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Uher zum Reporten - Druckversion +- Tonbandforum (https://tonbandforum.de) +-- Forum: Tonbandgeräte (https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=26) +--- Forum: Diskussionen (https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=27) +--- Thema: Uher zum Reporten (/showthread.php?tid=9129) Seiten:
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- Huubat - 09.08.2009 Nabend, nachdem ich jetzt schon die dritte unwiederholbare Aufnahme mit meinem Super-Duper-Mini-SD-Card-Rekorder versemmelt habe (vermutlich Bedienfehler), möchte ich allen Ernstes wieder mit einem Gerät arbeiten, welches mir von der Bedienung unterwegs und im Dunkeln keine Rätsel aufgibt. Irgendein Teil mit richtigen Knöpfen, von denen jeder eine feste Funktion hat. Keine bescheuerte Bedienführung über Mickimaus-Displays oder Subminiatur-Wackeltasten mehr! Ich frage mich wirklich, weshalb solche Geräte nicht mehr angeboten werden? Selbst um den Preis, wieder analog arbeiten zu müssen und die Sachen später über die Soundkarte digital auf die Platte ziehen zu müssen. Ich denke, da kommt eigentlich nur Uher in Frage. An Euch (und speziell an den Anselm) also meine Frage, zu welchem Gerät Ihr mir raten würdet. Es wird als Unterstützung meiner Videokamera eingesetzt, weil die eingebauten Mikros eher Alibifunktion haben und es auch keinen Spaß macht, von jemanden mit externem Mikro an dem Mikrofonkabel mit der Kamera hinterhergezogen zu werden. Guter Klang und geringes Rauschen ist Pflicht. Quasi sendefähiger Ton. Portabel natürlich; Stereo und eine Betriebsdauer von mindestens einer Stunde ohne Tonträger- oder Akkuwechsel. XLR-Anschlüsse. Gut, aber nicht Pflicht, wäre Phantomspeisung 24/48V. Normalerweise arbeite ich bei Sprache mit dem Sennheiser MD421 oder bei Gruppenaufnahmen oder Atmos mit der K6-Reihe, die über eigene Spannungsversorgung verfügt. Welche Baureihe (egal ob Spule oder Kassette) wäre heute noch geeignet, um damit ernsthaft semiprofessionell arbeiten zu können? Bert - niels - 10.08.2009 Suchst du nicht doch eine Nagra? Denn mit den Ansprüchen ("quasi sendefähig") und 1 Stunde Spieldauer brauchst du doch mindestens 19 cm/s, also DP auf 18er, also keine Report. niels - Matze - 10.08.2009 Was für einen SD Karten Recorder hast du denn? Wie bist du sonst damit zufrieden? - Huubat - 10.08.2009 Ich hab den Zoom H4. Der hat wirklich alles, was man von so einem Gerät erwartet. Einschließlich XLR, Phantomspeisung, sehr guten eingebauten Mikrofonen und der Möglichkeit, das Gerät als USB-Audio-Interface zu benutzen. Leider ist das Teil durch die katastrophale Ergonomie und das nur briefmarkengroße, aber vielzeilige Display, ohne das wirklich nichts geht, absolut nicht zu bedienen. Draußen; im Streß oder bei Dunkelheit schon mal gar nicht. Die Bedienroutine ist so abstrus, daß ich nach ein paar Wochen Pause wieder eine halbe Stunde in der BA nachlesen muß, wie was geht. Ich will so einen Mist nicht mehr. Man hätte besser daran getan, sich bei der Bedienung streng an die alten Klassiker zu halten. Ein/aus..vor/zurück....stop und Aufnahme reichen auch heute noch. Und vermutlich auch in hundert Jahren. Alles andere ist Tinnef und bremst im Einsatz nur aus. Featuritis ist ein wirklich großes Übel unserer Zeit. - Matze - 10.08.2009 Warum nimmst du dann nicht einen Marantz pmd 671? Der ist so gross, schwer und hat so dicke Knöpfe wie ein Klassiker. Es ist auch einer der ganz wenigen Speicherkartenrecorder mit Hinterbandkontrolle. - cisumgolana - 10.08.2009 Hallo! Die von den Rundfunkanstalten eingesetzten mobilen Bandgeräte (Nagra, Stellavox, Report) waren m. E. allesamt Vollspurgeräte und haben mit 19cm/s, bzw. mit 38cm/s aufgezeichnet. Somit war auch keine volle Stunde Aufzeichnungsdauer möglich (ich glaube nicht, daß im mobilen Betrieb Adapter für große Spulen bei Nagra/Stellavox eingesetzt wurden - zu unhandlich und zu störanfällig). Aber dazu kann sicher jemand mit Rundfunkerfahrung uns Laien aufklären. Grüße Wolfgang - Anselm Rapp - 11.08.2009 Hallo Bert, Zitat:Huubat posteteMangels Vergleichsmöglichkeiten muss ich leider passen. Aber im Zweifelsfall natürlich UHER Report. Das Pilot war ja wirklich für (nicht nur semi-)professionelle Zwecke gedacht.Gruß und viel Erfolg, Anselm - Frank - 11.08.2009 ´ Von Nagra und Stellavox gibt es auch Stereoausführungen, bei Nagra die IV-S. Die Nagra kann bei offenem Deckel 18er Spulen verarbeiten, ist dann aber nicht mehr wirklich tragbar, wenn man nicht den sündhaft teueren Deckel für