1
Registriert seit: Apr 2004
Hallo,
vor vielen Jahren hatte ich mal eine einfache Stannol Lötstation, die hat viele Jahre gute Dienste geleistet. Schönes dünnes Kabel zum Lötkolben und vor allem Hitzeunempfindlich, da durfte man ruhig mal mit dem Lötkolben drankommen. Irgendwann war dann das Heizelement hinüber, festgezunderte Spitze, da Spitze von außen mit Schraube fest, die die Spitze verletzt.
Eine neue Lötstation sollte es sein.
Die Wahl viel auf eine Ersa ich weiß nicht mehr welche. Wesentlich teurer als meine alte Stannol und so ein Mist.
Kabel = viel zu steif
Lötkolbenhalter = der Lötkolben gleitet nicht im Blindflug herein, man muß ihn genau führen, ohne genau hinzusehen sitzt der Kolben nicht in der Halterung.
Zum Glück tat ich das einzig richtige, ich habe mich über den Schrott beschwert und bekam das Angebot die Lötstation zurückzunehmen, für einen kleinen Abzug, wegen Nutung.
Ich kaufte dann eine WTCP-S von Weller.
Das Kabel ist schön flexibel und hitzeunempfindlich.
Diese Station besitze ich noch heute, wobei sich beim vorletzten Lötspitzenwechsel das Heizelement löste, aber noch funktioniert.
Nachdem mal wieder ein Lötspitzenwechsel angesagt war, ich mir nicht sicher war, ob das nochmal gut geht, ein Ersatzkolben so teuer ist, wie eine neue Lötstation, habe ich vorsichtshalber nicht nur eine neue Spitze gekauft, sondern auch eine neue Lötstation.
Diesmal eine Weller WHS 40.
Nun, der Spitzentausch bei der alten Weller ist natürlich wieder geglückt. Die zweite Station, kann also an anderer Stelle ihre Dienste verrichten.
Weller WHS 40 Kabel = schön dünn aber nicht hitzeunempfindlich, der erste Schaden ist schon dran.
Verschraubung der Lötspitze wieder mit einer einfachen Schraube von außen.
Die gewohnte Weller Qualität der alten WTCP-S ist das nicht mehr, aber immer noch besser, wie diese absoluten Billigheimer.
Wer etwas häufiger lötet und wie ich den Kolben während der Fehlersuche immer in Bereitschaft hat, somit stundenlang betreibt, dem kann ich Weller empfehlen.
Im Übrigen gibt es für die WTCP-S auch Heizelemente einzeln zu kaufen, was ich vorsorglich schon mal getan habe. Somit wird mich das alte Teil wohl noch viele Jahre weiter begleiten.
Die Knick Schutz-Tüllen sind immer noch völlig in Ordnung.
Ersa: ich hatte zwischendurch mal einen normalen Ersa Lötkolben. Auch da war das Kabel viel zu steif im Verhältnis zum Lötkolben. Auch da war der einfache Lötkolben den wir vorher hatten war glaube ich auch ein Stannol wesentlich besser.
Das einzige was von Ersa gut funktioniert, ist der mechanische Entlöt Sauger, wobei der auch nur noch ganz selten zum Einsatz kommt, denn für die meisten Fälle ist die Entlöt Litze besser geeignet.
Band ab - Band läuft,
Rainer
Beiträge: 2242
Themen: 127
Registriert seit: Jun 2006
By the way: Ich hab eine Weller WS 50.
Superteil!
Beste Grüße
Martin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
Beiträge: 5303
Themen: 327
Registriert seit: Apr 2004
Zitat:rolie384 postete
... festgezunderte Spitze, da Spitze von außen mit Schraube fest, die die Spitze verletzt...
Gegen verzunderte Schrauben etc. gibt es ein feines Mittelchen: hitzebeständiges Fett. Das ist -wenn ich mich recht erinnere- auf Molybdänbasis hergestellt und für Verbindungen an sehr heißen Stellen in Maschinen gedacht und kein Schmiermittel. Jedenfalls bildet diese Fett eine trennende Schicht, und man kann später die Schrauben gut lösen. Nachdem ich einmal lange mit dem Kolben gekämpft habe, kam ich dann auf die Idee, dieses Fett zu verwenden - klappt wunderbar.
