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Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - Druckversion

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Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - JUM - 18.07.2025

Unsere Käsereibe hat wieder mal einen defekten Akku.
Habe mir dann mal die Ladestation genauer angesehen.
Wir hatten nach nächtlicher Ladung immer das Steckernetzteil gezogen, die Reibe aber in der Ladeschale gelassen.
Nun ist klar warum der Akku beim nächsten Gebrauchsversuch entladen war.
Er entlädt sich über den Trafo und die Ladestrom-Widerstände (2x33R).

Ich möchte diese einfache Ladeelektronik ersetzen durch eins dieser chin. Lademodule für NiMH-Zellen.
Gibt es Erfahrungen mit solchen Modulen?

VG Jürgen


RE: Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - optacord414 - 18.07.2025

Du hast den trafoseitigen Gleichrichter vergessen. Darüber dürfte keine Entladung stattfinden.


RE: Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - JUM - 19.07.2025

In der Tat, im Steckernetzteil ist die Diode (1N4001) drin.
Also braucht es wohl doch einen neuen Akku.
VG Jürgen


RE: Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - optacord414 - 19.07.2025

Grundsätzlich besteht bei diesen Einfachst-Ladeschaltungen immer die Gefahr. den Akku zu schädigen.
Die Leerlaufspannung des Netzteils ist für den 2,4V-Akku schon sehr hoch.
Die LED (die ja vermutlich mit steigendem Ladezustand ausgeht) ist auch kein guter Indikator für den dann noch
fließenden Strom...
DeltaU-Abschaltung ist auch so eine Sache...mache ich beim Modellbau nur noch fallweise.
Sonst Ladestop über Lademenge.


RE: Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - JUM - 19.07.2025

Ich hab den Akku mal an ein CC/CV-Labor-Netzgerät angeschlossen.
Eingestellt auf 2.80V (Constant Voltage) und 200mA (Constant Current).

Start bei 2.23V und 200mA. Über Nacht laden lassen.
Morgens stand das Netzgerät dann auf 2.80V und 51mA.
Die 51mA änderten/verringerten sich auch tagsüber nicht mehr weiter.

Dann Akku abgedockt und Spannungsmesser dran.
Über die nächste Nacht ist die Spannung auf 2.72V abgesunken.

Beides (51mA und 2.80V->2.72V) finde ich viel...

Kann man diese Einfach-Ladeschaltung mit einem solchen China-Modul verbessern?
VG Jürgen


RE: Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - optacord414 - 19.07.2025

Schwer zu sagen...
Mir kommt es so vor, daß hier lediglich ein StepUp- bzw. -Down-Wandler (je nach Akkuanzahl) mit einer Konstantstrom-Regelung (200mA) kombiniert wurde. Der Fokus scheint hauptsächlich auf dem Betrieb mit einem USB-Netzteil zu liegen.
Wie und ob eine Ladeschlußerkennung und -abschaltung erfolgt, erschlieẞt sich mir nicht.
Ich schaue mal, ob weitere Info's zu finden sind.

EDIT: hier sind einige weitere Infos https://de.aliexpress.com/i/1005005907765629.html (unter "mehr anzeigen" sind Infos zur LED-Funktion und der Änderung der Widerstände für Anpassung Zellenzahl usw.)

Ein Versuch wär's wert.


RE: Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - JUM - 20.07.2025

Habe ein wenig gegurgelt und ein Schaltbild des Moduls und ein chin. Datenblatt des Ladechips gefunden (und maschinell übersetzen lassen).
Habe mal ein Modul geordert, denke, schlechter als die vorhandene Lademimik wird es nicht sein. 
VG Jürgen


RE: Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - bitbrain2101 - 20.07.2025

Aus dem übersetzten Datenblatt "Das Pferd aktiviert die Null-Volt-Batterie"  thumbsup


RE: Erfahrung mit chin. NiMH-Lademodulen? - Analoghoerer - 20.07.2025

Ja, das war mir auch aufgefallen, ich dachte noch, na hoffentlich verpasst der Chip dem Benutzer keinen Huftritt, wenn er ihm eine zu tief entladene Zelle zumutet. Big Grin
Diese Übersetzungsdienste funktionieren heute ja schon recht gut, manchmal können sie aber doch noch für Heiterkeit sorgen.