die großen Spulen hat. XLR- Anschlüsse und Phantomspeisung sind vorhanden, manche Geräte wie die IV oder 4.2 haben sogar die Möglichkeit zwei Mikros und einen Hochpegeleingang zu mischen. Je nach Modell ist auch Pilotton oder Timecode an Bord. Die Batterien oder Akkus (Monozellen) halten wesentlich länger als eine Stunde, von 10 - 12 Stunden kannst Du ausgehen. Auch Deine Maso- Ader wird befriedigt, mit Batterien wiegt so ein Maschinchen gute 8 Kilo, je nachdem was noch in der Bereitschaftstasche -ich habe die gute von Portabrace- gerne auch noch mehr. Nur die Laufzeit kommt nicht an die geforderte Stunde heran- 18er Spule mit Langspielband bei 19,05 ca. 45 Minuten, mit Doppelspielband wirst Du nicht an die geforderte Qualität herankommen. Die Stellavox hat zwar auch Phantomspeisung, aber kann wie das Report nur mit 13er Spulen arbeiten. Über die Haltbarkeit der Batterien kann ich noch nichts sagen, das habe ich noch nicht ausprobiert. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Stellavox nicht ganz so robust wie eine Nagra ist. Im Gegensatz zum Uher Report sind diese Geräte recht selten und auch teuer. Insofern dürfte ein Report schon die gute Wahl sein, Kompromisse mußt Du so oder so eingehen. Nagra baut heute auch Kartenrecorder. Da diese speziell für Journalisten und Filmtonleute gedacht sind, nehme ich an, dass die Bedienung entsprechend einfach ist, damit auch in der Hektik des Betriebs es nicht zu Bedienfehlern kommt. Bei den Bandmaschinen kann man jedenfalls nichts falsch machen. Aber auch bei den Kartenrecorden läßt Nagra sich die Qualität gut bezahlen... - Huubat - 11.08.2009 Gut, ich sehe schon, daß ich Kompromisse machen muß. Nur mal zum Verständnis hier nochmal ein Bild von mir aus einem älteren Thread: Der "Zoom H4" wird da in etwa 2/3 Originalgröße dargestellt. Könntet Ihr so ein Display (12-zeilig) noch ablesen? Der runde Knopf in der Mitte ist nicht nur zum Drücken. Er kann auch nach vorne, zu beiden Seiten und auch nach hinten gewippt werden. Und natürlich auch noch gedrückt. Es gibt keine fühlbaren Rastpunkte für jede einzelne Stellung; der Knopf selber ist fast "ebenerdig". Jede Fehlfunktion läßt das Menü oder die Funktion wechseln. Auch mitten in der Aufnahme (die dann keine mehr ist). Der Hammer sind aber die seitlichen Schiebeschalter, die hier nicht sichtbar sind und die für sehr wichtige Dinge wie Gain oder Kompressor vonnöten sind. (Bild reich ich nach) Ich hatte schon allen Ernstes überlegt, das Ding in ein Eigenbaugehäuse mit richtigen Tasten zu stecken. Aber das ist durch die Menüführung über das Display leider nicht so einfach möglich. Welcher Ingenieur denkt sich so einen Mist aus? - Frank - 11.08.2009 ´ Der Ingenieur hat vielleicht gar nicht so schlecht gedacht. Dann kamen der Kalkulator und der Designer .... - mash - 11.08.2009 Nur zur Info, der H4 hat einen Nachfolger, H4n. Der hat jetzt richtige Transporttasten. http://www.zoom.co.jp/english/products/h4n/index.php - Huubat - 11.08.2009 @Frank Aber das Gerät wurde dadurch unbrauchbar. Nicht nur im übertragenen Sinn. Ich bin ein strikter Vertreter von "form follows function" Der Bestimmungszweck gibt die Form vor. Das "H4" hat wirklich technisch Spitzenwerte. Nicht nur in der Preisklasse von damals etwa 330,-EUR. Aber man kann fast nichts davon in der Praxis umsetzen. Ich habe auch noch ein altes Sony-Diktiergerät mit Minikassette. Da braucht selbst meine schlaue, aber technisch weltfremde Frau keine BA. Es ist ja nicht so, daß man die Ergonomie für ein solches Gerät erst noch entwickeln müsse. Es ist ja alles schon da. Aber mittlerweile sollte man auch bei den Entwicklern gemerkt haben, das Miniaturisierung von elektronischen Geräten beim späteren Kontakt mit Humanoiden auf natürliche, physikalische Grenzen stößt. Wie z.B. Daumengröße oder dem Auflösungsvermögen der gut eingefahrenen Optik. ![]() @Michael Kenn ich auch. Das scheint schon deutlich besser und marktorientiert zu sein. Vermutlich ist das zwar immer noch nicht das Gelbe vom Ei, aber ich hätte mich wohl damit anfreunden können, wenn es mein Erstes gewesen wäre. Aber ich werde den 330,- EUR, die mein Gerät gekostet hat, nicht noch einmal den gleichen Betrag der gleichen Firma hinterherwerfen, um dann festzustellen, daß es dann woanders hakt. Vielleicht bestelle ich es mir bei Thomann mal auf Probe. Die Sache mit dem Uher ist aber noch nicht vom Tisch. Bert - Anselm Rapp - 11.08.2009 Hallo Bert, Zitat:Huubat posteteSchön! Aber ich schreibe nicht deswegen, sondern um Dich in Sachen Bedienbarkeit moderner