Ich nehme es, um die Stehbolzen am Motor meines Rollers zu behandeln, denn ich baue jedes Jahr den Auspuff ab, um ihn zu lackieren. Die Muttern lassen sich ohne Mühe lösen, und die Temperaturen an dieser Stelle sind etwas höher als am Lötkolben. Der Nachteil ist, dass das Zeug in die Haut einzieht, die Flecken kann man nicht abwaschen, man muß die Haut abschaben oder warten bis es ausgewachsen ist. Aber es gibt ja Latexhandschuhe.
Evtl. geht auch Kupferpaste, die in Kfz- Werkstätten für die Schraubverbindungen an Bremsen genommen wird.
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
Beiträge: 1122
Themen: 89
Registriert seit: Sep 2004
Also nun muss ich nochmal was zu ERSA schreiben.
Ich verkaufe die Dinger seit 10 Jahren und hatte noch nicht eine einzige Reklamation.
Dass das Kabel an einem Handlötkolben steifer ist als das was man an einer guten Lötstation gewohnt ist ist klar. Für jemanden der nur ein paar Elkos im Jahr wechseln muss reicht ein Handlötkolben aber dennoch aus!
Ich kenne die alten Stationen nicht persönlich (MS6000 u.ä.) aber die aktuelle RDS80 Lötstation macht einen durchaus guten und soliden Eindruck. Das Handling ist OK, wie ich finde. Preislich ist sie mit ca. 150,- EUR auch attraktiv.
Weller ist halt in Deutschland nahezu Industriestandard, aber: Der Preis der Weller Lötstationen ist schon heftig (WS51: ca. 240,-) und Hobbyisten sind selten bereit das auszugeben.
Wer viel lötet weis eine Weller Station natürlich zu schätzen. Auch ich habe eine WECP-20 und würde sie nicht hergeben (...ausser für eine WS81...).
EDIT: Die WHS40 ist eigentlich Spielkram...
David
**************************************************************************
2x Telefunken M12B / Philips Pro 12
[b]Uher Report IC 4200 / Monitor 4200[/b]
Revox B77 MK2 2-Spur / Revox A77 MK3 Umbau zu "ORF" Version, HS, 2-Spur
Beiträge: 2242
Themen: 127
Registriert seit: Jun 2006
Nach störungsfreiem Lauf über Jahre ist dann irgendwann bei der Ersa der Thyristor (???) abgeschmiert. Nach Tausch dessen für ein Paar Minuten wieder Funktion gegeben, dann wieder kaputt. Anschließend Tausch aller Bauteile mit gleichem Ergebnis.
Nie wieder!
Gruß
Martin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
Beiträge: 8947
Themen: 219
Registriert seit: Mar 2006
Hallo!
Mein erster Lötkolben war ein ERSA (20W?), weil ich auch vor dem aufgerufenen
Weller-Preis zurückgeschreckt bin.
Der "Steh-Kragen" beim ERSA fiel gerne mal ab, mit dem Resultat von Brandflecken
auf der Tischplatte. Da dachte ich mir, dann hänge ich ihm eben über die Tisch-
kante.
Nun begab es sich zu dieser Zeit, daß meine eltern mein Zimmer mit neuem Tep-
pichboden ausgelegt hatten.
So kam es, wie es nach Murphy kommen mußte. Der ERSA verlor seine Spitze!
Die fiel natürlich, der Schwerkraft folgend, auf den neuen Teppichboden. In
meiner Panik versuchte ich die Spitze mit bloßen Fingern aufzuheben. Resultat:
Noch mehr Brandstellen im Teppichboden und die Finger voller Brandblasen.
Um Ärger mit meinen Eltern zu vermeiden, räumte ich in 1h das gesamte Zimmer
aus, drehte den Teppichboden, und räumte wieder ein. Leider nur mit mäßigem
Erfolg, denn die Brandstellen waren nur knapp hinter der Bettkante. Meine Mut-
ter hat nicht lange gebraucht, um die Brandstellen zu entdecken. Da gab´s
dann einen "Einlauf".
Und dann kaufte ich doch den o. a. Weller-Kolben...
Gruß
Wolfgang
PS: Wie kann man einen Lötkolben so konstruieren, daß die Spitze nur aufge-
steckt wird. Das muß doch schiefgehen! Nie wieder ERSA...