Geräte zu bestätigen. Ich hatte lange ein kleines Kassetten-Diktiergerät im Auto, um irgendwelche Einfälle aufzuzeichnen. (Früher habe ich das mit Block und Bleistift an der nächsten Ampel gemacht, aber bis dahin war ich oft abgelenkt und der Gedanke weg.) Ein Griff zum Diktiergerät, zwei Knöpfe einhändig bequem gedrückt und die Aufnahme lief. Dann ging das Gerät leider kaputt. Als "Ersatz" habe ich mir ein digitales Diktiergerät gekauft. Ich hab's aufgegeben. Im Auto kann man es unmöglich nebenbei bedienen, und anderswo brauche ich es nicht. Jetzt trainiere ich lieber wieder mein Gehirn. ;-) Gruß, Anselm - Huubat - 11.08.2009 Ja, Anselm, die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen: Elektronische Raumthermostate, bei denen wirklich jeder an der obligatorischen Programmierung scheitert (ein Drehknopf für <kalt-warm> gibts da schon lange nicht mehr), DVD-Rekorder (-Fernseher,-Sat-Empfänger...etc)), die nur noch über eine, mit einer Unzahl von kryptisch beschrifteten Tasten übersähten Fernbedienung bedient werden können, und der für mich nicht nachvollziehbaren Unsitte, Netzschalter an der Gehäuserückwand und damit unerreichbar bei im Regal stehenden Geräten anzubringen. Ich habe vorletztes Jahr einen halben Monat im Internet verbracht, um eine hochwertige Mikrowelle fürs Büro zu erwerben, die nur mit den obligatorischen zwei Drehknöpfen "Zeit und "Intensität" ausgestattet ist. Null! Alles, was man von den Großen Miele, Neff und AEG angeboten bekam, war vollprogrammierbares Mäusekino, das von mir wissen wollte, was ich denn da warmmachen wolle. Hähnchenschenkel? Und wie schwer? War er den vorher in der Gefriertruhe? Eine Tasse Wasser für den Tee gabs aber nicht als Option. Und dafür wollte ich das Teil hauptsächlich haben. Rein, Knopf drehen.........Ping...warm! Geworden ist es dann ein Noname-Teil vom Grabbeltisch für 49,-EUR. Vermutlich aus Korea. Und vermutlich weil ein mechanisches Zeitwerk immer noch billiger ist, als eine Platine. Ist das die Zukunft? Ich glaube, man merkt mir die dicke Krawatte an, die ich bei dem Thema regelmäßig bekomme.... ![]() Bert - esla - 11.08.2009 Hallo Bert, wenn das Thema UHER noch nicht vom Tisch ist, dann schau' Dir doch mal das hier an: http://www.dhd24.com/azl/index.php?anz_id=32841621. Gruß Jens - PSMS - 11.08.2009 Recht so! Diese Firlefanz-Apparate sind wirklich sehr nervig. Z.B. die schönen alten Autoradios: Rechts einen Knopf für Sender, links einen für Lautstärke und Klang. Das war gut! Ich will keine Menüs beim Autofahren bedienen müssen! Der mp3-Kram fliegt wieder raus und das relativ einfache Cassettenradio kommt wieder rein. Zack, zack Cassette drin und spielt. Bei uns in Musikerkreisen zählt auch Einfachheit und Robustheit, alles andere wird schnell aussortiert. Ich mache schon seit über 20 Jahren alle Mitschnitte "mit Tonband", einfache Kisten haben sich bewährt. Man belächelte mich zwar oft als etwas merkwürdigen Tonbandonkel, aber die Aufnahmen sind alle noch gut. Laptop auf der Bühne? Vergessen wir's. Das Tonband läuft auch mit drübergekipptem Bier weiter ;-). Anselms Reports müssen sich jetzt bei mir bewähren, er hat mich auf den Geschmack gebracht, auch weil die dicken Brummer doch manchmal etwas unkomfortabel mitzunehmen sind. Cassetten sind mir persönlich zu fisselig, nur als Gebrauchskopien fürs Auto ok. Gruß Peter - Huubat - 12.08.2009 Wo finde ich eigentlich eine aussagekräftige Seite zu den Uher Report-Geräten? Da gabs ja doch eine Menge Typen. Und was hat es mit den "Monitor"-Typen auf sich? Mich interssieren die technischen Daten im Vergleich Bert - timo - 12.08.2009 Zitat:Huubat posteteHier gibt's einiges zu sehen, allerdings nicht viele Daten: http://mb.abovenet.de/tonbandwelt/uher/ Zitat:Und was hat es mit den "Monitor"-Typen auf sich?Es sind einfach die neueren Report-Ausführungen, die schon Hinterbandkontrolle hatten. Daher auch der Name. Es gab zum Schluss sogar eine Ausführung mit drei Motoren, allerdings leider nur in Mono. - Huubat - 12.08.2009 Danke, das ist doch schon eine Menge. Geht aus der Bezeichnung eigentlich hervor, ob das Gerät Stereo oder Mono ist? Bert - timo - 12.08.2009 Zitat:Huubat posteteIch glaube, alle 4000er-Modelle sind Halbspur-Mono-, alle 4200er Halbspur-Stereo- und alle 4400er Viertelspur-Stereo-Geräte. Und die (sehr seltene) 6000er ist dann wieder Halbspur-Mono. - cisumgolana - 13.08.2009 Hallo Bert! Nachtrag: Die ersten Halbspur-/bzw. Viertelspur-Stereo-Report hießen 4002, bzw. 4004. Sie wurden 1962 gebaut und gehörten so zu den ersten portablen Stereo-Bandgeräten. Dazu kommen ab 1967 noch die Vollspur-Sondermodelle 1000 Pilot, 1000 Neopilot, 1000 Neopilot B, 1200 Synchro und das "Sparmodell" 4100-V. Und die "Highspeed-Version" 4000/C-38 in Halbspur Mono mit 38cm/s. Das 6000 Universal hat max. 9,5cm/s und min. 1,2cm/s Geschwindigkeit. Außerdem gab es Umbauten diverser Firmen (z. B. Pötter) für beson- dere Anforderungen, wie z. B. Perfo-Band, usw.... Grüße Wolfgang - Huubat - 13.08.2009 Danke, Wolfgang. Wie ich bisher beim groben Überfliegen der Angebote in der Bucht gesehen habe, ist der häufigste Typ die 4000er. Gefolgt von der 4200er und der 4400er. Die anderen von Dir genannten Geräte sind mir in der kurzen Zeit, die ich jetzt erst danach sehe, noch nicht untergekommen. Aber auch schon bei diesen drei Modellen gibts nach der Typenbezeichnung Zusätze wie "s" oder "ic". Was soll mir das sagen? "S" für Stereo? Würde jetzt bei einer 4200er, die es nach Timos Aussage ohnehin nur in Stereo gab, als Bezeichnung keinen Sinn machen. Ich hab das System noch nicht ganz durchschaut. Falls es eins gibt. Vielleicht kann dazu auch noch mal der Anselm was sagen. Gruß Bert - timo - 13.08.2009 Zitat:Huubat posteteS kenne ich nicht, aber "IC" bezeichnet die neuere Ausführung, bei denen die Endverstärker bereits als integrierter Schaltkreis (eben IC) realisiert sind. Ich habe mal gehört, daß die eine etwas geringere Leistungsaufnahme haben als die älteren Modelle mit diskret aufgebauten Endverstärkern, was beim Akku- oder Batteriebetrieb längere Laufzeiten bedeutet. Allerdings gehen die ICs meiner Erfahrung nach auch gerne mal kaputt, bei meiner 4400 IC waren beim Kauf beide hinüber. Vor 15 Jahren waren sie noch erhältlich und auch recht preiswert, aber ob das heute immer noch so ist, weiß ich nicht. - Anselm Rapp - 13.08.2009 Moin Bert, Zitat:Huubat posteteVielleicht. Nach dem "nackten" 4000 Report (ohne Zusatzbuchstaben) kam meiner Erinnerung nach erst das "S" und dann das "L" ohne mir bekannte Bedeutung. Vielleicht "Super" und "Luxus". Das IC wurde nach den Integrated Circuits benannt, die in diesem Modell erstmals Anwendung fanden, und bei Monitor ist es sowieso klar. Das 4002 und 4004 wurde (ohne Gewähr) wegen zu vieler Probleme aus der Fertigung genommen. 2 bzw. 4 damals an letzter, später an zweiter Stelle stand für Zwei- und Vierspur, richtiger Halb- und Viertelspur stereo.Gruß, Anselm - Huubat - 13.08.2009 Prima! Dann werde ich bei meinen Vorstellungen wohl ein "4200er" oder ein "4400er" ins Auge fassen. Die sind sogar noch halbwegs erschwinglich. Gibts irgendwelche spezifische Sachen, die man vor dem Kauf beachten und nachfragen sollte? Irgendwo habe ich von einer Neigung des linken Bandteller zum Brechen gelesen. Betrifft das alle Modelle? Was gibts sonst für Geschichten? Vielleicht auch interessant: Inwieweit ist die Mechanik der unterschiedlichen Typen identisch? Defekte Geräte gehen oft für weniger als 20,-EUR über die Theke. Macht aber nur Sinn, wenn man sie denn auch als Schlachtgerät nutzen kann. Bert - Anselm Rapp - 13.08.2009 Hallo Bert, Zitat:Huubat posteteDa können Dir andere Forumsteilnehmer die besseren Auskünfte geben. Ich habe seit fast 30 Jahren kaum noch ein Report von innen gesehen. Viel Erfolg, Anselm - cisumgolana - 13.08.2009 Hallo Bert! Risse im linken Bandteller betreffen nur die IC-Reihe und die Monitor-Reihe. Im Bandteller ist ein Metallring eingelassen, der sich anders als der Kunst- stoff ausdehnt. Damit ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Teller Risse bekommt. Es gibt aber auch eine Bandtellerausführung ohne Metallring, die für die Umschlingung des Bremsseiles geeignet ist. Außerdem ist bei diesen beiden Baureihen ein Capstanrad mit schlechtem Gummibelag verbaut. Das führt nach einigen Jahren zu immer lauter werden- den Laufgeräuschen. Die früheren Modelle haben Capstanräder mit einer weicheren Gummimischung, die nicht so schnell verhärtet und auch dicker aufvulkanisiert ist. Bei der IC-Reihe kann das Endstufen-IC einen Hitzetod sterben, wenn man über einen längeren Zeitraum die "üppigen" 0,8W/pro Endstufe ausnutzt, da es keinen Kühlkörper hat. Dieses IC wird manchmal bei 3-2-1 angeboten. Im Handel ist es . E. nicht mehr erhältlich (lasse mich gern eines Besseren belehren). Schade, ich dachte Anselm könnte uns die Bedeutung der Buchstabenzusätze erklären. Wer kann es dann? Die Reihenfolge nach Baujahren ist: 4000/4002/4004;4000-S;4000-L/4200/4400;4000-IC/4200-IC/4400-IC;4000 Monitor/4200 Monitor/4400 Monitor;6000 Universal Hinterbandkontrolle war ab dem Sondermodell 