Beiträge: 400
Themen: 7
Registriert seit: Sep 2005
Hi,
Tja, Weller!
Habe ca. 1975 den TCP 24 gekauft, eine elektron. (Selbstbau) Orgel, viele Schaltungen u. kompl. Geräte gebaut, Rev. von Tonbandmaschinen usw. usw. damit erledigt. Die erst dritte TP 7 Spitze ist z. Zt. in Gebrauch, funktioniert noch wie am ersten Tag. War eine lohnende Anschaffung.
Heribert
Moin, moin.
Dann muß ich doch mal was schreiben.
Ich benutze nämlich seit meiner Jugend ERSA, bin sehr zufrieden und habe auf dem Flohmarkt gerade eine unbenutzte Weller Lötstation für 7,-€ abgelehnt.
Ich habe aber auch schon viel mit Weller gearbeitet und weiß um die Qualität.
Warum?
Nun, meinen ersten ERSA bekam ich in der Jugend von meinem Schwager, damit ich was brauchbares habe. Natürlich mit Dauerlötpitze. Das war noch ein Modell, bei dem der Kragen aushärtete und die Lötspitze ungesichert war und abfallen konnte, was mir aber nie passierte. Vielleicht lag´s auch daran, daß ich einen heißen Lötkolben nie über Kopf hänge. Damals nicht, damit mein Kragen länger hält und heute nicht, weil mein einziger ERSA, der kaputtging, genau so kaputtging. Offenbar heizt sich ein Lötkolben in der Position selber zu sehr auf.
Das steife Kabel fand ich am Anfang störend. Ich habe mich schnell daran gewöhnt und wurde erst durch eure postings wieder daran erinnert. Aber ich empfinde es immer wieder von Vorteil, da dadurch der Lötkolben, wenn er auf dem Tisch liegt, nicht anfängt zu rollen, oder anders selbstständig macht.
Ab meinem 2 ten ERSA (ca.1990?) war der Kragen sinniger gestaltet und ist auch nie kaputtgegangen. Außerdem ist die Spitze immernoch leicht zu tauschen, was ich sehr schätze bei verschiedenen Anwendungen, und mit einer Feder gesichert.
Nun bin ich kein Fan von Lötstationen, da ich keinen festen Elektronik-Arbeitsplatz habe. Dort würde ich vielleicht über eine Weller nachdenken, da es wirklich Spaß macht, den Kolben in seinen Halter zu "werfen".
Dafür muß ich viele völlig verschiedene Dinge an verschiedenen Orten Löten.
Da ist eine Auswahl an Lötkolben für mich besser geeignet. Ich habe (hatte) 15 W, 25 W, 30 W, 60 W, 100 W - Kolben. Darüber bezeichne ich das dann als "Dachrinnenschweißgerät".
Mit einem 200 W Teil kann man aber wunderbar Stahlplättchen in Preßblechrahmen einlöten. Also wenn man z.B. den neueren Rahmen einer Honda Dax (AB22) auf alt (ST x0) umrüsten möchte. Und ja, ich meine Stahl.
Um zerplatzte Rollerverkleidungen zu schweißen (sind ja Thermoplaste), habe ich einen extra 30W-Kolben gehabt (wegen der versauten Lötspitze).
Im Messing-Modellbau benutze ich einen 30 W ERSA, oder den Steinel Gaslöterich (quasi hartlöten mit Weichlot).
Ich kann ERSA wirklich nur empfehlen, also herzlich gerne und immer wieder.
Happy Collophonium, Arnulf.
Beiträge: 1122
Themen: 89
Registriert seit: Sep 2004
Öhm, also einen Lötkolbel legt man nie auf dem Tisch ab, sondern immer in den Ständer, die gibts einzeln zu kaufen. Dann erübrigen sich auch die Brandlöcher im Teppich. Ist zumindest meine Meinung.
**************************************************************************
2x Telefunken M12B / Philips Pro 12
[b]Uher Report IC 4200 / Monitor 4200[/b]
Revox B77 MK2 2-Spur / Revox A77 MK3 Umbau zu "ORF" Version, HS, 2-Spur
Ein Ständer nutzt mir nichts. Ich habe sowas durchaus. Entweder stört er mich (wenig Platz), oder ich kann ihn nicht in Reichweite stellen.
So lege ich den Kolben typischerweise immer ab. Das liegt aber an meinem Gebrauch.
Ansonsten hast du recht. Hätte ich einen festen Werkplatz, hätte ich auch einen festen Ständer, bzw. Lötstation.
Deshalb habe ich die Wellerstation auf dem Flohmi liegenlassen. Bestimmt freut sich ein anderer, der sie wirklich braucht.
Ändert aber nichts an meiner Zufriedenheit mit ERSA.
P.S. Ein Brandloch im Teppich habe ich bisher einmal gemacht. Nämlich das, wodurch "aufpassen" in Fleisch und Blut übergeht. Meist habe ich Untergründe, denen ein Lötkolben nichts anhaben kann. Nur am Schreibtisch, wo ich Elektronik bastel´ könnte was passieren. Dann hat aber die Katze schuld :-) .
Beiträge: 1332
Themen: 150
Registriert seit: Dec 2008
So, jetzt habe ich mir die ZD-917 Löt/Entlötstation von Pollin gegönnt.
Nach Beobachtung einiger Diskussionen über das Gerät an verschiedenen Stellen im Web habe ich das mal gewagt.
Kam heute und macht einen recht guten Eindruck.
Die Regelung beider Kolben ist sehr schnell und mit geringer Hysterese und die Kabel und Schläuche ausreichend flexibel.
Auch die Haptik ist o.k.
Lediglich die Absaugpumpe läuft mit sehr unregelmäßiger Drehzahl.
Aber ist ja noch alles flammneu und in der Werkstatt sind derzeit gerade mal 5°C.
Da sind Gummi und Schmiere noch ziemlich steif.
Ich will da später aber sowieso mal reingucken.
Die Bedienungsanleitung dagegen ist ein Witz, der hauptsächlich aus Sicherheitshinweisen besteht.
Die beiden Kolben zum Löten und Entlöten lassen sich von 160 bis 480°C einstellen.
Da ich bisher entweder mit einem ungeregelten Kolben oder einer Lötstation mit Impulsregler, aber ohne Temperaturanzeige gearbeitet habe, stellt sich mir natürlich die Frage, mit welcher Einstellung man am besten herumbrutzelt.
Habt Ihr mal einen Tip?
:edit:
Ich sehe gerade, daß ich mich noch gar nicht für die Tips und Links zum Löten (David und Ulrich) bedankt hatte.
Das tue ich nun hiermit....danke!
Bert
Schwöre auf die Conrad ST804. Von 150° bis 450° regelbar. Sehr starke Pumpe! 80W-Heizelement. Habe zwei Stationen im Betrieb!
Ersatzkolben kostet eine Bettel!
LG
Hartmut
PS: Um auf das Eingangsposting zurückzukehren: Verwende grundsätzlich nur bleihaltiges Lot! Benötigt eine weit geringere Schmelztemperatur.
Beiträge: 7895
Themen: 399
Registriert seit: Nov 2004
Zitat:Huubat postete
Da ich bisher entweder mit einem ungeregelten Kolben oder einer Lötstation mit Impulsregler, aber ohne Temperaturanzeige gearbeitet habe, stellt sich mir natürlich die Frage, mit welcher Einstellung man am besten herumbrutzelt.
Habt Ihr mal einen Tip? (...)
Hallo Huubat,
für feine SMD-Lötungen nimmt man etwa 280-300° (bleihaltiges Lot vorausgesetzt, sonst alle Angaben 10-20° höher).
Für normale bedrahtete Bauelemente sind 310-330° optimal. Damit kannst du in 90% aller Fälle arbeiten.
Für durchkontaktierte Platinen und Bauelemente mit dicken Drähten, große Masseflächen oder Lötungen an Buchsen u. ä. kannst du noch 30° höher gehen.
Mehr als 350 oder 360° sollte man aber nicht einstellen, darüber verbrennt das Flussmittel und die Lötspitze lebt nicht so lange.
Also: Standardtemperatur 320°.
LG Holgi
Beiträge: 1332
Themen: 150
Registriert seit: Dec 2008
Klare Antwort.......danke!
Bert
Beiträge: 130
Themen: 4
Registriert seit: May 2008
Ich benutze nur das alte bleihaltige Lot, für privat legal und wer nahezu nur alte Bandmaschinen und Elektronik aus den 70 er Jahren und davor lötet sollte sich vor den neuen ROHS konformen Loten hüten.