1000 Pilot (Vollspur) möglich, bei den Serienmodellen ab dem 4000 Monitor. Was gibt es beim Kauf noch zu beachten? Da das Angebot bei der L-Reihe groß ist, beschränke ich mich erst mal darauf. Der äußere Zustand sollte gut - sehr gut sein (wegen der vielen Angebote kann man ruhig wählerisch sein). Also keine Dellen, Lackabplatzungen, Schleif- spuren der Bandspulen, keine def. Plexiabdeckung, kein "Auslaufmodell" (Bat teriekasten nicht korrodiert). Die Mechanik sollte ok sein - d. h. keine hängenden Tasten, def. Instrumente, verhärtete Andruckrolle, fehlender Andruckfilz, verschlissene Köpfe. Alle Funktionen sollten einwandfrei sein (auch schneller Rücklauf bei fast voller linker Spule!). Als Zubehör sollte mindestens das passende NT (Z114/Z124) und das Ver- bindungskabel K713 (evtl. K714 für NC-Akku) dabei sein. Eine Bereitschafts- tasche (schwarz oder braun - einfach oder Luxusausführung) mit Tragriemen und Mikro-Köcher wäre auch ganz gut, kann aber auch einzeln ersteigert werden. Sonst muß der Tragegriff mit dabei sein. Das wäre m. E. der Idealfall bei 3-2-1. Die Realität sieht oft leider anders aus. Das gilt gleichermaßen für sog. Top-Geräte (die sich als defekt und völlig verhunzt heraustellen), wie für "vorsichtshalber defekt" Geräte (die sich, weil der Vorbesitzer keine Ahnung hat, als gute Grundlage entpuppen). Das ist wie bei einer Lotterie... Wenn nicht explizit angegeben, muß man immer damit rechnen, daß die 3 Riemen und die Gummikappen der Umspulwippe zu erneuern sind. Die An- druckrolle ist von guter Qualität. Mir ist bisher nur 1x eine verhärtete Rolle untergekommen (bei 18 Geräten und 4 Schlachtmaschinen). Das soll´s erst mal gewesen sein... Grüße Wolfgang - Anselm Rapp - 14.08.2009 Hallo Wolfgang, Zitat:cisumgolana posteteVermutlich niemand (mehr). Ich vermute, dass die Zuständigen (Entwicklung? Vertrieb?) sich schon etwas dabei gedacht haben, warum sie die Typen nicht einfach Report A, B, C usw. genannt haben. Bis in die Fertigung sind diese Überlegungen aber nicht gedrungen. Ich bin sicher, dass das S und L keine allgemein verständliche Abkürzung darstellten - das wüsste ich noch und das änderte sich erst beim IC, und "Monitor" ist ja ohnehin Klartext. Ich habe sicherheitshalber mal beim UHER-E-Book die Volltextsuche angeworfen und keinerlei Hinweis auf eine Erklärung gefunden. Weiß eigentlich jemand, warum bei Mercedes die S-Klasse S-Klasse heißt? Gruß, Anselm - timo - 14.08.2009 Zitat:Anselm Rapp postete"... war in den Prospekten von der „S-Klasse“ (Sonderklasse) die Rede" http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_S-Klasse#Begriffs.C3.BCbertragung :-) - Anselm Rapp - 14.08.2009 Nachdem Mercedes das S später verwendet hat als UHER, ist ja nun klar, wer da von wem abgeguckt hat. Gruß, Anselm - cisumgolana - 14.08.2009 Hallo Anselm! UHER hat das "S" später als Mercedes verwendet, soviel ist sicher. Denn schon 1949 kam der Typ 170S auf den Markt. Das Cabriolet A (2-türig/2-sitzig) kostete damals mehr als 15000DM (soviel wie zu der Zeit ein Einfamilienhaus!). Aber ob UHER das "S" bei Mercedes abgekupfert hat, glaube ich aber auch nicht. Manchmal wird das Rad von den Marketingfuzzies eben 2x erfunden - und es steckt nicht immer ein tieferer Sinn da- hinter... Und gab es nicht bei den Reporttypen auch das 4000-A, bzw. 4000-C (die Bundeswehr-Ausführungen)? Grüße Wolfgang - Anselm Rapp - 14.08.2009 Hallo Wolfgang, Zitat:cisumgolana posteteIch gebe mich der Einfachheit halber geschlagen. ;-) Zitat:Aber ob UHER das "S" bei Mercedes abgekupfert hat, glaube ichWir werden es kaum noch erfahren. Zitat:Und gab es nicht bei den Reporttypen auch das 4000-A, bzw. 4000-CBei denen hat vielleicht sogar die Bundeswehr den Buchstaben vorgegeben. S-Grüße, :-) Anselm - Huubat - 14.08.2009 Erst nochmal Danke für Eure Antworten; speziell an Wolfgang für seine umfangreiche. An Anhängseln an die normale Bezeichnung 4000/4200/4400 habe ich bisher die Buchstaben S, L, C, IC und N gesehen. Immer vorausgesetzt, der Verkäufer wußte auch, was er da abgeschrieben hat. Ich bin natürlich davon ausgegangen, daß bei der Vielfalt der unterschiedlichen Geräteversionen und Sondertypen auch jeder Buchstabe eine Bedeutung hat. Würde ja auch Sinn machen. Sonst könnte man ja auch alle Geräte "Heinz" nennen. ![]() Bert - Anselm Rapp - 14.08.2009 Hallo Bert, Zitat:Huubat posteteHast Du Dir das gut überlegt? 