Grüße
Wolfram
Zitat:Tonband Paule postete
Ich benutze nur das alte bleihaltige Lot, für privat legal und wer nahezu nur alte Bandmaschinen und Elektronik aus den 70 er Jahren und davor lötet sollte sich vor den neuen ROHS konformen Loten hüten.
Grüße
Wolfram
Auch meine Meinung!
LG
Hartmut
Beiträge: 1227
Themen: 54
Registriert seit: Jul 2009
Hallo,ich nehme auch aus den 80 er Jahren Kolophonium-Lötzinn,was besseres gibt es nicht. Ich kann den Meinungen der Anderen nur zustimmen.
Gruss Holger
Jede Tonbandmaschine ist ein kleines Wunder!
Maschinen:Telefunken M -15 A, und M-20.... 1 X Philips 4420... Uher Report 4000-L ,(Mono)
Uher- Royal -de Luxe . .. Philips N-4422 .. Akai GX 600 DB... und das Abenteuer geht weiter
Beiträge: 4561
Themen: 9
Registriert seit: Dec 2006
Die neuen Fragen wurden eigentlich alle in den Links aus Beitrag 002 bereits beantwortet, man muss sie nur lesen.
Was die Temperatur betrifft, lieber ein paar Grad höher als zu niedrig, viel wichtiger ist hier die handwerkliche Fertigkeit und die kann man sich nicht nur „erlesen“. Da hilft nur die Praxis.
Zum Thema Temperatur und deren Relevanz, die alten Weller Magnastaten (TCPSxxx) waren über lange Zeit die verbreitetsten Lötkolben in den Fachwerkstätten. Die Temperatur wurde durch die Spitze (Magnetsensor, Curietemperatur) bestimmt, die Standartspitze war hier die mit der Nummer „7“ (PTx7) in der Meißelform. Mit dieser Spitze wurde im Durchschnitt eine Temperatur von 370 Grad Celsius erreicht.
http://www.coopertools.eu/page/showPage/...geId/13082
Weller und auch die Fachwerkstätten wussten warum das der „Standartlötkolben“ war.
Gruß Ulrich
Zitat:Holger postete
Hallo,ich nehme auch aus den 80 er Jahren Kolophonium-Lötzinn,was besseres gibt es nicht. Ich kann den Meinungen der Anderen nur zustimmen.
Gruss Holger
In den 80ern habe ich mir mal eine größere Menge "Ersin Multicore" zugelegt, wovon ich heute noch "zehre"!
LG
Hartmut
Beiträge: 1332
Themen: 150
Registriert seit: Dec 2008
So, nochmal ich,
ein Nachbar kam vorige Woche mit einem großen unberührten Industriewickel Lötzinn (1,5mm / ca.2Kg) ohne jegliche Kennzeichnung. Es enthält im Kern auch ein Flußmittel.
Es scheint mir von der Farbe her heller, fast aluminiumfarben, als das normale Radiolot zu sein.
Aber das Zeug ist schon ziemlich alt und von daher optisch sicher nicht mit aktuell produzierter Ware zu vergleichen.
Hat jemand eine gute Idee, wie man die Legierung und damit die Einsetzbarkeit feststellen kann?
Bert
Beiträge: 401
Themen: 10
Registriert seit: Nov 2009
Zitat:Araso postete
Ich kann ERSA wirklich nur empfehlen, also herzlich gerne und immer wieder.
Auch ich kann absolut nichts gegen den ERSA sagen.
Ich verwende seit ca 25 Jahren einen ERSA TE-50 mit den originalen Lötspitzen.
Meist löte ich mit 350-360°C, bei längeren Pausen dreh ich die Temp. runter.
Das Kabel ist bei dem Kolben sehr! flexibel (kein Scherz).
Die Elektronik wurde an meinem Arbeitsplatz gefertigt, gekauft wurde nur der Lötkolben (der allerdings eine Stange Geld kostete).
Als Lötzinn verwende ich (löte ja auch fast nur an alten Geräten rum) noch immer das "alte" ... hab genug lagernd :-)
Allerdings:
schiele ich schon auf eine gute Weller ENTlötstation ;-)
lG Walter
SUCHE:
Kofferradio LOEWE Opta LORD 92 368, 92 369 (Vorgänger vom T70)
|