4000 Report = 4000 Report Heinz 4000 Report S = 4000 Report Heinz 4000 Report L = 4000 Report Heinz 4000 Report IC = 4000 Report Heinz 4000 Report Monitor = 4000 Report Heinz Wenn ich mehr Zeit habe, liste ich die Stereoversionen noch auf. Gruß, Anselm - Huubat - 14.08.2009 Nicht nötig, laß mal...... ![]() Wer einen tollen digitalen Audiorekorder kaufen will, sollte mal in den Marktplatz schauen. Bert - Huubat - 01.09.2009 So, jetzt habe ich mir mal einen kleinen Überblick verschafft. Ich tendiere, da ich den Ton für meine Videos und in Stereo nutzen möchte, also zu einem 4200 oder 4400. Wenn ich das richtig verstanden habe, habe ich mit dem 4400er die doppelte Spielzeit wie bei dem 4200er. Richtig? Wie verhält es sich mit der Tonqualität bei der Halbierung der Bandbreite? Guter Ton ist für mich wichtiger als längere Spielzeit. Gibts da arge Klangunterschiede? Die Monitor-Reihe: Sieht mit den beiden großen Instrumenten wirklich hübsch aus, ist wesentlich seltener und deshalb in der Bucht mindestens um den Faktor 3 teurer. Nun suche ich das Teil ja nicht zum Sammeln, sondern zum Benutzen. Ist die Hinterbandkontrolle wirklich ein Muß bei hektischen Außenaufnahmen? Oder reichen die Geräte ohne diese Funktion, wenn man einmal ein Gefühl für das Gerät und eine bestimmte Bandsorte beim Aussteuern hat? Generationen von Filmern sind ohne die Funktion ausgekommen und viel Zeit zum Herumfummeln und sich den Wolf regeln hat man vor Ort erfahrungsgemäß nie. Sollte man sich den heftigen Mehrpreis sparen? Was mich auch erstaunt, ist die Menge der auf dem Markt befindlichen Geräte. Zimmer-Uhers sind mir in meinem Leben auch früher schon oft begegnet. Ein Report habe ich dagegen noch nie aus der Nähe gesehen. Die Bucht ist nun aber voll mit den Maschinen. Wer hat so was gekauft? Die meisten Geräte sehen nicht gewerblich genutzt aus und für den kleinbürgerlichen Hobbyisten war ein Uher mit Sicherheit zu teuer und zu speziell vom Einsatzzweck, um es einfach nur am Radio orgeln zu lassen. Bert - Anselm Rapp - 01.09.2009 Hallo Bert, Zitat:Huubat posteteRichtig. Bei Halbspur mono kannst Du das Band am Ende nicht drehen und die "andere Seite" bespielen - es sei denn, Du möchtest die erste Aufnahme gleich wieder löschen. Zitat:Wie verhält es sich mit der Tonqualität bei der Halbierung der Bandbreite?Kommt natürlich drauf an, was man unter "arg" versteht. Mit meinen nicht ausgesprochen Hifi-gezüchteten Ohren habe ich nie einen gravierenden Unterschied gehört. Das mag bei Profis oder wirklichen Freaks - die mehr auf die Qualität als auf die Aufnahme achten - anders sein. Es kommt halt auch darauf an, worüber man wiedergibt. Zitat:Die Monitor-Reihe:Wie ich Dich und Deine Ansprüche einschätze, würde ich ihn einsparen. "Monitore" sind allerdings jünger als die Vorgänger und vielleicht noch nicht so strapaziert. Zitat:Was mich auch erstaunt, ist die Menge der auf dem Markt befindlichen Geräte.Da kann ich nur raten. Es gibt Leute, die lassen sich ihr Hobby sehr viel kosten (auch auf Raten). Aber ich vermute auch eine ganze Menge semiprofessioneller Anwender, also solche, die gute Qualität brauchten, aber nicht die Anforderungen einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt o. dgl. hatten. Viel Erfolg! Anselm - niels - 01.09.2009 Wandern die Bänder bei dir ins Archiv oder werden sie mehrfach verwendet? Bei mehrfacher Verwendung ist die Kostenfrage nicht mehr so deutlich und dann würde ich dir zu einer 4200 raten, denn Halbspur bringt ein kleines bißchen mehr Dynamik und vor allem ist es unempfindlicher gegenüber Drop-outs. Wenn du dich an das Gerät gewöhnt hast, halte ich Hinterbandkontrolle für verzichtbar, denn ob im Getümmel tatsächlich zu hören ist, dass das Band übersteuert, halte ich für fraglich. Ich riete obendrein zu einer IC, da dieses Geräte ohne Bandandruckkissen vor den Tonköpfen auskommen und du bedenkenlos auch rückseitenbeschichtetes Bandmaterial verwenden kannst. niels - Matze - 01.09.2009 Zitat:Huubat posteteHat deine Videokamera keinen eingebauten Tonteil? Es wäre mir neu das es ein Videosystem ganz ohne Ton gibt. Welches System setzt du ein? Zitat:Gibts da arge Klangunterschiede?Nunja, das eine ist Vierspur-, das andere Zweispurtechnik. Zweispur setzt man ein wenn man Klang haben will, Vierspur war klanglich der Anfang vom Ende aber eben in der Unterhaltung billiger. Tatsache ist, wenn du System Tonband wirklich ausreizen willst kommst du aus verschiedenen Gründen, die hier schon oft ausdiskutiert wurden, bitte Suchen, nicht an der Zweispurtechnik vorbei. Zitat:Nun suche ich das Teil ja nicht zum Sammeln, sondern zum Benutzen.Wenn du wirklich benutzen willst, dann denke über professionelle (!) Digitaltechnik nach. Zitat:Ist die Hinterbandkontrolle wirklich ein Muß bei hektischen Außenaufnahmen?Es geht darum das eine Dreikopfmaschine generell mehr aus dem Band rausholen kann. Die Hinzerbandkontrolle ist nur der Nebeneffekt. Zitat:Wer hat so was gekauft?Leute die sich kein fettes Gerät hinstellen aber trotzdem guten Klang wollten und denen die recht kurze Spielzeit nix ausgemacht hat. Das Report Monitor klingt excellent wenn richtig eingestellt und kann somit klanglich eine grosse Maschine locker ersetzen. - Anselm Rapp - 01.09.2009 Hallo Matthias, Zitat:Matze posteteIch denke da für einen Anwender, der "ein Report noch nie aus der Nähe gesehen" hat, etwas pragmatischer. Eine (gebrauchte und deshalb möglicherweise dejustierte) Dreikopfmaschine ohne einen kleinen Messgerätepark einwandfrei zu justieren, ist noch ein ganzes Stück schwieriger als eine mit Kombikopf. Aber: Wir können Tipps geben, Maßstab sind Berts Anforderungen. Gruß, Anselm - Matze - 01.09.2009 Naja, das Einmessen selbst ist bei einer Dreikopfmaschine einfacher, auch wenn die mechanische Justage schwieriger ist. Letztendlich drängelt sich dann aber die Frage auf, wenn er mit einer dejustierten Maschine zufrieden ist, warum dann überhaupt eine kaufen? Diese Videokamera muss doch Ton haben. - Anselm Rapp - 01.09.2009 Zitat:Matze posteteWer hat das behauptet? Gruß, Anselm - PeZett - 01.09.2009 Zitat:Matze posteteHallo, ..sicher hat sie das aber wer (wie zB ich) häufig versucht, zB Reisevideos direkt (quasi "online") während des Drehs zu besprechen, weiß, was das für ein Murks ist. Das taugt gar nicht und ist allenfalls lustig und spontan, aber werder klanglich noch inhaltlich wirklich der Hit. Eine solide Nachvertonung solcher Aufnahmen sind m.E. das einzig Sinnvolle. Gruß Peter - Matze - 01.09.2009 Naja, ist denn der Gerätepark vorhanden um es selber zu machen? (Wobei, soviele Geräte sind es ja auch nicht.) Wenn nicht muss man es machen lassen und wenn das zu teuer ist, muss man mit einer nicht richtig eingestellten Maschine leben. Und es ist teuer... - Matze - 01.09.2009 Wenn du den O-Ton Nachvertonen willst, wie kriegst du den Syncron? - PeZett - 01.09.2009 Hallo Matthias, na unter einem Reisevideo verstehe ich die Aufnahme von Landschaften, Gebäuden, Natur, Sportereignisse... ...aber eben keine Dialoge. Für so etwas Synchronität hinzubekommen, sollte kein Problem sein. Notfalls sieht man sich Szene für Szene am Monitor an und spricht dazu zeitgleich auf´s Band. Das sollte mit Übung schon gehen.... ...und wem das zu steril ist, der mischt das Original-Windrauschen oder den Hintergrundton des CamCorder-Mikros einfach etwas leiser drunter. Ich denke, für soetwas eignet sich ein TB in idealer Weise. Und mit der kleinsten Bandgeschwindigkeit (2,4) ist die Report geradezu prädestiniert dafür, mit langen Videos klar zu kommen. (Edit: ..natürl. geht das mit Soundkarte im PC auch...) Zwar gab es in den 60ern auch noch etliche andere Masch. mit kleiner Geschw. (Philips, Loewe ...) aber die sind zu alt, zu selten und zum Teil noch mit "Röhre". Uher hat diese Speed einfach am längsten "on board" gehabt. Ich kann mir vorstellen, dass es Bert genau um Zuvorgenanntes geht oder liege ich falsch? Gruß - Matze - 01.09.2009 Hm... Also es geht um nicht Lippensynchrone Aufzeichnung. Aber dann muss ja irgendwo der Punkt kommen wo in der Nachbearbeitung der gute aber Asynchrone O-Ton mit dem schlechten aber Synchronen Camcorder Ton und der "Sprache aus dem Off" zu einem wohlklingenden Ganzen vereinigt wird und dann auf eine Cassette, DVD oder was auch immer kommt. Aber nun drängelt sich mir wiederum die Frage auf, was da für eine Kamera eingesetzt wird wenn da der Ton so schlecht ist das man auf ein langsam laufendes TB zurückgreifen kann damit es besser wird. Ich meine, letztendlich ist nur der Längsspurton von VHS wirklich schlimm. Alles was danach kam war ja im Ton recht gut. Vielleicht were Hubert eher damit geholfen eine gute S-VHS Kamera mit Hifi Ton und manueller Tonaussteurung zu kaufen. Dann braucht man sich nicht mit zig Geräten abschleppen. und besser als ein altes Report sollte es auch klingen. Andererseits ist der Ton bei einem Video auch nicht so wichtig, weil man ja durch das Bild abgelenkt wird. - Huubat - 01.09.2009 So, jetzt ich nochmal: Natürlich haben meine Kameras (Canon HV30 und Sony FX1) eingebauten Ton. Aber erst einmal sind die eingebauten Mikros qualitativ grottig und nehmen auch noch überflüssigerweise Griff- und vor allem Laufwerksgeräusche auf. Das taugt für den Kindergeburtstag, aber nicht für ein semiprofessionelles Video. Externe Mikros gehen natürlich. Aber selbst bei der großen Sony ist das Einpegeln nur über den Umweg über viele Menüschritte und den LCD-Monitor zu machen, was gleichzeitig technisch aber eine Einflußnahme auf das Bild ausschließt. Entweder man läßt sich das Menü für den Ton oder für das Bild anzeigen. Simultan geht nicht. Davon mal abgesehen ist ein Mann allein damit auch überfordert. Der soll ja nicht nur Herumregeln, sondern vor allem wackelfrei das Motiv verfolgen. Mechanisch gesehen sind zwei verkabelte Mikros an der Kamera aber auch ein Unding, wenn man damit herumlaufen muß. Ist nur eine Frage der Zeit, bis die Stecker (samt Buchsen) von irgendeinem herumtorkelnden Trottel herausgerissen werden. Deshalb nehme ich mit der Kamera nur mit externem, aber an der Kamera befestigten Richtmikro (MKE 300) auf und mische das später in die Atmo, die ich bisher mit meinem Digitalrekorder parallel aufgezeichnet habe. Der kann in Kameranähe von mir oder ggfs. einer zweiten Person geführt werden Am Wochenende war ich z.B. wieder mal auf einem Flugtag und wollte fix eine herannahende Jak mit ihrem akustisch sehr einprägsamen Sternmotor aufnehmen. Da sind von der Sichtung bis zu den ersten verwertbaren Tönen keine 30 Sekunden Freiraum. Ich habe es zum wiederholten Mal nicht geschafft, meinen (ansonst nicht schlechten) Digitalrekorder in Anschlag zu bringen, weil man da sich Ewigkeiten durch irgendwelche Menüs klicken muß. Natürlich wollten Kamera und Stativ in der gleichen Zeit auch ausgerichtet werden. Aber auch die anderen Aufnahmen waren am Abend verschwunden, weil mir der Rekorder beim Abspielen die Funktion "Karte nicht lesbar" anzeigte und ich auch über den Rechner und ein externes Lesegerät irgendeinen Ton herausbekam. Jetzt habe ich einen schönen Film von einem Flugtag mit Monoton via Richtmikro. ![]() Natürlich gibts auch professionelle Geräte. Tascam z.B. wurde hier schon erwähnt. Aber die kosten auch horrend Geld und ich bin mir auch da nicht sicher, ob ich die ohne Hinzusehen und mit nur einem Fingerdruck zur Aufnahme nötigen kann. Die merkwürdigen Bedienroutinen, die sich auch noch bei jedem Gerät essentiell unterscheiden, sind ja genau das, was ich heutigen Geräten so ankreide. Ich werde nicht für Features bezahlen, die mir nicht nur nichts nutzen, sondern auch dafür verantwortlich sind, daß ich das Gerät einfach unterwegs nicht mehr bedienen kann. Dann lieber mit einer alten Kiste, wo ich weiß, wenn ich einen Knopf drücke und sich was dreht, ist anschließend auch was drauf. Wenn ich das hinterher digitalisiere, sitze ich zuhause, bin allein und hab da alle Zeit der Welt. Das hört sich umständlich an, ist es aber nicht. Umständlich ist das, was ich jetzt mache. Und führt zu nix. :edit: @Peter So ähnlich läufts auch bei mir. Synchronität ist kein großes Problem, da ich bei meinem Videoprogramm die Tonspuren so lange auf der Timeline schieben kann, bis es passt. Und das "Auseinanderlaufen" von Bild und Ton ist bei den kurzen Bildsequenzen von selten über 20 Sekunden pro Einstellung auch zu vernachlässigen. Bert - PeZett - 01.09.2009 Hallo Matthias, Die beiden "Töne" zusammenzuschieben, sollte nicht das Problem sein. Und bei "Nachsprechen" auf Band während der Film läuft, ist doch eine Synchronität zur Szene gegeben, oder nicht? ...ob´s aber wirklich um nicht-lippensynchrones Nachvertonen geht, habe ich gemutmaßt, weil es für mich naheliegend ist. Bert wird uns aufklären. Gruß Peter edit: ...nun hat uns Bert aufgeklärt. Der Anwendungsfall ist etwas anders gelagert, als ich annahm aber m.E. ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Was den Bedienkomfort angeht, stimme ich übrigens ebenfalls zu - die heutige Miniaturtechnik mit ihren Menue-Bedienungen ist wirklich alles andere als "schnell" - jedenfalls im Consumer-Bereich. edit2: Zitat:Mechanisch gesehen sind zwei verkabelte Mikros an der Kamera aber auch ein Unding, wenn man damit herumlaufen muß.Kopfbandmontage? Sieht sicher spassig aus, müsste aber gehen. (Der Vorschlag ist nicht 100% ernst zu nehmen...) - Huubat - 01.09.2009 Zitat:PeZett postete ![]() Naja, ich verdiene damit ja kein Geld und ein bischen Spaß muß die Sache ja auch machen. Schon das Tragen des "Ohrwurms" mit dem entsprechenden Windschutz löst ja bei Zuschauern Heiterkeit aus. Schließlich laufen solche Aktionen bei mir immer unter "Familie" mit dem Beisein der besten aller Frauen. Würde ich so auflaufen, käme die bestimmt nicht mehr mit. Und mit der möchte ich es mir nun wirklich nicht verderben. ![]() Bert |